Aktuelles

12.11.2019
Fachpolitischer Dialog im Deutschen Bundestag

Der Bundesverband für Kindertagespflege hat am 23.10.2019 einen Fachpolitischen Dialog mit vier Abgeordneten des Deutschen Bundestages zu Themen und Belangen der Kindertagespflege veranstaltet.

Eingeladen waren Sönke Rix (SPD), Maik Beermann (CDU), Matthias Seestern-Pauly (FDP) und Norbert Müller (Linke) um mit Vertreterinnen und Vertretern der Kindertagespflege, Mitgliedern des Vorstandes des Bundesverbandes und weiteren Interessierten über Themen wie Vergütung, Rentenversicherung, Mieten für Räumlichkeiten sowie den Ausbau der Kindertagespflege zu sprechen.

Danach gefragt, was die jeweiligen Parteien in der aktuellen Legislaturperiode für die Kindertagespflege tun wollen, antworteten die Abgeordneten mit kleinen Statements. Sie können diese über unseren Youtube-Kanal ansehen.

Statements ansehen

21.10.2019
Bericht der Studie: Gute gesunde Kindertagespflege - GuT - erschienen

Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, einigen Unfallkassen und der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsberufe und Wohlfahrtspflege (BGW) wurde von der Alice-Salomon-Hochschule unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Viernickel in Kooperation mit dem Bundesverband für Kindertagespflege diese interessante Studie in den Jahren 2017/2018 durchgeführt.

Die Auswertung der Ergebnisse liegt nun als Bericht vor und kann hier heruntergeladen werden (7,1 MB).

Datei-Download
26.09.2019
Neue Statistik: Mehr Kinder in Kindertagespflege und mehr Kindertagespflegepersonen

Die Anzahl der Kinder in Kindertagespflege ist auch in 2019 wieder angestiegen: Am 01.03. wurden insgesamt 171.682 Kinder von 44.734 Tagesmüttern und Tagesvätern betreut, 553 Personen (+1,3%) mehr als im Vorjahr. Vor allem bei den Kindern im Alter bis drei Jahre war der Anstieg um 6793 auf 132.361 erheblich.

In der Relation bedeutet dies, dass die Anzahl der betreuten Kinder pro Kindertagespflegeperson wieder angestiegen ist (auf nunmehr durchschnittlich 3,8).

Mehr Infos unter destatis.de.

 

18.09.2019/ 20.09.2019
Bundesrat berät über die geplante Impfpflicht gegen Masern

Demnach soll die Kindertagespflege nicht grundsätzlich als "Gemeinschaftseinrichtung" im Sinne des Infektionsschutzgesetzes angesehen werden. Das ist vor allem in Hinblick auf die Auswirkungen auf die Lebensmittelhygiene und die allgemeinen Hygienevorschriften relevant. Ansonsten müssten die strengeren Auflagen, die für Kindertageseinrichtungen gelten, auch auf die Kindertagespflege angewendet werden.

Hier geht's zu den Empfehlungen

Den Beschluss des Bundesrates finden Sie hier

Eine Videodokumentation der Sitzung können Sie hier ansehen. 

Nach diesem Beschluss wird das Gesetz wieder im Bundestag beraten und verabschiedet. Es soll zum 01.03.2020 in Kraft treten. 

12.09.2019
45.000 Zertifikate "Qualifizierte Kindertagespflegeperson"

Die Vorsitzende des Bundesverbandes Kindertagespflege hat das 45.000. Zertifikat in Anwesenheit der Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese, übergeben. Sie sprach zu den Kindertagespflegepersonen wertschätzende Worte und betonte: "Mit den immer anspruchsvolleren Herausforderungen der Tätigkeit als Kindertagespflegeperson – ich nenne nur die Stichworte Kinderschutz, Datenschutz oder Business-Plan – werden auch die Grundqualifikation und die Fortbildung immer wichtiger und umfangreicher".

Gegenüber der Sozialministerin äußerte sie sich anerkennend: "Der Bundesverband für Kindertagespflege begrüßt ausdrücklich, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern sich als eines der ersten Bundesländer auf den Weg gemacht hat, die 300 UE nach dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege zum Standard der Qualifizierung zu machen. Damit wird Mecklenburg-Vorpommern das erste deutsche Flächenland sein, dass diesen Standard umsetzt".

Der Bundesverband kooperiert bundesweit mit ca. 350 Bildungsträgern, die die Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen nach dem QHB oder dem DJI-Curriculum durchführen.

15.08.2019
Neues Bilderbuch zur Kindertagespflege erschienen

In den Projekten des Bundesverbands Kindertagespflege „Demokratie und Partizipation von Anfang an“ und „Begleitung und Beratung zur Umsetzung des QHBs und des Bundesprogramms „ProKindertagespflege““ ist ein neues Bilderbuch zum Thema Partizipation entstanden.

Das Buch heißt „Wir besuchen die Kaninchen“ und handelt von einem gemeinsamen Ausflug mit der Tagesmutter zum Kinderbauernhof.

Alle Kinder werden darin selbstverständlich im Alltag und an den Vorbereitungen des Ausflugs beteiligt, sie können wiedererkennen, was sie in der eigenen Kindertagespflegestelle erleben.  

Wie auch das erste Bilderbuch von Kirsten Höcker „Willkommen in der Kindertagespflege“ lädt das Buch Kinder, Kindertagespflegepersonen und Eltern zum Entdecken und Erzählen ein.

Das Buch wird voraussichtlich Mitte September erscheinen, die Auslieferung kann sich über mehrere Wochen erstrecken. Vorbestellungen sind ab sofort möglich.

zur Bestellung

15.08.2019
Bilderbuch, Broschüre und Materialien in unterschiedlichen Sprachen wieder aufgelegt

Das Bilderbuch "Willkommen in der Kindertagespflege", die Broschüre "Ein Ort, an dem es Kindern gut geht" und Flyer in unterschiedlichen Sprachen konnten durch eine finanzielle Unterstützung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wieder aufgelegt und nachgedruckt werden.

10.000 Bilderbücher konnten bereits verteilt werden. Diese neue Auflage umfasst 3.000 Stück. Es wird ab Mitte September wieder verfügbar sein, die Auslieferung kann sich über mehrere Wochen erstrecken. Sie können bereits jetzt eine Bestellung aufgeben.

Die Flyer und die Broschüre sind ab sofort erhältlich.

Sowohl das Bilderbuch wie auch die Flyer und die Broschüre sind kostenfrei, es fallen lediglich Versandkosten an.

Klicken Sie hier, um die Bestellung aufzugeben

18.07.2019
Masernschutzgesetz gilt auch für die Kindertagespflege

Gestern wurde im Bundeskabinett der Gesetzentwurf für ein Masernschutzgesetz beschlossen. Im ersten Entwurf war dieses nur auf Kindertageseinrichtungen und Schulen ausgerichtet. Dazu hat der Bundesverband dem Bundesministerium für Gesundheit gegenüber eine Stellungnahme abgegeben. Nun ist die Kindertagespflege auch mit eingeschlossen.

Kinder sollen vor Aufnahme oder spätestens 4 Wochen nach Aufnahme über einen entsprechenden Impfschutz verfügen.

Kindertagespflegepersonen werden verpflichtet, den Impfstatus des Kindes zu erfragen. Sollte der Impfschutz nicht rechtzeitig vorhanden sein, soll die Kindertagespflegeperson dieses an das Gesundheitsamt melden. Das Gesundheitsamt wendet sich dann an die Eltern.

Das Jugendamt kann im Rahmen der Erlaubniserteilung nach §43 SGB VIII bestimmen, dass auch Kindertagespflegepersonen selbst eine Masernschutzimpfung vorweisen. 

Kinder und Kindertagespflegepersonen, die aufgrund gesundheitlicher Bedenken nicht geimpft werden können, sind von der Verpflichtung der Masernschutzimpfung ausgenommen.

Lesen Sie hier die Stellungnahme des Bundesverbandes.

Den Kabinettsentwurf des Masernschutzgesetzes finden Sie hier.

 

Datei-Download
20.06.2019
Kindertagespflege nun auch im Hauptausschuss des Deutschen Vereins vertreten

Bei der gestrigen Mitgliederversammlung ist die Bundesvorsitzende des Bundesverbandes für Kindertagespflege, Inge Losch-Engler, in den Hauptausschuss des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge gewählt worden. Damit ist die Kindertagespflege auch in diesem wichtigen Gremium des deutschlandweit tätigen Verbandes vertreten.

Der Hauptausschuss hat bis zu 220 Mitglieder aus den kommunalen Spitzenverbänden, der Freien Wohlfahrtspflege, den Bundesländern sowie der Wissenschaft, Praxis und Politik. Der Hauptausschuss des Deutschen Vereins trifft sich einmal im Jahr, um u.a. die Mitglieder des Präsidiums zu wählen. Wie die Mitgliederversammlung widmet sich auch die Hauptausschusssitzung immer einem aktuellen fachlichen Thema.

Im Deutschen Verein erarbeiten Vertreter*innen der Kommunen, der Freien Wohlfahrtspflege, der Bundes- und Landesregierungen, der Wissenschaft und aus weiteren Organisationen und Institutionen gemeinsam Konzepte, Empfehlungen und Stellungnahmen. Er wird bei Gesetzgebungsverfahren angehört und berät die Politik.

13.06.2019
Was bleibt?! Broschüre für Kindertagespflegepersonen neu überarbeitet

Die Broschüre mit Tipps und Informationen zur Besteuerung des Einkommens für Kindertagespflegepersonen und die sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen sind nun in der 8. Auflage erschienen.

Die Broschüre wird gemeinsam mit dem Deutschen Verein und dem Paritätischen Gesamtverband herausgeben und kann hier heruntergeladen werden.

Datei-Download
17.05.2019
Aktionswoche war erfolgreich

In der Aktionswoche haben 172 höchst unterschiedliche Aktivitäten stattgefunden, vom Tag der offenen Tür in Kindertagespflegestellen über Fachtage bis zu Vorträgen und Info-Veranstaltungen in Fußgängerzonen. Tausende von Kindertagespflegepersonen, zahlreiche Fachberatungen und Jugendämter haben sich beteiligt. Der Bundesverband hat Kenntnis von 52 Medienberichten, wobei es sicher noch weitere gab, die uns nicht bekannt gemacht wurden. Der Bundesverband dankt allen, die mitgemacht haben.

Lesen Sie dazu auch unsere Pressemitteilung.

Mehr Informationen finden Sie unter www.aktionswoche-kindertagespflege.de . Dort finden Sie auch eine zusammenfassende Dokumentation.

Die nächste Aktionswoche findet statt vom 11.-16. Mai 2020. Wir freuen uns, wenn Sie (wieder) dabei sind.

Datei-Download
29.04.2019
Pressemitteilung: Aktionswoche zur Kindertagespflege startet am 6. Mai

Vom 6. -12. Mai 2019 startet zum zweiten Mal die Aktionswoche des Bundesverbandes für Kindertagespflege unter dem Motto „Gut betreut in Kindertagespflege“. In ganz Deutschland werden Kindertagespflegepersonen ihre Räume öffnen und ihre Arbeit präsentieren. Auch Fachberater*innen, Jugendämter und freie Träger werden verschiedene Aktionen durchführen und Veranstaltungen anbieten. Ziel ist es, die Kindertagespflege bekannter zu machen und die Arbeit der Tagesmütter und Tagesväter vorzustellen. Alle Aktionen werden auf der Homepage des Bundesverbandes unter Aktionswoche dokumentiert. In der beiliegenden Presseerklärung finden Sie weitere Informationen sowie ein Foto, auf dem Bundesvorsitzende Inge Losch-Engler und Bundesgeschäftsführer Heiko Krause zwei Großplakate zur Aktionswoche symbolisch anbringen. 

Sehen Sie hier die Enthüllung des Plakats im Video

 

Datei-Download
11.04.2019
Betreuungsvertrag ab sofort wieder erhältlich!

Der Bundesverband für Kindertagespflege gibt seit vielen Jahren eine Vertragsvorlage heraus, die als Grundlage für die vertraglichen Vereinbarungen zwischen Kindertagespflegepersonen und Eltern dient. Sie wurde nun grundlegend überarbeitet und ergänzt, z.B. mit den Vereinbarungen zum Datenschutz uvm.

Der Betreuungsvertrag kann zum Preis von 7,50 € zuzüglich Versandgebühren bestellt werden.

Vertrag bestellen

 

 

12.03.2019
Einladung zur Fachtagung

„Und jetzt auch noch Partizipation?!“ Die Rolle der Fachberatung in der Kindertagespflege


In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung findet am 19. Juni 2019 ein Fachtag für Fachberater*innen in Berlin statt.

Fachberater*innen im System Kindertagespflege haben eine hohe Bandbreite von Aufgaben zu erfüllen: Sie informieren und beraten (angehende) Kindertagespflegepersonen und Eltern, vermitteln Kindertagespflegeplätze, unterstützen in Konfliktfällen, stellen die Eignung fest, organisieren Fortbildungen bzw. bilden selbst fort und vieles mehr.
Demokratische Partizipation ist ein Querschnittsthema, das viele dieser Aufgaben der Fachberatung betrifft. Sie ist Inhalt der pädagogischen Begleitung und Beratung von Eltern und Kindertagespflegepersonen, berührt aber auch die eigene Position und Entscheidungsspielräume im Beruf. Mitunter steht sie auch in einem Spannungsverhältnis zur Fach- und Dienstaufsicht. Der Fachtag für Fachberater*innen widmet sich dem Thema mit seinen verschiedenen Facetten.

Hier geht's zum Programm.

Anmeldungen sind online möglich, bis 15.05.2019 direkt bei der Friedrich-Ebert-Stiftung unter diesem Link.

28.02.2019
Hälftige Erstattung der gesamten Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung auch, wenn der Ehemann privat versichert ist

Jugendämter müssen selbstständigen Tagesmüttern und -vätern die Hälfte ihrer Aufwendungen für eine freiwillige gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung erstatten und dürfen sie nicht um Aufwendungen für Beitragsanteile kürzen, die rechnerisch auf die im Rahmen der Beitragsbemessung angerechneten Einnahmen ihres Ehe- oder Lebenspartners zurückzuführen sind. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden.

Lesen Sie mehr unter:

Urteil vom 28. Februar 2019 - BVerwG 5 C 1.18 -

Verfahrensinformation zu 5 C 1.18

05.02.2019
Neu Ausgabe von "KomDat" erschienen

"KomDat" - die kommentierten Daten der Kinder- und Jugendhilfe" ist in der neuesten Ausgabe wieder mit interessanten Themen erschienen.
- Ausgabenanstieg in der Kinder- und Jugendhilfe
- Anhaltendes Personalwachstum in der Kindertagesbetreuung
- Immer früher und immer länger - Einstiegsalter und Verweildauer in Kindertagesbetreuung
und weitere Themen finden Sie hier:

KomDat Heft 3/2018

01.02.2019
Neues Bundesprogramm "ProKindertagespflege" ist gestartet

Anlässlich ihres Besuches einer Kindertagespflegestelle in Berlin hat Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey am 1. Februar das neue Bundesprogramm "ProKindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt" vorgestellt. Mit den jährlich bis zu 150.000 Euro, die das Bundesfamilienministerium pro Standort zur Verfügung stellt, werden 43 Standorte in ganz Deutschland Koordinierungsstellen zur Unterstützung der Tagespflegestellen vor Ort einrichten. Außerdem wird die Qualifizierung nach dem Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) finanziert.

Hier geht's zur Pressemitteilung des BMFSFJ.

21.12.2018
Das ändert sich in 2019

Krankenversicherung

Durch das GKV Versichertenentlastungsgesetz können Kindertagespflegepersonen als hauptberuflich selbstständig Tätige in der gesetzlichen Krankenversicherung mit oder ohne Krankengeldversicherung versichert sein. Für 2019 gilt als neue Mindestbeitragsbemessungsgrenze 1.038,33 €. Diejenigen, die über diesem Betrag mit ihrem steuerpflichtigen Einkommen liegen, zahlen einen Beitragssatz inklusive Krankengeld (und Mutterschaftsgeld) von 14,6%. Wer die Krankenversicherung ohne Krankengeld wählt, zahlt wie bisher 14%. Die Hälfte davon übernimmt nach wie vor der öffentliche Jugendhilfeträger bei einer Finanzierung über §23 SGB VIII. Weiterhin wird der Zusatzbeitrag von ca. 1% von der Krankenkasse erhoben.

Wer nur in geringem zeitlichem Umfang Kinder in Tagespflege betreut und ein steuerpflichtiges Einkommen von unter 445,00 € pro Monat erzielt, kann als Verheiratete*r in der Familienversicherung mitversichert sein, wenn der*die Ehepartner*in in der gesetzlichen Krankenversicherung Mitglied ist. Laut Auskunft des GKV Spitzenverbandes kann davon ausgegangen werden, dass sich für diejenigen, die bisher in der Familienversicherung mitversichert sein konnten, voraussichtlich nichts ändern wird. Dennoch wird jeder Einzelfall neu geprüft werden. Für Familienversicherte ist eine Krankengeldversicherung nicht möglich, auch Mutterschaftsgeld kann nicht beansprucht werden.

Weitere Informationen zu den neuen Regelungen in der Krankenversicherung finden Sie in unserem neuen Schlaglicht sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen auf unserer Homepage.

 

Pflegeversicherung

Der Beitragssatz für die Pflegeversicherung liegt in 2019 bei 3,05 % bzw. 3,3 % für diejenigen, die keine eigenen Kinder haben. Die konkreten Beträge sind mind. 31,67 € bzw. 34,26 €. Die Hälfte davon erstattet der öffentliche Jugendhilfeträger.


Rentenversicherung

Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung bleibt bei 18,6 %. Gesetzlich rentenversicherungspflichtig ist, wer ein steuerpflichtiges Einkommen von mehr als 450,00 € durchschnittlich pro Monat erzielt. Auch davon erstattet der öffentliche Jugendhilfeträger die Hälfte. Wer weniger verdient oder sozialversicherungspflichtige Angestellte (mehr als Minijob) beschäftigt, ist nicht rentenversicherungspflichtig. 


Einkommensteuer

Erst ab einem steuerpflichtigen Jahreseinkommen von 9.168,00 € bzw. zusammen 18.236,00 € bei Verheirateten muss überhaupt Einkommensteuer gezahlt werden. Die Steuererklärung muss bis zum 31.07. für das Jahr 2018 abgegeben werden.

Um Sicherheit im Umgang mit den rechtlichen Rahmungen zu erlangen und der Praxis entsprechende Informationen zur Verfügung zu stellen, gibt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die "Fakten und Empfehlungen zu den Regelungen in der Kindertagespflege" heraus.

Die aktuelle Version vom 01.01.2019 finden Sie hier.

13.12.2018
Schlaglicht Nr. 14 zur Krankenversicherung erschienen

Zum 01.01.2019 tritt das GKV Versichertenentlastungsgesetz in Kraft. Zum Thema Krankenversicherung für Kindertagespflegepersonen hat der Bundesverband ein neues Schlaglicht herausgegeben, in dem wesentliche Informationen zu diesem Thema aufgegriffen werden. Weitere Informationen und häufig gestellte Fragen finden Sie auf unserer Homepage

Das Schlaglicht Nr. 14 können Sie hier herunterladen. 

Datei-Download
05.11.2018
Anhörung im Bundestag zum Gute-KiTa-Gesetz

Das Gesetz trägt jetzt den offiziellen Titel: Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung (KiQuTG). Der Entwurf ist unter der Bundestagsdrucksachen-Nummer Drs. 19/4947 veröffentlicht. Von Seiten der angehörten Sachverständigen wurde einige Kritik geäußert. Der Bundesverband für Kindertagespflege gehörte auch zu den geladenen Experten.

Verbände und Sachverständige gaben vorab schriftliche Stellungnahmen ab. Sie können auf der Internetseite des Bundestages angesehen und heruntergeladen werden.

19.10.2018
Neues Bundesprogramm "ProKindertagespflege" startet zum 01.01.2019

Nach dem Motto Qualifiziert Handeln und Betreuen soll die Kindertagespflege auch zukünftig gestärkt und weiterentwickelt werden. Zum Januar 2019 startet das BMFSFJ daher das neue Bundesprogramm „ProKinder-tagespflege“.

Vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 unterstützt das Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ gezielt die Profilierung der Kindertagespflege im kompetenten System der Kindertagesbetreuung: Die Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen und die Rahmenbedingungen für ihre Tätigkeit werden verbessert.

Das Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ sieht die Förderung in drei Modulen vor:
Modul 1: Koordinierungsstelle zur Profilierung der Kindertagespflege
Modul 2: Verbesserung der Qualifizierung durch die Umsetzung des Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuchs (QHB)
Modul 3: Verbesserung der Tätigkeitsbedingungen in der Kindertagespflege.

Kommunen, die Kindertagespflegepersonen nach dem QHB (weiter-)qualifizieren möchten, können Fördermittel über das Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ beantragen. Antragsteller können auch freie Träger sein.

Nähere Informationen, die Förderrichtlinien und Antragsformulare finden Sie auf der Internetseite www.fruehe-chancen.de

17.10.2018
Zahl der Kinder und Kindertagespflegepersonen gestiegen - neue Statistik von 2018 erschienen

Das Statistische Bundesamt (destatis) hat die neuesten Zahlen vom 01.03.2018 bekannt gegeben. Mit nunmehr 167.638 Kindern in Kindertagespflege stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 5.243. Die Anzahl der Kinder unter drei Jahren stieg von 118.728 um 6.894 auf 125.622. Besonders stieg die Anzahl der Kinder in NRW, Berlin, Sachsen und Schleswig-Holstein. Die Anzahl der Kindertagespflegepersonen stieg um 226 auf 44.181. Die Anzahl der männlichen Kindertagespflegepersonen ist gesunken.

Kindertagespflegestellen mit 1 oder 2 Kindern nehmen weiter ab, mit 4 oder 5 Kindern nehmen zu. Auch die Anzahl der Großtagespflegestellen und Personen, die in Großtagespflegestellen tätig sind, werden mehr. 

Die gesamte Statistik mit differenzierten Angaben zum Alter der Kinder, Betreuungszeiten uvm. sowie zu den persönlichen Merkmalen der Kindertagespflegepersonen, dem Betreuungssetting usw. finden Sie auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes.

09.10.2018
GuT - Gute gesunde Kindertagespflege: Abschlusstagung am 14.12.2018

Das Forschungsprojekt "GuT - Gute gesunde Kindertagespflege" wurde von der Alice-Salomon-Hochschule in Kooperation mit dem Bundesverband für Kindertagespflege durchgeführt. Nun werden am 14.12.2018 in Leipzig die Ergebnisse zu den Gesundheitsbedingungen und -faktoren in der Kindertagespflege präsentiert. Dazu wurden u.a. Kindertagespflegepersonen und Eltern nach ihren Erfahrungen, den Alltagsbedingungen und Risikofaktoren befragt.

Die Anmeldung zur Abschlusstagung ist ab sofort möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Erfahren Sie hier mehr über diese Veranstaltung. 

Datei-Download
19.09.2018
Gute-KiTa-Gesetz ist auf dem Weg

Am 19. September hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung, das sogenannte Gute-KiTa-Gesetz, verabschiedet. Der Bundesverband für Kindertagespflege hat dazu eine Stellungnahme abgegeben.

Lesen Sie hier mehr zum Gute-KiTa-Gesetz, auch der Entwurf des Gesetzestextes ist beim BMFSFJ zu finden.

Die Stellungnahme des Bundesverbandes für Kindertagespflege kann hier heruntergeladen werden.

Datei-Download
29.08.2018
Ländermonitor aktualisiert

Die Bertelsmann-Stiftung hat ihren diesjährigen Ländermonitor veröffentlicht. Darin sind genaue Analysen der statistischen Daten der Kindertagesbetreuung in den einzelnen Bundesländern zu finden. Grundlage für den diesjährigen Ländermonitor bilden die Daten vom 1. März 2017. Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind zu Anfang November zu erwarten.

Zum Ländermonitor der Bertelsmann-Stiftung

14.08.2018
Anhörung der Verbände zum Gute-KiTa-Gesetz

Bei der Verbändeanhörung im Bundesfamilienministerium am 13. August 2018 zum „Gute KiTa-Gesetz", an der rund 50 Verbände teilnahmen, war auch der Bundesverband für Kindertagespflege vertreten. Aus Sicht des Bundesverbandes ist die Kindertagespflege im Gesetz zwar „mitgedacht und eingebracht“ worden, aber in der Umsetzung wird den Ländern zu viel Spielraum eingeräumt. So könnten Länder aus den neun Handlungsfeldern, von denen die Kindertagespflege Handlungsfeld 8 darstellt, Maßnahmen auf ein oder mehrere beschränken. Es könnte also z.B. ein Bundesland die gesamten zur Verfügung gestellten Finanzmittel in die Befreiung der Eltern von Beiträgen investieren und keinen Euro in die Qualitätsverbesserung in Kita und Kindertagespflege. Der Bundesverband fordert, dass die Bundesländer Maßnahmen in allen Handlungsfeldern nachweisen müssen. Das Ziel des Gesetzes ist die Verbesserung der Qualität. Dies sollte Priorität vor der Entlastung der Eltern haben.

Bisher unklar sind auch die Kriterien für die von den Ländern vorzunehmende Qualitätsanalyse. Der Bundesverband spricht sich für klare, vergleichbare Kriterien aus, die der Bund durchsetzen müsse. Unterschiedliche Kriterien führen zu nicht vergleichbaren Resultaten, die dem Ziel des Gesetzes einer besseren Vergleichbarkeit zuwiderlaufen.

Drittens ist das Finanzvolumen insgesamt für die Erreichung aller im Gesetz genannten Ziele zu gering. Der Bundesverband anerkennt und unterstützt die Bemühungen des Bundesfamilienministeriums gegenüber dem Finanzministerium. Im Vergleich zu den im Zwischenbericht mit den Ländern vereinbarten Zielen greift der voriiegende Gesetzesentwurf allerdings zu kurz. 

Die Stellungnahme des Bundesverbandes finden Sie hier

Den Gesetzesentwurf finden Sie hier

08.08.2018
Standards für die Praxis von haushaltsnahen und personenbezogenen Dienstleistungen erschienen

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) erarbeitet sog. "DIN-Spezifikationen" (DIN SPEC) für Leistungen, die nicht durch DIN-Normen genormt werden können.

In 2015 wurde die DIN SPEC 77003 für die Information, Beratung und Vermittlung von haushaltsnahen und personenbezogenen Dienstleistungen veröffentlicht. Hierzu zählen vor allem Haushaltsdienstleistungen wie Reinigungsdienste usw. sowie Betreuungsdienste für pflegebedürftige Menschen und Kinderbetreuung. 

Nun wurde die DIN SPEC 77004 veröffentlicht, die die Standards für die Erbringung der Dienstleistung, also für die Praxis beschreibt. Hierzu gehört auch die pädagogische Praxis in der Kinderbetreuung. 

Weil die Standards für alle Zielgruppen gelten sollten und der Umfang durch die Vorgaben des DIN beschränkt ist, konnten lediglich einige Basisanforderungen beschrieben werden. Sie können als Grundlage für die Erarbeitung eines Qualitätskatalogs dienen.

Beide Dokumente können kostenfrei über den Beuth-Verlag bezogen werden. 

07.08.2018
OVG-Urteil zum Widerruf der Pflegeerlaubnis

Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hat beschlossen, dass die Erlaubnis zur Kindertagespflege wegen Ungeeignetheit der Pflegeperson aus folgendem Grund entzogen werden kann:

"Eine Person, die in Tagespflege über einen längeren Zeitraum wiederholt mehr Kinder betreut als erlaubt war, ist für deren Betreuung ungeeignet.
Wenn eine Person ihre persönliche Eignung verliert, ist eine früher erteilte Erlaubnis zur Kindertagespflege zu widerrufen; das in § 47 Abs. 1 SGB X (juris: SGB 10) eröffnete Ermessen ist dann auf Null reduziert."

Die Tagesmutter hat mit Wissen des Jugendamtes mehr als 5 Betreuungsverträge für Kinder in Tagespflege abgeschlossen und für die Betreuung das Entgelt vom öffentlichen Jugendhilfeträger erhalten. Sie hätte dennoch nicht mehr als 5 Kinder gleichzeitig betreuen dürfen.

Das Urteil ist veröffentlicht, lesen Sie hier mehr.

11.07.2018
Filme über die Kindertagespflege und zum QHB

Im Rahmen des Bundesprogramms Kindertagespflege wurden zwei Filme produziert. Ein kurzer Film zeigt - ohne Worte - in 1,5 min. einen Tag in der Kindertagespflege. Der zweite Film stellt in ca. 8 min. die Tätigkeit als Tagesmutter/ Tagesvater und wie die Qualifizierung nach dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) vor.

Die Filme wurden von der Stadt und dem Landkreis Fulda als Teilnehmer am Bundesprogramm Kindertagespflege in Auftrag gegeben. Sehen Sie die Filme hier:

Imagefilm zur Kindertagespflege (1:24 min.)

Film über die Tätigkeit und die Qualifizierung (8:22 min.)

22.06.2018
VG-Urteil: Vergütung der Kindertagespflege in Dresden rechtmäßig

Die erste Kammer des Verwaltungsgerichts Dresden hat über die Vergütung der Kindertagespflege in Dresden mündlich verhandelt und entschieden, dass die Vergütung von Kindertagespflegepersonen in Dresden inzwischen offenbar ausreichend sei (Az. 1 K 75/17 u. a.). Grundlage für die Entscheidung war die Expertise von Prof. Münder.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des VG Dresden.

Datei-Download
11.06.2018
Neue Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Kindertagespflege

Der Deutsche Verein will mit den Empfehlungen dazu beitragen, die Kindertagespflege im Sinne des SGB VIII als gleichrangiges Angebot neben den Kindertageseinrichtungen zu stärken und sie qualitätsorientiert zu einer  existenzsichernden Erwerbstätigkeit weiterzuentwickeln. Neben Vorschlägen für die Profilentwicklung der sich immer weiter ausdifferenzierenden Formen der Kindertagespflege befassen sich die Empfehlungen mit der Professionalisierung der Tätigkeit als Kindertagespflegeperson. Darüber hinaus werden die Ausgestaltung der laufenden Geldleistungen aufgegriffen und Vorschläge für rechtliche, strukturelle und finanzielle Änderungsbedarfe unterbreitet.

Sie können die Empfehlungen hier herunterladen.

Datei-Download
23.05.2018
Kein Zuschuss zum Mutterschaftsgeld für Tagesmütter

Das BAG hat entschieden, dass eine selbständige "Tagesmutter", die als Tagespflegeperson Kinder in der Kindertagespflege betreut und schwanger wird, keinen Anspruch auf Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach dem Mutterschutzgesetz hat.

Ein Anspruch folge auch nicht aus Unionsrecht, so das BAG.

Die Klägerin ist als Tagespflegeperson in der Kindertagespflege tätig. Der beklagte Landkreis erteilte ihr als örtlich zuständiger Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe die Erlaubnis zur Betreuung von bis zu fünf gleichzeitig anwesenden fremden Kindern in der Kindertagespflege. Die Betreuungszeiten wurden in Absprache zwischen der Klägerin und den Eltern festgelegt. Für die Betreuung gewährte der beklagte Landkreis der Klägerin laufende Geldleistungen nach § 23 SGB VIII in Höhe von 3,90 Euro pro Kind und Betreuungsstunde. Dieser Anerkennungsbetrag wurde pro Betreuungsjahr für bis zu sechs Wochen Urlaub und bis zu zwei Wochen Krankheit weitergezahlt. Die Klägerin gebar im März 2014 ein Kind. Sie verlangt vom beklagten Landkreis für den Zeitraum der Mutterschutzfristen von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt die Zahlung von Zuschuss zum Mutterschaftsgeld in Höhe der durchschnittlichen wöchentlichen laufenden Geldleistungen. Sie meint, sie sei Arbeitnehmerin des beklagten Landkreises, jedenfalls sei sie als eine solche zu behandeln. Der Anspruch ergebe sich bei unionsrechtskonformer Auslegung des Mutterschutzgesetzes, des § 23 SGB VIII sowie unmittelbar aus der RL 2010/41/EU zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen, die eine selbständige Erwerbstätigkeit ausüben.
Die Vorinstanzen hatten die Klage abgewiesen.

Das BAG hat die Klage abgewiesen.

Nach Auffassung des BAG ist die Klägerin als Tagespflegeperson keine Arbeitnehmerin des beklagten Landkreises, und zwar auch nicht im Sinne des Unionsrechts. Sie verrichte für diesen nicht Tätigkeiten nach dessen Weisung. Aus der Richtlinie 2010/41/EU folge kein unmittelbarer Anspruch auf die begehrte Zahlung gegen den beklagten Landkreis, denn die Richtlinie bestimme den Schuldner nicht hinreichend konkret. Gleiches gelte für die UN-Frauenrechtskonvention.

Vorinstanz
LArbG Hannover, Urt. v. 29.03.2017 - 13 Sa 399/16

Quelle: Pressemitteilung des BAG Nr. 24/2018 v. 23.05.2018/ Juris

 

08.05.2018
Die Aktionswoche läuft

Mehr als 140 Veranstaltungen sind auf der Homepage des Bundesverbandes verzeichnet, weitere finden regional statt. Alle Events und erste Reaktionen in Medien und Öffentlichkeit finden Sie auf unserer Homepage. Senden Sie uns Ihre Berichte, Fotos, Dokumentationen. Wir sind gespannt, wie die Aktionswoche verlaufen wird.

Unter info@bvktp.de sammeln wir alle Informationen, werden sie zusammenfassen und veröffentlichen. Bitte denken Sie daran, das Einverständnis für die Veröffentlichung von Fotos im Internet einzuholen.

Wir wünschen gutes Gelingen und viel Spaß!

 

20.04.2018
40 Jahre Bundesverband - ein Jubiläum, das gefeiert wurde

Das 40-jährige Jubiläum wurde im Hotel Müggelsee in Berlin bei schönstem Wetter und bester Stimmung gefeiert. Bundesministerin Dr. Franziska Giffey sprach in ihrem Grußwort sehr wertschätzende Worte über die Kindertagespflege. Daneben waren weitere Vertreterinnen des Bundesministeriums, aus Landesministerien, von Vereinen und Verbänden sowie Kindertagespflegepersonen anwesend

Hier geht's zur Dokumentation.

Viel Spaß beim Ansehen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

13.04.2018
Bundesministerin besucht Kindertagespflege

Kuchenbacken im Sandkasten, Papiergirlanden basteln oder Märchen vorlesen, zwischendurch Windeln wechseln und Trost spenden, und mittags das Essen für die Kleinen kochen – Daniela Reschkes Alltag mit ihren vier Tagespflegekindern ist vielseitig und anspruchsvoll. Sie ist eine von bundesweit 44.000 Tagesmüttern und –vätern, die in Deutschland Kinder unter drei Jahren betreuen.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat heute (Freitag) die Kindertagespflegestelle von Daniela Reschke in Herne besucht und ist überzeugt: „Hierher bringen Eltern ihre Kinder gerne und mit gutem Gewissen – denn die Kleinen sind hier nicht nur gut aufgehoben, es ist weit mehr: sie können sich in familiärer Atmosphäre bestens entwickeln und ihre Talente voll entfalten. Auch in der Kindertagespflege brauchen wir mehr Plätze – auch mit guter Qualität. Deshalb wird das geplante Gute-Kita-Gesetz auch die Rahmenbedingungen für die pädagogische Arbeit und für die Kindertagespflegepersonen weiter verbessern.“

Das Gesetz will Bundesfamilienministerin Giffey in enger Abstimmung mit den Ländern vor dem Sommer vorlegen. Der Bund stellt in den nächsten Jahren zusätzliche Mittel in Höhe von 3,5 Milliarden Euro für die Kindertagesbetreuung zur Verfügung. Eine Investition, die sich lohnt.

„In der Kita und in der Kindertagespflege wird die Basis für die Entwicklung eines Kindes gelegt“, so Dr. Franziska Giffey. „Ein Fünfjähriger, der sich nicht alleine anziehen kann, Probleme beim Sprechen hat und keinen Stift halten kann, hat keine guten Startbedingungen für die 1. Klasse. Schlimmstenfalls endet das einmal mit einem Schulabgang ohne Abschluss. Das bedeutet: keine Ausbildung, keine Arbeit. Wir müssen deshalb so früh wie möglich ansetzen, um ungleiche Startchancen der Kinder auszugleichen – damit es jedes Kind packt!“  

Daniela Reschke, selbst Mutter zweier Kinder, ist seit fast zehn Jahren mit Herzblut Kindertagespflegeperson. Sie bildet sich regelmäßig fort, um ihre pädagogische Arbeit weiter zu verbessern. Dabei profitiert sie davon, dass die Stadt Herne im Rahmen des Bundesprogramms „Kindertagespflege: Weil die Kleinsten große Nähe brauchen“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Das Bundesprogramm stärkt das System und die pädagogische Qualität der Kindertagespflege. Von Januar 2016 bis Dezember 2018 werden rund 30 Modellstandorte aus 11 Bundesländern gefördert, die das „Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch (QHB) Kindertagespflege“ implementieren sowie die damit verbundenen strukturellen Erweiterungen im regionalen System der Kindertagespflege umsetzen.

Rund 15 Prozent aller Kinder, die in Deutschland von Kindertagesbetreuung profitieren, werden von Kindertagesmüttern oder –vätern betreut. Insgesamt sind es etwa 160.000 Kinder, zwei Drittel davon sind jünger als drei Jahre. Die Kindertagespflegepersonen sind zu 95 Prozent Frauen. Im Schnitt betreuen sie 3,5 Kinder, meist im eigenen Haushalt.

Weitere Informationen: www.fruehe-chancen.de

Pressemitteilung: "Damit es jedes Kind packt!"

04.04.2018
40 Jahre Bundesverband für Kindertagespflege

Am 20. April begeht der Bundesverband für Kindertagespflege mit einem Festprogramm im Hotel Müggelsee in Berlin sein 40jähriges Jubiläum. 1978 entstand der „tagesmütter Bundesverband“, wie er damals hieß, aus dem Zusammenschluss von Vereinen von Tagesmüttern in Westdeutschland.

Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung

Datei-Download
29.03.2018
ProKi - Profile der Kindertagesbetreuung

Es geht in der ProKi-Studie aus einer vergleichenden Perspektive um die Frage, wie der Alltag in verschiedenen Settings der Kindertagesbetreuung gestaltet wird und welche Leistungen die pädagogischen Fachkräfte und Kindertagespflegepersonen hierbei erbringen. Auf der Grundlage von länger andauernden, teilnehmenden Beobachtungen konnte die jeweilige Praxislogik in den untersuchten Fällen analytisch nachgezeichnet und damit ein Verständnis für spezifische, unterschiedliche wie vergleichbare Phänomene der Betreuungspraxis entwickelt werden.

Näheres zum Projekt und die Ergebnisse der Studie als Download finden Sie hier.

26.03.2018
OVG Berlin-Brandenburg bekräftigt Rechtsanspruch

Das Oberverwaltungsgericht hat heute in zwei Eilverfahren über Anträge auf Bereitstellung von Plätzen zur frühkindlichen Förderung in Tageseinrichtungen oder Kindertagespflege entschieden. Das Verwaltungsgericht hatte die Anträge der Kinder abgelehnt, weil in den betreffenden Bezirken Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg die Kapazitäten erschöpft seien und weil in einem der beiden Fälle bereits ein Kita-Platz in angemessener Entfernung von der Wohnung nachgewiesen worden sei. Das Oberverwaltungsgericht hat diese Entscheidungen nach einem heute mit den Verfahrensbeteiligten und Vertretern der zuständigen Senatsverwaltung durchgeführten Erörterungstermin geändert und das Land Berlin verpflichtet, den Antragstellern jeweils einen Betreuungsplatz in angemessener Entfernung zu ihrer Wohnung nachzuweisen. Als Umsetzungsfrist hat es dem Land Berlin fünf Wochen eingeräumt.

Pressemitteilung vom 22.03.2018

13.03.2018
Aktionswoche Kindertagespflege vom 05.-12. Mai 2018

Unter dem Motto "Gut betreut in Kindertagespflege" sollen möglichst viele Aktionen, Veranstaltungen und Events, Tage der offenen Tür uvm. stattfinden, um zu zeigen, was Kindertagespflege ist. Machen Sie mit!

Der Bundesverband für Kindertagespflege als Initiator dieser Aktionswoche stellt dafür Materialien zum Herunterladen und Ausdrucken zur Verfügung, die auch zum Selbstkostenpreis bestellt werden können. Sie können Ihr Event auf unserer Homepage selbst einstellen.

Bitte klicken Sie hier um mehr über die Aktionswoche zu erfahren und Ihre Veranstaltung bekannt zu machen.

Aktionswoche

19.02.2018
Pressemitteilung: Koalitionsvertrag mit erfreulichen Botschaften für die Kindertagespflege

Zu den Inhalten des Koalitionsvertrages von CDU/CSU und SPD für die
Kindertagespflege erklärt die Bundesvorsitzende Inge Losch-Engler:
„Der Koalitionsvertrag enthält zwei für die Kindertagespflege sehr erfreuliche
Passagen".

Lesen Sie mehr in der aktuellen Pressemitteilung.

Die für die Kindertagespflege besonders relevanten Passagen haben wir hier zusammengefasst.

Den gesamten Text des Koalitionsvertrages finden Sie hier.

 

Datei-Download
19.02.2018
Schlaglicht: Krankenversicherung

Die Sonderregelung für die Krankenversicherung für Kindertagespflegepersonen endet zum 31.12.2018. Falls es keine neue Regelung gibt, müssen viele Tagesmütter und Tagesväter ab nächstem Jahr mehr Krankenversicherungsbeiträge zahlen.

Häufig wird davon ausgegangen, dass Kindertagespflegepersonen immer 5 Kinder in Vollzeit betreuen. Doch selbst mit einer vollen Auslastung verdienen die wenigsten so viel, dass die für hauptberuflich Selbstständige fälligen Beiträge für die Krankenversicherung angemessen wären. Die Konsequenz könnte sein, dass manche Kindertagespflegeperson ihre Tätigkeit beendet.

Der Koalitionsvertrag, den CDU/CSU und SPD verhandelt haben, lässt nun ein wenig Hoffnung zu. Lesen Sie mehr über die Hintergründe und die Empfehlungen des Bundesverbandes im neuen Schlaglicht.

Datei-Download
29.01.2018
Urteil beim Bundesverwaltungsgericht zur Höhe der Vergütung für Tagesmütter und -väter

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass der vom Jugendhilfeträger festgesetzte Betrag für die Anerkennung der Förderungsleistung an eine Tagespflegeperson i.H.v. 2,70 € je Kind und Stunde im konkreten Fall gerichtlich nicht zu beanstanden ist.

Lesen Sie hier mehr in der Pressemitteilung des BVerwG vom 25.01.2018

02.01.2018
GuT - Gute gesunde Kindertagespflege: Online-Befragung hat begonnen!

Im Rahmen der Studie „Gute gesunde Kindertagespflege“ ist es ein zentrales Anliegen, eine möglichst breite Gruppe von Kindertagespflegepersonen deutschlandweit zu Wort kommen zu lassen. Aus diesem Grunde gibt es für alle Kindertagespflegepersonen in Deutschland die Möglichkeit zur Teilnahme an der nationalen Onlinebefragung durch die Alice-Salomon-Hochschule, die das Projekt durchführt. Der Bundesverband für Kindertagespflege unterstützt dieses Projekt als Partner.

Mehr Informationen zum Projekt und den Online-Fragebogen finden Sie hier

Datei-Download