01.07.2016

Ländermonitor zeigt deutliche Unterschiede auf

Zum neuen „Ländermonitor frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann-
Stiftung erklärte die Bundesvorsitzendes des Bundesverbandes für
Kindertagespflege, Inge Losch-Engler:
„Der neue Ländermonitor liefert aufschlussreiche Zahlen zur Kinderbetreuung,
beschränkt sich aber nur auf die Analyse der Betreuung in Kitas. Die
Kindertagespflege wird in dem Bericht nicht erwähnt, obwohl in Deutschland rund
150.000 Kinder in Kindertagespflege betreut werden.
Anders als bei den Kitas ist in der Kindertagespflege der Betreuungsschlüssel vom
Gesetzgeber bundesweit auf maximal fünf gleichzeitig anwesende Kinder
festgelegt, die einer bestimmten Kindertagespflegeperson zugeordnet sind. Das
Problem, dass bei Krankheit oder Vertretung die Gruppen stark wachsen, kann es
in der Kindertagespflege deshalb nicht geben. Hier hat die Kindertagespflege ein
Alleinstellungsmerkmal.
Der Bundesverband unterstützt die Forderung der Bertelsmann-Stiftung nach
bundeseinheitlichen Qualitätsstandards für die Bildung, Erziehung und Betreuung,
in Kindertagespflege und in Kitas. Mögliche verfassungskonforme Wege dazu sind
bereits in der Studie von Prof. Joachim Wieland aufgezeigt worden“

15.06.2016

Die eigene Webseite für Ihre Kindertagespflege

Die mit dem Webseitenbaukasten erstellten Webseiten sind sowohl an den formellen Ansprüchen in der Kindertagespflege, als auch an den kommunikativen Ansprüchen junger Eltern ausgerichtet. Der Webseitenbaukasten wurde ich fachlicher Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für Kindertagespflege entwickelt.

Für die Zielgruppe junger Eltern, die nach einem Betreuungsplatz für ihre Kinder sucht, hat das Internet in der Informationsbeschaffung einen außerordentlich hohen Stellenwert und es ist wichtig, dass Webseiten auf Smartphone und Tablet PC genauso gut funktionieren, wie am Computer zu Hause. Mit dem Webseitenbaukasten erstellte Webseiten, passen sich automatisch an das jeweilige Gerät an und bieten so ein Nutzererlebnis, wie es die Zielgruppe erwartet.

Um mit dem Webseitenbaukasten Webseiten zu erstellen benötigt man kein Fachwissen. Über einfache Formulare, wie man sie aus Onlineshops kennt, werden Inhalte erstellt und Bilder für die Webseite ausgesucht. Es muss nichts installiert oder programmiert werden.
Dies alles ist inklusive:
- 15 Titelbilder zur Auswahl
- 12 Hintergrundgrafiken zur Auswahl
- 43 Farben und Farbkombinationen
- Logo hochladen oder selbst Textlogo kreieren
- Vorgefertigte Texte zum Aussuchen und Anpassen
- .de-Domain
- Hosting, technische Wartung und Support

Ab sofort können alle Tagesmütter und -väter unter www.webseite-kindertagespflege.de ihre eigene Webseite anmelden. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg mit Ihrer Webseite.

06.06.2016

Neue Richtlinie zur Vergabe des Zertifikats erschienen

Das Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) sieht eine Grundqualifizierung mit einer tätigkeitsvorbereitenden Phase (160 UE) und einer tätigkeitsbegleitenden Phase (140 UE) vor. Die Inhalte und vor allem die Methodik-Didaktik unterscheiden sich grundlegend von der bisher üblichen Grundqualifizierung nach dem DJI-Curriculum.

Der Bundesverband für Kindertagespflege hat nun eine neue Richtlinie zur Vergabe eines zweistufigen Zertfikats entwickelt. Es trägt den Titel "Qualifizierte Kindertagespflegeperson nach dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB).

Ergänzend zu dieser Richtlinie wird eine Handreichung zum Praktikum erscheinen, in der die bisher erschienenen Materialien sowie einige Ergänzungen zur Umsetzung des Praktikums und ein Vertragsmuster enthalten sein werden.

Die Richtlinie steht ab sofort per Download zur Verfügung. Die gedruckte Version erscheint in Kürze.

Die Qualifizierungs- und Prüfungsordnung für das Zertifikat nach dem DJI-Curriculum behält weiterhin ihre Gültigkeit. Für die Grundqualifizierungen, die auch in Zukunft nach dem DJI-Curriculum durchgeführt werden, wird das bisher bekannte Zertifikat in den nächsten Jahren wie bisher vergeben.

Richtlinie zur Vergabe des Zertifikats

30.05.2016

Dokumentation der Fachtagung "Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagespflege"

Unter den Flüchtlingen die in Deutschland seit 2015 ankommen, befinden sich viele Kinder, die mit ihren Familien ihre Heimat verlassen mussten und in Deutschland Zuflucht gesucht haben. Auch für dieses Jahr ist zu erwarten, dass viele Familien zu uns kommen werden. Sie haben in der Regel kurzfristig alles Vertraute hinter sich gelassen und müssen nun ein neues Zuhause finden. Sie haben vielleicht Krieg und Gewalt erfahren oder gesehen. Sie sprechen nicht die deutsche Sprache und unsere Kultur ist ihnen fremd. Mit dieser Verunsicherung und mit ihren Erlebnissen kommen sie in die Schulen, Kindertageseinrichtungen und in die Kindertagespflege. 

Was heißt das für Kindertagespflegepersonen und wie können sie den Kindern und ihren Familien begegnen? Welche Möglichkeiten der Unterstützung kann die Kindertagespflege leisten und wo sind auch die Grenzen ihrer Möglichkeiten?

Der Bundesverband für Kindertagespflege hat am 29.04.2016 eine Fachtagung zum Thema "Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagespflege" veranstaltet. Die Dokumentation der Vorträge und Arbeitsergebnisse kann auf unserer Homepage eingesehen werden.

Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren.

Zu dem Themenkomplex sind weitere Materialien zu finden unter
Relevante Themen in der Kindertagespflege

02.05.2016

Neuer Vorstand gewählt

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung war schon im Vorfeld klar: Hedi Wegener stellt sich nicht wieder als Bundesvorsitzende zur Wahl.

Neue Bundesvorsitzende ist nun Inge Losch-Engler. Ihre beiden Stellvertreter sind Dieter Gerber, der in seinem Amt bestätigt wurde, und Edda Gerstner, die bereits seit einigen Monaten als kooptiertes Mitglied im Vorstand mitgearbeitet hat.

Als Beisitzerin wurde Johanna Meißner, die schon seit vielen Jahren Mitglied des Vorstands ist, bestätigt. Bettina Konrath, seit einigen Monaten ebenfalls kooptiertes Vorstandsmitglied, und Anne Mader verstärken als Beisitzerinnen den Vorstand.

Lesen Sie mehr in unserer Pressemitteilung.

23.03.2016

Projektberater/-innen gesucht!

Mit dem im Januar 2016 gestarteten Bundesprogramms KitaPlus fördert das Bundesfamilienministerium zusätzliche bedarfsorientierte Betreuungsangebote in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege. Dabei liegt der Fokus auf der Qualität der Bildung, Betreuung und Erziehung der Kinder. Ziel der Förderung ist die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere für jene Eltern, die aufgrund ihrer beruflichen und familiären Situation Betreuungsangebote in besonderen Zeiten benötigen.
 
Im Rahmen eines zweistufigen Verfahrens konnten sich Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen mit einer Projektidee zur Erweiterung der Öffnungszeiten bewerben. Bis Ende 2018 können die ausgewählten Vorhaben pädagogisch und betriebswirtschaftlich wirksame Konzepte entwickeln und umsetzen. Die Träger und Kindertagespflegepersonen dieser Vorhaben werden dabei von einer externen Projektberatung unterstützt.
 
Die Servicestelle Projektberatung KitaPlus sucht daher bundesweit Projektberaterinnen und Projektberater auf Honorarbasis, die die Entwicklungsprozesse in den beteiligten Kindertageseinrichtungen und bei den Kindertagespflegepersonen initiieren, begleiten und steuern. Weitere Informationen zur Ausschreibung können Sie hier entnehmen: http://www.stiftung-spi.de/die-stiftung/stellenangebote-ausschreibungen/ausschreibungen.

09.03.2016

Konzept für die Anschlussqualifizierung zum QHB erschienen

Im Zusammenhang mit dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) stellte sich immer wieder die Frage, ob und wie für diejenigen, die die Qualifizierung nach dem DJI-Curriculum absolviert haben, der Anschluss an die neue Qualifizierung hergestellt werden kann. Dazu hat das DJI jetzt ein Konzept vorgelegt. 

Dieses Konzept ("160+") beschreibt die Einführung in die Systematik des QHBs und die Gestaltung der tätigkeitsbegleitenden Grundqualifizierung im Umfang von 140 UE für diese Zielgruppe. 

Das Konzept ist kostenfrei hier herunterzuladen bzw. wird für die Bildungsträger, die bereits das QHB erworben haben, kostenfrei als gedrucktes Exemplar zur Verfügung gestellt. Es kann demnächst über die Broschürenstelle des BMFSFJ bestellt werden. 

25.02.2016

Urteil des Verwaltungsgerichtes Dresden zur Angemessenheit der laufenden Geldleistung von Tagespflegepersonen

Das Verwaltungsgericht Dresden hat am 24. Februar 2016 über den Antrag eines Tagesvaters in einem Musterverfahren zur Angemessenheit der städtischen Geldleistung für Tagespflegepersonen entschieden. Gegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens waren Leistungsbescheide seit dem Jahr 2013. Nach der Rechtsauffassung des Gerichtes konnte die Stadt nicht hinreichend plausibel aufzeigen, dass die Höhe der gezahlten monatlichen Geldleistung angemessen ist. Es hat die Bescheide aus diesem Grund aufgehoben. Aktuell liegt der Stadt lediglich der Tenor der richterlichen Entscheidung vor. Danach wird die Stadt verpflichtet, „[…] über die laufende Geldleistung des Klägers unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichtes neu zu entscheiden.“ 

Wie Stadtsprecher Kai Schulz ausführt, wird die Stadt vorbehaltlich der schriftlichen Urteilsbegründung voraussichtlich keine Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen und die laufenden Geldleistungen neu kalkulieren. „Auch wir wollen Rechtssicherheit in dieser sensiblen Frage. Zumal sich das Gericht nicht dazu geäußert hat, ob die gezahlten Geldleistungen zu hoch oder zu niedrig angesetzt sind. Es fehlt allein an der Schlüssigkeit der Begründung“, so Kai Schulz weiter. In den nächsten Tagen wird die Verwaltung deshalb prüfen, ob für eine rechtssichere Neuberechnung der Geldleistungen externer Sachverstand hinzugezogen werden sollte. Dafür sprechen die guten Erfahrungen bei anderen Verfahren. Unter anderem wurde das mittlerweile vom Bundessozialgericht bestätigte schlüssige Konzept für die angemessenen Kosten der Unterkunft in Dresden durch Experten aus der wissenschaftlichen Praxis im Auftrag der Stadt erstellt. 

Die Neuberechnung soll für alle Tagespflegepersonen rückwirkend ab Januar 2016 gelten. 

Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung der Stadt Dresden. 

18.02.2016

Schlaglicht - Kinder aus Familien mit Fluchthintergrund

In der Kindertagespflege werden zunehmend auch Kinder aus Familien, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, betreut werden. Nicht nur Politik und Fachöffentlichkeit beschäftigen sich mit diesem aktuellen Thema, es ist ein Thema, was alle berührt.

Der Bundesverband hat hierzu ein neues Schlaglicht herausgegeben.

Außerdem sammeln wir im Info-Center unserer Homepage unter "Relevante Themen für die Kindertagespflege" Berichte, Informationen und Tipps. Unter anderem finden Sie dort das soeben erschienene Rechtsgutachten von Prof. Meysen u.a. (DIJuF).

11.02.2016

Qualität vor Ort

Eigentlich sind sich alle einig: Kinder sollen von klein auf die besten Chancen haben – egal wo sie aufwachsen oder welchen Beruf ihre Eltern ausüben. In Kindertageseinrichtungen und bei der Kindertagespflege werden die Grundsteine für Bildung und gesellschaftliche Teilhabe aller Kinder gelegt– damit aus ihnen starke Erwachsene werden. Mit dem Programm Qualität vor Ort schaffen die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Jacobs Foundation eine bundesweite Bewegung für gute Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung.

Qualität gemeinsam definieren

Was bedeutet gute Qualität in der Kita und in der Tagespflege? Wie können wir allen Kindern bestmögliche Zukunftschancen von Anfang an eröffnen? Was hindert uns daran, unsere Ansprüche an Qualität zu verwirklichen? Was hilft dabei? Diesen Fragen widmet sich das Programm Qualität vor Ort und setzt dabei auf die Expertise aller. Neben Kooperationen mit Persönlichkeiten aus Politik und Zivilgesellschaft setzt Qualität vor Ort vor allem auf das Know-how engagierter Menschen vor Ort: Auf 50 Dialogveranstaltungen diskutieren Elternvertretungen und Erziehungsfachkräfte gemeinsam mit Kommunal- und Landesvertretungen die Stärken der frühen Bildung in ihrer Region, identifizieren Nachbesserungsbedarfe und haben die Chance, eigene Wünsche für eine gute Qualität in Kitas und Tagespflege zu äußern.

Als erstes wird eine Befragung zur Qualität vor Ort in Kitas und Kindertagespflege durchgeführt. Sie können sich hier daran beteiligen.

Weitere Informationen gibt es unter "Qualität vor Ort".

02.02.2016

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes: Betreuungsquote unter 3-jähriger Kinder in fast allen ostdeutschen Kreisen bei über 50 %

In fast allen ostdeutschen Kreisen wurden zum Stichtag 1. März 2015 mehr als 50 % aller Kinder unter 3 Jahren in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war dies in 68 der insgesamt 77 Landkreise und kreisfreien Städte in den neuen Ländern (einschließlich Berlin) der Fall. 

Die bundesweit höchsten Betreuungsquoten für Kinder unter 3 Jahren gab es in Sachsen-Anhalt: An der Spitze lag der Landkreis Börde mit 63,1 %, gefolgt vom Landkreis Jerichower Land (62,9 %). Die bundesweit geringste Betreuungsquote wies der Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern mit 13,0 % auf. 

Bei den Kindern im Alter von 2 Jahren hatten alle 77 ostdeutschen Kreise eine Betreuungsquote von mindestens 77 %. Dieser Wert wurde in Westdeutschland nur von 11 der insgesamt 325 Kreise erreicht. Den höchsten Anteil an 2-jährigen Kindern in Kindertagesbetreuung an allen Kindern in diesem Alter gab es in der Stadt Brandenburg an der Havel (98,8 %). 

Bei den 1-jährigen Kindern lag in den ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten die Betreuungsquote Anfang März 2015 in fast allen Kreisen (in 76 von 77 Kreisen) bei mindestens 50 %, dagegen gab es angeführt von Heidelberg (60,2 %) nur fünf westdeutsche Städte mit einer entsprechend hohen Quote. Die bundesweit höchste Quote bei den 1-jährigen Kindern wies die Stadt Frankfurt (Oder) mit 83,9 % auf. 

Eine geringe Rolle spielte die Betreuung von Kindern unter 1 Jahr. Hier lag die Betreuungsquote in den neuen Ländern bei 4,1 % und im früheren Bundesgebiet bei 2,3 %. 

Gegenüber der Anzahl der betreuten Kinder in Kindertagespflege in 2014 ist ein Anstieg von insgesamt 1299 zu verzeichnen. Gleichzeitig ging die Anzahl der tätigen Kindertagespflegepersonen um 753 zurück. 

Diese und weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung gehen aus der gemeinsamen Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder „Kindertagesbetreuung regional 2015“ hervor, die Daten zur Situation der Kindertagesbetreuung in allen 402 Stadt- und Landkreisen in Deutschland zur Verfügung stellt. Die Publikation steht auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes zum Download bereit. Sie enthält neben den Betreuungsquoten der Kinder unter 3 Jahren Ergebnisse zur Tagesbetreuung der Kinder zwischen 3 bis 5 Jahren. Weiter werden Daten zur Ganztagsbetreuung von Kindern bis 5 Jahren dargestellt. Außerdem gibt es Informationen zu Kindern in Kindertagesbetreuung, die einen Migrationshintergrund haben, bei denen also mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammt. Grundlage für die Quotenberechnungen sind Daten der Bevölkerungsfortschreibung zum 31.12.2014 auf Basis des Zensus 2011.

Hier geht's zu den aktuellen Zahlen:

Kinder und tätige Personen in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege am 01.03.2015

Kindertagesbetreuung regional 2015

26.01.2016

Pressemitteilung: Bundesqualitätsgesetz ist rechtlich möglich

In der Bundespressekonferenz wurde von AWO, GEW und Caritas ein Rechtsgutachten von Prof. Dr. Joachim Wieland vorgestellt, worin er aufzeigt, dass es verschiedene verfassungskonforme Wege gibt, mit denen der Bund Qualitätskriterien für eine hochwertige Kinderbetreuung durchsetzen könnte. Der Bundesverband für Kindertagespflege hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben.

Lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen.

30.12.2015

Das ändert sich zum Jahresanfang 2016 (auch für Kindertagespflegepersonen)

Jährlich ändern sich einige Bemessungsgrundlagen und Beitragssätze für die Sozialversicherungen und der Steuerfreibetrag. Folgende Beträge gelten ab 01.01.2016:

Grundfreibetrag für die Einkommensteuer: Alleinstehende müssen erst ab 8.652,00 € jährliches steuerpflichtiges Einkommen überhaupt Steuern bezahlen, Verheiratete zusammen ab 17.304,00 €.

Krankenversicherung: Familienversicherung (für Verheiratete) ist bis zu einem steuerpflichtigen Einkommen von 415,00 € ggf. möglich.

Mindestbemessungsgrundlage: Bis zu einem steuerpflichtigen Einkommen von 968,33 € ist es Kindertagespflegepersonen möglich, freiwillig den Mindestbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung zu zahlen. Dieser beträgt 144,28 €. Der ermäßigte Beitragssatz für freiwillig versicherte nebenberuflich Selbstständige ohne Krankengeldversicherung beträgt 14,0 % (dies trifft auf die meisten Kindertagespflegepersonen zu). Für hauptberuflich selbstständig Tätige beträgt der Beitragssatz 14,6%. Hier beträgt die Mindestbemessungsgrundlage 2.178,75 € . Jeweils die Hälfte der Krankenversicherungsbeiträge erstattet, wie gehabt, der öffentliche Jugendhilfeträger. Zusätzlich zu den Beiträgen können Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben.

Pflegeversicherung: Wer eigene Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung zahlt, muss auch für die Pflegeversicherung Beiträge entrichten. Der Beitragssatz beträgt 2,35 % (= 22,76 €), für Kinderlose 2,6 % (= 25,78 €). Auch hiervon erstattet der öffentliche Jugendhilfeträger die Hälfte.

Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung ändert sich nicht und bleibt bei 18,7%. Der Mindestbeitrag zur freiwilligen gesetzlichen Rentenversicherung beträgt 84,15 €.

Die Obergrenze von 450,00 € für eine geringfügige Beschäftigung im Angestelltenverhältnis ändert sich ebenfalls nicht.

25.11.2015

Tag der Kindertagespflege am 20.02.2016: Qualität für alle in der Kindertagespflege

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Die Kindertagespflege ist eine wichtige Säule der Kinderbetreuung. In den letzten Jahren haben der Bund und die Länder den quantitativen und qualitativen Ausbau begleitet und die Qualifizierung der Tagespflegepersonen nach einem anerkannten Lehrplan gesetzlich verankert. Die gestiegenen fachlichen Ansprüche an die Kindertagespflege tragen dazu bei, sich mit qualitativen Aspekten und den damit verbundenen Strukturen zu beschäftigen. Hier sind sowohl Tagespflegepersonen als auch Träger der öffentlichen Jugendhilfe gefordert, sich mit Erkenntnissen der Pädagogik der frühen Kindheit auseinanderzusetzen und sie in ihre Arbeit zu integrieren. Der Fachtag gibt hierzu Gelegenheit.

Termin: 20. Februar 2016, 10:30 Uhr - 14:00 Uhr

Die Anmeldung ist ab Mitte Dezember über unsere Homepage möglich.

Hier können Sie das Programm einsehen!

11.11.2015

Statistik kommentiert - Mehr Kinder bei weniger Kindertagespflegepersonen

In Heft 2/15 der Kommentierten Daten (KomDat) der TU Dortmund sind interessante Interpretationen der Daten des Statistischen Bundesamtes zu lesen.

So lässt sich erkennen, dass es zwar 753 Kindertagespflegepersonen in Deutschland weniger gibt als im Vorjahr, diese aber insgesamt 500 Kinder unter drei Jahren mehr betreut haben als 2014.

Dies bedeutet offenbar, dass die Kindertagespflegeverhältnisse mit nur einem oder zwei Kindern rückläufig sind und die Kindertagespflege mit mehreren Kindern stärker zunimmt. Ob das eine größere Professionalität bedeutet, einen Trend zu mehr beruflicher Ausübung dieser Tätigkeit oder Kindertagespflegepersonen zunehmen mehr Kinder betreuen müssen, um die Tätigkeit existenzsichernd zu betreiben, lässt sich daraus allerdings nur schwer ableiten.

Interessant ist auch die Belegungskurve über das Jahr hinweg: Während in den Kindertageseinrichtungen vor allem zum Beginn des neuen Kita-Jahres im August die Plätze belegt werden, ermöglichen Kindertagespflegepersonen einen Aufnahme über alle Monate im Jahr. Das kommt Eltern zugute, stellt aber für die Kindertagespflegepersonen u.U. ein finanzielles Risiko dar.

Lesen Sie mehr in KomDat 2/15.

20.10.105

Fragen und Antworten zum Bundesprogramm Kindertagespflege

Bild Bundesprogramm KTP
Die Qualitätsentwicklung in der Kindertagespflege ist in vollem Gange. Darum unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Initiativen der Länder und Kommunen durch das neue Bundesprogramm Kindertagespflege. 

Kommunen können Fördermittel beantragen, um einen regionalen Entwicklungsplan umzusetzen, in dem bedeutende Schwerpunkte wie die Einführung des „Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuchs Kindertagespflege (QHB)“ bzw. Ergänzung bestehender Qualifizierungen und die Vertiefung von Kooperationen zwischen Kitas und Kindertagespflege angedacht werden sollen. Daneben können Fördermittel für unterschiedliche Module beantragt werden:

  • Festanstellungsmodelle in der Kindertagespflege,
  • Aufstiegsqualifizierungen und Anerkennungsverfahren für Kindertagespflegepersonen, 
  • Inklusion in der Kindertagespflege,
  • Qualifizierungen für Fachberater/Fachberaterinnen,
  • Qualitätsentwicklung in der Fachberatung. 

Häufig gestellte Fragen und Antworten zum Bundesprogramm finden Sie unter  FAQs im Bundesprogramm „Kindertagespflege“ und http://www.fruehe-chancen.de/was-politik-leistet/kindertagespflege/.

12.10.2015

Positionen des Bundesverbandes zum Einsatz von online-gestützter Vormerkung und Vermittlung

Eltern, die für ihre Kinder Betreuungsangebote suchen, haben die Möglichkeit, auf online-gestützte Vormerk- und Vermittlungsportale zuzugreifen. Im Internet-Zeitalter entspricht die Suche nach einem geeigneten Betreuungsplatz per Computer der Lebenswirklichkeit der Menschen.

Bei den Portalen sind verschiedene Formen zu unterscheiden:

1. Kostenlose Softwareanwendungen, die vom Bund oder den Ländern angeboten und öffentlich finanziert werden

oder

private Dienstleistungsunternehmen, die in Zusammenarbeit mit Kommunen und/oder Jugendämtern Online-Portale für die Information über und Anmeldung einrichten und betreiben, bei denen die Anschaffung und die Unterhaltung kostenpflichtig für die Kommunen ist.

2. Kommerzielle private Unternehmen, bei denen die Eltern die Vermittlungsdienste gegen eine Mitgliedsgebühr (monatlich oder jährlich) nutzen können ohne Mitwirkung des öffentlichen Jugendhilfeträgers.

Der Bundesverband für Kindertagespflege stellt fest, dass die auf dem Markt befindlichen Systeme erhebliche Unterschiede aufweisen und ein großer Teil nicht empfehlenswert ist.

Lesen Sie hier die Positionen des Bundesverbandes.

Der Bundesverband für Kindertagespflege hat sich an der Erarbeitung der DIN SPEC77003 beteiligt.

Diese DIN SPEC wurde im Zuge des PAS-Verfahrens durch einen Workshop (temporäres Gremium) erstellt. Die Erarbeitung und Verabschiedung des Dokuments erfolgte durch die im Vorwort genannten Verfasser. Die DIN SPEC 77003 nach dem PAS-Verfahren legt Anforderungen für die Information über Beratung zu und Vermittlung von personen- und haushaltsbezogenen Dienstleistungen fest. Sie soll Anbieter/-innen in die Lage versetzen, eine qualitativ hochwertige Informations-, Beratungs- und Vermittlungsleistung personen- und haushaltsbezogener Dienstleistungen zu erbringen. Diese sind: - personenbezogene Dienstleistungen, zum Beispiel Kinderbetreuung, Begleitung/Betreuung und Pflege von Menschen im Alltag sowie - haushaltsbezogene Dienstleistungen, insbesondere hauswirtschaftliche Unterstützung.

Hier erfahren Sie mehr zur DIN SPEC. Sie ist für 49,10 € beim Beuth-Verlag zu beziehen.

05.10.2015

Kompetenzorientierte Qualifizierung - Was heißt das für die Fachberatung?

QHB-Broschüre für die Fachberatung

Tagesmütter und Tagesväter haben sich im Rahmen der Qualifizierung mit ihren eigenen Kompetenzen und mit komplexen Sachverhalten aus der Pädagogik und der Entwicklungspsychologie beschäftigt. Sie setzen sich mit Lernsituationen und Dilemmasituationen auseinander, erstellen einen Business-Plan und ein pädagogisches Konzept. Im Rahmen der Fachberatung werden diese Themen und Begrifflichkeiten aufgegriffen.

Dafür ist es notwendig, dass sie sich die Fachberaterin / der Fachberater mit den Inhalten des kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuchs und dessen methodisch-didaktischen Ansatz auseinandersetzt.

Diese Broschüre soll dabei als Unterstützung dienen und in Kurzform die wesentlichen Neuerungen erläutern. Ein Glossar sowie weiterführende Literaturempfehlungen werden ebenfalls nützlich sein.

Sie können die Broschüre kostenfrei (zuzügl. Porto) beim Bundesverband bestellen

oder als pdf-Datei herunterladen.

Weitere Informationen zum QHB finden Sie unter www.bvktp.de/qhb

01.10.2015

32,9 % der unter 3-Jährigen am 1. März 2015 in Kindertagesbetreuung

Die Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung ist zum 1. März 2015 gegenüber dem Vorjahr um rund 32 600 auf insgesamt gut 693 300 Kinder gestiegen. Der Anstieg fiel damit weniger stark aus als in den Vorjahren (2014: + 64 500). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand der Ergebnisse zur Statistik der Kindertagesbetreuung weiter mitteilt, lag die Betreuungsquote am Stichtag bundesweit bei 32,9 % (2014: 32,3 %).


Die Betreuungsquote betrug im März 2015 in den westdeutschen Bundesländern durchschnittlich 28,2 %. In Ostdeutschland (einschließlich Berlin) lag sie bei 51,9 %. Von den westdeutschen Flächenländern hatten Schleswig-Holstein mit 31,4 % und Rheinland-Pfalz mit 30,6 % die höchsten Betreuungsquoten, die niedrigste hatte Nordrhein-Westfalen (25,8 %). In Sachsen-Anhalt gab es bundesweit die höchste Betreuungsquote (57,9 %).


Bei der Betreuungsquote handelt es sich um den Anteil der in Kindertageseinrichtungen oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege tatsächlich betreuten unter 3-Jährigen an allen Kindern dieser Altersgruppe. Die Quoten können sich noch geringfügig ändern, da endgültige Bevölkerungszahlen erst zu einem späteren Zeitpunkt vorliegen.


In den einzelnen Altersjahren der unter 3-Jährigen sind die Betreuungsquoten sehr unterschiedlich. Mit bundesweit 2,6 % hatte die Kindertagesbetreuung bei Kindern unter 1 Jahr eine vergleichsweise geringe Bedeutung. Dagegen haben die Eltern von 35,8 % der 1-Jährigen ein Angebot der Kindertagesbetreuung in Anspruch genommen; bei den 2-Jährigen waren es 61,3 %. Seit dem 1. August 2013 gibt es für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz.

(aus der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 01.10.2015)

Alle Ergebnisse sind nachzulesen unter www.destatis.de

25.09.2015

"Weil die Kleinsten große Nähe brauchen" - Bundesprogramm Kindertagespflege gestartet

Unter dem Motto "Weil die Kleinsten große Nähe brauchen" hat am 25. September die Auftaktveranstaltung zum Bundesprogramm Kindertagespflege stattgefunden: Ab Januar 2016 werden circa 30 Modellstandorte über drei Jahre mit insgesamt 21 Millionen Euro gefördert. Im Mittelpunkt dieser Förderung steht das neue Qualifizierungskonzept für die Kindertagespflege. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig gab hierzu den Startschuss für das Interessenbekundungsverfahren.

"Für mich ist Kindertagespflege ein fester Bestandteil von Kinderbetreuung und damit ein fester Bestandteil frühkindlicher Bildung. Kindertagespflege ist wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In meiner Qualitätsinitiative für die Kinderbetreuung spielt die Kindertagespflege deswegen eine wichtige Rolle. Kindertagespflege bringt in die Infrastruktur der Kinderbetreuung etwas Besonderes ein: flexible Betreuungszeiten, individuelle Betreuung in kleinen Gruppen und eine familiäre Atmosphäre. Das schätzen die Eltern sehr", betonte Manuela Schwesig.

Vorstand und Mitarbeiter/-innen des Bundesverbandes für Kindertagespflege waren anwesend und haben zum Teil den Kongress mitgestaltet. So haben Astrid Sult und Julia Dahlmann mit den Mitarbeiter/-innen des DJIs in Werkstattgesprächen  zum neuen Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) Rede und Antwort gestanden, am Infostand lagen die neuen Materialien aus und es gab zahlreiche Gespräche am Rande.

Mehr Informationen zum neuen Bundesprogramm und zum Interessenbekundungsverfahren sowie die Fördergrundsätze gibt es auf der Internetseite www.fruehe-chancen.de

   
24.09.2015

Familienfreundliche Arbeitswelt auch für die Kindertagespflege

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat am 21. September zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft das Memorandum "Familie und Arbeitswelt - Die NEUE Vereinbarkeit" auf einem Konvent in Berlin unterzeichnet.

Der Bundesverband für Kindertagespflege begrüßt die Unterzeichnung der Leitsätze „NEUE Vereinbarkeit“ von Familie und Beruf zwischen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und Vertretern der Wirtschaft. Lesen Sie hierzu die Pressemitteilung des Bundesverbandes.

Zur Pressemitteilung des BMFSFJ und zum Memorandum geht es hier.

23.09.2015

Was erwarten Eltern von guter Kinderbetreuung?

Der Bundesverband für Kindertagespflege und die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit laden am 17. Oktober 2015 zu einer gemeinsamen Veranstaltung ins „Pfefferwerk“ nach Berlin ein. Vor dem Hintergrund der Diskussion um eine bessere Qualität der Kinderbetreuung wollen die Organisatoren die Erwartungen der Eltern in den Blick nehmen. Dabei werden die Referentinnen pädagogische, personelle und räumliche Qualitätskriterien darstellen und insbesondere die Perspektiven der Teilnehmer/-innen aufnehmen. In einer Diskussionsrunde geht es dann aber auch darum, wie die Qualitätskriterien in der „realen Welt“ umgesetzt werden können.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Wer dabei sein möchte, meldet sich bitte direkt mit dem anliegenden Rückmeldebogen bei der Friedrich-Naumann-Stiftung an. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 5,— Euro. Das Mittagessen ist im Teilnehmerbeitrag enthalten.
10.09.2015

Einsatz für Kinder – Das SGB VIII gestern, heute, morgen

Der 2. Fachpolitische Dialog am 10. September 2015 stand unter dem Motto „25 Jahre SGB VIII aus Sicht der Kindertagespflege – Rückblick, Ausblick, Durchblick“

Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek (BMFSFJ) sparte nicht mit Lob für den Bundesverband für Kindertagespflege bei der Eröffnung in der Saarländischen Landesvertretung. Hedi Wegener, 1. Vorsitzende des Bundesverbandes, bedankte sich im Gegenzug für die Wertschätzung, die die Kindertagespflege im BMFSFJ genießt.

Für den „Rückblick“ sorgten Marlene Rupprecht, langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete und Prof. Dr. Reinhard Wiesner, der 1990 zuständige Ministerialbeamte und „Vater“ des SGB VIII.

Den „Ausblick“ wagten Vertreter der vier Bundestagsfraktionen: Nadine Schön (CDU/CSU), Sönke Rix (SPD), Norbert Müller (Linke) und Dr. Franziska Brantner (Grüne), unterstützt und herausgefordert durch Inputs von Prof. Dr. Jörg Maywald (Deutsche Liga für das Kind), Angelika Sauermann (Tagespflegeperson) und Dr. Eveline Gerszonowicz (Bundesverband für Kindertagespflege). Dabei gab es Konsens, aber auch unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Rolle und Möglichkeiten des Bundes.

Die Veranstaltung wurde auf Video aufgezeichnet.

Klicken Sie hier, um zu den Filmen zu gelangen.

10.09.2015

Neues Online-Tool für die Kindertagespflege: Sicherheits-Checklisten individuell zusammenstellen

Jetzt gibt es für alle Akteure in der Kindertagespflege die Möglichkeit, sich selbst eine Checkliste mit Sicherheitstipps für die Wohnung zusammenzustellen. Nach den eigenen Bedürfnissen und Schwerpunkten können sich alle, die für mehr Sicherheit in der Kindertagebetreuung verantwortlich sind, eine Checkliste erstellen. In dieser Liste sind dann nur die für den eigenen Zusammenhang wichtigen und relevanten Tipps zu finden - alle anderen Tipps bleiben außen vor. Um sich eine solche Checkliste zusammenzustellen, werden die Nutzerinnen und Nutzer auf der Internetseite www.kindersicherheit.de in nur vier Schritten durch ein Menü geführt. Dabei können sie aus den angebotenen Tipps die wichtigen und relevanten markieren und in einen „Einkaufskorb“ schieben. Bevor aus den Tipps im Einkaufskorb eine fertige Checkliste entsteht, wird die Titelseite der Checkliste noch individuell gestaltet: das eigene Logo und ein Begleittext können eingefügt werden. Erst dann wird die persönliche Checkliste automatisch erstellt, kann heruntergeladen, gespeichert und ausgedruckt werden.

Entwickelt wurde dieses System von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es richtet sich an Jugendämter, Fachberatungen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Begutachtung der Räumlichkeiten in der Kindertagespflege.

Hier geht's direkt zum Start.

03.09.2015

Neues Bundesprogramm "KitaPlus" fördert passgenaue Betreuungsangebote- auch in der Kindertagespflege

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat das Interessenbekundungsverfahren zum neuen Bundesprogramm "KitaPlus" gestartet. Teilnehmende Kitas und Kindertagespflegestellen sollen darüber ihre Öffnungszeiten flexibler gestalten und damit Familien in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch eine gute Betreuung für ihre Kinder unterstützen. Zielgruppe des Modellprogramms sind unter anderem Alleinerziehende und Schichtarbeiterinnen und Schichtarbeiter, Berufsrückkehrerinnen, Selbstständige sowie Berufsgruppen, deren Arbeitszeiten außerhalb der üblichen Kita-Öffnungszeiten liegen. Das Bundesfamilienministerium stellt hierfür insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Weitere Informationen sowie Formulare zur Interessenbekundung finden Sie auf der Internetseite www.fruehe-chancen.de

26.08.2015

Keinen Kita-Platz bekommen: Eltern haben keinen Anspruch auf Schadenersatz

Wenn berufstätige Eltern keinen Kita-Platz für ihr Kind bekommen, muss die Stadt Ihnen keinen Schadenersatz für Verdienstausfall zahlen. Das hat das Oberlandesgericht Dresden entschieden. Es wies die Klagen von drei Müttern aus Leipzig in zweiter Instanz ab.

Lesen Sie hier mehr.

25.08.2015

Trotz positivem Trend: zu wenig Personal in Kitas

Jahrelang stand in Deutschlands Kindertageseinrichtungen der quantitative Ausbau der Betreuungsplätze im Vordergrund, jetzt wird auch stärker in Qualität investiert. Dem aktuellen "Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme" zufolge haben sich innerhalb der vergangenen zwei Jahre die Betreuungsverhältnisse in fast jedem Bundesland verbessert. Dennoch sind die Personalschlüssel nicht überall ideal.

Der Ländermonitor kann bei der Bertelsmannstiftung bestellt werden.

Lesen Sie hier mehr.

24.08.2015

Auftaktveranstaltung zum neuen Bundesprogramm Kindertagespflege

„Weil die Kleinsten große Nähe brauchen“ – Bundesprogramm Kindertagespflege - Auftaktveranstaltung am 25. September 2015 im Hotel Palazzo Italia Berlin

Am 25.09.2015 wird die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig den Start des neuen Bundesprogramms "Kindertagespflege" im Berliner Hotel Palazzo Italia bekanntgeben. Im Rahmen der Bundesinitiative Frühe Bildung : Gleiche Chancen unterstützt sie mit dem Bundesprogramm "Kindertagespflege" die Weiterentwicklung der Kindertagespflege und setzt somit neue Impulse für mehr Qualität.

Hier geht's zur Anmeldung.

19.08.2015

35.000 Zertifikat „Qualifizierte Kindertagespflegeperson“

 

Am 30. Juli hat die nordrhein-westfälische Familienministerin Ute Schäfer (SPD) im Berufskolleg Marienschule in Lippstadt das 35.000 Zertifikat des Bundesverbandes für Kindertagespflege überreicht. Kerstin Schnitker aus Wadersloh erhielt das Zertifikat „Qualifizierte Kindertagespflegeperson“ für die absolvierte Qualifizierung am Berufskolleg. Der Bundesverband arbeitet mit rund 330 Bildungsträgern zusammen, die Kindertagespflegepersonen qualifizieren.
Ministerin Schäfer sagte: „Die Kindertagespflege hat sich neben der institutionellen Betreuung in NRW etabliert. Gerade für die Betreuung der ganz Kleinen ist die Kindertagespflege wegen der Familienähnlichkeit, der festen Bezugsperson und der überschaubaren Kinderzahl eine wichtige Alternative“.
Für den Bundesverband für Kindertagespflege gratulierte die 3. Vorsitzende Inge Losch-Engler: „Wir freuen uns, das wir bereits 35.000  Zertifikate für Tagesmütter und Tagesväter ausstellen konnten. Das zeigt, dass die Qualifikation in der Kindertagespflege erfreulich ansteigt. Für eine qualitativ hochwertige Bildung, Erziehung und Betreuung brauchen wir gut qualifizierte Kindertagespflegepersonen“.

Personen von links nach rechts: Inge Losch-Engler (3. Vors. des Bundesverbandes für Kindertagespflege), Johannes Groneick (Stellv. Schulleiter des Berufskollegs Marienschule), Helga de Horn (Stellv. Bürgermeisterin Lippstadt, CDU), Marlies Stotz (Mitglied des Landtages NRW, SPD), Kerstin Schnitker (Tagespflegeperson), Ute Schäfer (Ministerin für Familie, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW), Franz-Ulrich Lücke (Vertreter des Schulträgers der Marienschule)

 

12.08.2015

Kompetenzorientiertes Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) ist erschienen

Das Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) ist ein neuartiges Material für die Qualifizierung von Tagespflegepersonen.

Es knüpft an bewährte Elemente des DJI-Curriculums an, das sich weitgehend als Standard für die Grundqualifizierung etabliert hat und bei Bildungsträgern und Referentinnen/Referenten hohe Akzeptanz erfährt.

Die Entwicklung der letzten Jahre im Bereich der Frühpädagogik und in der Kindertagespflege selbst erzeugt aber auch Überarbeitungsbedarf vor allem bezogen auf den Bereich Kinderschutz sowie das ganze Spektrum frühpädagogischer (Bildungs-)Themen. Diese Lücken schließt das QHB weitgehend.
Darüber hinaus geht das QHB gegenüber dem DJI-Curriculum an wesentlichen Punkten konzeptionell jedoch auch neue Wege und greift damit die aktuellen fach-, bildungs- und berufspolitischen Diskussionsstränge auf.

Das QHB richtet die Grundqualifizierung daran aus, angehende Kindertagespflegepersonen dabei zu begleiten und zu unterstützen, die Kompetenzen zu erwerben, die sie brauchen, um den pädagogischen, organisatorischen und rechtlichen Anforderungen gewachsen zu sein.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere interessante allgemeine Informationen sowie

Das QHB ist im Friedrich Verlag erschienen und kann dort oder über den Buchhandel bezogen werden. ISBN 978-3-7800-4838-7. Bis zum 15.08.2015 gilt ein ermäßigter Subskriptionspreis.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt die Einführung des QHBs im Rahmen eines Bundesprogramms. Nähere Informationen zum Bundesprogramm finden Sie hier.

Wie der Bundesverband die Umsetzung des QHBs begleitet, erfahren Sie hier. 

Am Freitag, den 25.09.2015 findet ein Bundeskongress in Berlin statt, bei dem die Ministerin Manuela Schwesig sowohl das Bundesprogramm wie auch das QHB vorstellen wird. Bitte merken Sie sich diesen Termin schon einmal vor!

07.08.2015

2. Fachpolitischer Dialog: 25 Jahre KJHG/SGB VIII aus Sicht der Kindertagespflege – Rückblick, Ausblick, Durchblick

Der Bundesverband für Kindertagespflege veranstaltet am 10. September 2015 seinen 2. Fachpolitischen Dialog in Berlin. Thema: 25 Jahre KJHG/SGB VIII aus Sicht der Kindertagespflege – Rückblick, Ausblick, Durchblick

Die Veranstaltung findet im kleinen Kreis (ca. 40 Personen) statt, damit ein intensiver Dialog möglich ist. Die Einladung dazu erfolgt gezielt durch den Bundesverband für Kindertagespflege. Da nicht alle Teilnahmewünsche berücksichtigt werden können, wird die Veranstaltung aufgezeichnet und über unsere Homepage abrufbar sein.

21.07.2015

Betreuungsgeld gekippt - Bundesverfassungsgericht hat entschieden

Das Bundesverfassungsgericht hat das Betreuungsgeld für unvereinbar mit der Verfassung erklärt. Die von Kritikern als "Herdprämie" bezeichnete Leistung hätte nie vom Bundestag verabschiedet werden dürfen.

Der Bundesverband für Kindertagespflege hat sich auf vielfältige Weise gegen das Betreuungsgeld ausgesprochen. Unter anderem wurde ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, welches von Prof. Dr. Reinhard Wiesner erarbeitet und dem Bundesverfassungsgericht zur Verfügung gestellt wurde.

Lesen Sie hier die aktuelle Pressemitteilung.

13.07.2015

Sonderregelung für die Krankenversicherungsbeiträge wird verlängert

Der Bundesrat hat am 10. Juli in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause  das GKV-Versorgungsstärkungsgesetz gebilligt. Darin enthalten ist auch die Verlängerung der Sonderregelung des § 10 SGB V für die Berechnung des Krankenversicherungsbeiträge für Kindertagespflegepersonen. Die Regelung wird bis zum 31. Dezember 2018 verlängert.

Damit konnte eine Kopplung des Krankenversicherungsbeitrages an die Mindestbemessungsgrundlage von 2.126,25 Euro abgewehrt werden.  Die Aufhebung der Sonderregelung hätte für viele Tagesmütter und Tagesväter, die weit weniger als die Mindestbemessungsgrundlage verdienen, zu deutlich höheren Beiträgen geführt. Allerdings ist mit der Fortgeltung der Sonderregelung auch verbunden, dass weiterhin kein Anspruch auf Krankengeld besteht.

Der Bundesverband für Kindertagespflege hat sich schon in seinem „Schlaglicht“ vom Februar 2015 dafür ausgesprochen, die geltende Sonderregelung zu verlängern, bis die Vergütung der Erziehungsleistung so angepasst ist, dass ein höherer Krankenversicherungsbeitrag bezahlbar ist. Mittelfristig sollte die Sonderregelung aber auslaufen, um der Verberuflichung der Kindertagespflege Rechnung zu tragen und Tagespflegepersonen auch den Zugang zu Krankengeld zu ermöglichen.

Insofern ist das beschlossene Gesetz ein Etappensieg, aber noch keine dauerhafte Lösung des Problems.

Das Gesetz wird nun dem Bundespräsidenten zugeleitet und unterzeichnet. Es tritt am Tag nach seiner Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

10.07.2015

Neues Bundesprogramm Kindertagespflege am Start

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt die qualitativie Weiterentwicklung der Kindertagespflege durch ein neues Bundesprogramm. Ab 01.01.2016 können Kommunen für unterschiedliche Module für die Qualitätsentwicklung Fördermittel beantragen. Schwerpunkt dabei ist die Umsetzung des neuen Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuchs Kindertagespflege (QHB).

Was ist das QHB? Erste Informationen dazu finden Sie hier.

Der Info-Flyer zum Bundesprogramm kann hier heruntergeladen werden:

30.06.2015

Tagespflegepersonen in tätigkeitsbegleitender Erzieherausbildung - Abschlussbericht erschienen

Im Rahmen des Aktionsprogramms Kindertagespflege war es auch möglich, finanzielle Zuschüsse für den Besuch einer tätigkeitsbegleitenden Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher zu erhalten. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Aktionsprogramms hat das DJI auch diesen Teil untersucht. Das Ergebnis liegt nun vor.

Unter anderem wurden Aspekte wie die Motivation, eine Erzieher/-innen-Ausbildung zu absolvieren sowie die Erfahrungen damit erforscht.

Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.

22.06.2015

Ein Schritt in die richtige Richtung - das Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB)

Das Deutsche Jugendinstitut hat im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein neues Konzept für die Grundqualifizierung in der Kindertagespflege erarbeitet. 

Das Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) setzt in der Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen neue Maßstäbe. Es steht in der Tradition des DJI-Curriculums (2002, 2008), geht jedoch konzeptionell wie auch vom Umfang und Aufbau darüber hinaus. Mit seiner kompetenzorientierten Ausrichtung greift es aktuelle Entwicklungen in der Erwachsenenbildung auf. Die Erweiterung auf 300 Unterrichtseinheiten, die Schwerpunktsetzung auf die pädagogische Arbeit mit Kindern in den ersten drei Lebensjahren sowie der Blick auf die Selbstständigkeit tragen den gestiegenen Anforderungen an Kindertagespflegepersonen Rechnung. Angehende Kindertagespflegepersonen werden damit umfassend auf ihre zukünftige Tätigkeit vorbereitet.

Das Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) des Deutschen Jugendinstituts (DJI) stellt eine konsequente Weiterentwicklung der Qualifizierung für Tagesmütter und –väter dar. Es ist ein Meilenstein in der Qualitätsentwicklung zur weiteren Professionalisierung und Stärkung der Kindertagespflege. Der Bundesverband für Kindertagespflege unterstützt diesen Prozess. 

Lesen Sie hier das Positionspapier des Bundesverbandes. 

Der Bundesverband unterstützt die Implementierung des neuen QHBs bis 2017 im Rahmen eines Projekts, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Projektinhalte und Angebote sind hier zu finden.

Das QHB erscheint Ende Juli. Bereits jetzt kann es zum Subskriptionspreis bestellt werden. Hier geht's zum Bestellflyer

12.06.2015

Verlängerung der Sonderregelung in der Krankenversicherung beschlossen!

Der Deutsche Bundestag hat am 11.06.2015 das Versorgungsstärkungsgesetz verabschiedet. Darin enthalten ist auch die Verlängerung der Sonderregelung des § 10 SGB V zur Einstufung der selbstständig tätigen Kindertagespflegepersonen. Tagesmütter und Tagesväter, die bis zu fünf gleichzeitig anwesende, fremde Kinder  betreuen, sind demnach regelmäßig nicht als hauptberuflich sondern als nebenberuflich Selbstständige einzustufen. Diese Sonderregelung sollte zum Ende diesen Jahres enden. Nun wurde sie bis zum 31. Dezember 2018 verlängert. Letztendlich muss der Bundesrat diesem Gesetz noch zustimmen.

Konkretere Informationen folgen, sobald sie verfügbar sind.

09.06.2015

Soeben erschienen: Laufende Geldleistungen in der öffentlich geförderten Kindertagespflege

im Jahr 2012 legten Nicole Kukula und Prof. Dr. Stefan Sell vom Institut für Bildungs- und Sozialpolitik der Hochschule Koblenz (IBUS) im Auftrag des Bundesverbandes für Kindertagespflege Zahlen zur leistungsorientierten Vergütung in der Kindertagespflege vor. Die damalige Studie erregte viel Aufmerksamkeit, denn zum ersten Mal gab es eine deutschlandweite Erhebung, die belastbare Fakten zur Höhe und Struktur der Bezahlung von Kindertagespflegepersonen lieferte.

Für den Bundesverband ist von besonderem Interesse, wie sich die Vergütung seit 2012 entwickelt hat. Deshalb hat sich der Bundesverband entschlossen, das IBUS mit der Durchführung einer Follow up-Studie zu beauftragen, um die Dynamik der Entwicklung erkennen zu können.

 Die Untersuchung zeigt nicht nur die ausgesprochene Heterogenität der Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern auf, sie macht auch deutlich, dass die im § 23 SGB VIII festgeschriebene leistungsgerechte Ausgestaltung der Förderungsleistung noch nicht erreicht ist. 

Die Studie steht zum kostenlosen download zur Verfügung. 

Laufende Geldleistungen in der öffentlich geförderten Kindertagespflege.

03.06.2015

BFH: Abzug von Kinderbetreuungskosten für geringfügig beschäftigte Betreuungsperson nur bei Zahlung auf Empfängerkonto

Der III. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit Urteil vom 18. Dezember 2014 III R 63/13 entschieden, dass die Kosten für die Betreuung eines zum Haushalt der Eltern gehörenden Kindes nur dann steuerlich berücksichtigt werden können, wenn die Zahlungen nicht in bar, sondern auf ein Konto der Betreuungsperson erbracht wurden. Dies gilt auch dann, wenn die Betreuungsperson im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses angestellt ist. 

Ab dem Veranlagungszeitraum 2012 richtet sich der Abzug von Kinderbetreuungskosten nach § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG. Dies wurde im Urteil vom 18.12.14 III R 63/13 nochmals bestätigt. 

Die gesamte Pressemitteilung lesen Sie hier. 

(Anm.: Abzugsfähig sind selbstverständlich nur die Ausgaben, die nicht durch den öffentlichen Jugendhilfeträger im Rahmen des SGB VIII übernommen bzw. erstattet werden.)


13.05.2015

Pressemitteilung: Höhere Eingruppierung der Erziehungsberufe ist zeitgemäß

Der Bundesverband fü Kindertagespflege sieht im aktuellen Tarifkonflikt um die Gehälter von Kita-Erzieher/-innen eine Chance, zu einer Neubewertung von Erziehungs- und Betreuungsleistungen zu kommen.

Lesen Sie die Pressemitteilung hier.

02.05.2015

Soeben erschienen: „Qualität für alle“ – Wissenschaftlich begründete Standards für die Kindertagesbetreuung

Das BMFSFJ hat fünf Expertisen vergeben, die sich mit unterschiedlichen Qualitätsaspekten der Kindertagesbetreuung befassen. Sie sind nun in einem Sammelband erschienen und werden in der nächsten Zeit wesentlich zur Diskussion von Qualitätsstandards beitragen können.

Alle – bis auf die Expertise zur Leitungsfunktion in Kindertageseinrichtungen – behandeln interessante Aspekte der Kindertagespflege.

  • Fachkraft–Kind-Relationen und Gruppengrößen in Kindertageseinrichtungen. (Susanne Viernickel, Kirsten Fuchs-Rechlin)
  • Leitungsfunktion in Kindertageseinrichtungen (Petra Strehmel)
  • Fachberatung im System der Kindertagesbetreuung (Christa Preissing, Gabriele Berry, Eveline Gerszonowicz)
  • Raum und Ausstattung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege (Joachim Bensel, Gabriele Haug-Schnabel)
  • Identifikation struktureller Qualitätsmerkmale der Kindertagespflege (Susanne Viernickel)

Das Buch ist im Herder Verlag erschienen.

Nähere Informationen und einen Auszug sind auf der Internetseite Frühe Chancen zu finden.

28.04.2015

Gute Qualität in Krippe und Kindertagespflege - Positionspapier der Deutschen Liga ist neu erschienen

Das Positionspapier "Gute Qualität in Krippe und Kindertagespflege" ist erstmalig 2008 erschienen. Nun ist es überarbeitet neu herausgegeben worden. An der Entwicklung des Positionspapiers im Rahmen der Deutschen Liga für das Kind waren Expertinnen
und Experten aus den Bereichen Entwicklungs- und Familienpsychologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pädagogik, Pädiatrie, Psychoanalyse, Rechtswissenschaft und Soziologie beteiligt.

In einer Pressemitteilung fordert die Deutsche Liga ein bundesweites Qualitätsgesetz. Lesen Sie hier die Pressemitteilung.

Das Positionspapier kann hier heruntergeladen werden.

14.04.2015

Festanstellung von Kindertagespflegepersonen - Dokumentation eines Expertenworkshops erschienen

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend diskutierte am 1. Dezember 2014 mit Experten und Expertinnen aus der Praxis sowie der Fachöffentlichkeit über erste Erfahrungen mit der Festanstellung in Kindertagespflege, die seit dem Juni 2012 im Rahmen des Aktionsprogramm Kindertagespflege gefördert wird. Dabei wurden rechtliche, finanzielle sowie fachliche Aspekte vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Kindertagespflege thematisiert. Die Dokumentation zeigt die Möglichkeiten und Grenzen der Festanstellung im Prozess der Professionalisierung in Kindertagespflege auf.

Die Dokumentation kann hier heruntergeladen oder über die Broschürenstelle des BMFSFJ kostenfrei bestellt werden.


07.04.2015

Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Schulkinderbetreuung

Die Betreuungssituation von Schulkindern am Nachmittag und in den Ferien bzw. außerhalb der Zeiten in denen ein institutionelles Angebot zur Verfügung steht, ist häufig unzureichend. Der Deutsche Verein hat zum Thema Schulkindbetreuung eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, um Empfehlungen dazu zu erarbeiten. Der Bundesverband für Kindertagespflege war daran beteiligt. Nach Verabschiedung durch die Gremien des Deutschen Vereins liegt das Ergebnis nun vor.

Das vorliegende Papier formuliert Empfehlungen für die Sicherstellung und Weiterentwicklung eines flächendeckenden, erlässlichen und qualitativ guten Angebotes der Erziehung, Bildung und Betreuung für Kinder im schulpflichtigen Alter. Ausgehend von einer Begriffsklärung, den Bedarfen schulpflichtiger Kinder und deren Eltern sowie einer kurzen Situationsbeschreibung nimmt der Deutsche Verein folgende zentrale Punkte in den Blick: Qualität der pädagogischen Angebote, Hausaufgaben/Lernzeiten, Mittagessen und -pause und die Ferienangebote. Zugleich thematisiert er die Partizipation von Kindern, die Gestaltung von Übergängen, die Kooperationen zwischen den Fach- und Lehrkräften und den Eltern sowie das Personal hinsichtlich Anforderungen, Qualifizierung und Arbeitsbedingungen. Schließlich formuliert er Empfehlungen zur Entwicklung eines gemeinsamen Rahmens der Erziehung, Bildung und Betreuung zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Schule sowie zu den strukturellen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen. Die Empfehlungen richten sich an Vertreter/innen aus Politik, der Schule und der Kinder- und Jugendhilfe, der Kommunen und Freien Wohlfahrtspflege.

Hier geht's zum Download:

02.04.2015

Pressemitteilung: Koalitionsantrag macht Hoffnung auf Verlängerung der Sonderregelung

Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD haben im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages einen Änderungsantrag zum GKV-Versorgungsstärkungsgesetz eingebracht, der die Verlängerung der Sonderregelung für Tagespflegepersonen im § 10 SGB V vorsieht.

Der Bundesverband für Kindertagespflege begrüßt die Initiative der Koalition, denn ein kompensationsloses Auslaufen würde für viele Tagespflegepersonen einen erheblich höheren Krankenversicherungsbeitrag bedeuten, der in keinem Verhältnis zum Einkommen stünde.

Lesen Sie die Pressemitteilung hier:

30.03.2015

Pressemitteilung: 96 Prozent der Eltern mit Betreuung in Kindertagespflege zufrieden

Kindertagespflege erfüllt die gestiegenen Ansprüche der Eltern. 96 Prozent der vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) für den 5. Bericht zur Evaluation des Kinderförderungsgesetzes befragten Eltern sind mit der Betreuung durch Tagespflegepersonen „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“.

Lesen Sie die Pressemitteilung hier.

18.03.2015

Gute Kinderbetreuung: Informationen vom Bundesministerium

Neue Informationen aus dem Bundesministerium:

Eine gute Kinderbetreuung und frühe Förderung für alle Kinder gehören zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben in Deutschland. Damit junge Menschen ihren Wunsch nach Kindern auch verwirklichen können, sind bedarfsgerechte Betreuungsangebote, gute Qualität und Trägervielfalt zu gewährleisten. Dabei spielt die Kindertagespflege als besonders flexible und familiennahe Betreuungsform eine zentrale Rolle. Sie soll weiter professionalisiert werden, indem insbesondere die Qualifikation und Vergütung von Tagespflegepersonen weiterentwickelt werden.

Lesen Sie hier mehr.

10.03.2015

Pressemitteilung 5. KiföG-Bericht mit Licht und Schatten

Der Fünfte Bericht zur Evaluation des Kinderförderungsgesetzes (KiföG) bringt eine Fülle von interessanten Daten zur Entwicklung der Kinderbetreuung in Deutschland. Es ist erfreulich, dass die Kindertagespflege in dem Bericht gleichrangig neben der Kindertagesbetreuung steht.

» Pressemitteilung ansehen

06.03.215

Sonderregelung für die Krankenversicherung endet am 31.12.2015

Viele Tagespflegepersonen sind verunsichert und sehr besorgt über das geplante Auslaufen der Sonderregelung zu den Krankenversicherungsbeiträgen, die zum 01.01.2016 enden soll. Der Bundesverband für Kindertagespflege erläutert in seinem aktuellen „Schlaglicht“ die Einzelheiten der bisherigen und der zukünftigen Regelung und bezieht Stellung für eine Lösung, die für die Betroffenen tragbar ist.

Mehr dazu im aktuellen SCHLAGLICHT:

04.03.2015

Fünfter Bericht zur Evaluation des Kinderförderungsgesetzes (KiföG-Bericht 2015) erschienen

Das Bundeskabinett hat am 4. März den fünften Bericht zur Evaluation des Kinderförderungsgesetzes (KiföG) beschlossen. Der Bericht bewertet erstmalig nach Inkrafttreten des Rechtsanspruches auf einen Kita-Platz die Betreuungssituation in Deutschland seit 2008.

Die Zahlen sprechen für sich: Am 1. März 2014 wurden in Deutschland 660.750 Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen oder der öffentlich geförderten Kindertagespflege betreut, das sind fast 300.000 Kinder mehr als im Jahr 2008. Zwischen 2008 und 2014 stieg die Betreuungsquote der unter Dreijährigen von 17,6 auf 32,3 Prozent.

In den KiföG-Bericht sind Ergebnisse von Befragungen der Eltern, Jugendämter, Kindertageseinrichtungen und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie von Tagespflegepersonen eingeflossen.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung. Der Bericht kann bestellt oder heruntergeladen werden. 

20.02.2015

Betreuungs­quote unter 3-jähriger Kin­der in West­deutsch­land deut­lich gestiegen

In den westdeutschen Kreisen und kreisfreien Städten wurden zum Stichtag 1. März 2014 deutlich mehr Kinder unter 3 Jahren in einer Tageseinrichtung oder in öffentlich geförderter Tagespflege betreut als vor dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab 1 Jahr zum 1. August 2013. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die Betreuungsquote in einem Drittel der 325 Kreise und kreisfreien Städte in Westdeutschland bei mindestens 30 %. Gegenüber dem Jahr 2013 hat sich die Zahl dieser Kreise nahezu verdoppelt. Dennoch lag die Betreuungsquote in Westdeutschland mit 27,4 % (2013: 24,2 %) deutlich unter der Betreuungsquote in Ostdeutschland mit 52,0 % (2013: 49,8 %).

Die Publikation steht auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes zum Download bereit.

Die Pressemitteilung ist auf der Seite des Statistischen Bundesamtes einsehbar.

19.02.2015

Die Leuphana Universität Lüneburg, hat als Ergebnis eines Forschungsprojektes "Betriebliche Großtagespflege" eine Broschüre herausgegeben.
Die  Broschüre stellt die Chancen betrieblich unterstützter Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren durch eine Großtagespflegestellen in Niedersachsen vor.
Sie skizziert außerdem die Entwicklung der Kinderbetreuung außerhalb des Elternhauses, erklärt wie Unternehmen eine Bedarfsanalyse für ihre Beschäftigten vornehmen können, erläutert welche Wege der Kindertagespflege es gibt und zeigt 
die wichtigsten Schritte bei der Einrichtung einer betrieblichen Großtagespflegestelle auf.
Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Leuphana Universität zu finden. Die Broschüre kann dort auch heruntergeladen werden.
02.02.2015

Petition zur Regelung der Krankenversicherung für die Kindertagespflege

Die Interessengemeinschaft Kindertagespflege Jork Lühe Horneburg und die Interessengemeinschaft Tagespflege Stade haben zusammen mit dem Hamburger Tagesmütter- (und väter)-verein eine Online-Petition verfasst. Sie beinhaltet die Forderung nach einer dem Einkommen entsprechend errechneten Beitragshöhe. 

Hier geht's zur Petition und zur Möglichkeit der Mitzeichnung.

24.01.2015

Inmagekampagne für die Kindertagespflege gestartet

Kleine Kinder groß betreut - under diesem Titel hat der Bundesverband für Kindertagespflege eine Image- und Informationskampagne mit auffallend und modern illustrierten Postkarten, Plakaten und Flyern erstellt, die Spaß machen und über die Besonderheiten der Kindertagespflege informieren.

Tagesmütter/-väter und alle Anderen, die das Bild der Kindertagespflege in der Öffentlichkeit und deren Bekanntheit verbessern möchten, können die Postkarten und Plakate nutzen, um sich und ihre Leistung darzustellen: zum Verteilen beim Erstgespräch mit Eltern, zum Ausschmücken der Räumlichkeiten vor Ort, als Eyecatcher bei Infoabenden und, und, und …

Hier erfahren Sie mehr und können die Materialien bestellen.

06.01.2015

Nach dem U3-Ausbau: Qualität in der Kindertagesbetreuung kann nicht warten!“ Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

Die notwendige Schaffung von Plätzen war für die Akteure vor Ort mit erheblichen Kraftanstrengungen und einem hohen Ressourcenaufwand verbunden. Hierdurch konnte in den vergangenen Jahren beim Ausbau der Betreuungsangebote sehr viel erreicht werden. Hierfür spricht die AGJ dem Bund, den Ländern und vor allem den Kommunen, aber auch den zahlreichen Trägern und dem Fachpersonal ihre Anerkennung aus. Zugleich besteht in pädagogischen wie politischen Diskursen, in der Fachwelt wie in der Öffentlichkeit ein gemeinsames Bewusstsein darüber, dass die Qualität frühkindlicher Erziehung, Bildung und Betreuung mit ebenso hoher Intensität zu sichern und weiterzuentwickeln ist.

05.01.2015

Stadt Stuttgart unterliegt im Rechtsstreit um KITA-Platz hinsichtlich Erstattung geltend gemachter Mehrkosten

Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Stuttgart hat auf die heutige mündliche Verhandlung entschieden, dass der Kläger, ein 2-jähriges Kind, einen Anspruch gegen die Landeshauptstadt Stuttgart hat auf Erstattung der Mehrkosten für einen selbstbeschafften Betreuungsplatz in Höhe der Differenz der Kosten zwischen einem Platz in einer städtischen Kindertageseinrichtung und der Kosten für den Platz in der von ihm besuchten Kinderkrippe (Az.: 7 K 3274/14; vgl. Pressemitteilung vom 21.11.2014). Das Gericht hat die Stadt deshalb verpflichtet, dem Kläger für den Zeitraum August 2013 bis Oktober 2014 Kosten in Höhe von insgesamt 5.620 EUR zuzüglich gestaffelter Zinsen zu erstatten. Zudem hat es festgestellt, dass die Stadt verpflichtet ist, dem Kläger bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres auch die weiteren Kosten für seine Unterbringung in seiner privaten Kinderkrippe in Stuttgart zu erstatten, soweit diese die Kosten überschreiten, die bei einer Unterbringung in einer städtischen Tageseinrichtung entstehen würden, solange dem Kläger kein zumutbarer Platz in einer städtischen Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege durch die Beklagte bereitgestellt wird.

Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung des VG Stuttgart.

30.12.2014

Neue Investitionsmittel für Kitas und Tagespflege

Der Bundesrat hat am 19. Dezember 2014 dem von der Bundesregierung eingebrachten "Gesetz zur weiteren Entlastung der Kommunen ab 2015 und zum quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung" zugestimmt. Damit kann das Gesetz am 1. Januar 2015 in Kraft treten. Es ermöglicht nicht nur die Schaffung von mehr Kinderbetreuungsplätzen für unter Dreijährige, sondern bringt auch qualitative Verbesserung in der Kindertagesbetreuung.

Erstmals auch Ausstattungsinvestitionen förderfähig

Mit den neuen Bundesmitteln können insbesondere Ausstattungsinvestitionen gefördert werden, die der gesundheitlichen Versorgung, den Maßnahmen der Inklusion und der Einrichtung von Ganztagsplätzen dienen. Damit können zum Beispiel Sport- und Bewegungsräume sowie die Einrichtung von Küchen finanziert werden. Auch die sprachliche Bildung ist ausdrücklich als Förderziel des Gesetzentwurfs genannt. "Jeder Euro für gute Kinderbetreuung ist gut investiertes Geld. Das Gesetz zum quantitativen und qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung ist also Ausdruck einer modernen Bildungs- und Haushaltspolitik", sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Hier geht's zur Pressemitteilung.

30.12.2014

Das ändert sich zum neuen Jahr für Tagesmütter und Tagesväter

Der Beitragssatz für die Krankenversicherung sinkt auf 14,6%, ermäßigt 14 % (dieser Satz gilt für die meisten Kindertagespflegepersonen bei der Betreuung bis zu fünf Kindern als nebenberuflich selbstständig Tätige). Freiwillig gesetzlich krankenversicherte Kindertagespflegepersonen können bei einem steuerpflichtigen Einkommen von bis zu 945,00 € den Mindestbeitrag von 132,30 € bezahlen.

Verheiratete, die in der Familienversicherung kostenfrei mitversichert sind, dürfen nicht mehr als 405,00 € steuerpflichtiges Einkommen monatlich erzielen.

Der Beitragssatz für die Pflegeversicherung steigt auf 2,35 %, ohne eigene Kinder auf 2,6 %.

Der Beitragssatz für die Rentenversicherung sinkt auf 18,7 %.

Der Grundfreibetrag für die Berechnung der Einkommensteuer beträgt pro Person 8.354,00 €/ Jahr. Zusammen veranlagte Verheiratete zahlen erst ab einem steuerpflichtigen Einkommen von 16.708,00 € Steuern.

Ab 01.01.2015 gilt der Mindestlohn in Höhe von 8,50 € pro Stunde. Dies gilt auch für Kindertagespflegepersonen, die in einem Angestelltenverhältnis (z.B. bei Eltern oder in einer Großtagespflegestelle) beschäftigt sind. Er gilt ebenfalls für Angestellte von Kindertagespflegepersonen, die z.B. Dienstleistungen wie Reinigung, Kochen usw. erledigen. Dabei ist unerheblich, ob das Arbeitsverhältnis als Mini-Job oder als reguläres Arbeitsverhältnis angemeldet ist.

Mehr Informationen zum Mindestlohn finden Sie hier zum Downloaden.

10.12.2014

Keine Kostenübernahme für privaten Kinderkrippenplatz

Das VG Neustadt hat entschieden, dass Eltern auch bei berufsbedingt längerer zeitlicher Beanspruchung keinen Anspruch auf Übernahme der Kosten für die Betreuung ihres Kindes in einer privaten Kinderkrippe gegenüber einem öffentlichen Jugendhilfeträger haben, wenn dieser ihnen ein zumutbares Betreuungsangebot macht.

Die Eltern des klagenden Kindes suchten im Herbst 2013 für ihren einjährigen Sohn einen Betreuungsplatz in einer Kinderkrippe, die durch längere Betreuungszeiten ihren Bedürfnissen nach längerer Betreuungszeit entspricht, da sie als Ärzte im Krankenhaus auch im Schichtdienst tätig sind. Fündig wurden sie bei einer in Neustadt betriebenen Einrichtung eines aus einer Elterninitiative hervorgegangenen privaten Vereins. Sie meldeten ihren Sohn dort an und verlangten vom Stadtjugendamt Neustadt einen Kostenzuschuss von 400 Euro monatlich für die Betreuung ihres Sohnes in der privaten Kinderkrippe. Das Jugendamt bot ihnen einen Betreuungsplatz in einer nur 50 m von der ausgewählten privaten Einrichtung entfernt liegenden kommunalen Einrichtung sowie zusätzlich die Vermittlung einer Tagesmutter an und lehnte deswegen die beantragte Kostenübernahme ab.

Zu Recht, wie das VG Neustadt nun festgestellt hat.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts ist ein öffentlicher Jugendhilfeträger nur verpflichtet, den grundsätzlich bestehenden Anspruch eines ein- bis dreijährigen Kindes auf Betreuung in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege im Rahmen der zur Verfügung stehenden Kapazitäten zu erfüllen. Insoweit könne er aber nur auf solche Einrichtungen in kommunaler oder privater Trägerschaft zurückgreifen, denen gegenüber er auch die Aufnahme eines Kindes letztlich durchsetzen könne. Hierzu gehöre die von den Eltern des klagenden Kindes ausgewählte Kinderkrippe nicht, da diese nicht von einem als Träger der freien Jugendhilfe anerkannten Verein sondern von einem privaten Verein betrieben werde.

Eine Ausdehnung des Wunschrechts der Eltern auf nicht im Bedarfsplan des Jugendhilfeträgers aufgenommene Einrichtungen privater Träger würde auch zu einem untragbaren Ergebnis führen. Einerseits sei ein Träger der öffentlichen Jugendhilfe nämlich verpflichtet, die erforderlichen Kapazitäten an Betreuungsplätzen für die frühkindliche Förderung durch den Ausbau eigener Kindertageseinrichtungen und die Vorhaltungen der anerkannten Träger der freien Jugendhilfe bedarfsgerecht zu schaffen. Andererseits müsste er aber im Fall der Ausdehnung des Wunschrechts darüber hinaus gehende Kapazitäten anderer Träger durch einen Kostenzuschuss für eine von Eltern ausgewählte Einrichtung zusätzlich finanzieren, ohne auf das Leistungsangebot und die Preisgestaltung einer solchen Einrichtung Einfluss nehmen zu können. In der Konsequenz lasse dies dann eine Vorhaltung ungenutzter Kapazitäten der im Bedarfsplan ausgewiesenen Einrichtungen befürchten, wenn Eltern uneingeschränkt je nach der persönlichen Einschätzung ihrer vielgestaltig möglichen Bedürfnisse auf die Einrichtungen privater Träger unter entsprechender Freistellung von den Kosten durch den Träger der öffentlichen Jugendhilfe zurückgreifen könnten. Auf Dauer sei dann aber eine bedarfsgerechte Sicherstellung von Kapazitäten an Betreuungsplätzen nicht mehr gewährleistet.

Die angebotene Betreuung in einer städtischen Kindertageseinrichtung mit ergänzender Betreuung durch eine Tagesmutter sei den Eltern und ihrem Sohn auch zuzumuten, da ihr zeitlicher Betreuungsbedarf damit abgedeckt werde und auch bei der gewählten Inanspruchnahme des zeitlich längeren Betreuungsangebots der privaten Kinderkrippe eine zusätzliche Fremdbetreuung erforderlich sei.

Gegen das Urteil kann der Kläger die Zulassung der Berufung durch das OVG Koblenz beantragen. (Quelle: Juris)

 

12.11.2014

Fachpolitischer Dialog des Bundesverbandes zeigt Perspektiven für Professionalisierung auf

„Ich bin froh, dass die Kindertagespflege in Politik und Wissenschaft größere Aufmerksamkeit erfährt“, begrüßte die 1. Vorsitzende Hedi Wegener die Teilnehmer des Fachpolitischen Dialogs des Bundesverbandes am 12. November in Berlin. Dies zeige sich in der eigenständigen Erwähnung der Kindertagespflege in der kürzlich verabschiedeten Bund-Länder-Vereinbarung, aber auch in zunehmender Forschungsaktivität.

Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, dankte dem Bundesverband für seine jahrzehntelange Arbeit und betonte das Ziel ihres Ministeriums, die Kindertagespflege als Berufsbild zu verankern. „Kindertagespflege ist ein gleichwertiges Angebot der Kinderbetreuung. Die Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen ist ein wichtiges Anliegen des BMFSFJ“, betonte die SPD-Politikerin.

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner, Ministerialrat a. D. und neues Ehrenmitglied des Bundesverbandes, plädierte für Änderungen im SGB VIII, um z.B. die Qualifikation von 160 Stunden verbindlich festzuschreiben. Auch müssten der Anspruchsinhalt bei der Fachberatung geklärt und eine Harmonisierung der Elternbeiträge angestrebt werden. Ein Verbot von Zuzahlungen der Eltern könne erst dann gerechtfertigt werden, wenn die leistungsgerechte Vergütung sichergestellt sei.

Vertreter von sechs Bundesländern gaben Überblicke über die Situation in ihrem Land. Dabei wurde die große Spannweite der unterschiedlichen Regelungen deutlich.

„Die Kindertagespflege muss im Angebotskanon der Betreuungs-Settings mitgedacht werden“ beschrieb Prof. Dr. Bernhard Kalicki vom Deutschen Jugendinstitut in München die Herausforderungen der Zukunft. Er lieferte empirische Belege dafür, dass die Tagespflege eine hohe und verlässliche Bindungsbeziehung zwischen Kindern und Tagesmüttern erbringe. 

Inge Losch-Engler, 3. Vorsitzende des Bundesverbandes, stellte Empfehlungen für die weitere Professionalisierung und Qualitätsentwicklung der Kindertagespflege vor. „Erstklassige Bildung und Betreuung hat ihren Preis. Unser Verband wird sich intensiv an der weiteren Entwicklung von Qualität, Professionalisierung und Verberuflichung beteiligen“, sagte Losch-Engler.

Der Fachpolitische Dialog soll 2015 fortgesetzt werden.

Die Fachbeiträge und eine Bildergalerie können Sie hier ansehen.

07.11.2014

Pressemitteilung des Bundesverbands zum Beschluss der Bund-Länder-Kommission

Der Bundesverband für Kindertagespflege sieht in dem Communiqué „Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell sichern“ einen erfreulichen Schritt hin zu einer Verbesserung der Qualität frühkindlicher Bildung und Betreuung.

Die im Communiqué genannten Ziele einer weiteren Professionalisierung der Kindertagespflege unterstützt der Bundesverband als Fachverband seit langem. Wichtig ist aber auch, dass in der Vereinbarung auch die Bedeutung einer guten  Beratungsinfrastruktur, der pädagogischen Begleitung, der fachlich-organisatorischen Einbindung und einer leistungsgerechten Vergütung genannt werden. Diese Stichworte gilt es nun im Rahmen der Arbeitsgruppe mit Leben zu erfüllen.

Lesen Sie unsere Pressemitteilung hier.

06.11.2014

Bund-Länder-Kommission beschließt: Frühkindliche Bildung stark machen

Am 6. November haben sich die zuständigen Ministerinnen und Minister sowie Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen in Berlin getroffen, um sich über gemeinsame Qualitätsstandards in der frühkindlichen Bildung auszutauschen. In einem Communiqué einigten sie sich auf einen Fahrplan für länderübergreifende verbindliche Qualitätsstandards.

Zusammen mit der Vorsitzenden der Jugend- und Familienkonferenz, der rheinland-pfälzischen Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, Irene Alt, hatte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig nach Berlin eingeladen, um einen Prozess zur Entwicklung gemeinsamer Qualitätsziele in der Kindertagesbetreuung anzustoßen.

"Ich freue mich sehr, dass sich Bund und Länder zum ersten Mal an einen Tisch setzen, um über die Qualität in den Betreuungsangeboten zu reden. Wir haben einen neuen Bildungskonsens erreicht: Bildung beginnt in der Kita und stellt die Weichen für die weitere Entwicklung. Deshalb brauchen wir gute Kinderbetreuung, sie ist eine Investition in die Zukunft für mehr Chancengleichheit von Kindern," sagte Manuela Schwesig bei der Konferenz. Sie betonte, dass Erzieherinnen, Erzieher und Tagespflegepersonen sehr viel leisten und deshalb gute Standards notwendig seien. Kinder müssten bundesweit die gleichen Entwicklungs- und Bildungschancen haben.

Bereiche zur Erarbeitung konkreter Qualitätsziele wurden festgelegt

 

Manuela Schwesig und Irene Alt mit den Ministerinnen und Ministern sowie den Vertreterinnen und Vertretern von Bund und Ländern, Bildnachweis: BMFSFJ
  Manuela Schwesig und Irene Alt mit den Ministerinnen und Ministern sowie den Vertreterinnen und Vertretern von Bund und Ländern

Der neue Bildungskonsens macht frühkindliche Bildung stark. Nach dem Kita-Ausbau rückt nun die qualitative Weiterentwicklung der Kinderbetreuung in den Mittelpunkt. Bund, Länder und Kommunen haben bei der Konferenz unter dem Titel "Frühe Bildung weiterentwickeln" im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend deshalb einen gemeinsamen Stufenplan entwickelt und den Startschuss für die Entwicklung länderübergreifender verbindlicher Qualitätsstandards in Deutschland gegeben.

Das unterzeichnete Communiqué benennt wichtige Bereiche, für die konkrete Qualitätsziele verabredet werden sollen. Hierzu zählen u. a. der Personalschlüssel, die mittelbare pädagogische Arbeitszeit und die Leitungszeit, aber auch Fragen der Qualifizierung der Fachkräfte oder die Gesundheitsförderung.

Weitere Treffen sowie eine Arbeitsgruppe geplant

Träger und Verbände, Gewerkschaften und Elternvertretungen sollen eng in den weiteren Qualitätsprozess eingebunden werden. Vereinbart wurde, dass Bund und Länder jährlich auf Ministerebene tagen. Außerdem soll eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Länder und der Kommunalen Spitzenverbände unter Beteiligung  weiterer Verbände und Organisationen gebildet werden. Sie soll noch in diesem Jahr zum ersten Mal tagen und 2016 einen Bericht vorlegen.

Hier können Sie das Communiqué herunterladen:

05.11.2014

Betreuung von Tagespflegekindern in einer Großtagespflegestelle mit Angestellten nicht zulässig

Pressemitteilung vom 05.11.2014:

Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Stuttgart hat unter dem Vorsitz von Dr. Sylvia Thoren-Proske auf die heutige mündliche Verhandlung entschieden, dass es nicht zulässig ist, dass eine Tagesmutter die Betreuung von Kindern in einer Großtagespflegestelle mit von ihr angestellten Tagesmüttern durchführt (Az.: 7 K 459/13;  vgl. auch Pressemitteilung vom 29.10.2014). 

Die Klägerin ist qualifizierte Kindertagespflegeperson und arbeitet in einer Großtagespflegestelle in Stuttgart. Sie ist im Besitz der hierfür notwendigen Kindertagespflegeerlaubnis. In der mündlichen Verhandlung hatte sie beantragt, festzustellen, dass sie im Rahmen der Kindertagespflege nach § 43 Sozialgesetzbuch  VIII berechtigt ist, die Betreuung von Kleinkindern in einer Großtagespflegestelle mit Kindertagespflegepersonen bzw. pädagogischen Fachkräften durchzuführen, die bei ihr dauerhaft als abhängig beschäftigte Arbeitnehmer eingestellt sind. Die beklagte Landeshauptstadt Stuttgart hatte beantragt, die Klage abzuweisen. 

Die Klage der Klägerin hatte keinen Erfolg. Das Gericht hat die beantragte Feststellung nicht getroffen, sondern die Klage abgewiesen. Nach Auffassung des Gerichts ergibt sich aus den gesetzlichen Regelungen (Sozialgesetzbuch VIII und Kindertagesbetreuungsgesetz - KiTaG -), dass eine Tagespflegeperson selbständig tätig ist und das zu betreuende Kind ihr persönlich zugeordnet ist. Eine angestellte Tätigkeit in einer Großtagespflegestelle mit den damit verbundenen Weisungsrechten lässt sich damit nicht vereinbaren. 

Das Gericht hat gegen das Urteil die Berufung zum Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen. Die Berufung kann von den Beteiligten innerhalb eines Monats nach Zustellung der vollständigen Urteilsgründe (die noch nicht vorliegen)  erhoben werden.

Aufgrund des anhängigen Berufungsverfahrens ist das Urteil noch nicht veröffentlicht.

28.10.2014

Hedi Wegener im Gespräch mit Ministerin Manuela Schwesig

Am 6. November 2014 findet die Konferenz der Fachminister von Bund und Ländern sowie der Kommunalen Spitzenverbände zur Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege statt. Zur Vorbereitung dieser Konferenz lud die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig (SPD) die Vertreter der freien Wohlfahrtspflege, der Gewerkschaften und den Bundesverband für Kindertagespflege am 28. Oktober zu einem Dialog ins Ministerium ein.

 

Hedi Wegener, 1. Vorsitzende des BVKTP, dankte der Ministerin für die Gelegenheit, gemeinsam Struktur- und Qualitätsfragen der Kinderbetreuung diskutieren zu können. Bei den kommenden Gesprächen mit den Ländern und Kommunen geht es um viel Geld für den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur. Das ist eine gute Nachricht, aber das Geld muss auch richtig eingesetzt werden.

 

„Rund ein Sechstel aller Kinder unter drei Jahren werden in der Kindertagespflege betreut. Entsprechend sollten auch rund 16 Prozent der Mittel für den Ausbau der Kindertagespflege verwendet werden“, sagte Hedi Wegener.

 

Hedi Wegener wies darauf hin, dass die Vergütung der Kindertagespflegepersonen hat nach dem Gesetz leistungsgerecht zu erfolgen habe. Sie müsse im Verhältnis zu den fachlichen Anforderungen an Kindertagespflegepersonen stehen (vgl.§ 23 SGB VIII). Dazu ist eine bundes-, bzw. landeseinheitliche, nach Qualifizierung gestaffelte, an validen Bezugsgrößen orientierte Vergütung verbindlich festzuschreiben.

 

Die Qualifizierung nach dem DJI-Curriculum von 160 Unterrichtsstunden für die Tagespflegepersonen als Mindestqualifikation sollte verbindlich gemacht werden. Eine Weiterentwicklung auf 300 Stunden im Rahmen des in der Erarbeitung befindlichen Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuches (QHB) ist perspektivisch notwendig.

 

„Die anstehende Bund-Länder-Konferenz ist eine große Chance für die Verbesserung der Qualität der Betreuung für unsere Kinder. Alle Beteiligten sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Der Bundesverband für Kindertagespflege wird sich weiter aktiv in die Diskussion einschalten“, betonte Hedi Wegener.

29.10.2014

Pressemitteilung des Bundesforums Familie e.V. zum Bundesqualitätsgesetz

Auch das Zukunftsforum Familie (ZFF) fordert mehr Qualität in Kitas und in der
Kindertagespflege. Kinder und deren Familien brauchen verlässliche, hohe und vor allem
gleiche Standards in den mehr als 50.000 Kindertagesstätten und bei den rund 45.000
Tagesmüttern und –vätern in Deutschland.

29.10.2014

Pressekonferenz zum Bundesqualitätsgesetz der AWO, Caritas und GEW

Gemeinsam fordern der Arbeiterwohlfahrt Bundesverband (AWO), der Deutsche Caritasverband (DCV) und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), dass sich das Bundesfamilienministerium und die Länderministerien bei der Bund-Länder-Konferenz „Frühe Bildung“ am 6. November auf einen Prozess zur Entwicklung eines Bundesqualitätsgesetzes für die Kindertageseinrichtungen und die Kindertagespflege verständigen.

06.10.2014

Beschluss des OVG Lüneburg zur Vergabe von Plätzen

Das Wunsch- und Wahlrecht nach § 5 SGB VIII ist auf den in § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII geregelten Anspruch ein- und zweijähriger Kinder auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege uneingeschränkt anwendbar. Deshalb darf ein Kind, das bereits in Kindertagespflege betreut wird, bei der Vergabe freier Plätze in Kindertageseinrichtungen nicht vom Auswahlverfahren ausgeschlossen werden.

Hier geht's zum OVG Lüneburg

01.10.2014

Neu an Bord... Bundesgeschäftsführer Heiko Krause

Ab 1. Oktober 2014 bin ich neuer Geschäftsführer beim Bundesverband für Kindertagespflege. In meiner schleswig-holsteinischen Heimat Eckernförde würde ich Sie mit einem freundlichen „Moin, Moin“ grüßen, allerdings arbeite ich schon lange in Berlin und bin entsprechend akklimatisiert.  Ich bin 51 Jahre alt, verheiratet und lebe in Petershagen östlich von Berlin. Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Anglistik  in Kiel habe ich über 20 Jahre für verschiedene Bundestagsabgeordnete gearbeitet und war u.a. Referent für Familienpolitik der FDP-Bundestagfraktion. Ich freue mich auf die neuen Herausforderungen in einem spannenden und sich dynamisch entwickelnden Themenfeld und mit einem motivierten Team auf der Brücke...pardon...in der Geschäftsstelle.

12.09.2014

Gerichtsurteil: Zuzahlungen durch Eltern dürfen nicht versagt werden

Das Verwaltungsgericht in Bremen hat entschieden, dass die Forderung von Tagesmüttern und -vätern von privaten Zuzahlungen zu den Betreuungskosten durch die Eltern rechtsmäßig seien.

Begründet wird dies u.a. mit dem Recht der freien Berufsausübung nach Art. 12 GG.

04.09.2014

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Fast jedes dritte Kind unter 3 Jahren am 1. März 2014 in Kindertages­betreuung, stellt das Statistische Bundesamt fest. Die Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung ist zum 1. März 2014 gegenüber dem Vorjahr um rund 64 500 auf insgesamt knapp 660 800 Kinder gestiegen. Der Anstieg fiel damit stärker aus als in den Vorjahren.

Die Betreuungsquote betrug im März 2014 in den westdeutschen Bundesländern durchschnitt­lich 27,4 %. In Ostdeutschland (einschließlich Berlin) war sie mit 52,0 % fast doppelt so hoch. Von den westdeutschen Flächenländern hatte Rheinland-Pfalz mit 30,8 % die höchste Betreuungsquote, die niedrigste hatte Nordrhein-Westfalen (23,7 %). In Brandenburg war bundesweit die höchste Betreuungsquote festzustellen (58,2 %).

Die Ergebnisse im Einzelnen können beim Statistischen Bundesamt (hier klicken) nachgelesen werden

01.09.2014

Expertise erschienen: Rechtsprechung zur Durchsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für unter 3-Jährige

Als im August 2013 der Rechtsanspruch von Eltern auf einen Betreuungsplatz für Kinder bis zu drei Jahren in Kraft trat, rechnete man vor allem in Großstädten mit einer Klagewelle. Die von Prof. Wiesner im Auftrag des Deutschen Jugendinstituts erstellte Expertise gibt einen Überblick über das tatsächliche Klageverhalten der Eltern und die Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte mit besonderem Blick auf deren Auslegung des Rechtsanspruchs hinsichtlich der Entfernung zwischen Wohnort und Kita sowie Formen und Zeiten der Betreuung. DJI Online hat Prof. Wiesner zu möglichen Konsequenzen hinsichtlich Kostenerstattungen und Vergleichbarkeit von Kindertageseinrichtungen und Tagespflege befragt.

27.08.2014

Gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat einen zentralen Stellenwert

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, hat am 27. August  den Abschlussbericht der Gesamtevaluation der ehe- und familienbezogenen Leistungen in Deutschland vorgestellt.

"Die Ergebnisse der Wissenschaftler zeigen: eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat einen zentralen Stellenwert für die Familien und die Familienpolitik", sagte Manuela Schwesig. "Ich freue mich, dass der Abschlussbericht vorliegt. Hieraus können wir eine Menge lernen: Mit dem ElterngeldPlus und den Investitionen in die Kinderbetreuung sind wir auf dem richtigen Weg. Es bleibt aber noch viel zu tun."

Lesen Sie hier mehr.

15.08.2014

Der Sommerkommentar des Bundesverbandes zu aktuellen Themen

In diesem Sommer jährten sich die Einführung des Rechtsanspruchs auf Förderung für Kinder ab dem ersten Lebensjahr in der Kindertagespflege und Kindertageseinrichtung, sowie die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines Betreuungsgeldes, wenn ein Kleinkind nicht in eine Tagesbetreuung gegeben wird.

Anlässlich derer wurden von unterschiedlicher Seite Pressemitteilungen und –meldungen veröffentlicht und Kommentare abgegeben. Der Bundesverband hat diese kommentiert. 

Lesen Sie hier unseren Sommerkommentar.

12.08.2014

Neue Broschüre des Bundesverbandes erhältlich: Lernort Kindertagespflege

Der gesetzliche Auftrag in der Kindertagesbetreuung beschreibt die Bildung, Förderung und Betreuung als Aufgabe. Förderung heißt im Zusammenhang mit frühkindlicher Bildung, das zutage fördern, was bereits vorhanden ist bzw. diesen Vorgang zu „befördern“.

Selbstverständlich findet Bildung und Förderung in jedem Alter und an jedem Ort der Welt statt. Wenn Erwachsene, also Tagesmütter und Tagesväter wie auch Eltern der Kinder sich dessen bewusst sind und Kindern möglichst umfassend das zur Verfügung stellen, was sie für ihren Aneignungsprozess brauchen, ist dies die beste Voraussetzung für eine gute Entwicklung.

Mit dieser Broschüre möchten wir neugierig machen auf Bildungsprozesse von Kindern, auf die Möglichkeiten, die die Kindertagespflege als Bildungsort bereitstellen kann und auf das, was Tagesmütter und Tagesväter tun können, um Kinder in ihrer Bildungsentwicklung zu fördern.

Die Broschüre kann zum Preis von 4,50 € über unsere Internetseite unter Publikationen bestellt werden.  Klicken Sie hier. 

08.08.2014

Innovatives Modell: Aufstiegsfortbildung in Hamburg

In Hamburg ist ab sofort für Tagesmütter und Tagesväter möglich, nach Besuch einer Aufstiegsfortbildung eine Qualifikation zu erlangen, die dazu führt, die Entgeltstufe einer Sozialpädagogischen Assistentin zu bekommen. 

Außerdem ist die berufsbegleitende Ausbildung zur staatlich anerkannten Sozialpädagogischen Assistentin/Assistenten für Kindertagespflegepersonen inzwischen ein reguläres Angebot. 

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Sozialpädagogischen Fortbildungszentrums in Hamburg (SPFZ) zu finden.

Aufstiegsfortbildung

Berufsbegleitende Ausbildung zur/zum Sozialpädagogischen Assistentin/Assistenten. 

04.08.2014

Fakten und Empfehlungen zur Kindertagespflege - neu erschienen

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die Fakten und Empfehlungen zur Kindertagespflege überarbeitet und neu herausgegeben. Vor allem wurden die Ausführungen zum Thema "Zuzahlungen zur laufenden Geldleistung" aktualisiert. 

28.07.2014

Filmtipp: Kinder sich bewegen lassen

Bewegungsförderung ist für die Gesundheitsvorsorge aber auch für die Unfallprävention von großer Bedeutung. Kinder sollen lernen, Gefahren einzuschätzen und sie durch entsprechende Selbstsicherung zu bewältigen. Risiko und vorgehaltene Sicherheit müssen dazu immer wieder ausbalanciert werden. Der Film "Kinder sich bewegen lassen" ermutigt Erzieherinnen und Erzieher durch praxisnahe Anregungen und Informationen, Krippenkinder zu vielfältigen Bewegungsaktivitäten und zum selbständigen Erproben ihrer motorischen Fähigkeiten zu motivieren.

Sehr zu empfehlen und kostenfrei herunterzuladen bei der Unfallkasse Nord.

16.07.2014

662 000 Kinder in der Kita!? - Pressemitteilung des Bundesverbandes

Die neueste Betreuungsstatistik wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in einer Pressemitteilung anerkennend gewürdigt. Der Bundesverband hat dies seinerseits in einer Pressemitteilung kommentiert.

In einer Pressemitteilung macht der Bundesverband darauf aufmerksam, dass sich die vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Zahlen sowohl auf die Kinder in Tageseinrichtungen wie auch in Kindertagespflege beziehen. 

Lesen Sie die Pressemitteilung hier.

16.07.2014

Pressemitteilung: Hohes Tempo beim Kita-Ausbau für unter Dreijährige

Das Bundesministerium hat eine Pressemitteilung zum Stand des Ausbaus von Betreuungsplätzen für Kinder bis drei Jahren herausgegeben.

"Der Kita-Ausbau geht mit hohem Tempo voran: Am 1. März 2014 wurden 661.965 Kinder unter drei Jahren betreut, wie das Statistische Bundesamt am 16. Juli bekannt gegeben hat. Damit stieg die Zahl betreuter Kinder seit dem 1. März 2013 um 64.000 an. Von 2012 bis 2013 nahm sie nur um rund 38.000 Kinder zu. Dies zeigt, dass die Länder den Ausbau massiv vorangetrieben haben....."

Leider wird die Kindertagespflege darin nicht extra erwähnt.

Lesen Sie die gesamte Pressemitteilung hier.

16.07.2014

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes

Zum 1. März 2014 wurden rund 662 000 Kinder unter 3 Jahren in einer Kindertageseinrichtung oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen weiter mitteilt, waren dies knapp 64 000 Kinder beziehungsweise 10,6 % mehr als im Vorjahr, nach einem Anstieg von 6,8 % (+ 38 000 Kinder) zwischen dem 1. März 2012 und dem 1. März 2013. Seit dem 1. August 2013 gibt es für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz.

Auch die aktuellen Zahlen je nach Bundesland sind hier ermittelt worden.

Lesen Sie mehr auf der Seite des Statistischen Bundesamtes (destatis)

09.07.2014

Bildungsträgerkonferenz am 17.11.2014 in Hannover

Die diesjährige Bildungsträgerkonferenz findet am Montag, den 17.11.2014 wieder im Alten Rathaus in Hannover statt.

Schwerpunkte in diesem Jahr sind wieder neueste Informationen über den Arbeitsstand des neuen kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuchs, erste Erfahrungen bei der Umsetzung dessen sowie Überlegungen zur Umsetzung. Ab Sommer 2015 wird das Qualifzierungshandbuch voraussichtlich zur Verfügung stehen. 

Christoph Emmelmann wird mit seinem Vortrag zu: Humor als erwachsenenbildnerische Kompetenz den Tag abrunden. 

Ab sofort ist die Anmeldung über unsere Homepage möglich. Klicken Sie einfach auf den Banner rechts auf der Startseite. 

27.06.2014

Förderung von Festanstellungen in der Kindertagespflege wird fortgesetzt

Manuela Schwesig spricht sich dafür aus, dass die Kindertagespflege eine anerkannte und angemessen vergütete erzieherische Erwerbstätigkeit werden muss:

"Eine gute Kinderbetreuung ist der Schlüssel, um Familien den Rücken zu stärken. Dabei spielt die Kindertagespflege als besonders flexible und familiennahe Betreuungsform eine zentrale Rolle. Wir müssen sie aber noch attraktiver machen und die Qualifizierung der Tagesmütter und -väter weiterentwickeln. Festanstellungsverhältnisse bieten Tagespflegepersonen mehr finanzielle Sicherheit und eine bessere soziale Absicherung im Krankheitsfall oder bei Urlaub. Und aus Sicht der Familien sind Festanstellungen auf Dauer verlässlicher."

Die Förderung von Festanstellungen ist Teil des Aktionsprogramms Kindertagespflege, mit dem das Bundesfamilienministerium den qualitativen und quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung unterstützt. Die Kindertagespflege ist ein wichtiger Baustein bei der frühkindlichen Bildung, Erziehung und Betreuung. Gleichzeitigt trägt der Ausbau der Kindertagesbetreuung zur gleichberechtigten Teilhabe beider Elternteile, insbesondere aber von Frauen, am Arbeitsmarkt bei.

Das Bundesprogramm gewährt Zuschüsse zu den Personalausgaben in Höhe von maximal 50 Prozent des Arbeitgeber-Brutto, wenn Tagespflegepersonen nach TVöD SuE mindestens nach Gruppe S 2 angestellt werden, die eine Mindestqualifizierung von 160 Unterrichtseinheiten nach dem DJI-Curriculum oder vergleichbaren Curricula und eine gültige Pflegeerlaubnis nachweisen. Der Anstellungsträger kooperiert mit dem örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe, der das Modell zur Festanstellung von Kindertagespflegepersonen unterstützt und in die kommunale Jugendhilfeplanung integriert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.esf-regiestelle.eu und www.fruehe-chancen.de.

23.06.2014

5. Bildungsbericht erschienen

Mit dem gemeinsam von Bund und Ländern in Auftrag gegebenen Bericht „Bildung in Deutschland 2014“ wird nach 2006, 2008, 2010 und 2012 nun zum fünften Mal in Folge eine umfassende empirische Bestandsaufnahme vorgelegt, die das deutsche Bildungswesen als Ganzes abbildet und von der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bis zu den verschiedenen Formen der Weiterbildung im Erwachsenenalter reicht. Sie schließt auch jene Bildungsprozesse ein, die sich mit non- formaler Bildung und informellem Lernen beschreiben lassen.
Der Bericht wird von einer Autorengruppe vorgelegt, die ihn zusammen mit weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam erarbeitet hat. Die Mitglieder der Autorengruppe gehören an verantwortlicher Stelle den folgenden wissenschaftlichen
Einrichtungen und Statistischen Ämtern an: dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), dem Deutschen Jugendinstitut (DJI), dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), dem Soziologischen Forschungsinstitut an der Universität Göttingen (SOFI) sowie den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder (Destatis und StLÄ).

Der gesamte Bildungsbericht sowie eine Kurzfassung dessen ist auf der Internetseite des Deutsches Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) herunterzuladen oder im Buchhandel erhältlich.

17.06.2014

Urteil: Bezahlung für Tagesmütter im Kreis Euskirchen muss neu berechnet werden

zu VG Aachen, Urteil vom 17.06.2014 - 2 K 2120/13; 2 K 2131/13.

Zur Begründung seiner Entscheidung führte das Verwaltungsgericht aus, dass die Stundenkorridore des Kreises Euskirchen, für die ein bestimmter Fixbetrag gezahlt wird, viel zu breit sein. Derzeit berechnen sich die Beträge wie folgt: 15 - 25 Stunden: 399 Euro, 25 - 35 Stunden: 598 Euro, 35 - 45 Stunden: 798 Euro. Es sei nicht leistungsgerecht, wenn fürLeistungen, die wöchentlich im Umfang von 10 Stunden differierten, derselbe Betrag festgesetzt werde. Diese Verfahrensweise führe insbesondere im oberen Bereich eines Stundenkorridors zu einem Stundensatz, der deutlich unter 4,60 Euro liege. Gerade in dem häufigsten Fall der Betreuung für 25 Wochenstunden werde dieser Stundensatz, der im Kreis Euskirchen für die Betreuung eines Kleinkindes festgelegt ist, nicht erreicht.
14.06.2014

Petition im Bundestag zur Krankenversicherung

Der derzeit übliche Status der "nebenberuflich selbstständigen Tätigkeit" birgt Chancen und Risiken für die Kindertagespflegepersonen. Daher wünschen sich manche Tagespflegepersonen, als "hauptberuflich selbstständig Tätige" bei der Krankenversicherung eingestuft zu werden.

Weitere Erläuterungen der Petition und die Möglichkeit der Mitzeichnung finden Sie hier: 

Petition 52943
12.06.2014

Eine Milliarde Euro– auch für die Kindertagespflege?

Die Bundesfamilienministerin hat bekannt gegeben, dass eine Milliarde Euro für die Kindertagesbetreuung bereit gestellt wird (siehe unten). Wir möchten daran erinnern, dass dieses Geld auch für die Kindertagespflege eingesetzt werden soll. Aus diesem Grund hat der Bundesverband eine Pressemitteilung herausgegeben. 

27.05.2014

Schwerwiegende Verletzung der Aufsichtspflicht rechtfertigt sofortigen Entzug der Betreuungserlaubnis für Tagesmutter

Tagesmutter lässt Kleinkinder für einen Zeitraum von mindestens einer halben Stunde unbeaufsichtigt in der Wohnung zurück

Das Sächsische Ober­verwaltungs­gericht hat entschieden, dass bei einer schwerwiegenden Verletzung der Aufsichtspflicht durch eine Kinder­tages­pflege­person (hier: Tagesmutter) der Entzug der Betreuungserlaubnis mit sofortiger Wirkung gerechtfertigt ist.

Im zugrunde liegenden Rechtstreit hatte eine Tagesmutter die ihr anvertrauten vier Kinder im Alter von 1 bis 2 Jahren für einen Zeitraum von mindestens einer halben Stunde allein in ihrer Wohnung zurückgelassen, um - ihren eigenen Angaben zufolge - in einer nahegelegenen Physiotherapie-Praxis einen Termin zu vereinbaren. Die Stadt Leipzig entzog der Tagesmutter daraufhin mit sofortiger Wirkung die Erlaubnis zur Kindertagespflege.

Von Gleichgültigkeit und fehlender Sorgfalt geprägte Einstellung als Grundhaltung zur Kindertagespflege nicht geeignet

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht bestätigte diese Entscheidung und führte zur Begründung aus, dass es sich um eine gravierende Verletzung der Aufsichtspflicht gehandelt habe, da es zu einer erheblichen Gefährdung der Kinder gekommen sei. Diese wären nicht in der Lage gewesen, sich in einer Notsituation selbst zu helfen oder zumindest Hilfe herbeizuholen. Das Verhalten der Tagesmutter vermittle den Eindruck, dass sie ihre Aufgabe, sich während der Betreuungszeit um die Tagespflegekinder zu kümmern, nicht ernst nehme und eigene Belange und Interessen über das Kindeswohl stelle. Es gehe nicht alleine darum, dass die Tagesmutter die Wohnung verlassen habe, sondern vor allem darum, dass sie dies aus einem geringfügigen Anlass getan habe. Mit dieser Einstellung, die von Gleichgültigkeit und fehlender Sorgfalt geprägt sei, sei sie zur Kindertagespflege nicht geeignet. Da vor diesem Hintergrund auch zukünftig Gefährdungen der ihr anvertrauten Kinder zu befürchten seien, sei der Entzug der Betreuungserlaubnis mit sofortiger Wirkung gerechtfertigt. Die Versicherung der Tagesmutter, die Kinder in der Zukunft nicht mehr während der Betreuungszeit alleine zu lassen, sei nicht ausreichend, um für die Zukunft von einer Eignung ausgehen zu können.

27.05.2014

Gerichtsurteil zur gesetzlichen Unfallversicherung für Kinder

Das SG Düsseldorf hat entschieden, dass betreute Kinder gesetzlich unfallversichert sind, soweit die Tagesmutter eine behördliche Betreuungserlaubnis hat.

Geklagt hatte ein inzwischen vierjähriges Kind, das sich während der Betreuung bei seiner Tagesmutter mit heißem Tee den Arm verbrüht hatte. Mit der Tagesmutter hatte ein privater Vertrag bestanden, die Betreuungskosten hatten die Eltern gezahlt. Der Kläger hatte schwere Verletzungen erlitten, die eine mehrtägige stationäre Behandlung und eine Hauttransplantation erforderten. Die Unfallkasse NRW hatte einen Arbeitsunfall anerkannt mit der Folge, dass sämtliche Behandlungskosten, auch die eventueller Folgeschäden, von der gesetzlichen Unfallversicherung getragen werden müssen. Die Tagesmutter ist aus der Haftung entlassen. Da die Eltern des Klägers jedoch einen Schmerzensgeldanspruch gegen die Tagesmutter durchsetzen wollten, hatten sie gegen die Anerkennung eines Versicherungsfalles geklagt. Sie waren der Ansicht, dass die gesetzliche Unfallversicherung nicht eingreife, sondern der Fall privatrechtlich abzuwickeln sei.  

Das SG Düsseldorf hat die Klage abgewiesen.

Nach dem Wortlaut des Sozialgesetzbuches, das die Kindertagespflege im Jahr 2005 der gesetzlichen Unfallversicherung unterstellt habe, kommt es nach Auffassung des Sozialgerichts nur darauf an, ob die Betreuungsperson eine behördliche Erlaubnis habe. Eine andere Auslegung entspräche nicht dem Sinn und Zweck der Regelung. Es komme nicht – wie in der juristischen Literatur diskutiert – darauf an, ob das Kind durch das Jugendamt vermittelt worden sei und dieses (teilweise) die Betreuungskosten trage. Die Regelung wolle den geänderten gesellschaftlichen Verhältnissen Rechnung tragen und alle Kinder, die tagsüber von geeigneten Personen betreut werden, unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stellen.

27.05.2014

Mitteilung aus dem Bundesministerium: 1 Milliarde Euro für Kitas und Krippen

Zur Einigung bezüglich der zusätzlichen Mittel für den Kitabereich im Rahmen der Bildungsmilliarden erklärt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig:

"1 Milliarde Euro für Kitas und Krippen in dieser Legislaturperiode: Das ist ein sehr gutes Ergebnis für die Familien. Eltern wünschen sich die bestmögliche Betreuung und Bildung für ihre Kinder.
Und Bildung beginnt nicht erst in der Schule, sondern bereits in der Kita. Deshalb freue ich mich, dass sich der Kampf für zusätzliche Mittel für den Kitaausbau und die Verbesserung der Qualität gelohnt hat.

Wir werden weiter in den Ausbau der Kindertagesbetreuung investieren. Ich werde gemeinsam mit den Ländern darüber sprechen, wie das Geld verteilt und eingesetzt wird.
Noch in diesem Jahr wird es eine erste Bund-Länder-Konferenz zur Kindertagesbetreuung geben, bei der das Thema Qualität im Fokus stehen wird.

Ich bin mit dem Gesamtpaket zufrieden. Denn auch als Bundesjugendministerin begrüße ich es sehr, dass durch die Bafög-Reform nun mehr jungen Menschen die Chance gegeben wird, ein Studium aufzunehmen."

12.05.2014

Expertise zur Festanstellung in der Kindertagespflege erschienen

Tagespflegepersonen in sozialversicherungspflichtigen Angestelltenverhältnissen

Das Deutsche Jugendinstitut hat eine Rechtsexpertise zum Thema: „Tagespflegepersonen in sozialversicherungspflichtigen Angestelltenverhältnissen“ veröffentlicht.

Hier werden neben arbeitsrechtlichen Aspekten Themen wie: Eingruppierung der Tagespflegepersonen und Vertretungs-, Krankheits- oder Urlaubsregelungen untersucht. Erarbeitet wurde die Expertise von den Rechtsanwälten Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner, Melanie Kößler und Ansgar Dittmar. 

Die Expertise ist hier herunterzuladen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Jugendinstituts (DJI)

24.04.2014

Wohin mit dem Kind? Vertretungsregelungen in der Kindertagespflege

Wenn die Tagesmutter oder der Tagesvater verhindert ist und die Eltern für ihr Kind eine Vertretung brauchen, ist das manchmal ein Problem. Unterschiedliche Modelle von Vertretungsregelungen wurden in der Vergangenheit bereits entwickelt und erprobt. 

Im Rahmen eines Fachtages wurde dieses Thema aufgeworfen und es wurden unterschiedliche Praxismodelle vorgestellt und diskutiert. 

Die Dokumentation des Fachtages inklusive der vorgestellten Praxisbeispiele und den Diskussionsergebnissen können Sie hier einsehen. 

22.04.2014

Mütter wünschen sich früheren Wiedereinstieg in den Beruf

Wann arbeiten Mütter nach Geburt eines Kindes wieder, in welchem Umfang tun sie dies und welche Entwicklungen lassen sich in den letzten Jahren beobachten? Antworten darauf liefert das aktualisierte Dossier "Müttererwerbstätigkeit" des Bundesfamilienministeriums in Kooperation mit dem Zukunftsrat Familie.

Die aktuellen Mikrozensusauswertungen und Studien, die im Dossier verarbeitet werden, zeigen deutlich: Immer mehr Mütter arbeiten inzwischen immer mehr Wochenstunden, und immer mehr Mütter kehren nach der Geburt eines Kindes immer früher wieder in den Beruf zurück.

Darüber hinaus wünscht sich ein großer Teil der Mütter eine frühere Berufsrückkehr. Die Erwerbsunterbrechung von Müttern mit Kindern, die zwischen 2008 und 2010 geboren wurden, dauerte im Schnitt 19 Monate. Zwei Drittel der Mütter, die für mehr als sechs Monate aus dem Beruf ausgestiegen sind, wären gerne früher wieder arbeiten gegangen.

Hier geht's zur Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und zum Download des Dossiers.

22.04.2014

Urteil des VG Düsseldorf zur laufenden Geldleistung veröffentlicht

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat beschieden, dass die Höhe der laufenden Geldleistung überprüft und neu festgesetzt werden muss, da der gezahlte Betrag nicht alle Kosten deckt und als nicht leistungsgerecht festgestellt wurde.

Lesen Sie das Urteil hier.

11.04.2014

Bericht vom Tag der Kindertagespflege auf der didacta 2014

Der Bundesverband für Kindertagespflege hat auch in diesem Jahr wieder auf der didacta-Bildungsmesse in Stuttgart einen Tag der Kindertagespflege veranstaltet.

Einen Materialien und Impressionen von diesem Tag finden Sie hier

11.04.2014

Neues zur Inklusion in der Kindertagespflege aus NRW

Drei von LVR-Landesjugendamt Rheinland geförderte Modellprojekte zur Inklusion in der Kindertagespflege sind seit Ende 2013 abgeschlossen. Das Thema wurde in Bonn, Essen und Köln mit unterschiedlichen Schwerpunkten bearbeitet.

Lesen Sie hier die interessanten Dokumentationen und Ergebnisse.

07.04.2014

Der Geschäftsbericht 2013 des Bundesverbands ist erschienen

Das Jahr 2013 war ein ereignisreiches: 35. Jubiläum, Fachtagung "Kindertagespflege in 10 Jahren - was braucht die Praxis?", Umzug der Geschäftsstelle und der Rechtsanspruch auf Förderung und eine Bundestagswahl: Das alles hat den Bundesverband für Kindertagespflege beschäftigt.

Lesen Sie mehr im neuen Geschäftsbericht.

05.04.2014

Vorstand des Bundesverbandes wiedergewählt

Mit großer Mehrheit wurde der bisherige Vorstand bestehend aus Hedi Wegener, Dieter Gerber, Inge Losch-Engler, Johanna Meißner und Gabriel Schoyerer in Ihrem Amt bestätigt. 

Sie alle nahmen die Wiederwahl gerne an. Im Bundesverband gibt es nach wie vor viel zu tun, um die Entwicklung der Kindertagespflege weiter voran zu bringen. 

Eine Übersicht über die Tätigkeiten und Ereignisse im letzten Jahr können Sie in unserem neuen Geschäftsbericht lesen. 

Impressionen und Bilder der Mitgliederversammlung können Sie hier einsehen.

04.04.2014

Schlaglicht 10 erschienen: Der Rechtsanspruch nach § 24 SGB VIII und das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern

Aus der Praxis: Der Rechtsanspruch nach § 24 SGB VIII und das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern

Der Ausbau der Plätze in Kindertageseinrichtungen für Kinder unter drei Jahren hat dazu geführt, dass Kinder vermehrt auch vor dem dritten Lebensjahr aus der Kindertagespflege in die Kita wechseln. Das hat Konsequenzen.

Lesen Sie dazu das neue Schlaglicht 10.

02.04.2014

Bundesweite Befragung von Tagesmüttern und -vätern

Zur Untersuchung des aktuellen Ausbaustands und der Qualität in der Kindertagesbetreuung läuft erneut eine groß angelegte Befragung unter Tagesmüttern und -vätern im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mit Ihrer Teilnahme können Sie Ihre Sicht aus der Praxis einbringen und wichtige Hinweise für den weiteren Ausbau der Kindertagesbetreuung geben!

Klicken Sie hier, um an der Befragung teilzunehmen. 

Vielen Dank!

31.03.2014

Der aktuelle Personalschlüssel in Kindertageseinrichtungen

Das Statistische Bundesamt hat die aktuelle Statistik zur Errechnung der Personalschlüssel in Kindertageseinrichtungen in den einzelnen Bundesländern herausgegeben.

Gegenüber dem Vorjahr hat es weitere Verbesserungen der Erzieher-Kind-Relationen in den Einrichtungen gegeben. Allerdings schränkt das Statistische Bundesland selbst ein: "Der darzustellende Personalschlüssel ist dabei nur eine „rechnerische Größe“, um Grundsatzaussagen über regionale Unterschiede und im Zeitverlauf zu ermöglichen. In der täglichen Betreuungssituation vor Ort können sich durchaus andere Bedingungen ergeben. Dies gilt insbesondere dann, wenn Personal krankheitsbedingt ausfällt. Ferner ist die Betreuungssituation in Randzeiten anders als zu den Kernzeiten der Betreuung, d.h. morgens früh oder am späteren Nachmittag. Aus diesem Grunde ist die „rechnerische Größe“ Personalschlüssel auch keine tatsächliche „Betreuer-Kind-Relation“.

Die Publikation kann hier heruntergeladen werden.

27.03.2014

Dokumentation des Expertenworkshops zum Aktionsprogramm

Das BMFSFJ hat am 21. November 2013 Expertinnen und Experten aus der Praxis sowie der Fachöffentlichkeit zu einem Erfahrungsaustausch nach Berlin eingeladen.

Schwerpunkte der Diskussion bildeten u. a. die leistungsgerechte Vergütung, die Weiterentwicklung der Fachberatung, die Vertretung in der Kindertagespflege, die verschiedenen Formen der Kindertagespflege, das Bild in der Öffentlichkeit sowie die Umsetzung rechtlicher Regelungen.

Die Dokumentation es Workshops ist nun erschienen.
Sie kann hier heruntergeladen werden.

21.03.2014

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig stellt Eckpunkte des ElterngeldPlus vor

Das ElterngeldPlus erhalten diejenigen , die schon während des Elterngeldbezugs wieder in Teilzeit arbeiten wollen. Mütter und Väter, die mit einer gewissen Stundenzahl ihrer Arbeit nachgehen wollen, haben dann die Möglichkeit, länger als bisher diese Leistung in Anspruch zu nehmen und so das volle Elterngeldbudget zu nutzen.

Lesen Sie mehr auf der Internetseite des Bundesministeriums

14.03.2014

2013: Betreuungsgeld für knapp 65 000 Kinder

Das 2013 neu eingeführte Betreuungsgeld wurde im Zeitraum vom 1. August bis 31. Dezember 2013 insgesamt 64 877 Mal bewilligt und zur Auszahlung angewiesen. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden (Destatis) weiter mitteilt, zeigen dies die ersten Ergebnisse der Statistik zum Betreuungsgeld, die die tatsächlichen Leistungsbezüge im betrachteten Zeitraum erfasst. Anträge, die abgewiesen, noch nicht bewilligt beziehungsweise für die noch keine Leistungen ausgezahlt wurden, sind darin nicht enthalten. 

Im Zeitraum vom 1. August bis 31. Dezember 2013 wurde das Betreuungsgeld hauptsächlich von Müttern bezogen (rund 95 %), obwohl es bei Elternpaaren nicht darauf ankommt, wer Antragsteller ist. Im Ländervergleich fällt die Geschlechterverteilung unterschiedlich aus: Während in Bremen fast 9 % der Beziehenden männlich waren, betrug der Anteil in Mecklenburg-Vorpommern nur knapp 2 %. Verheiratet waren im Betrachtungszeitraum gut 79 % der Leistungsbeziehenden, gut 18 % waren ledig. Die restlichen Leistungsbezieher und -bezieherinnen waren geschieden, verwitwet oder lebten in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. 

Fast 78 % der Leistungsbeziehenden haben den Antrag auf Betreuungsgeld für den maximal möglichen Bezugszeitraum von 22 Monaten gestellt. Mit einer Bezugsdauer von unter 6 Monaten planen 6 % der Leistungsbeziehenden. Eine Bezugsdauer von 6 bis unter 12 Monaten sehen 10 % der betroffenen Eltern vor. Gut 6 % haben einen Antrag für 12 bis unter 22 Monate gestellt. Insgesamt zeichnet sich ein deutlicher Ost-West-Unterschied ab: Die voraussichtliche Bezugsdauer ist in den neuen Ländern mit 13,1 Monaten deutlich kürzer als im früheren Bundesgebiet (19,7 Monate).  

Mehr Informationen und Angaben zu einzelnen Bundesländern erhalten Sie hier

24.01.2014

Nürnberg - Klage gegen Tagesmutter

In Nürnberg ist eine Klage gegen eine Tagesmutter eingereicht worden, weil sie in einer Wohnung Kinder betreut und die Eigentümergemeinschaft dies nicht mehr akzeptieren möchte. Ihr Vermieter selbst sieht das anders. 

Hierzu gab es im Frankenfernsehen einen Beitrag. Sehen Sie diesen hier.

02.01.2014

Das ändert sich für Tagesmütter und Tagesväter in 2014

  • Der Grundfreibetrag, ab dem man Steuern zahlen muss, erhöht sich auf 8.354,00 € als Ledige/r bzw. auf 16.708,00 € bei zusammen veranlagten Ehepartnern.
  • In der Familienkrankenversicherung kann mitversichert sein, wer bis zu 395,00 € an steuerpflichtigem Einkommen monatlich erzielt.
  • Bis zu einem steuerpflichtigen Einkommen von monatlich 921,67 € wird für die Kranken- und Pflegeversicherung nur der Mindestbeitrag fällig. Dieser beträgt für die Krankenversicherung 137,32 €, dazu kommen noch 18,90 € Pflegeversicherung für Eltern bzw. 21,20 € für Kinderlose.
  • Alle anderen Beträge sowie die Beitragssätze von 14,9 % für die Krankenversicherung für Selbstständige ohne Krankentagegeldversicherung, 2,05 % bzw. 2,3% für die Pflegeversicherung, 18,9 % für die Rentenversicherung sind gleich geblieben. Rentenversicherungspflichtig werden nur Tagesmütter und –väter, die monatlich mehr als 450,00 € an steuerpflichtigem Einkommen haben.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den „Fakten und Empfehlungen zu den Neuregelungen in der Kindertagespflege“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Sie können sie hier herunterladen.

27.12.2013

Baden-Württemberg: Empfehlungen für Qualitätssteigerung in der Kindertagespflege verabschiedet

Der „Runde Tisch Kindertagespflege“ unter der Leitung von Staatssekretärin Marion v. Wartenberg hat gemeinsame Empfehlungen zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Kindertagespflege verabschiedet.

Ziel des Runden Tisches war, die Kindertagespflege als rechtlich gleichrangiges und qualitativ gleichwertiges Angebot für die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern in der Öffentlichkeit zu verankern. Teilnehmer des Runden Tisches waren: Kultusministerium, Landkreistag, Städtetag, Gemeindetag, Kommunalverband für Jugend und Soziales, Landesverband der Tagesmütter-Vereine BW e.V., Paritätischer, 4-Kirchen-Konferenz, Mütterforum BW e.V., Landfrauenverband Württemberg-Baden e.V.

Die Ergebnisse des Runden Tisches mündeten in gemeinsamen Empfehlungen zur fachlichen Begleitung, Beratung und Vermittlung von Tagesmüttern, Angleichung der Elternbeiträge für die Kindertagespflege an die Kita-Beiträge, Entbürokratisierung der Abrechnungsmodalitäten für laufende Geldleistung an Tagespflegepersonen, zum weiteren Ausbau von Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen mit einem Handlungsleitfaden für die kommunale Praxis und zur Kooperation zwischen Kindertagespflege und Kindertageseinrichtung. Hinweise zu beruflichen Perspektiven von Kindertagespflegepersonen sowie die Qualifizierung und Weiterbildung von Personal runden die Ergebnisse ab. Außerdem empfiehlt der Runde Tisch eine intensivere Kooperation zwischen Kreisen und Kommunen sowie verlässliche Vertretungsregeln.
Mehr Personal für fachliche Begleitung der Tagesmütter

Lesen Sie hier mehr.

Die gesamten Empfehlungen können hier heruntergeladen werden.

23.12.2013

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig im Interview mit dem SPIEGEL

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig erläutert im Gespräch mit dem SPIEGEL die Ziele ihrer Amtszeit. Dazu zählen der Ausbau der Qualität in den Kitas, Arbeitszeitmodelle, die mehr Zeit für die Familie ermöglichen, sowie eine Schwerpunktsetzung auf dem Thema "Demokratie und Toleranz".

Lesen sie das Interview hier.

12.12.2013

Fakten und Empfehlungen zur Kindertagespflege neu erschienen

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat die "Fakten und Empfehlungen" neu herausgegeben. Sie dienen als Orientierung für die Praxis für Fragen der Sozialversicherung, Einkommensteuer usw.

Sie sind auf der Internetseite des Bundesministeriums hier veröffentlicht.

Hier können sie heruntergeladen werden: 

06.12.2013

Positionierung des Paritätischen zu Großtagespflegestellen

Mit dem vorliegenden Positionspapier setzt sich der Paritätische mit der Entstehung von Großtagespflegestellen als Angebot der Kindertagespflege kritisch auseinander und beschreibt zentrale fachliche Anforderungen. Unter einer Großtagespflegestelle wird der Zusammenschluss von Tagespflegepersonen verstanden, die mit ihren jeweils bis zu fünf gleichzeitig anwesenden fremden Kindern eine Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen anbieten.

Lesen Sie das gesamte Positionspapier hier.

06.12.2013

Gut Betreut - Arbeitshilfe für Fachberatungen in NRW erschienen

Gut Betreut - Eine Arbeitshilfe zur Unterstützung der pädagogischen Arbeit in der Kindertagespflege wurde vom Landschaftsverband Rheinland erarbeitet und der Fachberatung in NRW zur Verfügung gestellt.

Diese Arbeitshilfe bietet viele Anregungen für Fachberaterinnen und Fachberater, aber auch für Tagesmütter und Tagesväter selbst - nicht nur in NRW.

Sie können die Broschüre hier herunterladen

06.12.2013

Die Finanzierung der Kindertagesbetreuung vom Kopf auf die Füße stellen

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift: Betrifft Kinder ist ein Artikel zum Thema:Das Modell eines „KiTa-Fonds“ zur Verringerung der erheblichen Unter- und
Fehlfinanzierung der Kindertagesbetreuung in Deutschland von Prof. Dr. Stefan Sell erschienen.

Der Artikel kann hier heruntergeladen werden.

04.12.2013

didacta 2014 in Stuttgart - Die Kindertagespflege ist dabei

Der Bundesverband für Kindertagespflege veranstaltet auch bei der nächsten didacta einen "Tag der Kindertagespflege". Die große Bildungsmesse findet vom 25.-29.03.2014 in Stuttgart statt.

Der Bundesverband für Kindertagespflege wird mit einem Vortrag zur Alltagsbildung in der Kindertagespflege sowie Foren zum Kompetenzprofil der Kindertagespflege und neuen wissenschaftlichen Ergebnissen zur pädagogischen Qualität auf der didacta vertreten sein.

Wir freuen uns, mit diesem „Tag der Kindertagespflege“, Kindertagespflegepersonen und Fachberater/innen aus den Fachdiensten neben den Informationen, die die didacta dem Fachpublikum bietet, einen besonderen Focus auf die Arbeit von Tagesmüttern, Tagesvätern und Fachkräften in der Kindertagespflege zu richten.

Vortrag: Bildung und Förderung in der Kindertagespflege: 10.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Forum 1: Ergebnisse der NUBBEK Studie: 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr
Forum 2: Kompetenzprofil für Kindertagespflegepersonen: 13.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Schreiben Sie uns eine Mail, um sich für unsere Veranstaltungen anzumelden (info@bvktp.de).

28.11.2013

Pressemitteilung zum Koalitionsvertrag

Zu den Ausführungen zur Kindertagespflege im Koalitionsvertrag hat der Bundesverband heute eine Pressemitteilung herausgegeben. 

Lesen Sie hier:

27.11.2013

Kindertagespflege im Koalitionsvertrag

Im heute beschlossenen Koalitionsvertrag ist unter anderem folgendes ausgeführt:

"Wir wollen die Kindertagespflege und ihr Berufsbild weiterhin stärken. Dazu sollen
die Qualifizierung von Tagespflegepersonen und die Rahmenbedingungen für ihre
Tätigkeit weiter verbessert werden. So wird die Kindertagespflege in das Gesamtkonzept einer qualitativ hochwertigen Betreuung, Erziehung und Bildung eingebunden".

Der Bundesverband und der Landesverband Baden-Württemberg hatte im Vorfeld die verhandelnden Parteien aufgefordert, darauf zu achten, dass die Kindertagespflege im Koalitionsvertrag mit verankert wird. 

Der gesamte Koalitionsvertrag kann hier heruntergeladen werden. Im Kapitel "Familien stärken" (S. 97-102) finden sich die Ausführungen zur Kindertagesbetreuung, Kindertagespflege sowie Elternzeitmodelle und weitere Erleichterungen für Familien.

Briefe des Bundesverbandes an Frau Widmann-Mauz, Frau Schwesig, Frau Marks.

22.11.2013

KomDat 2/2013 erschienen - Kommentierte Daten der Kinder- & Jugendhilfe

Die aktuelle Ausgabe steht ganz im Zeichen der Ereignisse rund um 1. August 2013, einen für viele Eltern besonderen Tag: Ab diesen Tag gilt der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz oder einen Platz in der Tagespflege für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. Wie ist der aktuelle Stand beim U3-Ausbau? Welche Entwicklungen zeigen sich beim Personal, aber auch bei den Kindergartenkindern? Und wie stellt sich die Tagespflege eigentlich auf? Diesen Fragen wird auf der Grundlage der aktuellen Daten aus dem Jahr 2013 in den Beiträgen der aktuellen KomDat-Ausgabe nachgegangen.

Hier können sie die aktuelle Ausgabe herunterladen.

21.11.2013

TV-Beitrag über eine Tagesmutter in NRW im WDR

Dieser ausführliche Beitrag über eine Tagesmutter aus NRW zeigt ihre Arbeit und schildert ihre Situtation, die sich in den letzten Monaten auch durch den Rechtsanspruch verändert hat.

Unter anderem werden hier die Problematik der unterschiedlichen Finanzierungsgrundlagen in den einzelnen Kommunen geschildert.

Prädikat: sehenswert!

Hier geht's zum Beitrag.

19.11.2013

VG Düsseldorf - Urteil zur laufenden Geldleistung

Eine Geldleistung in Höhe von 3,90 € pro Kind und Stunde entspricht nicht der Regelung des § 23 SGB VIII, wenn lediglich tatsächlich erbrachte Betreuungsstunden vergütet werden. Das VG Düsseldorf hat deshalb den Jugendhilfeträger zur Neubescheidung unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts verpflichtet.

In der Begründung setzt sich das VG mit unterschiedlichen Argumenten auseinander; insofern sind aus dem Urteil viele praktische Hinweise zur Ausgestaltung der laufenden Geldleistung zu entnehmen. 

Lesen Sie das gesamte Urteil hier.

14.11.2013

Betreuungsquote unter 3-jähriger Kinder in fast drei Viertel der ostdeutschen Kreise bei über 50 %

WIESBADEN – In fast drei Viertel der ostdeutschen Kreise wurden zum Stichtag 1. März 2013 mehr als 50 % aller Kinder unter 3 Jahren in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war dies in 55 der insgesamt 77 Landkreise und kreisfreien Städte in den neuen Ländern (einschließlich Berlin) der Fall. Dagegen wurde die 50 %-Marke in keinem westdeutschen Kreis erreicht.
Bei der Zahl der Kinder in Kindertagesbetreuung handelt es sich um tatsächlich zum Stichtag 1. März 2013 betreute Kinder. Nach diesem Stichtag geschaffene oder genehmigte Plätze sind nicht berücksichtigt. Grundlage für die Quotenberechnungen sind Daten der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis der Volkszählung 1987. Für die neuen Bundesländer war das zentrale Einwohnermelderegister der DDR, Stand Oktober 1990, die Grundlage der Fortschreibung.
Die bundesweit höchsten Betreuungsquoten für Kinder unter 3 Jahren gab es wie bereits im Vorjahr in Sachsen-Anhalt: an der Spitze lag der Landkreis Jerichower Land mit 63,2 %, gefolgt vom Salzlandkreis (61,5 %) und dem Landkreis Wittenberg (61,0 %). In Westdeutschland wurden die höchsten Werte bei der Betreuung unter 3-Jähriger in der baden-württembergischen Universitätsstadt Heidelberg (44,8 %), dem rheinland-pfälzischen Landkreis Mainz-Bingen (40,3 %) und im bayerischen Landkreis Coburg (40,0 %) erreicht. Die bundesweit geringste Betreuungsquote wies der Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern mit 11,3 % auf.
Deutliche regionale Unterschiede gab es auch bei den Einzelaltersjahren: Während bei den 1-jährigen Kindern in den ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten die Betreuungsquote Anfang März 2013 in fast allen Kreisen (in 74 von 77 Kreisen) bei mindestens 50 % lag, gab es mit Heidelberg (57,5 %) nur eine einzige westdeutsche Stadt mit einer entsprechend hohen Quote. Die bundesweit höchste Quote bei den 1-jährigen Kindern wies der Landkreis Jerichower Land mit 85,1 % auf.

Bei den Kindern im Alter von 2 Jahren hatten alle 77 ostdeutschen Kreise eine Betreuungsquote von mindestens 74 %. Dieser Wert wurde in Westdeutschland nur von 9 der insgesamt 325 Kreise erreicht. Den höchsten Anteil an 2-jährigen Kindern in Kindertagesbetreuung an allen Kindern in diesem Alter gab es im thüringischen Landkreis Sömmerda (96,4 %) und die niedrigste Quote mit 21,4 % in der bayerischen Stadt Amberg.

Eine geringe Rolle spielt die Betreuung von Kindern unter 1 Jahr. Hier lag die Betreuungsquote in den neuen Ländern bei 4,3 % und im früheren Bundesgebiet bei 2,3 %.

Diese und weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung gehen aus der gemeinsamen Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder „Kindertagesbetreuung regional 2013“ hervor, die Daten zur Situation der Kindertagesbetreuung in allen 402 Stadt- und Landkreisen in Deutschland enthält. Sie enthält neben den Betreuungsquoten der Kinder unter 3 Jahren Ergebnisse zur Tagesbetreuung der Kinder zwischen 3 bis 5 Jahren. Weiter werden Daten zur Ganztagsbetreuung von Kindern bis 5 Jahren dargestellt. Außerdem gibt es Informationen zu Kindern in Kindertagesbetreuung, die einen Migrationshintergrund haben, bei denen also mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammt.

Die Publikation finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes zum Download.

11.11.2013

Kindertagespflege: die familiennahe Alternative - Leitfäden für Eltern, Kindertagespflegepersonen, Unternehmen und Jugendämter

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat umfangreiche Broschüren über die Kindertagespflege veröffentlicht. Ziel ist, die Kindertagespflege bekannt zu machen.

Die Broschüren beinhalten viele Informationen über die Kindertagespflege allgemein, die rechtlichen Grundlagen, zur Qualifikation, Beispiele guter Praxis, Möglichkeiten der Vernetzung usw. orientiert daran, was für die jeweilige Zielgruppe relevant ist.

Klicken Sie auf die Bilder, um die entsprechende Broschüre herunterzuladen:

Für Eltern    Für Tagesmütter
und -väter
   Für Jugendämter
und Fachdienste
   Für Unternehmen
     

Die Broschüren sind ab Ende November auch in gedruckter Version erhältlich. 

27.10.2013

Neues Positionspapier der AGJ verabschiedet

Ausgehend von der öffentlichen Verantwortung der Gesetzgeber auf Bundes- und Landesebene sowie der örtlichen Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe für die Leistungen nach dem SGB VIII will die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ mit diesem Diskussionspapier einen Impuls für eine Fachdebatte im Hinblick auf die Kindertagespflege und die Pflegekinderhilfe als private Erziehung in öffentlicher Verantwortung leisten. In den Blick genommen werden soll die im gesellschaftlichen und fachlichen Diskurs aufgeworfene Frage der Professionalisierung der Kindertagespflege sowie der weitergehenden Verfachlichung bzw. Qualifizierung der Pflegekinderhilfe im Hinblick auf die verschiedenen Akteure sowie strukturellen und organisatorischen Rahmenbedingungen.

25.10.2013

Leitlinie für eine gute Lebensmittelhygienepraxis in der Kindertagespflege erschienen

Die vorliegende Leitlinie für eine „Gute Lebensmittelhygienepraxis in der Kindertagespflege“ wurde auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erarbeitet und in Zusammenarbeit mit dem Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V., dem  Spitzenverband der Lebensmittelwirtschaft, sowie Vertreterinnen und Vertreter der Landesverbände der Mitgliedsorganisationen des Bundesverbands für  Kindertagespflege abgestimmt. Sie enthält Empfehlungen zur Umsetzung in der Praxis, die den vorgeschriebenen Hygienestandards entsprechen.

Die Leitlinie ist als gedruckte Broschüre zum Selbstkostenpreis von 3,00 € hier zu bestellen oder als pdf-Version kostenfrei herunterzuladen.

18.09.2013

30-Minuten-Fahrt zur Kinder­tages­einrichtung von Wohnung oder Arbeitsplatz für Eltern zumutbar

Das Verwaltungsgericht München hat die Klage eines knapp 13 Monate alten Kindes auf Zuweisung eines Platzes in einer städtischen bzw. freigemeinnützigen Kinder­tages­einrichtung abgewiesen und erläutert, dass ein Platz in einer Kinder­tages­einrichtung, der innerhalb von einer halben Stunde von der Wohnung und dem Arbeitsplatz der Eltern erreicht werden kann, zumutbar ist.

Im zugrunde liegenden Fall hatte die beklagte Landeshauptstadt München für ein knapp 13 Monate altes Kind Betreuungsplätze in freigemeinnützigen Kindertagesstätten angeboten, die dieselben Gebühren wie die städtischen Kindertagesstätten erheben. Diese Einrichtungen sind von der elterlichen Wohnung mit öffentlichen Verkehrsmitteln jeweils in ca. einer halben Stunde erreichbar. Der Weg von diesen Tagesstätten bis zum Arbeitsplatz der Eltern, die beide in Vollzeit arbeiten, beträgt ebenso ca. eine halbe Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Zeitlicher Aufwand kann zwischen den Eltern aufgeteilt werden und ist daher zumutbar

Das Verwaltungsgericht München wies die Klage ab und erachtete diesen zeitlichen Aufwand im konkreten Einzelfall als zumutbar, sodass der Anspruch auf Förderung in einer Kindertageseinrichtung (§ 24 Abs. 2 SGB VIII) durch die angebotenen Plätze hätte erfüllt werden können. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass die Zeit, die die Eltern für das Bringen und Abholen des Kindes zu bzw. von den angebotenen Kindertageseinrichtungen aufbringen müssen, für beide Elternteile gleich ist und sie sich dabei entsprechend ihrer eigenen Planung abwechseln können. Der zeitliche Aufwand der Eltern, der für sie mit der Betreuung des Kindes in einer der angebotenen Kindertageseinrichtungen verbunden ist, wird dadurch auf beide Elternteile verteilt und insofern für den einzelnen Elternteil reduziert.

Verwaltungsgericht München, Urteil vom 18.09.2013
M 18 K 13.2256 -

18.09.2013

Pressemitteilung des Bundesministeriums

Vergleich der aktuellen Länder-Angaben mit den Destatis-Zahlen vom vergangenen Kitajahr belegt Riesen-Anstrengungen beim Endspurt um den Kita-Rechtsanspruch

Das Statistische Bundesamt Destatis hat heute (18. September) die März-Quoten der Kinder unter drei Jahren in Kinderbetreuungseinrichtungen veröffentlicht.

Lesen Sie hier mehr.

22.09.2013

Zur Bundestagswahl...

Der Bundesverband hat die Parteien zu ihren Plänen in Bezug auf Kindertagesbetreuung und besonders in Hinblick auf die Kindertagespflege befragt. Dazu wurden die neuen Eckpunkte für die Perspektive der Kindertagespflege an die Parteien zur Stellungnahme gesandt.

 

Die SPD schickte das komplette Wahlprogramm. Darin sind Aussagen zur Kindertagespflege auf Seite 53f. zu finden.

Die CDU hat eine Aussage zur Kindertagespflege auf Seite 39 in ihrem Wahlprogramm. (Nachtrag: am 18.09. wurde diese Antwort geschickt)

Die FDP hat diese Antwort geschickt.

Die Linke schickte ebenfalls ihr komplettes Wahlprogramm. Aussagen zur Kindertagespflege sind darin leider nicht enthalten.

Die Grünen erwähnen die Kindertagespflege auf den Seiten 142 und 150 ihres Wahlprogramms.

12.09.2013

Bundesverwaltungsgericht: Aufwendungsersatz bei Nichterfüllung des Rechtsanspruchs

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass ein Kind, dessen Rechtsanspruch auf Verschaffung eines Kindergartenplatzes nicht erfüllt wird, unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch darauf hat, dass die Aufwendungen der Eltern für seine Unterbringung in einer privaten Kindertagesstätte ersetzt werden.

Im Streitfall ging es um den Ersatz der Aufwendungen, die durch die Unterbringung der damals zweijährigen Tochter in der Kinderkrippe einer privaten Elterninitiative von April bis Oktober 2011 entstanden sind. Die Eltern ließen die Tochter dort betreuen, weil die beklagte Stadt während dieser Zeit keinen Krippenplatz zur Verfügung stellen konnte. Das hier anwendbare Kindertagesstättengesetz Rheinland-Pfalz sieht vor, dass Kinder vom vollendeten zweiten Lebensjahr bis zum Schuleintritt Anspruch auf Erziehung, Bildung und Betreuung im Kindergarten haben. Das Verwaltungsgericht hat die Beklagte verpflichtet, die in dem genannten Zeitraum entstandenen Aufwendungen für die private Kinderkrippe in Höhe von ca. 2 200 € zu erstatten. Dieses Urteil hat das Oberverwaltungsgericht im Ergebnis bestätigt. Die Beklagte habe den nach Landesrecht bestehenden und von der Mutter rechtzeitig geltend gemachten Anspruch auf einen Kindergartenplatz nicht erfüllt. Deshalb müsse sie die Kosten des selbst beschafften Ersatzplatzes in einer privaten Kinderkrippe übernehmen. Die hiergegen eingelegte Revision der Beklagten hat das Bundesverwaltungsgericht zurückgewiesen.

Das Oberverwaltungsgericht hat ohne Verstoß gegen Bundesrecht angenommen, dass im Fall der Nichterfüllung des landesrechtlichen Anspruchs auf Verschaffung eines Kindergartenplatzes unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Erstattung der Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz besteht. Soweit das Oberverwaltungsgericht davon ausgegangen ist, das Bundesrecht sehe einen entsprechenden Anspruch vor und das Landesrecht folge dem, ist dies nicht zu beanstanden. Der bundesrechtliche Anspruch ergibt sich aus einer entsprechenden Anwendung des § 36a Abs. 3 Achtes Buch Sozialgesetzbuch. Dieser verleiht einen Anspruch auf Aufwendungsersatz, wenn bestimmte Ansprüche auf Jugendhilfeleistungen nicht erfüllt werden. Der Anspruch auf Übernahme der erforderlichen Aufwendungen setzt voraus, dass der Leistungsberechtigte den Träger der öffentlichen Jugendhilfe vor der Selbstbeschaffung über den Bedarf rechtzeitig in Kenntnis gesetzt hat, die Voraussetzungen für die Gewährung der Leistung vorgelegen haben und die Deckung des Bedarfs keinen zeitlichen Aufschub geduldet hat. Ob im vorliegenden Einzelfall die Voraussetzungen des Erstattungsanspruchs vorliegen, entzieht sich der revisionsgerichtlichen Kontrolle, weil es sich insoweit um die Anwendung von Landesrecht handelt.

BVerwG 5 C 35.12 - Urteil vom 12. September 2013

Vorinstanzen:
OVG Koblenz 7 A 10671/12 - Urteil vom 25. Oktober 2012
VG Mainz 1 K 98/11.MZ - Urteil vom 10. Mai 2012

06.09.2013

Tageseltern scheitern mit gerichtlichem Eilantrag gegen Dresdner Internetportal

Sieben Dresdener Tageseltern sind mit ihrem einstweiligen Rechtsschutzantrag gegen die Freischaltung des Internetportals der Landeshauptstadt Dresden fuer Kindertagesbetreuung gescheitert. Ihr Begehren, der Stadt den Betrieb einer Internetseite vorläufig zu untersagen, in dem die Kindertagespflege nicht gleichrangig mit den Kindertageseinrichtungen behandelt wird, hat das Verwaltungsgericht Dresden abgelehnt

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29.08.2013

Eilantrag von Eltern für einen Betreuungsplatz abgelehnt

Der Antrag, mit dem im vorläufigen Rechtsschutz­verfahren die Stadt Frankfurt am Main vorläufig bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache verpflichtet werden sollte, dem Antragsteller in einer wohnortnahen Tageseinrichtung ganztags von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr einen Kitaplatz zu gewähren und falls dies erfolglos sein sollte, hilfsweise die Stadt Frankfurt am Main im Wege des Eilrechtsschutz­verfahrens zu verpflichten, den Antragsteller an der Auswahl und Zuweisung eines Kitaplatzes in einem neuen vom Verwaltungsgericht anzuordnenden Vergabeverfahren zu beteiligen und zuzulassen, ist abzulehnen. Dies geht aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main hervor.

22.08.2013

Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg zur Pflegerlaubnis

Einer Tagesmutter im Landkreis Barnim wurde im Februar 2013 die Pflegeerlaubnis für 5 Kinder entzogen. Sie hatte ursprünglich angegeben, dass die Kinder sich sowohl im Wohn- wie auch im Schlafzimmer und in den Zimmern der eigenen Kinder aufhalten können. Nun haben sie nur noch ein Tagespflegezimmer in der Größe von 11,32 m2 zur Verfügung. Die Pflegeerlaubnis wurde auf 2 Kinder reduziert. Hiergegen wollte die Tagesmutter klagen und hat beim Verwaltungsgericht Rechtsschutz und Prozesskostenhilfe beantragt, die jedoch abgelehnt wurden. Der Beschluss des Verwaltungsgerichts wurde am 25. Juli 2013 durch das Oberverwaltungsgericht bestätigt.

Hierzu heißt es in der Begründung: „Das Verwaltungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass von kindgerechten Räumen unabhängig von den zur Verfügung stehenden Quadratmetern nur dann ausgegangen werden kann, wenn ausreichende Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder vorhanden sind, diese also einem eventuellen Bedürfnis nach ungestörtem Spiel oder einer Ruhepause auch außerhalb der allgemeinen Schlafenszeiten nachgehen können. Dass die derzeit von der Antragstellerin für die Tagespflege genutzten Räumlichkeiten bei der gleichzeitigen Betreuung von fünf Tagespflegekindern ausreichende Rückzugsmöglichkeiten in diesem Sinne bieten, ist auch unter Zugrundelegung des Beschwerdevorbringens nicht ersichtlich. Das Tagespflegezimmer weist lediglich eine Größe von 11,32 m² auf (vgl. Grundriss GA Bd. I Bl. 52), ist also, sofern mehrere Kinder darin spielen, erkennbar zu klein für einen Rückzug.“

Bad, Küche, Windfang und Flur seien keine geeigneten Spielflächen und Rückzugsmöglichkeiten und können nicht also solche genutzt werden. Laut Richtlinie des Landkreises Barnim ist als Richtwert eine Mindestspielfläche von 3,5 m² vorgesehen.

Quelle: Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 25. Juli 2013

OVG 6 S 17.13 / OVG 6 M 33.13

VG 6 L 31/13 Frankfurt (Oder)

15.08.2013

Bundesverband begrüßt Urteil des Oberverwaltungsgerichts NRW

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat bestätigt, dass die Kindertagespflege als gleichrangiges Angebot zur Kindertageseinrichtung zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf Förderung gemäß § 24 SGB VIII angesehen werden kann.
Dem Wunsch- und Wahlrecht der Eltern nach § 5 SGB VIII muss dann entsprochen werden, wenn die gewünschten Plätze zur Verfügung stehen, nicht aber eigens dafür geschaffen werden müssten.

Der Bundesverband für Kindertagespflege begrüßt dieses Urteil als Bestätigung der Rechtssystematik. Es weist die Kindertagespflege als adäquates Jugendhilfeangebot aus. 

14.08.2013

Oberverwaltungsgericht NRW hat beschlossen: Eltern können auf eine Tagesmutter / einen Tagesvater verwiesen werden

Der 12. Senat des Oberverwaltungsgerichts hat in einem Eilverfahren entschieden, dass Eltern eines unter drei Jahre alten Kindes auf eine Tagesmutter verwiesen werden können, und damit der Beschwerde der Stadt Köln gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 18. Juli 2013 stattgegeben.

Das Verwaltungsgericht hatte die Stadt Köln verpflichtet, dem unter drei Jahre alten Antragsteller entsprechend dem Wunsch seiner Eltern vorläufig einen Platz in einer der in der Nähe der elterlichen Wohnung gelegenen Kindertagesstätten zuzuweisen. Der ab dem 1. August 2013 bestehende Rechtsanspruch des Antragstellers auf U3-Betreuung sei weder dadurch erfüllt, dass die Stadt Köln ihm einen Platz in einer 5,8 km von seiner Wohnung entfernt gelegenen Kindertagesstätte zugewiesen habe, noch dadurch, dass ihm ein Platz bei einer wohnortnahen Tagesmutter angeboten worden sei. 

Das Oberverwaltungsgericht hat die Entscheidung des Verwaltungsgerichts geändert und zur Begründung ausgeführt: Eltern eines unter drei Jahre alten Kindes könnten zwar grundsätzlich zwischen den gleich geeigneten und gleichwertigen Arten der frühkindlichen Förderung in einer Kindertagesstätte und bei einer Tagesmutter wählen. Dem Wunsch der Eltern müsse allerdings nicht entsprochen werden, wenn in der gewünschten Betreuungsform kein Platz mehr vorhanden sei. Stehe ein freier Platz nur bei einer Tagesmutter und nicht in der von den Eltern gewünschten Kindertagesstätte zur Verfügung, erfülle der Träger der Jugendhilfe den Rechtsanspruch auf U3-Betreuung mit dem Angebot dieses freien Platzes. Ein Anspruch auf Kapazitätserweiterung bestehe nicht.

Der Senat konnte offen lassen, ob die Einschätzung des Verwaltungsgerichts zutrifft, in Ballungsräumen sei eine über fünf Kilometer von der Wohnung des Kindes entfernt gelegene Kindertagesstätte nicht mehr als wohnortnah zu qualifizieren. Er hat allerdings darauf hingewiesen, dass bei der abschließenden Prüfung, ob die U3-Betreuung in zumutbarer Entfernung zur Wohnung des Kindes liegt, eine pauschalierende Regelbeurteilung allein nicht ausreicht, sondern die konkreten Umstände des Einzelfalls in den Blick genommen werden müssen.

Der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts ist unanfechtbar.

Aktenzeichen: 12 B 793/13 

12.08.2013

Pressemitteilung des Bundesverbandes: Einseitige Berichterstattung zum Rechtsanspruch

Zum Inkrafttreten des Rechtsanspruchs sind viele Berichte in Presse, Funk und Fernsehen erschienen. Leider stellen sie oft nur die Kindertageseinrichtungen dar. Die Kindertagespflege wird, wenn überhaupt, häufig durch Negativbeispiele vorgestellt. 

Der Bundesverband hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben mit dem Titel: 

Einseitige Berichterstattung zum Rechtsanspruch

07.08.2013

Eckpunkte für die Perspektive der Kindertagespflege veröffentlicht

Der Bundesverband hat neue Eckpunkte für die Perspektive der Kindertagespflege verabschiedet und veröffentlicht. Die im Bundestag vertretenen Parteien wurden aufgefordert, hierzu Stellung zu nehmen und ihr Parteiprogramm zu dieser Thematik zu veröffentlichen. 

Die Antworten der Parteien können Sie vor der Bundestagswahl im September auf unserer Homepage lesen. 

01.08.2013

Rechtsanspruch tritt in Kraft

Heute tritt der Rechtsanspruch auf Förderung ab dem ersten Geburtstag in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege und auf die Zahlung eines Betreuungsgeldes in Kraft.

Zur Meldung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 

Zum Filmbericht des Bundesministeriums: Besuch der Ministerin in einer Kita und in einer Kindertagespflegestelle

Aus der Presse - eine Auswahl:

tagesschau.de
heute.de
Spiegel online
Die Zeit
Frankfurter Rundschau
Süddeutsche Zeitung
die Welt
Focus online
31.07.2013

Heute im Bundestag

Berlin: (hib/AW) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen verlangt Auskunft über die Kinder- und Familienpolitik der Bundesregierung. In einer Kleinen Anfrage (17/14387) will sie von der Regierung unter anderem wissen, welche Schritte sie unternommen hat, um neben dem quantitativen auch den qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung zu verbessern. Zudem erkundigt sie sich nach Maßnahmen zur Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften im Bereich des Steuer-, Adoptions- und Beamtenrechts, nach Maßnahmen zur Verbesserung des Elterngeldes und nach Initiativen zur Stärkung von Kinderrechten.

Hier geht's zur kleinen Anfrage

11.07.2013

Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes

 

WIESBADEN – Zum 1. März 2013 wurden rund 597 000 Kinder unter 3 Jahren in einer Kindertageseinrichtung oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege betreut. Dies waren gut 37 000 Kinder mehr als im Vorjahr. Das zeigen die ersten vorläufigen Ergebnisse zur Statistik der Kindertagesbetreuung des Statistischen Bundesamtes (Destatis). 

Auf dem Krippengipfel von Bund, Ländern und Kommunen wurde im Jahr 2007 das Ziel formuliert, bis zum 1. August 2013 insgesamt 780 000 Betreuungsplätze für unter 3-Jährige bereitzustellen. 

Bei den hier veröffentlichten Daten handelt es sich um vorläufige Ergebnisse der Statistik der Kinder- und Jugendhilfe. Gegenstand der Erhebung ist die Inanspruchnahme der Kindertagesbetreuung, das heißt, es wird auf die tatsächlich betreuten Kinder abgestellt. 

11.07.2013

Alternative Tagesmutter? Ausführlicher Beitrag auf tagesschau.de

Im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der neuesten Ausbauzahlen durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erschien u.a. ein interessanter Beitrag zur Kindertagespflege auf tagesschau.de

Hier geht's zu tagesschau.de

11.07.2013

Bundesfamilienministerium veröffentlicht aktuelle Länderzahlen zum Kita-Ausbau

Kristina Schröder begrüßte diese positive Entwicklung: "Diese insgesamt 813.000 Plätze werden teilweise erst im Laufe des Kita-Jahres 2013/2014 in Betrieb sein. Auf Basis der Zahlen, die uns die Länder zur Verfügung gestellt haben, dürfen wir aber fest davon ausgehen, dass zum Inkrafttreten des Rechtsanspruchs am 1. August 2013 zahlenmäßig nahezu ausreichend Kita-Plätze real in Betrieb sein werden. Der monatelange Endspurt der Länder und Kommunen beim Kita-Ausbau zahlt sich offenbar aus. Ich weiß, dass diese Kraftanstrengung nicht leicht war. Dafür möchte ich den Ländern und Kommunen ausdrücklich danken."

Bund unterstützt den Kita-Ausbau auch weiterhin

Die Bundesfamilienministerin bekräftigte, dass der Bund sein finanzielles Engagement auch nach dem 1. August 2013 natürlich nicht einstelle. So könnten weiterhin Plätze mit Bundesgeld gebaut werden. Dafür stünden noch 160 Millionen Euro aus den zwei Investitionsprogrammen des Bundes zur Verfügung. Außerdem unterstütze der Bund mit dem Auslaufen der Investitionsphase ab 2015 dauerhaft auch die Qualität der Kinderbetreuung mit jährlich 845 Millionen Euro.

Die aktuellen Zahlen finden Sie hier

05.07.2013

Bundesrat: "Betreuungsgeld für frühkindliche Bildung einsetzen"

Mit einer heute gefassten Entschließung fordern sie den Bund unter anderem auf, die Länder zur Erreichung der gemeinsamen bildungs- und wissenschaftspolitischen Ziele im Rahmen der verfassungsrechtlichen Kompetenzordnung zukünftig mitzusätzlichen Ressourcen zu unterstützen. So sollten zum Beispiel die finanziellen Mittel, die für das Betreuungsgeld auszugeben sind, vom Bund besser zur Finanzierung der frühkindlichen Bildung eingesetzt werden. Zudem bedürfe es einer zunehmend stärkeren finanziellen Beteiligung des Bundes beiden Ausgaben für Forschung und Entwicklung, um Deutschland zum weltweitenSpitzenreiter in diesem Bereich zu machen, so der Bundesrat. Entschließung des Bundesrates "Gute Bildung und gute Wissenschaft für Deutschland"Drucksache 556/13 (Beschluss)Aus der Pressemitteilung des Bundesrates 189/2013
04.07.2013

Kitas haben oft zu wenig Personal - "Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme" erschienen

Im bundesweiten Durchschnitt beträgt demnach der Personalschlüssel in Krippen 1:4,5. In den ostdeutschen Krippen jedoch betreut eine Vollzeitkraft rechnerisch sechs Ganztagskinder. Nach dem von der Bertelsmann Stiftung empfohlenen Personalschlüssel (1:3) sollte eine Erzieherin nur für halb so viele Kinder verantwortlich sein. Das einzige Land, das diese Empfehlung nahezu erfüllt, ist Bremen, wo eine Vollzeitkraft für 3,1 ganztags betreute Kinder verantwortlich ist. Die schlechteste Betreuungsrelation finden Eltern für ihre unter dreijährigen Kinder in Sachsen-Anhalt (1:6,5). "Der Westen hat nicht genug Krippenplätze, im Osten muss hauptsächlich mehr in Qualität investiert werden", sagte Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

Hier geht's zur Pressemitteilung und zum Länderreport

03.07.2013

Heute im Morgenmagazin

Im Morgenmagazin der ARD kam heute Inge Losch-Engler, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes, zu Wort. Der Beitrag ist in der Mediathek anzusehen.Szenen aus dem Film "Mein Kind bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater" liefen im Hintergrund.

Hier geht's zur Mediathek.

01.07.2013

Handbuch Öffentlichkeitsarbeit für Fachdienste und Fachberatung erschienen

Das Hessische Kindertagespflegebüro und das Hessische Sozialministerium haben eine hilfreiche und praktische Handreichung zur Öffentlichkeitsarbeit herausgegeben. Inge Michels und Christina Budde vermitteln Grundlagen und geben Tipps, wie man z.B. eine Presseerklärung erarbeitet, eine Pressekonferenz veranstaltet, wie Flyer gestaltet werden können uvm.

Mit Hilfe von Checklisten und Arbeitshilfen lassen sich diese Ideen leicht umsetzen.

Das Handbuch ist hier herunterzuladen. Weitere Informationen finden Sie beim Hessischen Kindertagespflegebüro (www.hktb.de)

28.06.2013

Grüne fordern Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren

 

Familie, Senioren, Frauen und Jugend/Antrag
Berlin: (hib/AW) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert von der Bundesregierung ein Sofortprogramm für Kommunen, um den am 1. August dieses Jahres in Kraft tretenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren in einer Kindertageseinrichtung oder in der Tagespflege gewährleisten zu können. Dieses Sofortprogramm, so argumentieren die Grünen in ihrem Antrag (17/14135), soll jenen Kommunen helfen, in denen der Bedarf an Plätzen deutlich über dem angenommenen Bedarf von durchschnittlich 35 Prozent liegt. Zudem verlangt die Fraktion ein umfangreiches Maßnahmenpaket, um die Qualität der Kinderbetreuung zu erhöhen. Dafür müssten unter anderem bundesweite qualitative Mindeststandards im Achten Sozialgesetzbuch festgeschrieben werden. Ebenso fordern die Grünen, dass alle in der Kindertagespflege tätigen Personen einen zertifizierten Qualifizierungskurs von 160 Unterrichtsstunden absolvieren müssen.

Um den quantitativen und qualitativen Ausbau der Kinderbetreuung zu finanzieren, wollen die Grünen vor allem das Ehegattensplitting durch eine Individualbesteuerung ersetzen und die Einführung des Betreuungsgeldes zum 1. August dieses Jahres rückgängig machen. Insgesamt soll der Bund nach dem Willen der Fraktion eine Milliarde Euro jährlich in den Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren investiert werden.

27.06.2013

SPD fordert Aktionsplan zur Absicherung des Rechtsanspruchs auf Kita-Platz

Berlin: (hib/AW) Nach dem Willen der SPD-Fraktion soll der am 1. August 2013 in Kraft tretende Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege für Kinder unter drei Jahren mit einem gemeinsamen Aktionsplan von Bund, Ländern und Kommunen abgesichert werden. In einem entsprechenden Antrag (17/14138) fordert die Fraktion die Bundesregierung zudem auf, den quantitativen und qualitativen Ausbau der frühkindlichen Betreuung und Bildung zu forcieren. Nach Ansicht der SPD soll der Bund zudem seinen Finanzierungsanteil an den Investitions- und den Betriebskosten von Betreuungseinrichtungen gemäß der tatsächlichen Entwicklung der Kosten und des Bedarfs erhöhen. Dies sei insbesondere aus Sicht der Städte und Gemeinden, die sich in einer finanziellen Notlage befinden und mit dem Ausbau überfordert sind, notwendig. Die Sozialdemokraten sprechen sich zudem dafür aus, auf die Einführung des Betreuungsgeldes zum 1. August dieses Jahres zu verzichten und die dafür eingeplanten Finanzmittel in den Ausbau der Betreuungsplätze zu investieren.
14.06.2013

Artikel über Tagesmütter und -väter bei Stiftung Warentest erschienen

Auf test.de/2013 ist ein Artikel über die Kindertagespflege erschienen. Der komplette Artikel ist für 0,75 € dort herunterzuladen.

Hier geht's zu Stiftung Warentest

11.06.2013

Petition zu Kindertagespflege im privaten Wohnraum eingereicht

Mit der Petition wird gefordert, dass die Kindertagespflege als freiberufliche Tätigkeit von Tagespflegepersonen im privaten Wohnraum ausdrücklich erlaubt wird.

Die Petition kann hier heruntergeladen und online mitgezeichnet werden.

 

28.05.2013

Bundesrat will Betreuungsgeld rückgängig machen

Berlin: (hib/AW) Der Bundesrat spricht sich gegen die Einführung des Betreuungsgeldes aus. Mit einem entsprechenden Gesetzentwurf (17/13112), den die Länderkammer in ihrer Sitzung am 22. März dieses Jahres mehrheitlich verabschiedete, soll das Gesetz zur Einführung des Betreuungsgeldes wieder aufgehoben werden. Nach Ansicht des Bundesrats setzt das Betreuungsgeld bildungs- und integrationspolitische Anreize, „weil es Kindern den Zugang zu frühkindlicher Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe verschließt“. Zudem werde damit ein finanzieller Anreiz gesetzt, die Erwerbstätigkeit von Eltern zu verringern. Dies sei auch gleichstellungspolitisch „ein Schritt in die falsche Richtung“, da vor allem Frauen davon betroffen seien. Das Betreuungsgeld konterkariere somit die Bemühungen von Bund und Ländern, dem Fachkräftemangel „durch eine stärkere Erwerbstätigkeit von Frauen zu begegnen“, heißt es in der Gesetzesbegründung.

Der Bundesrat spricht sich zudem dafür aus, die für das Betreuungsgeld eingeplanten Haushaltsmittel statt dessen in den weiteren Ausbau und die Qualität der Bildungs- und Betreuungsangebote für unter dreijährige Kinder einzusetzen.

(Quelle: Heute im Bundestag, 28.05.2013)

 

 

13.04.2013

Schlaglicht zum Rechtsanspruch erschienen

Ab dem 1. August 2013 gilt der Rechtsanspruch auf Förderung in einer Kindertageseinrichtung oder in Kindertagespflege für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres. Dazu haben wir einige Statements formuliert.

13.04.2013

Schlaglicht zu Methoden der Fortbildung erschienen

Die Anzahl der Bildungsanbieter, die für die Kindertagespflege Qualifizierungsseminare vorhalten, steigt. Offenbar gibt es jedoch bei der Auswahl von Form und Methoden Unsicherheiten, die zu sehr unterschiedlichen Resultaten führen.

Aus diesem Grund haben wir zu diesem Thema ein neues Schlaglicht herausgegeben.

 

12.04.2013

Der Bundesverband feiert sein 35jähriges Jubiläum

Der Bundesverband für Kindertagespflege ist 35 Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum wurde in Berlin im stilvollen Palais der historischen Kulturbrauerei im Stadtbezirk Prenzlauer Berg gefeiert.

Hier gibt's mehr vom Jubiläum - viel Spaß beim Ansehen!

04.04.2013

Heute im ZDF-Volle Kanne: Tagesmutter gesucht

In der heutigen Sendung "Volle Kanne" im ZDF war Inge Losch-Engler zum Thema "Tagesmutter gesucht" zu Gast.

Der Beitrag ist zu sehen unter ZDF - Volle Kanne.

23.03.2013

Heute in Spiegel online: Studie über Tagesmütter - Kein Job für Profis

Mit dem Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz ab August geraten auch die Tagesmütter ins Rampenlicht. Rund ein Drittel der Kleinkinder soll dort betreut werden - doch die Zahl der Plätze wächst nur langsam. Eine Studie sieht die schleppende Professionalisierung der Branche als Grund.

Hier geht's zum Artikel in Spiegel online.

(Anmerkung: Wir informieren sachlich über einschlägige Meldungen, auch wenn sie nicht die Meinung des Bundesverbandes wiedergeben. Sofern erforderlich nehmen wir Kontakt zu den verantwortlichen Redakteuren auf und stellen unseren fachpolitischen Standpunkt dar.)

22.03.2013

Gesetzentwurf beschlossen

Die Länder wollen mit einem heute beschlossenen Gesetzentwurf das Betreuungsgeldgesetz wieder aufheben, das der Bundestag im November 2012 verabschiedet hatte.


Der Gesetzentwurf wird zunächst der Bundesregierung übermittelt. Da der Bundesrat den Entwurf als besonders eilbedürftig bezeichnete, hat ihn die Regierung innerhalb von drei Wochen an den Bundestag weiterzuleiten. Dabei soll sie ihre Auffassung darlegen.

Hier geht's zum Gesetzentwurf.

19.03.2013

Gesetzentwurf zur Aufhebung des Betreuungsgeldgesetzes

Entwurf eines Gesetzes zur Aufhebung des Betreuungsgeldgesetzes

Antrag der Länder Niedersachsen, Baden-Württemberg, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein

Die antragstellenden Länder fordern, die für August 2013 geplante Einführung des Betreuungsgeldes wieder aufzuheben.

Aus ihrer Sicht wird das Betreuungsgeld den heutigen Bedingungen und Bedürfnissen für ein Leben mit Kindern nicht gerecht. Angesichts des hohen Investitionsbedarfs im Bereich der frühkindlichen Bildung und Betreuung liege es nahe, das vorgesehene Geld besser in die Infrastruktur für Kleinkinder zu investieren. Ziel müsse es sein, ein bedarfsgerechtes Angebot an qualitativ hochwertigen Plätzen für Kinder unter drei Jahren zu schaffen.

Die Vorlage wird in der Plenarsitzung des Bundesrates am 22. März 2013 vorgestellt. Es ist beantragt, auf Ausschussberatungen zu verzichten und direkt über die Einbringung des Gesetzentwurfs beim Deutschen Bundestag abzustimmen.

Hier geht's zur Drucksache 198/13

13.03.2013

4. KiföG-Bericht erschienen

Der vorliegende Bericht stellt den Ausbaustand des Betreuungsangebots für unter Dreijährige zum 1. März 2012 dar und behandelt  einzelne Fragestellungen der Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung. Er wurde am 13. März 2013 vom Bundeskabinett verabschiedet.

Der Bericht enthält Zahlen zum quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung, dem Betreuungsbedarf der Eltern und den Ausbauplänen der Kommunen. Erstmalig wird zudem auf die Zufriedenheit der Eltern mit der Kindertagesbetreuung ihrer Kinder eingegangen.

25.02.2013

Deutscher Landkreistag ist optimistisch

In seiner heutigen Pressemitteilung äußerte der Deutsche Landkreistag optimistisch: Die Landkreise sind gut gerüstet – von 356.000 erforderlichen Krippenplätzen fehlen lediglich 11.700

Hier geht's zur Pressemitteilung und weiteren Materialien des Landkreistages.

20.02.2013

Gesetze im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und in Kraft getreten

Das Gesetz zur zusätzlichen Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege und das Betreuungsgeldgesetz sind nun im Bundesegesetzblatt veröffentlicht und in Kraft getreten.

Auch die Verlängerung der Sonderregelung in der Krankenversicherung für Tagesmütter und Tagesväter ist nun verbindlich.

15.02.2013

Filme über die Kindertagespflege soeben erschienen

Was Sie schon immer über die Kindertagespflege wissen wollten – diese Filme zeigen es:

  • „Mein Kind bei einer Tagesmutter/einem Tagesvater“ (ca. 45 Min.)
  • „Wie werde ich Tagesmutter /Tagesvater?“ (ca. 20 Min.)

Die Deutsche Liga für das Kind, die Familien für Kinder gGmbH und der Bundesverband für Kindertagespflege wollen mit diesen Filmen den Alltag von Kindern bei Tagesmüttern und Tagesvätern zeigen.

Entstanden sind emotionale Szenen, die kleine Kinder beim Entdecken ihrer Welt zeigen, aber auch die innigen Beziehungen zwischen Kindern und Tageseltern dokumentieren. Interviews mit Experten ergänzen die Szenen aus dem Alltag der Kindertagespflege. Die Filme richten sich sowohl an Eltern, die nach einer Betreuungsform für ihr Kind suchen, als auch an Frauen und Männer, die sich für den Beruf interessieren.

Hier geht's zum Trailer.

Die Filme sind nun auf einer DVD erschienen und zum Preis von 12,00  zuzügl. Versandkosten zu bestellen unter www.kindertagespflege-film.de oder auf den Internetseiten der Herausgeber. 

Impressionen der Filmpremiere sehen Sie hier.

 

 

 

01.02.2013

Gesetzes zur zusätzlichen Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege beschlossen

Der Bundesrat hat mit heutiger Wirkung das Gesetz mit kleiner Änderung beschlossen. Das ist für Tagesmütter und Tagesväter vor allem in der Frage der Krankenversicherung relevant.

Aus der heutigen Pressemitteilung: "Der Bundesrat hat heute einem Gesetz zugestimmt, das die finanzielle Grundlage für 30.000 neue öffentlich geförderte Kinder-Betreuungsplätze bildet. Es setzt eine Vereinbarung von Bund und Ländern um, die hierfür erforderlichen Investitions- und Betriebskosten gemeinsam zu finanzieren. Für den Betreuungsausbau stellt das Gesetz daher rund 580 Millionen Euro zur Verfügung. An den Betriebskosten wird sich der Bund für das Jahr 2013 mit 18,75 Millionen Euro beteiligen. Dieser Betrag soll bis zum Jahr 2015 auf 75 Millionen steigen.
Die Vereinbarung sollte ursprünglich bereits im Dezember letzten Jahres umgesetzt werden. Der Bundesrat verweigerte jedoch dem "Gesetz zur innerstaatlichen Umsetzung des Fiskalvertrags", das die Regelung enthielt, am 14. Dezember 2012 die erforderliche Zustimmung. Daher beriet der Bundestag die Finanzierungsfragen in einem neuen Gesetz".

 

 

31.01.2013

Bundesfamilienministerium und KfW starten Kreditprogramme zum Kita-Ausbau

Bundesfamilienministerium und KfW starten Kreditprogramme zum Kita-Ausbau

350 Millionen Euro KfW-Kredite für den Ausbau von Kitas

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die KfW Bankengruppe starten morgen (Freitag) zwei neue, zinsgünstige Förderprogramme für den Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten. Hierfür stehen von 2013 bis 2015 KfW-Kredite im Umfang von 350 Millionen Euro für Kommunen und andere Träger von Kindertagesstätten zur Verfügung. Das Bundesfamilienministerium unterstützt das Vorhaben mit einer Zinsverbilligung. Die Förderung ist Bestandteil des Zehn-Punkte-Plans der Bundesregierung "Kindertagesbetreuung 2013".

Darlehen aus dem Programm "IKK - Kita-Ausbau" stehen für Kommunen bereit; sie beantragen die Darlehen direkt bei der KfW. Kommunale und gemeinnützige Unternehmen, natürliche Personen und andere Investoren, die als Träger der öffentlichen oder freien Jugendhilfe bzw. als Tagespflegepersonen in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege betraut sind, beantragen Darlehen über das Programm "IKU - Kita-Ausbau" bei ihren Hausbanken. Die Endkreditnehmer-Zinssätze beginnen beim IKK bei 0,10 Prozent p. a. und beim IKU bei 1,00 Prozent p. a.

Zu den förderfähigen Investitionen gehören der Neubau-, der Umbau-, Umwandlungs-, Sanierungs-, Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie Ausstattungsinvestitionen. Auch der Erwerb von Gründstücken und Immobilien, um neue Kitas für Kinder unter drei Jahren zu errichten, sind förderfähig.

Daneben können die Akteure in der Kinderbetreuung zur Finanzierung der geplanten Investitionen auf die bestehenden kommunalen und gewerblichen Förderprogramme der KfW zurückgreifen, wie z. B. auf die Programmfamilien "IKK - Investitionskredit Kommune" und "IKU - Investitionskredit Kommunale und Soziale Unternehmen".

Detaillierte Informationen zu den neuen Förderprogrammen finden Sie unter www.kfw.de/inlandsfoerderung.

29.01.2013

Tagesväter im Einsatz - Radiobeitrag im Deutschlandfunk

 

 

Hier geht's zum Beitrag:

Kampf gegen Klischees, aber ein ausgefüllter Arbeitstag - Tagesväter im Einsatz

Sendezeit: 29.01.2013 14:24

Autor: Siebert, Daniela

Programm: Deutschlandfunk

Sendung: Deutschland heute

Länge: 04:40 Minuten

22.01.2013

Rundfunkgebühren auch für die Kindertagespflege?

Seit 01.01.2013 gilt eine neue Regelung für die Zahlung von Rundfunkgebühren. Diese gilt im Besonderen auch für Tagesmütter und Tagesväter in extra angemieteten Räumen. Zu zahlen sind in diesem Fall die reduzierten Gebühren von 5,99 € für Kleinunternehmer.

Weitere Informationen finden Sie unter : http://www.rundfunkbeitrag.de/unternehmen-und-institutionen/

Tagesmütter und Tagesväter, die in ihrer eigenen Wohnung Kinder in Tagespflege betreuen, zahlen nur den üblichen Beitrag für Privathaushalte in Höhe von 17,98 €. Es fallen keine zusätzlichen Gebühren an.


 

15.01.2013

Neuer Gesetzentwurf im Bundestag eingebracht

Die Regierungsparteien haben einen neuen Gesetzentwurf im Bundestag eingebracht mit dem Titel: Entwurf eines Gesetzes zur zusätzlichen Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege

Hierin ist u.a. auch die Verlängerung der Sonderregelung für die Krankenversicherung für Tagesmütter und Tagesväter enthalten. Der Gesetzentwurf soll zügig beraten werden und kann eventuell schon zum März diesen Jahres in Kraft treten.

Gesetzentwurf

15.01.2013

Gutachten zum Rechtsanspruch erschienen

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat heute eine Pressemitteilung zur Veröffentlichung eines Rechtsgutachtens zum Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz herausgegeben. Hier ist unter anderem von Schadensersatz die Rede.

Eltern, die einen Platz bei einer Tagesmutter/Tagesvater oder in einer Kindertageseinrichtung suchen und diesem Bedarf nicht entsprochen werden kann, haben die Möglichkeit zu klagen.

Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung des Deutschen Städte- und Gemeindebunds

Pressemitteilung

Auch das Deutsche Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V. (DIJuF) hat als Rechtsgutachten 70 Thesen erstellt.

70 Thesen zum Umfang und zu den Grenzen des Rechtsanspruchs U3


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Kindertagespflege-Film