Aktuelles

18.11.2020
Urteil zur Pflegeerlaubnis

Betreut eine Tagespflegeperson die Kinder in der privaten Wohnung, obwohl diese Räumlichkeiten zur Kinderbetreuung nicht genehmigt sind, so stellt dies eine Pflichtverletzung dar. Jedoch rechtfertigt der einmalige Verstoß keine Aufhebung der Erlaubnis zur Kindertagespflege. Dies hat das Ober­verwaltungs­gericht Lüneburg entschieden.

In dem zugrunde liegenden Fall wurde einer Tagesmutter im Juli 2020 mit sofortiger Wirkung die Erlaubnis zur Kindertagespflege entzogen. Hintergrund dessen war der Vorwurf, dass sie an mehreren Tagen die zu betreuenden Kinder entgegen der Genehmigung nicht in der Großtagespflegestelle betreut haben soll, sondern in ihrer Privatwohnung. Gegen die sofortige Entziehung der Erlaubnis richtete sich der Eilantrag der Tagesmutter.

Verwaltungsgericht wies Eilantrag zurück

Das Verwaltungsgericht Hannover wies den Eilantrag zurück. Die wiederholte Betreuung der ihr anvertrauten Kinder in nicht genehmigten Räumen rechtfertige die sofortige Entziehung der Erlaubnis zur Kindertagespflege. Gegen diese Entscheidung richtete sich die Beschwerde der Tagesmutter.

Oberverwaltungsgericht verneint Rechtmäßigkeit der Erlaubnisentziehung

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg entschied zu Gunsten der Tagesmutter und gab daher dem Eilantrag statt. Es hielt nur eine einmalige eine Betreuung der Tageskinder in der Privatwohnung der Tagesmutter für belegt. Vor diesem Hintergrund sei die Entziehung der Erlaubnis zur Kindertagespflege rechtswidrig. Zwar stelle die Betreuung der Tageskinder in anderen als den genehmigten Räumlichkeiten einen Verstoß gegen die aus der Tätigkeit als Tagespflegeperson folgenden Pflichten dar. Ein einmaliger Verstoß stelle aber noch keine derart schwerwiegende Pflichtverletzung dar, die eine Aufhebung der Tagespflegeerlaubnis rechtfertigen könne. Ein solcher Verstoß lasse nicht den Schluss auf mangelnde Sorgfalt im Umgang mit den Kindern zu.

Entzug der Tagespflegeerlaubnis bei wiederholten Verstößen

Zweifel an der Eignung einer Tagespflegeperson können jedoch dann begründet sein, so das Oberverwaltungsgericht, wenn sie sich wiederholt über die räumliche Beschränkung der ihr erteilten Tagespflegeerlaubnis hinwegsetzt.

Oberverwaltungsgericht Lüneburg, Beschluss vom 09.10.2020 10 ME 199/20 -


Quelle: Oberverwaltungsgericht Lüneburg, ra-online (vt/rb)

18.11.2020
DGUV: Bitte um Klarstellung

Angestoßen von Falschmeldungen im Netz erreichen die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung vermehrt Anfragen zu den Tragezeiten von Mund-Nase-Bedeckungen bei der Arbeit und in der Schule. Besonders viele Fragen kommen aus dem Bereich der Schulen und der Elternschaft. Die anfragenden Personen beziehen sich auf vermeintliche Veröffentlichungen des Spitzenverbandes der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV).

Hiermit möchten wir klarstellen:

Die DGUV ist nicht Verfasserin der ihr zugeschriebenen Veröffentlichung mit dem Titel: „Gefährdung durch die Verwendung eines [sic!] Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) bei Kindern und Jugendlichen“

Die DGUV hat das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen an Schulen nicht verboten.

Die DGUV hat nicht behauptet, dass Lehrenden oder anderen Verantwortlichen ein Haftungsrisiko drohe.

Um die Sachverhalte klarzustellen, haben wir zwei Pressemitteilungen herausgegeben:

Zu Mund-Nase-Bedeckungen, unseren Empfehlungen und deren Rechtscharakter: https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/pressemitteilung_411780.jsp

Zur Frage der Haftung: https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/pressemitteilung_412353.jsp

Gegen die Urheber der entsprechenden Falschmeldungen haben wir rechtliche Schritte eingeleitet.

Sollten Sie Fragen hierzu haben, stehen wir gern zu Ihrer Verfügung. Falls Sie Anfragen von verunsicherten Eltern und Lehrkräften erreichen, können Sie gern auf die Pressestelle der DGUV verweisen: presse@dguv.de.

02.11.2020
Ausschreibungsfrist verlängert: Neue*r Mitarbeiter*in gesucht!

Der Bundesverband sucht eine*n neue*n Referent*in in Vollzeit für das Sozialmanagement und das Finanz- und Haushaltswesen. Voraussetzungen sind u.a. ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Betriebswirtschaftslehre, Sozialmanagement oder Diplom Verwaltungswirt*in (FH) sowie mehrjährige Berufserfahrung in einer Position mit Management-, Haushalts- und  Personalverantwortung, idealerweise in gemeinnützigen Organisationen oder in Verbänden.

Lesen Sie mehr in der Stellenausschreibung.

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29.10.2020
Bundesverband zur Anhörung in der Kinderkommission des Deutschen Bundestages

Unter dem Oberthema: "Flächendeckenden Lockdown bei Kitas unbedingt verhindern" tagte am 28.10.2020 die Kinderkommission des Deutschen Bundestages. Heiko Krause, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbandes Kindertagespflege, kam umfänglich zu Wort.

Unter anderem machte Heiko Krause auf mögliche Folgen unseres veränderten Lebens auf die kindliche Entwicklung aufmerksam. Außerdem betonte er die wichtige Rolle, die die Kindertagespflege in der Zeit der Pandemie einnimmt und wie sie genutzt werden kann. 

Lesen Sie hier mehr und sehen Sie sich die gesamte Sitzung im Parlamentsfernsehen an.

28.10.2020
SodEG bis Ende März 2021 verlängert

Das Sozialdienstleister-Einsatz-Gesetz (SodEG) ist bis Ende März 2021 verlängert worden. Nach diesem Gesetz ist es möglich, den Einsatz von Sozialdienstleistern, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht tätig sein können, durch Bundesmittel finanzieren zu lassen. Nach dem SodEG zählen auch Kindertagespflegepersonen zu den Sozialdienstleistern. Auch ist es ggf. möglich, Betriebskosten erstattet zu bekommen.

Dies ist allerdings nur möglich, wenn es keine andere Finanzierung gibt.

Mehr erfahren Sie hier.

30.09.2020
Kindertagesbetreuung: Statistik vom 01.03.2020 veröffentlicht

Am 01.03.2020 waren über 2.600 Kinder im Alter bis drei Jahre mehr als im Vorjahr in Kindertagespflege, auch die Anzahl der 3-6jährigen stieg um über 1.600. Insgesamt wurden 173.988 Kinder von 44.782 Kindertagespflegepersonen betreut. Diese Anzahl ist dagegen kaum gestiegen. Allerdings ist die Anzahl der Großtagespflegestellen um 400 auf 4.482 angewachsen.
Bei allen Werten, die zum 01.03. erhoben wurden, ist allerdings zu bedenken, dass diese das Bild vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie widerspiegelt. Welche Auswirkungen diese auf die Anzahl von Kindern und Kindertagespflegepersonen haben wird, ist noch nicht absehbar.

Mehr Statistik ist auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes zu finden.

11.09.2020
Neues Minibüchlein erschienen

Wie wird man Kindertagespflegeperson? Wo findet man Beratung auf dem Weg in die Kindertagespflege und was bedeutet eigentlich QHB? Unter dem Titel „Mein Weg zur Kindertagespflegeperson“ ist dazu im Bundesprogramm „ProKindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“ ein neues Minibüchlein erschienen.

„Mein Weg zur Kindertagespflegeperson“ greift die Qualifizierung nach dem Qualifizierungshandbuch (QHB) für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern unter drei Jahren auf. Anschaulich und informativ zeichnet es den Weg einer Quereinsteigerin in die Kindertagespflege nach. Thematisiert werden die Schritte von den ersten Berührungspunkten mit der Kindertagespflege, über die Beratung durch das Jugendamt bis hin zur Qualifizierung nach dem QHB und schließlich die Eröffnung einer eigenen Kindertagespflegestelle.

Es kann kostenfrei über den Publikationsversand der Bundesregierung bestellt werden:
Tel.: 030 182722721
Fax: 030 18102722721
E-Mail: publikationen@bundesregierung.de

01.09.2020
Der Bundesverband beim Corona-KiTa-Rat

Auf Initiative von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat am 31. August erstmals der Corona-KiTa-Rat getagt. Die Runde besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Bundesländer, von Kommunen, Kita-Trägern, Gewerkschaften, dem Bundesverband für Kindertagespflege und der Bundeselternvertretung. Gemeinsam soll der Rat den Regelbetrieb in den Kindertagesstätten begleiten, die Entwicklungen bundesweit bewerten sowie Beispiele der guten Praxis und Lösungen austauschen.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung.

01.09.2020
Förderprogramm "Betriebliche Kinderbetreuung" auch für die Kindertagespflege

Die Förderung ist als Anschubfinanzierung für neue Plätze in der betrieblichen Kinderbetreuung konzipiert. Gefördert werden neue Plätze in der betrieblichen Kindertagesbetreuung, Kindertagespflege, Betreuung in Ausnahmefällen und Ferienbetreuung.

Das Förderprogramm richtet sich an Arbeitgeber mit Sitz in Deutschland und regt insbesondere die Kooperation von kleinen und mittleren Unternehmen an. Die Zusammenarbeit mit öffentlichen, gemeinnützigen oder privat-gewerblichen Trägern von Kinderbetreuungsangeboten ist möglich und entlastet Unternehmen bei der Organisation ihrer Kinderbetreuungsplätze.

Den Förderantrag stellen die Träger des Betreuungsangebots. Das können die Unternehmen selbst sein oder die Anbieter der Betreuungsplätze, mit denen die Unternehmen kooperieren. Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Förderantrag finden Sie hier.

22.08.2020
Wegen Corona auf Abstand, doch eng beieinander: Der neue Vorstand des Bundesverbandes

Die Mitgliederversammlung hat am 21.08./22.08.2020 stattgefunden. Es wurde ein neuer Vorstand gewählt (von li nach re): Gabriele Stein (Beisitzerin), Inge Losch-Engler (Bundesvorsitzende), Anne Mader (stellv.Vorsitzende), Ralf Kohlberger (Beisitzer), Johanna Meißner (stellv.Vorsitzende), Isgard Rhein (Beisitzerin), urlaubsbedingt fehlt Bettina Konrath(Beisitzerin) auf dem Bild. Herzlichen Glückwunsch!

14.08.2020
Vorbereitung auf eine 2. Welle der Pandemie auch für die Kindertagespflege

Die Regelungen zu Schließung oder Offenhaltung von Kindertagespflegestellen im Zuge der Corona-Pandamie waren in den Bundesländern höchst unterschiedlich und wenig transparent. Für die befürchtete 2. Welle mahnt die Bundesvorsitzende Inge Losch-Engler an, entsprechende Vorbereitungen rechtzeitig zu treffen.

Lesen Sie dazu die Pressemitteilung.

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16.07.2020
Corona-Test für Kindertagespflegepersonen

Kindertagespflegepersonen, die Kontakt mit infizierten Personen hatten, selbst aber (noch) keine Symptome einer Erkrankung zeigen (asymptomatische Kontaktpersonen), können sich beim Gesundheitsamt oder einer beauftragten Stelle kostenfrei testen lassen. Dies hat das Bundesgesundheitsministerium in einer Verordnung erlassen und bekannt gegeben.

Die gesamte Verordnung finden Sie hier.

24.06.2020
Blitzumfrage zu den Corona-Auswirkungen für die Kindertagespflege

Der Bundesverband hat eine kurze Blitzumfrage unter 371  Jugendämtern und 106 Mitgliedsorganisationen durchgeführt. Dabei sollte eingeschätzt werden, wie viele Kindertagespflegepersonen wegen des Infektionsrisikos durch das Coronavirus eventuell ihre Tätigkeit aufgeben werden. Kindertagespflegepersonen, die über 60 Jahre alt sind oder Vorerkrankungen haben und damit selbst einer Risikogruppe angehören, haben solche Überlegungen angestellt. Auch Kindertagespflegepersonen, in deren Haushalt ein Familienangehöriger lebt, der einer Risikogruppe angehört, sind in der letzten Zeit unsicher geworden, was ihre Perspektive in der Kindertagespflege angeht.

Über 50 % der Befragten haben innerhalb weniger Tage geantwortet. Für diese Unterstützung bedanken wir uns sehr! 

Sollte die Schätzung so eintreten, wären über 10.000 Betreuungsplätze in den nächsten Monaten gefährdet und mehr als 2.500 Kindertagespflegepersonen ohne berufliche Tätigkeit. Wir sehen hier einen dringenden Handlungsbedarf. Zu bedenken ist: Die aktuelle Diskussion hat sich dahingehend geändert, dass das Robert Koch Institut die Risikogruppe neu definiert hat: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html Nach wie vor bleibt die Unsicherheit der Finanzierung, für diejenigen, die zu einer nachweislichen Risikogruppe gehören.

Hier können Sie das zusammengefasste Ergebnis der Befragung auf zwei Seiten lesen:

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17.06.2020
Zusätzliche Investitionsmittel für Kita und Kindertagespflege

Der Bund investiert weiterhin stark in den Ausbau der Kindertagesbetreuung. Das Bundeskabinett hat heute im Rahmen des Konjunkturpaketes beschlossen, zusätzlich eine Milliarde Euro für die Jahre 2020 und 2021 bereitzustellen.

Damit ist die Schaffung von 90.000 neuen Betreuungsplätzen in Kitas und der Kindertagespflege möglich. Die Mittel können aber auch für Umbaumaßnahmen und für Investitionen in neue Hygiene- und Raumkonzepte verwendet werden, die aufgrund der Corona-Pandemie notwendig sind.

Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

25.05.2020
Bundesverband schlägt Überbrückungsgeld vor

Lesen Sie mehr dazu in der Pressemitteilung der Bundesvorsitzenden Inge Losch-Engler.

Pressemitteilung

18.05.2020
Aktionswoche Kindertagespflege - mal ganz anders

Die Aktionswoche Kindertagespflege hat stattgefunden - diesmal ganz anders als bisher. Kindertagespflegepersonen haben auf die Kindertagespflege aufmerksam gemacht, in dem sie Fotos und Videos unter #GutBetreutInKindertagespflege in den sozialen Medien verbreitet haben. Auch Bastelangebote und kleine Geschenke zum Mitnehmen wurden in eigens dafür aufgestellten Kisten bereitgestellt, an den Zaun gehängt usw. Fachberatungsstellen haben Online-Informationsveranstaltungen und Telefonsprechstunden angeboten.

Auf facebook sind 54 Einträge unter #GutBetreutInKindertagespflege eingestellt worden, bei Instagram gibt es 42 Fotos und Videos unter diesem Hashtag anzusehen. 

Die Grußworte und Videobotschaften der Bundesministerin und der Landesminister*innen können Sie hier ansehen.

Wir danken Ihnen sehr, dass Sie so kreativ mitgemacht haben! Und wir hoffen, dass Sie im nächsten Jahr bei der Aktionswoche 2021 voraussichtlich vom 03.05.-08.05.2021 (wieder) dabei sein werden.  

12.05.2020
Stellungnahme zu einer schrittweisen Wiedereröffnung von Kindertagespflegestellen

Als Bundesverband für Kindertagespflege begrüßen wir die Debatte um die schrittweise Öffnung von Kindertagesbetreuung. Auch die Kindertagespflege ist als wichtiger Bestandteil der Kindertagesbetreuung - insbesondere von Kindern bis drei Jahre – in die Debatte einzubeziehen.
Die Öffnung von Kindertagespflegestellen muss unter Berücksichtigung der Aspekte des Kindeswohls, des Infektionsschutzes und der finanziellen Absicherung von Kindertagespflegepersonen erfolgen. Lesen Sie die gesamte Stellungnahme hier.

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11.05.2020
Aktionswoche Kindertagespflege 2020 startet

Heute startet die dritte bundesweite Aktionswoche Kindertagespflege.

Die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und die Landesminister*innen, die für Familien und Jugend zuständig sind, Susanne Eisenmann (Baden-Württemberg), Carolina Trautner (Bayern), Sandra Scheeres (Berlin), Melanie Leonhard (Hamburg), Kai Klose (Hessen), Stefanie Drese (Mecklenburg-Vorpommern), Joachim Stamp (NRW), Monika Bachmann (Saarland), Christian Piwarz (Sachsen) und Heiner Garg (Schleswig-Holstein) haben ihre Grußworte an den Bundesverband geschickt. Lesen und sehen Sie sie hier.

Wegen der aktuellen Situation finden viele Aktionen anders als gewohnt statt: Anstelle von Veranstaltungen mit vielen Menschen gibt es Videobotschaften, Fotos, Telefonsprechstunden, Plakataktionen und vieles mehr.

Bitte dokumentieren Sie Ihre Aktion und stellen Sie sie in den sozialen Medien wie facebook, instagram usw. mit dem Hashtag #GutBetreutInKindertagespflege ein. So werden sie gleich gefunden. Sie können uns auch gerne ihren Beitrag per Mail schicken. Wir sorgen dann dafür, dass er veröffentlicht wird. 

Auch freuen wir uns über die Zusendung von Presse- und Medienreaktionen aus ihrer Region.

Machen Sie mit, machen Sie Kindertagespflege bekannt!

Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg mit Ihrer Aktion!

07.05.2020
Klarstellung: Das SodEG gilt auch für die Kindertagespflege

Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) hat in einer Ergänzung ihrer Hinweise am 5. Mai klargestellt, dass auch Kindertagespflegepersonen für die Förderung nach dem Sozialdienstleister-Einsatz-Gesetz in Betracht kommen. Kindertagespflegepersonen werden auf S. 1 ausdrücklich als Soziale Dienstleister erwähnt. In den letzten Wochen waren Anträge von Kindertagespflegepersonen auf Förderung nach dem (SodEG) in einigen Kreisen gescheitert, weil die Kindertagespflege im Gesetz nicht erwähnt wurde. Der Bundesverband und das Bundesfamilienministerium hatten sich für diese Klarstellung eingesetzt, die nun erreicht wurde. Sie finden die ergänzten Hinweise hier.

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05.05.2020
Paritätischer fordert Überbrückungsgeld

Infolge erster Lockerungen von behördlich angeordneten Coronavirus-Schutzmaßnahmen und der damit einhergehenden Öffnung von Arbeitsstätten droht eine Situation, in der gesundheitlich besonders gefährdete Beschäftigte allein aus Angst vor Verdienstausfall ihre Arbeit in den Betrieben wieder aufnehmen und sich damit in Lebensgefahr begeben. Nach aktueller Rechtslage können Risikogruppen zwar der Beschäftigung fernbleiben, haben jedoch keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Der Paritätische fordert daher für alle besonders gefährdeten Beschäftigten ein Überbrückungsgeld, orientiert an den Regelungen zum Kurzarbeitergeld.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung.

20.04.2020
Stellungnahme der Deutschen Liga für das Kind

Die Deutsche Liga für das Kind hat in einer Stellungnahme auf das Problem der zunehmenden Kindeswohlgefährdung in der aktuellen Situation hingewiesen. Durch die Schließung von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und Schulen sind Eltern zunehmend durch die Betreuung ihrer Kinder belastet, was zu vermehrten Fällen von Kindeswohlgefährdung führen kann.

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20.04.2020
Praxistipps für die Kindertagespflege in der Corona-Zeit

Wenn die Kinder (wieder) in die Kindertagespflegestelle kommen, sollten einige Überlegungen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus und zur Organisation des Alltags und der Praxis in der Kindertagespflegestelle angestellt werden:

Wir haben einige Tipps und Hinweise für Eltern, für Kindertagespflegepersonen und für den pädagogischen Alltag vor allem mit jungen Kindern zusammengestellt.

  • Anregungen für Kindertagespflegepersonen
  • Tipps für den pädagogischen Alltag
  • Hinweise für Eltern

Sie finden sie unter den FAQs auf unserer Corona-Seite. 

Sie können sie auch zusammengefasst hier herunterladen.

Uns ist daran gelegen, diese Sammlung mit guten handhabbaren Tipps zu erweitern, daher freuen wir uns über Ihre Ideen. Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an! So können wir diese Sammlung noch weiter vervollständigen.

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17.04.2020
Kindertagespflege im Verbund - Broschüre zur Großtagespflege erschienen

Der Bundesverband hat sich im vergangenen Jahr intensiv mit dem Thema "Kindetagespflege im Verbund - Großtagespflege" beschäftigt. In dieser Broschüre wird die aktuelle Situation in 2019 beschrieben. Es werden pädagogische Standards für die Kindertagespflege im Verbund unter Einbeziehung von Aspekten aus der Wissenschaft, besonders der Pädagogik der frühen Kindheit formuliert. Nicht zuletzt werden fachpolitische Aussagen generiert, die eine Grundlage für weitere Diskussionen bilden können.

Die Broschüre kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

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06.04.2020
Kindertagespflege braucht Sicherheit in der Krise

Heute hat der Bundesverband für Kindertagespflege einen Brief an die Jugend- und Familienminister*innen auf den Weg gebracht, in dem die Lage der Kindertagespflegepersonen geschildert und um eine zügige und angemessene Regelung der Bezahlung in der derzeitigen Situation gebeten wird.

Den Brief können Sie hier lesen.

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31.03.2020
Corona-Krise – Mehr Flexibilität für Vereine

Die Versammlungsverbote durch das Corona-Virus führen dazu, dass viele Vereine ihre satzungsmäßig vorgeschriebenen Mitgliederversammlungen nicht durchführen können. Der Bundestag hat einen Gesetzesentwurf beschlossen, der Vereinen mehr Flexibilität einräumt. Der Bundesrat hat dem Gesetz zugestimmt.

Vorstandsmitglieder bleiben auch nach Ablauf der Amtszeit im Amt, bis ein*e Nachfolger*in gewählt oder bestimmt ist. Eine Mitgliederversammlung, die den neuen Vorstand wählt, ist nicht zwingend sofort erforderlich. Der „alte“ Vorstand bleibt im Amt und vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Ein Notvorstand, der durch ein Gericht bestellt würde, ist nicht erforderlich. Diese Regelung gilt allerdings nur für Vorstände, deren Amtszeit 2020 abläuft.

Neu ist weiterhin, dass der Vorstand Mitgliederversammlungen ohne die persönliche Teilnahme der Mitglieder abhalten kann. Das kann z.B. in einer Telefon- oder Videokonferenz geschehen. Die Vereinsmitglieder können ihre Stimmen auch vor der Mitgliederversammlung schriftlich abgeben, z.B. für die Wahl von Vorstandsmitgliedern. Manche Vereine haben so etwas schon in ihrer Satzung, aber auch die, die das nicht haben, können so verfahren.

Wenn z.B. eine Mitgliederversammlung nur zum Zweck der Vorstandswahl durchgeführt würde, könnten den Mitgliedern per Mail z.B. Vorstellungsprofile der Kandidat*innen zugeschickt werden, zu denen sie dann ihre Stimme schriftlich abgeben. Wichtig ist aber, dass die Mitglieder auf das geänderte Verfahren frühzeitig hingewiesen werden.

Außerdem können Beschlüsse auch ganz ohne eine Mitgliederversammlung gefasst werden. Dazu war bislang die Zustimmung aller Mitglieder erforderlich. Jetzt gilt, dass ein Beschluss ohne Versammlung dann gültig wird, wenn drei Kriterien erfüllt sind. Erstens müssen alle Mitglieder beteiligt worden sein. Zweitens müssen bis zu einer vom Verein gesetzten Frist mindestens die Hälfte der Mitglieder ihre Stimme abgegeben haben (und zwar in Textform, also z.B. per Brief, Fax oder Mail). Und Drittens muss der Beschluss mit der in der Satzung festgelegten Mehrheit gefasst werden, also z.B. mit einfacher Mehrheit oder – z.B. bei Satzungsänderungen – mit 2/3-Mehrheit.

Beispiel: Ein Verein hat vom Finanzamt die Auflage bekommen, die Satzung in einem bestimmten Punkt zu ändern, um seine Gemeinnützigkeit zu erhalten. In der gegenwärtigen Situation ist eine Mitgliederversammlung nicht möglich. Hier bietet das neue Gesetz einen Ausweg.

Diese Regelungen gelten nur für Versammlungen, die im Jahr 2020 stattfinden. Es wäre sinnvoll, solche flexiblen Instrumente auch nach der Corona-Zeit zu ermöglichen.

Lesen Sie hier mehr.

Interessante Antworten des Bundesjustizministeriums auf häufige Fragen von Vereinen finden Sie im Download.

 

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27.03.2020
Bundesrat stimmt Sozialschutz-Paket zu

Soeben hat auch der Bundesrat dem umfänglichen Sozialschutz-Paket zugestimmt. Nun müssen die Verfahrenswege der Verteilung der finanziellen Mittel geregelt werden, damit die Zahlungen möglichst bald dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

 

25.03.2020, aktualisiert
Sozialschutz-Paket zur Absicherung sozialer Dienstleister heute im Bundestag: beschlossen!

Heute wurde im Bundestag das sogenannte "Sozialschutz-Paket" beschlossen, durch das auch die Kindertagespflege über die Corona-Krisenzeit finanziell gestützt werden soll. Nach Auskunft des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist die Kindertagespflege unter dem Begriff "Leistungsträger" bzw. "soziale Dienstleister" und "Leistungserbringer" zu sehen. Den beschlossenen Gesetzesentwurf finden Sie hier.

Am Freitag wird dann noch der Bundesrat darüber beraten.

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24.03.2020
Gute Nachricht in schlechten Zeiten

In einem Gespräch mit dem BMFSFJ haben wir erfahren, dass die Bundesregierung in jedem Fall dafür sorgen will, dass die Einkünfte der Kindertagespflegepersonen weiterstgehend gesichert sind! Das gilt auch, wenn wegen der behördlichen Anordnung derzeit keine oder nur wenige Kinder betreut werden können. Leider können wir heute noch nicht mehr sagen, weitere Informationen werden morgen veröffentlicht.

Auch telefonisch oder per mail können wir keine weiteren Aussagen machen, aber wir sind sehr optimistisch!

Sobald die Bundestagsdrucksache dazu morgen veröffentlicht ist, werden wir sie weitergeben.

Bleiben Sie gesund!

17.03.2020, aktualisiert am 18.03.2020
Corona-Virus - Wie steht es mit der Kindertagespflege?

In dieser ungewöhnlichen Zeit müssen ungewöhnliche Maßnahmen getroffen werden.

Die Kitas und Schulen sind geschlossen - wie steht es mit der Kindertagespflege?

In einigen Bundesländern sind auch die Kindertagespflegestellen mit eingeschlossen, andere Bundesländer nutzen Kindertagespflegestellen, um Kinder von Eltern, die in wichtigen Berufen tätig sind, zusätzlich betreuen zu lassen.

Am 18.03.2020 hat die Landesregierung NRW bekannt gegeben, dass die Geldleistung weitergezahlt wird, auch wenn weniger oder gar kein Kind betreut wird. Mehr Informationen finden Sie in der Pressemitteilung.

Auf der neuen Sonderseite unserer Homepage, die derzeit im Aufbau ist, versuchen wir, die Regelungen, die in den einzelnen Bundesländern getroffen werden, zu bündeln und so umfassend wie möglich über die aktuelle Situation zu berichten.

Wenn Sie mit Ihren Informationen über die Situation bei Ihnen vor Ort dazu beitragen können, sind wir dafür sehr dankbar. Bitte schicken Sie uns eine Mail an info@bvktp.de oder an gerszonowicz@bvktp.de 

Auch wenn Sie Fragen haben schicken Sie uns bitte eine Mail. Wir antworten umgehend oder rufen Sie an, wenn Sie uns Ihre Telefonnummer mitteilen. Unser Büro ist derzeit nicht immer besetzt. Dafür bitten wir um Verständnis. 

 

11.03.2020
Expertise zur Großtagespflege - bitte um Unterstützung!

Ein wichtiges und immer wieder kontrovers diskutiertes Thema ist die persönliche Zuordnung von
Kindern in der Großtagespflege. Im SGB VIII ist dazu keine Regelung getroffen. Es stellen sich
gravierende Fragen hinsichtlich der Möglichkeiten der Vertretung. Die Spannweite reicht dabei von
der Auffassung, dass eine Vertretung auch kurzfristig nicht möglich ist, bis hin zu mehreren Tagen
oder Schichtdienst-Modellen.

Gemeinsam mit dem Landesverband Bayern möchten wir diese Thematik sowohl aus
pädagogischer als auch aus rechtlicher Perspektive aufarbeiten und haben dazu zwei anerkannte
Experten angesprochen: Prof. Dr. Gabriel Schoyerer und Prof. Dr. Reinhard Wiesner.

Um die für den Bundesverband und die Mitgliedsvereine äußerst wichtige Expertise zu finanzieren,
wäre noch eine Summe von ca. 4.000 Euro nötig. Dieses Geld wollen wir versuchen, durch
Spenden einzuwerben.

Den ausführlicheren Spendenaufruf können Sie hier lesen.

Unter dem Stichwort „Expertise Schoyerer-Wiesner“ bitten wir um eine zweckgebundene
Spende auf folgendes Konto:
Bank für Kirche und Diakonie
IBAN: DE06 3506 0190 1565 8410 21
BIC: GENODED1DKD

Vielen Dank!

 

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01.03.2020
Masernschutzgesetz in Kraft getreten

Ab sofort müssen Kinder ab einem Jahr gegen Masern geimpft sein, wenn sie in der Kindertagespflege betreut werden sollen. Kinder im Säuglingsalter, die noch zu jung sind und Kinder, die aus gesundheitlichen gründen nicht geimpft werden können, sind von der Impfpflicht ausgenommen.

Kindertagespflegepersonen müssen ebenfalls einen ausreichenden Masernschutz nachweisen. Auch für sie gilt, dass sie nicht geimpft sein müssen, wenn gesundheitliche Gründe dagegen sprechen.

Mehr Informationen, den gesamten Gesetzestext mit Begründungen und Antworten auf häufig gestellte Fragen finden Sie auf unserer Homepage.

05.02.2020
OVG-Urteil:Kind einer Kindertagespflegeperson darf von Kollegin in Großtagespflege betreut werden

Die Betreuung eines einjährigen Kindes in einer Großtagespflegestelle, in der neben der Mutter des Kindes eine zweite Tagespflegeperson tätig ist, schließt die Förderung nicht von vornherein aus, wenn das Kind rechtlich und tatsächlich ausschließlich dieser anderen Tagespflegeperson zugewiesen ist. Dies hat das Oberverwaltungsgericht mit nunmehr bekanntgegebenem Eilbeschluss vom 29. Januar 2020 entschieden.

Nachdem dem Jugendamt der Stadt Bielefeld bekannt geworden war, dass die Mutter des in einer Großtagespflege geförderten Kindes in gemeinsam genutzten Räumlichkeiten gleichfalls als Tagespflegeperson tätig war, hob sie ihren gegenüber den Eltern des betreuten Kindes ausgesprochenen Bewilligungsbescheid über die Förderung der Tagespflege bezogen auf die gewählte Tagespflegeperson unter Anordnung der sofortigen Vollziehung auf. Den dagegen gerichteten Eilantrag der Antragsteller lehnte das Verwaltungsgericht Minden ab; es sah die vereinbarte Betreuung des Kindes durch die Kollegin der Mutter als Scheingeschäft an. Die hiergegen eingelegte Beschwerde hatte Erfolg.

Zur Begründung seiner Entscheidung hat der 12. Senat ausgeführt: Kindertagespflege werde zwar regelmäßig durch nicht selbst sorgeberechtigte Tagespflegepersonen erbracht. Die Abwesenheit der Personensorgeberechtigten sei aber nicht zwingende Voraussetzung für eine Förderfähigkeit. Der personenbezogene und familienähnliche Charakter der Kindertagespflege bleibe in einer Großtagespflege unberührt. Nach den gesetzlichen Vorgaben liege eine Großtagespflege nur dann vor, wenn eine vertragliche und pädagogische Zuordnung des einzelnen Kindes zu einer bestimmten Tagespflegeperson gewährleistet sei. Diese Zuordnung sei bei professionellem Berufsverständnis - trotz der zweifellos bestehenden besonderen Bindungdes Kindes zu seiner Mutter - auch dann ohne weiteres möglich, wenn die Kindesmutter als weitere Tagespflegeperson für andere Kinder in denselben Räumlichkeiten tätig sei. Die Prüfung und Überwachung der entsprechenden Zuordnung sei Sache des jeweiligen Jugendamtes.

Der Beschluss ist unanfechtbar.

Aktenzeichen: 12 B 655/19 (I. Instanz VG Minden 6 L 430/19)

31.01.2020
Aktionswoche Kindertagespflege 2020

Nun schon zum dritten Mal startet die bundesweite Aktionswoche Kindertagespflege, in diesem Jahr vom 11. - 16. Mai 2020. Ab sofort können Sie Ihre Aktion auf unserer Online-Plattform selbst eintragen, Materialien wie Plakate und Flyer von unserer Homepage herunterladen und weitere Materialien bestellen. Machen Sie mit!

Lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf: Ob es ein Tag der offenen Tür sein wird, eine Aktion im Stadtteil oder auf dem Dorfplatz, eine Presseaktion oder eine Fachveranstaltung - alles, was dazu beiträgt, die Kindertagespflege bekannt zu machen, ist herzlich willkommen. Wir sind gespannt darauf.

Um einen Eindruck von der letzten Aktionswoche zu bekommen, sehen Sie sich unsere Dokumentation an.

Mehr Informationen zur Aktionswoche finden Sie hier.

31.01.2020
Tag der Kindertagespflege auf der didacta in Stuttgart

Programm:

11:00 - 11:45 Uhr:

Vortrag I: Räume bilden - Bildungs- und Erfahrungsräume für Kinder im Haushalt der Tagespflegeperson gestalten. (Kariane Höhn, Dipl.-Soz.Pädagogin, Fachreferentin)

13:00 - 13:45 Uhr:

Vortrag II: Bewegungsförderung in der Kindertagespflege (Heide Förster, Referentin der Sportjugend NRW)

14:00 - 14:45 Uhr:

Vortrag III: Wohlbefinden als Raum für junge Kinder (Anja Meyer, Bildungswissenschaftlerin M.A./Dipl.Soz.Pädagogin)

Mehr Informationen finden Sie auf unserem Programmflyer. Wir freuen uns auf Sie und auf einen spannenden Tag!

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09.01.2020
Fakten und Empfehlungen für die Kindertagespflege neu erschienen

Zum Anfang des neuen Jahres sind die Fakten und Empfehlungen für die Kindertagespflege wieder aktualisiert erschienen. Sie werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herausgegeben und gelten als verbindlich.

Sie finden die Fakten und Empfehlungen auf unserer Homepage unter Rechtliches und direkt hier zum Herunterladen.

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20.12.2019
Masernschutzgesetz endgültig beschlossen

Die Masernimpfung in Schulen, Kitas und Kindertagespflegestellen wird künftig zur Pflicht: Der Bundesrat hat die vom Bundestag beschlossene gesetzliche Impflicht in Gemeinschaftseinrichtungen am 20. Dezember 2019 gebilligt. Die Kindertagespflege gilt im Sinne des Masernschutzgesetzes ebenfalls als Gemeinschaftseinrichtung.

Voraussetzung für die Betreuung von Kindern

Ab dem 1. März 2020 müssen Eltern nachweisen, dass ihre Kinder gegen Masern geimpft sind, wenn sie sie in einer Kindertagespflegestelle, Kita oder Schule anmelden. Von der Impfpflicht erfasst sind auch die Betreuungspersonen.

Ausnahmen

Wer aufgrund gesundheitlicher Beeinträchtigungen nicht geimpft werden darf, ist von der Impfpflicht befreit.

Den beschlossenen Gesetzentwurf finden Sie hier.

Mehr Informationen und Antworten auf die häufig gestellten Fragen (FAQs) finden Sie auf unserer Homepage unter "Masernschutzgesetz".

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11.12.2019
Aktuelles OVG-Urteil zur Vergütung in Mecklenburg-Vorpommern

Das OVG Greifswald hat sich mit der der Kostenfinanzierung von Tagespflegepersonen befasst und entschieden, dass für die Festlegung der Höhe dieser Beträge der Jugendhilfeausschuss und nicht die Stadtvertretung der Landeshauptstadt Schwerin zuständig ist.

Das OVG Greifswald hat die angefochtenen Urteile des VG Schwerin aufgehoben und den Beklagten, den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin, verpflichtet, den jeweiligen Antrag der Klägerinnen auf Zahlung laufender Geldleistungen zur Erstattung angemessenen Sachaufwands und zur Anerkennung der Förderungsleistung für die Betreuung von Kindern in der Tagespflege neu zu bescheiden und im Übrigen die Klagen abgewiesen.

Nach Auffassung des Oberverwaltungsgerichts ist für die Festlegung der Höhe dieser Beträge der Jugendhilfeausschuss und nicht die Stadtvertretung der Landeshauptstadt Schwerin zuständig. Für diese Festlegung bestehe ein Gestaltungsspielraum bzw. ein Beurteilungsspielraum, sodass das Gericht nicht selbst die Höhe der Kostensätze habe ausurteilen können.

Die Tagespflegepersonen hätten bereits bundesrechtlich einen Anspruch auf Zahlung des festgelegten Betrags in voller Höhe einschließlich des Elternbeitrags und der Verpflegungskosten gegenüber dem Jugendamt und deshalb sei das Risiko, dass Elternbeiträge nicht gezahlt werden, vom Jugendamt zu tragen. In Mecklenburg-Vorpommern ziehen die Kindertagespflegepersonen die Elternbeiträge für den öffentlichen Jugendhilfeträger ein.

Zudem sei landesrechtlich bestimmt, dass die Vorschrift für die Weiterleitung von Landesmitteln an Träger, die sich verpflichten ihren Arbeitnehmern Mindestlohn zu zahlen, auch entsprechend für die Festlegung der laufenden Geldleistung für die Tagespflegepersonen gelte (§ 19 Abs. 3 Sätze 2 und 4 Kindertagesförderungsgesetz – KiföG M-V). Diese Vorschrift sei auch für die Finanzierung der selbständig tätigen Klägerinnen zu beachten.

Zur Beachtung: Dieses Urteil bezieht sich nur auf die landesrechtlichen Grundlagen Mecklenburg-Vorpommerns.

Quelle: juris-Redaktion, Pressemitteilung des OVG Greifswald v. 10.12.2019

06.12.2019
Das ändert sich 2020

Wie in jedem Jahr werden zum 01.01.2020 wieder die Rechengrößen für die Sozialversicherungsbeiträge und der Grundfreibetrag für die Einkommensteuer angepasst.

Es gelten dann für selbstständig Tätige Kindertagespflegepersonen folgende Beträge:

Mindestbemessungsgröße für die Kranken- und Pflegeversicherung: 1.061,67 €.

Beitragssätze und Mindestbeiträge:

Krankenversicherung ohne Krankentagegeldversicherung: 14,0 % = mindestens 149,47 €
Krankenversicherung mit Krankentagegeldversicherung: 14,6 % = mindestens 155,87 €.
Liegt das steuerpflichtige Einkommen über der Mindestbemessungsgröße, werden die Beiträge entsprechend prozentual errechnet. Zusätzlich werden die Zusatzbeiträge der Krankenkassen in Höhe von ca. 1% fällig.

In der gesetzlichen Familien-Krankenversicherung kann mitversichert sein, wer nicht mehr als 455,00 € steuerpflichtiges Einkommen monatlich als Selbstständige*r erzielt, bei Angestellten gilt nach wie vor die Grenze von 450,00 €.

Pflegeversicherung: 3,05% (mit eigenen Kindern) bzw. 3,3% (ohne eigene Kinder), d.h. 32,38 € bzw. 35,04 €.

Rentenversicherung: 18,6 %, Mindestbeitrag: 83,70 €

Der Grundfreibetrag für die Einkommensteuer liegt 2020 bei 9.408,00, bei Verheirateten bei 18.816,00 €.

22.11.2019
Masernschutzgesetz

Im aktuell beschlossenen Gesetzentwurf vom 23.09.2019 (Drucksache 19/13452) wurde konkretisiert, dass die Kindertagespflege nur im Hinblick auf das Masernschutzgesetz als Gemeinschaftseinrichtung anzusehen ist. Das bedeutet, dass weitere Auswirkungen z.B. auf die Lebensmittelhygiene nicht zu befürchten sind. 

Allerdings ist über die Stellungnahme des Normenkontrollrates konkretisiert worden, dass Kindertagespflegepersonen diejenigen sein sollen, die die Impfnachweise kontrollieren sollen. Das hatte der Bundesverband in seiner Stellungnahme bereits im Juli problematisiert. 

Einen Überblick über die gesamte Problematik finden Sie hier in einem Problemaufriss, der als Grundlage für weitere Gespräche und Diskussionen dienen kann. 

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12.11.2019
Fachpolitischer Dialog im Deutschen Bundestag

Der Bundesverband für Kindertagespflege hat am 23.10.2019 einen Fachpolitischen Dialog mit vier Abgeordneten des Deutschen Bundestages zu Themen und Belangen der Kindertagespflege veranstaltet.

Eingeladen waren Sönke Rix (SPD), Maik Beermann (CDU), Matthias Seestern-Pauly (FDP) und Norbert Müller (Linke) um mit Vertreterinnen und Vertretern der Kindertagespflege, Mitgliedern des Vorstandes des Bundesverbandes und weiteren Interessierten über Themen wie Vergütung, Rentenversicherung, Mieten für Räumlichkeiten sowie den Ausbau der Kindertagespflege zu sprechen.

Danach gefragt, was die jeweiligen Parteien in der aktuellen Legislaturperiode für die Kindertagespflege tun wollen, antworteten die Abgeordneten mit kleinen Statements. Sie können diese über unseren Youtube-Kanal ansehen.

Statements ansehen

21.10.2019
Bericht der Studie: Gute gesunde Kindertagespflege - GuT - erschienen

Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, einigen Unfallkassen und der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsberufe und Wohlfahrtspflege (BGW) wurde von der Alice-Salomon-Hochschule unter der Leitung von Prof. Dr. Susanne Viernickel in Kooperation mit dem Bundesverband für Kindertagespflege diese interessante Studie in den Jahren 2017/2018 durchgeführt.

Die Auswertung der Ergebnisse liegt nun als Bericht vor und kann hier heruntergeladen werden (7,1 MB).

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26.09.2019
Neue Statistik: Mehr Kinder in Kindertagespflege und mehr Kindertagespflegepersonen

Die Anzahl der Kinder in Kindertagespflege ist auch in 2019 wieder angestiegen: Am 01.03. wurden insgesamt 171.682 Kinder von 44.734 Tagesmüttern und Tagesvätern betreut, 553 Personen (+1,3%) mehr als im Vorjahr. Vor allem bei den Kindern im Alter bis drei Jahre war der Anstieg um 6793 auf 132.361 erheblich.

In der Relation bedeutet dies, dass die Anzahl der betreuten Kinder pro Kindertagespflegeperson wieder angestiegen ist (auf nunmehr durchschnittlich 3,8).

Mehr Infos unter destatis.de.

 

18.09.2019/ 20.09.2019
Bundesrat berät über die geplante Impfpflicht gegen Masern

Demnach soll die Kindertagespflege nicht grundsätzlich als "Gemeinschaftseinrichtung" im Sinne des Infektionsschutzgesetzes angesehen werden. Das ist vor allem in Hinblick auf die Auswirkungen auf die Lebensmittelhygiene und die allgemeinen Hygienevorschriften relevant. Ansonsten müssten die strengeren Auflagen, die für Kindertageseinrichtungen gelten, auch auf die Kindertagespflege angewendet werden.

Hier geht's zu den Empfehlungen

Den Beschluss des Bundesrates finden Sie hier

Eine Videodokumentation der Sitzung können Sie hier ansehen. 

Nach diesem Beschluss wird das Gesetz wieder im Bundestag beraten und verabschiedet. Es soll zum 01.03.2020 in Kraft treten. 

12.09.2019
45.000 Zertifikate "Qualifizierte Kindertagespflegeperson"

Die Vorsitzende des Bundesverbandes Kindertagespflege hat das 45.000. Zertifikat in Anwesenheit der Sozialministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Stefanie Drese, übergeben. Sie sprach zu den Kindertagespflegepersonen wertschätzende Worte und betonte: "Mit den immer anspruchsvolleren Herausforderungen der Tätigkeit als Kindertagespflegeperson – ich nenne nur die Stichworte Kinderschutz, Datenschutz oder Business-Plan – werden auch die Grundqualifikation und die Fortbildung immer wichtiger und umfangreicher".

Gegenüber der Sozialministerin äußerte sie sich anerkennend: "Der Bundesverband für Kindertagespflege begrüßt ausdrücklich, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern sich als eines der ersten Bundesländer auf den Weg gemacht hat, die 300 UE nach dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege zum Standard der Qualifizierung zu machen. Damit wird Mecklenburg-Vorpommern das erste deutsche Flächenland sein, dass diesen Standard umsetzt".

Der Bundesverband kooperiert bundesweit mit ca. 350 Bildungsträgern, die die Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen nach dem QHB oder dem DJI-Curriculum durchführen.

15.08.2019
Neues Bilderbuch zur Kindertagespflege erschienen

In den Projekten des Bundesverbands Kindertagespflege „Demokratie und Partizipation von Anfang an“ und „Begleitung und Beratung zur Umsetzung des QHBs und des Bundesprogramms „ProKindertagespflege““ ist ein neues Bilderbuch zum Thema Partizipation entstanden.

Das Buch heißt „Wir besuchen die Kaninchen“ und handelt von einem gemeinsamen Ausflug mit der Tagesmutter zum Kinderbauernhof.

Alle Kinder werden darin selbstverständlich im Alltag und an den Vorbereitungen des Ausflugs beteiligt, sie können wiedererkennen, was sie in der eigenen Kindertagespflegestelle erleben.  

Wie auch das erste Bilderbuch von Kirsten Höcker „Willkommen in der Kindertagespflege“ lädt das Buch Kinder, Kindertagespflegepersonen und Eltern zum Entdecken und Erzählen ein.

Das Buch wird voraussichtlich Mitte September erscheinen, die Auslieferung kann sich über mehrere Wochen erstrecken. Vorbestellungen sind ab sofort möglich.

zur Bestellung

15.08.2019
Bilderbuch, Broschüre und Materialien in unterschiedlichen Sprachen wieder aufgelegt

Das Bilderbuch "Willkommen in der Kindertagespflege", die Broschüre "Ein Ort, an dem es Kindern gut geht" und Flyer in unterschiedlichen Sprachen konnten durch eine finanzielle Unterstützung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wieder aufgelegt und nachgedruckt werden.

10.000 Bilderbücher konnten bereits verteilt werden. Diese neue Auflage umfasst 3.000 Stück. Es wird ab Mitte September wieder verfügbar sein, die Auslieferung kann sich über mehrere Wochen erstrecken. Sie können bereits jetzt eine Bestellung aufgeben.

Die Flyer und die Broschüre sind ab sofort erhältlich.

Sowohl das Bilderbuch wie auch die Flyer und die Broschüre sind kostenfrei, es fallen lediglich Versandkosten an.

Klicken Sie hier, um die Bestellung aufzugeben

18.07.2019
Masernschutzgesetz gilt auch für die Kindertagespflege

Gestern wurde im Bundeskabinett der Gesetzentwurf für ein Masernschutzgesetz beschlossen. Im ersten Entwurf war dieses nur auf Kindertageseinrichtungen und Schulen ausgerichtet. Dazu hat der Bundesverband dem Bundesministerium für Gesundheit gegenüber eine Stellungnahme abgegeben. Nun ist die Kindertagespflege auch mit eingeschlossen.

Kinder sollen vor Aufnahme oder spätestens 4 Wochen nach Aufnahme über einen entsprechenden Impfschutz verfügen.

Kindertagespflegepersonen werden verpflichtet, den Impfstatus des Kindes zu erfragen. Sollte der Impfschutz nicht rechtzeitig vorhanden sein, soll die Kindertagespflegeperson dieses an das Gesundheitsamt melden. Das Gesundheitsamt wendet sich dann an die Eltern.

Das Jugendamt kann im Rahmen der Erlaubniserteilung nach §43 SGB VIII bestimmen, dass auch Kindertagespflegepersonen selbst eine Masernschutzimpfung vorweisen. 

Kinder und Kindertagespflegepersonen, die aufgrund gesundheitlicher Bedenken nicht geimpft werden können, sind von der Verpflichtung der Masernschutzimpfung ausgenommen.

Lesen Sie hier die Stellungnahme des Bundesverbandes.

Den Kabinettsentwurf des Masernschutzgesetzes finden Sie hier.

 

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20.06.2019
Kindertagespflege nun auch im Hauptausschuss des Deutschen Vereins vertreten

Bei der gestrigen Mitgliederversammlung ist die Bundesvorsitzende des Bundesverbandes für Kindertagespflege, Inge Losch-Engler, in den Hauptausschuss des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge gewählt worden. Damit ist die Kindertagespflege auch in diesem wichtigen Gremium des deutschlandweit tätigen Verbandes vertreten.

Der Hauptausschuss hat bis zu 220 Mitglieder aus den kommunalen Spitzenverbänden, der Freien Wohlfahrtspflege, den Bundesländern sowie der Wissenschaft, Praxis und Politik. Der Hauptausschuss des Deutschen Vereins trifft sich einmal im Jahr, um u.a. die Mitglieder des Präsidiums zu wählen. Wie die Mitgliederversammlung widmet sich auch die Hauptausschusssitzung immer einem aktuellen fachlichen Thema.

Im Deutschen Verein erarbeiten Vertreter*innen der Kommunen, der Freien Wohlfahrtspflege, der Bundes- und Landesregierungen, der Wissenschaft und aus weiteren Organisationen und Institutionen gemeinsam Konzepte, Empfehlungen und Stellungnahmen. Er wird bei Gesetzgebungsverfahren angehört und berät die Politik.

13.06.2019
Was bleibt?! Broschüre für Kindertagespflegepersonen neu überarbeitet

Die Broschüre mit Tipps und Informationen zur Besteuerung des Einkommens für Kindertagespflegepersonen und die sozialversicherungsrechtlichen Auswirkungen sind nun in der 8. Auflage erschienen.

Die Broschüre wird gemeinsam mit dem Deutschen Verein und dem Paritätischen Gesamtverband herausgeben und kann hier heruntergeladen werden.

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17.05.2019
Aktionswoche war erfolgreich

In der Aktionswoche haben 172 höchst unterschiedliche Aktivitäten stattgefunden, vom Tag der offenen Tür in Kindertagespflegestellen über Fachtage bis zu Vorträgen und Info-Veranstaltungen in Fußgängerzonen. Tausende von Kindertagespflegepersonen, zahlreiche Fachberatungen und Jugendämter haben sich beteiligt. Der Bundesverband hat Kenntnis von 52 Medienberichten, wobei es sicher noch weitere gab, die uns nicht bekannt gemacht wurden. Der Bundesverband dankt allen, die mitgemacht haben.

Lesen Sie dazu auch unsere Pressemitteilung.

Mehr Informationen finden Sie unter www.aktionswoche-kindertagespflege.de . Dort finden Sie auch eine zusammenfassende Dokumentation.

Die nächste Aktionswoche findet statt vom 11.-16. Mai 2020. Wir freuen uns, wenn Sie (wieder) dabei sind.

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29.04.2019
Pressemitteilung: Aktionswoche zur Kindertagespflege startet am 6. Mai

Vom 6. -12. Mai 2019 startet zum zweiten Mal die Aktionswoche des Bundesverbandes für Kindertagespflege unter dem Motto „Gut betreut in Kindertagespflege“. In ganz Deutschland werden Kindertagespflegepersonen ihre Räume öffnen und ihre Arbeit präsentieren. Auch Fachberater*innen, Jugendämter und freie Träger werden verschiedene Aktionen durchführen und Veranstaltungen anbieten. Ziel ist es, die Kindertagespflege bekannter zu machen und die Arbeit der Tagesmütter und Tagesväter vorzustellen. Alle Aktionen werden auf der Homepage des Bundesverbandes unter Aktionswoche dokumentiert. In der beiliegenden Presseerklärung finden Sie weitere Informationen sowie ein Foto, auf dem Bundesvorsitzende Inge Losch-Engler und Bundesgeschäftsführer Heiko Krause zwei Großplakate zur Aktionswoche symbolisch anbringen. 

Sehen Sie hier die Enthüllung des Plakats im Video

 

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11.04.2019
Betreuungsvertrag ab sofort wieder erhältlich!

Der Bundesverband für Kindertagespflege gibt seit vielen Jahren eine Vertragsvorlage heraus, die als Grundlage für die vertraglichen Vereinbarungen zwischen Kindertagespflegepersonen und Eltern dient. Sie wurde nun grundlegend überarbeitet und ergänzt, z.B. mit den Vereinbarungen zum Datenschutz uvm.

Der Betreuungsvertrag kann zum Preis von 7,50 € zuzüglich Versandgebühren bestellt werden.

 

 

 

12.03.2019
Einladung zur Fachtagung

„Und jetzt auch noch Partizipation?!“ Die Rolle der Fachberatung in der Kindertagespflege


In Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung findet am 19. Juni 2019 ein Fachtag für Fachberater*innen in Berlin statt.

Fachberater*innen im System Kindertagespflege haben eine hohe Bandbreite von Aufgaben zu erfüllen: Sie informieren und beraten (angehende) Kindertagespflegepersonen und Eltern, vermitteln Kindertagespflegeplätze, unterstützen in Konfliktfällen, stellen die Eignung fest, organisieren Fortbildungen bzw. bilden selbst fort und vieles mehr.
Demokratische Partizipation ist ein Querschnittsthema, das viele dieser Aufgaben der Fachberatung betrifft. Sie ist Inhalt der pädagogischen Begleitung und Beratung von Eltern und Kindertagespflegepersonen, berührt aber auch die eigene Position und Entscheidungsspielräume im Beruf. Mitunter steht sie auch in einem Spannungsverhältnis zur Fach- und Dienstaufsicht. Der Fachtag für Fachberater*innen widmet sich dem Thema mit seinen verschiedenen Facetten.

Hier geht's zum Programm.

Anmeldungen sind online möglich, bis 15.05.2019 direkt bei der Friedrich-Ebert-Stiftung unter diesem Link.

28.02.2019
Hälftige Erstattung der gesamten Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung auch, wenn der Ehemann privat versichert ist

Jugendämter müssen selbstständigen Tagesmüttern und -vätern die Hälfte ihrer Aufwendungen für eine freiwillige gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung erstatten und dürfen sie nicht um Aufwendungen für Beitragsanteile kürzen, die rechnerisch auf die im Rahmen der Beitragsbemessung angerechneten Einnahmen ihres Ehe- oder Lebenspartners zurückzuführen sind. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden.

Lesen Sie mehr unter:

Urteil vom 28. Februar 2019 - BVerwG 5 C 1.18 -

Verfahrensinformation zu 5 C 1.18

05.02.2019
Neu Ausgabe von "KomDat" erschienen

"KomDat" - die kommentierten Daten der Kinder- und Jugendhilfe" ist in der neuesten Ausgabe wieder mit interessanten Themen erschienen.
- Ausgabenanstieg in der Kinder- und Jugendhilfe
- Anhaltendes Personalwachstum in der Kindertagesbetreuung
- Immer früher und immer länger - Einstiegsalter und Verweildauer in Kindertagesbetreuung
und weitere Themen finden Sie hier:

KomDat Heft 3/2018

01.02.2019
Neues Bundesprogramm "ProKindertagespflege" ist gestartet

Anlässlich ihres Besuches einer Kindertagespflegestelle in Berlin hat Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey am 1. Februar das neue Bundesprogramm "ProKindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt" vorgestellt. Mit den jährlich bis zu 150.000 Euro, die das Bundesfamilienministerium pro Standort zur Verfügung stellt, werden 43 Standorte in ganz Deutschland Koordinierungsstellen zur Unterstützung der Tagespflegestellen vor Ort einrichten. Außerdem wird die Qualifizierung nach dem Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) finanziert.

Hier geht's zur Pressemitteilung des BMFSFJ.

21.12.2018
Das ändert sich in 2019

Krankenversicherung

Durch das GKV Versichertenentlastungsgesetz können Kindertagespflegepersonen als hauptberuflich selbstständig Tätige in der gesetzlichen Krankenversicherung mit oder ohne Krankengeldversicherung versichert sein. Für 2019 gilt als neue Mindestbeitragsbemessungsgrenze 1.038,33 €. Diejenigen, die über diesem Betrag mit ihrem steuerpflichtigen Einkommen liegen, zahlen einen Beitragssatz inklusive Krankengeld (und Mutterschaftsgeld) von 14,6%. Wer die Krankenversicherung ohne Krankengeld wählt, zahlt wie bisher 14%. Die Hälfte davon übernimmt nach wie vor der öffentliche Jugendhilfeträger bei einer Finanzierung über §23 SGB VIII. Weiterhin wird der Zusatzbeitrag von ca. 1% von der Krankenkasse erhoben.

Wer nur in geringem zeitlichem Umfang Kinder in Tagespflege betreut und ein steuerpflichtiges Einkommen von unter 445,00 € pro Monat erzielt, kann als Verheiratete*r in der Familienversicherung mitversichert sein, wenn der*die Ehepartner*in in der gesetzlichen Krankenversicherung Mitglied ist. Laut Auskunft des GKV Spitzenverbandes kann davon ausgegangen werden, dass sich für diejenigen, die bisher in der Familienversicherung mitversichert sein konnten, voraussichtlich nichts ändern wird. Dennoch wird jeder Einzelfall neu geprüft werden. Für Familienversicherte ist eine Krankengeldversicherung nicht möglich, auch Mutterschaftsgeld kann nicht beansprucht werden.

Weitere Informationen zu den neuen Regelungen in der Krankenversicherung finden Sie in unserem neuen Schlaglicht sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen auf unserer Homepage.

 

Pflegeversicherung

Der Beitragssatz für die Pflegeversicherung liegt in 2019 bei 3,05 % bzw. 3,3 % für diejenigen, die keine eigenen Kinder haben. Die konkreten Beträge sind mind. 31,67 € bzw. 34,26 €. Die Hälfte davon erstattet der öffentliche Jugendhilfeträger.


Rentenversicherung

Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung bleibt bei 18,6 %. Gesetzlich rentenversicherungspflichtig ist, wer ein steuerpflichtiges Einkommen von mehr als 450,00 € durchschnittlich pro Monat erzielt. Auch davon erstattet der öffentliche Jugendhilfeträger die Hälfte. Wer weniger verdient oder sozialversicherungspflichtige Angestellte (mehr als Minijob) beschäftigt, ist nicht rentenversicherungspflichtig. 


Einkommensteuer

Erst ab einem steuerpflichtigen Jahreseinkommen von 9.168,00 € bzw. zusammen 18.236,00 € bei Verheirateten muss überhaupt Einkommensteuer gezahlt werden. Die Steuererklärung muss bis zum 31.07. für das Jahr 2018 abgegeben werden.

Um Sicherheit im Umgang mit den rechtlichen Rahmungen zu erlangen und der Praxis entsprechende Informationen zur Verfügung zu stellen, gibt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die "Fakten und Empfehlungen zu den Regelungen in der Kindertagespflege" heraus.

Die aktuelle Version vom 01.01.2019 finden Sie hier.

13.12.2018
Schlaglicht Nr. 14 zur Krankenversicherung erschienen

Zum 01.01.2019 tritt das GKV Versichertenentlastungsgesetz in Kraft. Zum Thema Krankenversicherung für Kindertagespflegepersonen hat der Bundesverband ein neues Schlaglicht herausgegeben, in dem wesentliche Informationen zu diesem Thema aufgegriffen werden. Weitere Informationen und häufig gestellte Fragen finden Sie auf unserer Homepage

Das Schlaglicht Nr. 14 können Sie hier herunterladen. 

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05.11.2018
Anhörung im Bundestag zum Gute-KiTa-Gesetz

Das Gesetz trägt jetzt den offiziellen Titel: Gesetz zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung (KiQuTG). Der Entwurf ist unter der Bundestagsdrucksachen-Nummer Drs. 19/4947 veröffentlicht. Von Seiten der angehörten Sachverständigen wurde einige Kritik geäußert. Der Bundesverband für Kindertagespflege gehörte auch zu den geladenen Experten.

Verbände und Sachverständige gaben vorab schriftliche Stellungnahmen ab. Sie können auf der Internetseite des Bundestages angesehen und heruntergeladen werden.

19.10.2018
Neues Bundesprogramm "ProKindertagespflege" startet zum 01.01.2019

Nach dem Motto Qualifiziert Handeln und Betreuen soll die Kindertagespflege auch zukünftig gestärkt und weiterentwickelt werden. Zum Januar 2019 startet das BMFSFJ daher das neue Bundesprogramm „ProKinder-tagespflege“.

Vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2021 unterstützt das Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ gezielt die Profilierung der Kindertagespflege im kompetenten System der Kindertagesbetreuung: Die Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen und die Rahmenbedingungen für ihre Tätigkeit werden verbessert.

Das Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ sieht die Förderung in drei Modulen vor:
Modul 1: Koordinierungsstelle zur Profilierung der Kindertagespflege
Modul 2: Verbesserung der Qualifizierung durch die Umsetzung des Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuchs (QHB)
Modul 3: Verbesserung der Tätigkeitsbedingungen in der Kindertagespflege.

Kommunen, die Kindertagespflegepersonen nach dem QHB (weiter-)qualifizieren möchten, können Fördermittel über das Bundesprogramm „ProKindertagespflege“ beantragen. Antragsteller können auch freie Träger sein.

Nähere Informationen, die Förderrichtlinien und Antragsformulare finden Sie auf der Internetseite www.fruehe-chancen.de

17.10.2018
Zahl der Kinder und Kindertagespflegepersonen gestiegen - neue Statistik von 2018 erschienen

Das Statistische Bundesamt (destatis) hat die neuesten Zahlen vom 01.03.2018 bekannt gegeben. Mit nunmehr 167.638 Kindern in Kindertagespflege stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr um 5.243. Die Anzahl der Kinder unter drei Jahren stieg von 118.728 um 6.894 auf 125.622. Besonders stieg die Anzahl der Kinder in NRW, Berlin, Sachsen und Schleswig-Holstein. Die Anzahl der Kindertagespflegepersonen stieg um 226 auf 44.181. Die Anzahl der männlichen Kindertagespflegepersonen ist gesunken.

Kindertagespflegestellen mit 1 oder 2 Kindern nehmen weiter ab, mit 4 oder 5 Kindern nehmen zu. Auch die Anzahl der Großtagespflegestellen und Personen, die in Großtagespflegestellen tätig sind, werden mehr. 

Die gesamte Statistik mit differenzierten Angaben zum Alter der Kinder, Betreuungszeiten uvm. sowie zu den persönlichen Merkmalen der Kindertagespflegepersonen, dem Betreuungssetting usw. finden Sie auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes.

09.10.2018
GuT - Gute gesunde Kindertagespflege: Abschlusstagung am 14.12.2018

Das Forschungsprojekt "GuT - Gute gesunde Kindertagespflege" wurde von der Alice-Salomon-Hochschule in Kooperation mit dem Bundesverband für Kindertagespflege durchgeführt. Nun werden am 14.12.2018 in Leipzig die Ergebnisse zu den Gesundheitsbedingungen und -faktoren in der Kindertagespflege präsentiert. Dazu wurden u.a. Kindertagespflegepersonen und Eltern nach ihren Erfahrungen, den Alltagsbedingungen und Risikofaktoren befragt.

Die Anmeldung zur Abschlusstagung ist ab sofort möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Erfahren Sie hier mehr über diese Veranstaltung. 

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19.09.2018
Gute-KiTa-Gesetz ist auf dem Weg

Am 19. September hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung, das sogenannte Gute-KiTa-Gesetz, verabschiedet. Der Bundesverband für Kindertagespflege hat dazu eine Stellungnahme abgegeben.

Lesen Sie hier mehr zum Gute-KiTa-Gesetz, auch der Entwurf des Gesetzestextes ist beim BMFSFJ zu finden.

Die Stellungnahme des Bundesverbandes für Kindertagespflege kann hier heruntergeladen werden.

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29.08.2018
Ländermonitor aktualisiert

Die Bertelsmann-Stiftung hat ihren diesjährigen Ländermonitor veröffentlicht. Darin sind genaue Analysen der statistischen Daten der Kindertagesbetreuung in den einzelnen Bundesländern zu finden. Grundlage für den diesjährigen Ländermonitor bilden die Daten vom 1. März 2017. Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes sind zu Anfang November zu erwarten.

Zum Ländermonitor der Bertelsmann-Stiftung

14.08.2018
Anhörung der Verbände zum Gute-KiTa-Gesetz

Bei der Verbändeanhörung im Bundesfamilienministerium am 13. August 2018 zum „Gute KiTa-Gesetz", an der rund 50 Verbände teilnahmen, war auch der Bundesverband für Kindertagespflege vertreten. Aus Sicht des Bundesverbandes ist die Kindertagespflege im Gesetz zwar „mitgedacht und eingebracht“ worden, aber in der Umsetzung wird den Ländern zu viel Spielraum eingeräumt. So könnten Länder aus den neun Handlungsfeldern, von denen die Kindertagespflege Handlungsfeld 8 darstellt, Maßnahmen auf ein oder mehrere beschränken. Es könnte also z.B. ein Bundesland die gesamten zur Verfügung gestellten Finanzmittel in die Befreiung der Eltern von Beiträgen investieren und keinen Euro in die Qualitätsverbesserung in Kita und Kindertagespflege. Der Bundesverband fordert, dass die Bundesländer Maßnahmen in allen Handlungsfeldern nachweisen müssen. Das Ziel des Gesetzes ist die Verbesserung der Qualität. Dies sollte Priorität vor der Entlastung der Eltern haben.

Bisher unklar sind auch die Kriterien für die von den Ländern vorzunehmende Qualitätsanalyse. Der Bundesverband spricht sich für klare, vergleichbare Kriterien aus, die der Bund durchsetzen müsse. Unterschiedliche Kriterien führen zu nicht vergleichbaren Resultaten, die dem Ziel des Gesetzes einer besseren Vergleichbarkeit zuwiderlaufen.

Drittens ist das Finanzvolumen insgesamt für die Erreichung aller im Gesetz genannten Ziele zu gering. Der Bundesverband anerkennt und unterstützt die Bemühungen des Bundesfamilienministeriums gegenüber dem Finanzministerium. Im Vergleich zu den im Zwischenbericht mit den Ländern vereinbarten Zielen greift der voriiegende Gesetzesentwurf allerdings zu kurz. 

Die Stellungnahme des Bundesverbandes finden Sie hier

Den Gesetzesentwurf finden Sie hier

08.08.2018
Standards für die Praxis von haushaltsnahen und personenbezogenen Dienstleistungen erschienen

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) erarbeitet sog. "DIN-Spezifikationen" (DIN SPEC) für Leistungen, die nicht durch DIN-Normen genormt werden können.

In 2015 wurde die DIN SPEC 77003 für die Information, Beratung und Vermittlung von haushaltsnahen und personenbezogenen Dienstleistungen veröffentlicht. Hierzu zählen vor allem Haushaltsdienstleistungen wie Reinigungsdienste usw. sowie Betreuungsdienste für pflegebedürftige Menschen und Kinderbetreuung. 

Nun wurde die DIN SPEC 77004 veröffentlicht, die die Standards für die Erbringung der Dienstleistung, also für die Praxis beschreibt. Hierzu gehört auch die pädagogische Praxis in der Kinderbetreuung. 

Weil die Standards für alle Zielgruppen gelten sollten und der Umfang durch die Vorgaben des DIN beschränkt ist, konnten lediglich einige Basisanforderungen beschrieben werden. Sie können als Grundlage für die Erarbeitung eines Qualitätskatalogs dienen.

Beide Dokumente können kostenfrei über den Beuth-Verlag bezogen werden. 

07.08.2018
OVG-Urteil zum Widerruf der Pflegeerlaubnis

Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hat beschlossen, dass die Erlaubnis zur Kindertagespflege wegen Ungeeignetheit der Pflegeperson aus folgendem Grund entzogen werden kann:

"Eine Person, die in Tagespflege über einen längeren Zeitraum wiederholt mehr Kinder betreut als erlaubt war, ist für deren Betreuung ungeeignet.
Wenn eine Person ihre persönliche Eignung verliert, ist eine früher erteilte Erlaubnis zur Kindertagespflege zu widerrufen; das in § 47 Abs. 1 SGB X (juris: SGB 10) eröffnete Ermessen ist dann auf Null reduziert."

Die Tagesmutter hat mit Wissen des Jugendamtes mehr als 5 Betreuungsverträge für Kinder in Tagespflege abgeschlossen und für die Betreuung das Entgelt vom öffentlichen Jugendhilfeträger erhalten. Sie hätte dennoch nicht mehr als 5 Kinder gleichzeitig betreuen dürfen.

Das Urteil ist veröffentlicht, lesen Sie hier mehr.

11.07.2018
Filme über die Kindertagespflege und zum QHB

Im Rahmen des Bundesprogramms Kindertagespflege wurden zwei Filme produziert. Ein kurzer Film zeigt - ohne Worte - in 1,5 min. einen Tag in der Kindertagespflege. Der zweite Film stellt in ca. 8 min. die Tätigkeit als Tagesmutter/ Tagesvater und wie die Qualifizierung nach dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) vor.

Die Filme wurden von der Stadt und dem Landkreis Fulda als Teilnehmer am Bundesprogramm Kindertagespflege in Auftrag gegeben. Sehen Sie die Filme hier:

Imagefilm zur Kindertagespflege (1:24 min.)

Film über die Tätigkeit und die Qualifizierung (8:22 min.)

22.06.2018
VG-Urteil: Vergütung der Kindertagespflege in Dresden rechtmäßig

Die erste Kammer des Verwaltungsgerichts Dresden hat über die Vergütung der Kindertagespflege in Dresden mündlich verhandelt und entschieden, dass die Vergütung von Kindertagespflegepersonen in Dresden inzwischen offenbar ausreichend sei (Az. 1 K 75/17 u. a.). Grundlage für die Entscheidung war die Expertise von Prof. Münder.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung des VG Dresden.

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11.06.2018
Neue Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Kindertagespflege

Der Deutsche Verein will mit den Empfehlungen dazu beitragen, die Kindertagespflege im Sinne des SGB VIII als gleichrangiges Angebot neben den Kindertageseinrichtungen zu stärken und sie qualitätsorientiert zu einer  existenzsichernden Erwerbstätigkeit weiterzuentwickeln. Neben Vorschlägen für die Profilentwicklung der sich immer weiter ausdifferenzierenden Formen der Kindertagespflege befassen sich die Empfehlungen mit der Professionalisierung der Tätigkeit als Kindertagespflegeperson. Darüber hinaus werden die Ausgestaltung der laufenden Geldleistungen aufgegriffen und Vorschläge für rechtliche, strukturelle und finanzielle Änderungsbedarfe unterbreitet.

Sie können die Empfehlungen hier herunterladen.

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23.05.2018
Kein Zuschuss zum Mutterschaftsgeld für Tagesmütter

Das BAG hat entschieden, dass eine selbständige "Tagesmutter", die als Tagespflegeperson Kinder in der Kindertagespflege betreut und schwanger wird, keinen Anspruch auf Zuschuss zum Mutterschaftsgeld nach dem Mutterschutzgesetz hat.

Ein Anspruch folge auch nicht aus Unionsrecht, so das BAG.

Die Klägerin ist als Tagespflegeperson in der Kindertagespflege tätig. Der beklagte Landkreis erteilte ihr als örtlich zuständiger Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe die Erlaubnis zur Betreuung von bis zu fünf gleichzeitig anwesenden fremden Kindern in der Kindertagespflege. Die Betreuungszeiten wurden in Absprache zwischen der Klägerin und den Eltern festgelegt. Für die Betreuung gewährte der beklagte Landkreis der Klägerin laufende Geldleistungen nach § 23 SGB VIII in Höhe von 3,90 Euro pro Kind und Betreuungsstunde. Dieser Anerkennungsbetrag wurde pro Betreuungsjahr für bis zu sechs Wochen Urlaub und bis zu zwei Wochen Krankheit weitergezahlt. Die Klägerin gebar im März 2014 ein Kind. Sie verlangt vom beklagten Landkreis für den Zeitraum der Mutterschutzfristen von sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt die Zahlung von Zuschuss zum Mutterschaftsgeld in Höhe der durchschnittlichen wöchentlichen laufenden Geldleistungen. Sie meint, sie sei Arbeitnehmerin des beklagten Landkreises, jedenfalls sei sie als eine solche zu behandeln. Der Anspruch ergebe sich bei unionsrechtskonformer Auslegung des Mutterschutzgesetzes, des § 23 SGB VIII sowie unmittelbar aus der RL 2010/41/EU zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen, die eine selbständige Erwerbstätigkeit ausüben.
Die Vorinstanzen hatten die Klage abgewiesen.

Das BAG hat die Klage abgewiesen.

Nach Auffassung des BAG ist die Klägerin als Tagespflegeperson keine Arbeitnehmerin des beklagten Landkreises, und zwar auch nicht im Sinne des Unionsrechts. Sie verrichte für diesen nicht Tätigkeiten nach dessen Weisung. Aus der Richtlinie 2010/41/EU folge kein unmittelbarer Anspruch auf die begehrte Zahlung gegen den beklagten Landkreis, denn die Richtlinie bestimme den Schuldner nicht hinreichend konkret. Gleiches gelte für die UN-Frauenrechtskonvention.

Vorinstanz
LArbG Hannover, Urt. v. 29.03.2017 - 13 Sa 399/16

Quelle: Pressemitteilung des BAG Nr. 24/2018 v. 23.05.2018/ Juris

 

08.05.2018
Die Aktionswoche läuft

Mehr als 140 Veranstaltungen sind auf der Homepage des Bundesverbandes verzeichnet, weitere finden regional statt. Alle Events und erste Reaktionen in Medien und Öffentlichkeit finden Sie auf unserer Homepage. Senden Sie uns Ihre Berichte, Fotos, Dokumentationen. Wir sind gespannt, wie die Aktionswoche verlaufen wird.

Unter info@bvktp.de sammeln wir alle Informationen, werden sie zusammenfassen und veröffentlichen. Bitte denken Sie daran, das Einverständnis für die Veröffentlichung von Fotos im Internet einzuholen.

Wir wünschen gutes Gelingen und viel Spaß!

 

20.04.2018
40 Jahre Bundesverband - ein Jubiläum, das gefeiert wurde

Das 40-jährige Jubiläum wurde im Hotel Müggelsee in Berlin bei schönstem Wetter und bester Stimmung gefeiert. Bundesministerin Dr. Franziska Giffey sprach in ihrem Grußwort sehr wertschätzende Worte über die Kindertagespflege. Daneben waren weitere Vertreterinnen des Bundesministeriums, aus Landesministerien, von Vereinen und Verbänden sowie Kindertagespflegepersonen anwesend

Hier geht's zur Dokumentation.

Viel Spaß beim Ansehen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

13.04.2018
Bundesministerin besucht Kindertagespflege

Kuchenbacken im Sandkasten, Papiergirlanden basteln oder Märchen vorlesen, zwischendurch Windeln wechseln und Trost spenden, und mittags das Essen für die Kleinen kochen – Daniela Reschkes Alltag mit ihren vier Tagespflegekindern ist vielseitig und anspruchsvoll. Sie ist eine von bundesweit 44.000 Tagesmüttern und –vätern, die in Deutschland Kinder unter drei Jahren betreuen.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat heute (Freitag) die Kindertagespflegestelle von Daniela Reschke in Herne besucht und ist überzeugt: „Hierher bringen Eltern ihre Kinder gerne und mit gutem Gewissen – denn die Kleinen sind hier nicht nur gut aufgehoben, es ist weit mehr: sie können sich in familiärer Atmosphäre bestens entwickeln und ihre Talente voll entfalten. Auch in der Kindertagespflege brauchen wir mehr Plätze – auch mit guter Qualität. Deshalb wird das geplante Gute-Kita-Gesetz auch die Rahmenbedingungen für die pädagogische Arbeit und für die Kindertagespflegepersonen weiter verbessern.“

Das Gesetz will Bundesfamilienministerin Giffey in enger Abstimmung mit den Ländern vor dem Sommer vorlegen. Der Bund stellt in den nächsten Jahren zusätzliche Mittel in Höhe von 3,5 Milliarden Euro für die Kindertagesbetreuung zur Verfügung. Eine Investition, die sich lohnt.

„In der Kita und in der Kindertagespflege wird die Basis für die Entwicklung eines Kindes gelegt“, so Dr. Franziska Giffey. „Ein Fünfjähriger, der sich nicht alleine anziehen kann, Probleme beim Sprechen hat und keinen Stift halten kann, hat keine guten Startbedingungen für die 1. Klasse. Schlimmstenfalls endet das einmal mit einem Schulabgang ohne Abschluss. Das bedeutet: keine Ausbildung, keine Arbeit. Wir müssen deshalb so früh wie möglich ansetzen, um ungleiche Startchancen der Kinder auszugleichen – damit es jedes Kind packt!“  

Daniela Reschke, selbst Mutter zweier Kinder, ist seit fast zehn Jahren mit Herzblut Kindertagespflegeperson. Sie bildet sich regelmäßig fort, um ihre pädagogische Arbeit weiter zu verbessern. Dabei profitiert sie davon, dass die Stadt Herne im Rahmen des Bundesprogramms „Kindertagespflege: Weil die Kleinsten große Nähe brauchen“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Das Bundesprogramm stärkt das System und die pädagogische Qualität der Kindertagespflege. Von Januar 2016 bis Dezember 2018 werden rund 30 Modellstandorte aus 11 Bundesländern gefördert, die das „Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch (QHB) Kindertagespflege“ implementieren sowie die damit verbundenen strukturellen Erweiterungen im regionalen System der Kindertagespflege umsetzen.

Rund 15 Prozent aller Kinder, die in Deutschland von Kindertagesbetreuung profitieren, werden von Kindertagesmüttern oder –vätern betreut. Insgesamt sind es etwa 160.000 Kinder, zwei Drittel davon sind jünger als drei Jahre. Die Kindertagespflegepersonen sind zu 95 Prozent Frauen. Im Schnitt betreuen sie 3,5 Kinder, meist im eigenen Haushalt.

Weitere Informationen: www.fruehe-chancen.de

Pressemitteilung: "Damit es jedes Kind packt!"

04.04.2018
40 Jahre Bundesverband für Kindertagespflege

Am 20. April begeht der Bundesverband für Kindertagespflege mit einem Festprogramm im Hotel Müggelsee in Berlin sein 40jähriges Jubiläum. 1978 entstand der „tagesmütter Bundesverband“, wie er damals hieß, aus dem Zusammenschluss von Vereinen von Tagesmüttern in Westdeutschland.

Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung

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29.03.2018
ProKi - Profile der Kindertagesbetreuung

Es geht in der ProKi-Studie aus einer vergleichenden Perspektive um die Frage, wie der Alltag in verschiedenen Settings der Kindertagesbetreuung gestaltet wird und welche Leistungen die pädagogischen Fachkräfte und Kindertagespflegepersonen hierbei erbringen. Auf der Grundlage von länger andauernden, teilnehmenden Beobachtungen konnte die jeweilige Praxislogik in den untersuchten Fällen analytisch nachgezeichnet und damit ein Verständnis für spezifische, unterschiedliche wie vergleichbare Phänomene der Betreuungspraxis entwickelt werden.

Näheres zum Projekt und die Ergebnisse der Studie als Download finden Sie hier.

26.03.2018
OVG Berlin-Brandenburg bekräftigt Rechtsanspruch

Das Oberverwaltungsgericht hat heute in zwei Eilverfahren über Anträge auf Bereitstellung von Plätzen zur frühkindlichen Förderung in Tageseinrichtungen oder Kindertagespflege entschieden. Das Verwaltungsgericht hatte die Anträge der Kinder abgelehnt, weil in den betreffenden Bezirken Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg die Kapazitäten erschöpft seien und weil in einem der beiden Fälle bereits ein Kita-Platz in angemessener Entfernung von der Wohnung nachgewiesen worden sei. Das Oberverwaltungsgericht hat diese Entscheidungen nach einem heute mit den Verfahrensbeteiligten und Vertretern der zuständigen Senatsverwaltung durchgeführten Erörterungstermin geändert und das Land Berlin verpflichtet, den Antragstellern jeweils einen Betreuungsplatz in angemessener Entfernung zu ihrer Wohnung nachzuweisen. Als Umsetzungsfrist hat es dem Land Berlin fünf Wochen eingeräumt.

Pressemitteilung vom 22.03.2018

13.03.2018
Aktionswoche Kindertagespflege vom 05.-12. Mai 2018

Unter dem Motto "Gut betreut in Kindertagespflege" sollen möglichst viele Aktionen, Veranstaltungen und Events, Tage der offenen Tür uvm. stattfinden, um zu zeigen, was Kindertagespflege ist. Machen Sie mit!

Der Bundesverband für Kindertagespflege als Initiator dieser Aktionswoche stellt dafür Materialien zum Herunterladen und Ausdrucken zur Verfügung, die auch zum Selbstkostenpreis bestellt werden können. Sie können Ihr Event auf unserer Homepage selbst einstellen.

Bitte klicken Sie hier um mehr über die Aktionswoche zu erfahren und Ihre Veranstaltung bekannt zu machen.

Aktionswoche

19.02.2018
Pressemitteilung: Koalitionsvertrag mit erfreulichen Botschaften für die Kindertagespflege

Zu den Inhalten des Koalitionsvertrages von CDU/CSU und SPD für die
Kindertagespflege erklärt die Bundesvorsitzende Inge Losch-Engler:
„Der Koalitionsvertrag enthält zwei für die Kindertagespflege sehr erfreuliche
Passagen".

Lesen Sie mehr in der aktuellen Pressemitteilung.

Die für die Kindertagespflege besonders relevanten Passagen haben wir hier zusammengefasst.

Den gesamten Text des Koalitionsvertrages finden Sie hier.

 

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19.02.2018
Schlaglicht: Krankenversicherung

Die Sonderregelung für die Krankenversicherung für Kindertagespflegepersonen endet zum 31.12.2018. Falls es keine neue Regelung gibt, müssen viele Tagesmütter und Tagesväter ab nächstem Jahr mehr Krankenversicherungsbeiträge zahlen.

Häufig wird davon ausgegangen, dass Kindertagespflegepersonen immer 5 Kinder in Vollzeit betreuen. Doch selbst mit einer vollen Auslastung verdienen die wenigsten so viel, dass die für hauptberuflich Selbstständige fälligen Beiträge für die Krankenversicherung angemessen wären. Die Konsequenz könnte sein, dass manche Kindertagespflegeperson ihre Tätigkeit beendet.

Der Koalitionsvertrag, den CDU/CSU und SPD verhandelt haben, lässt nun ein wenig Hoffnung zu. Lesen Sie mehr über die Hintergründe und die Empfehlungen des Bundesverbandes im neuen Schlaglicht.

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29.01.2018
Urteil beim Bundesverwaltungsgericht zur Höhe der Vergütung für Tagesmütter und -väter

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass der vom Jugendhilfeträger festgesetzte Betrag für die Anerkennung der Förderungsleistung an eine Tagespflegeperson i.H.v. 2,70 € je Kind und Stunde im konkreten Fall gerichtlich nicht zu beanstanden ist.

Lesen Sie hier mehr in der Pressemitteilung des BVerwG vom 25.01.2018

02.01.2018
GuT - Gute gesunde Kindertagespflege: Online-Befragung hat begonnen!

Im Rahmen der Studie „Gute gesunde Kindertagespflege“ ist es ein zentrales Anliegen, eine möglichst breite Gruppe von Kindertagespflegepersonen deutschlandweit zu Wort kommen zu lassen. Aus diesem Grunde gibt es für alle Kindertagespflegepersonen in Deutschland die Möglichkeit zur Teilnahme an der nationalen Onlinebefragung durch die Alice-Salomon-Hochschule, die das Projekt durchführt. Der Bundesverband für Kindertagespflege unterstützt dieses Projekt als Partner.

Mehr Informationen zum Projekt und den Online-Fragebogen finden Sie hier

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