27.03.2017

Anhörung im Bundestag zum Gesetzentwurf zum vierten Investitionsprogramm

Der Deutsche Bundestag hat am 23. März in erster Lesung den Entwurf des "Gesetzes zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung" beraten. Mit dem vom Bundesfamilienministerium erarbeiteten Gesetzesentwurf können zusätzliche 100.000 Betreuungsplätze in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege für Kinder bis zum Schuleintritt geschaffen werden.

Der Bundesverband für Kindertagespflege ist heute zur Anhörung im Bundestag eingeladen.

Lesen Sie hier den kompletten Gesetzentwurf.

Der Bundesverband hat diese Stellungnahme dazu abgegeben.

21.03.2017

Der Bundesverband beim Deutschen Jugendhilfetag in Düsseldorf

16. Deutscher Kinder- und Jugendhilfetag vom 28.03.2017 bis 30.03.2017 auf dem Düsseldorfer Messegelände

Der Bundesverband für Kindertagespflege und der Landesverband Kindertagespflege NRW sind auf dem 16. deutschen Kinder-und Jugendhilfetag in Düsseldorf mit einem Messestand vertreten.

Die bevorstehende Landtagswahl am 14. Mai 2017 in NRW wird genutzt, um die Vorstellung der im Landtag vertretenen Parteien zur Weiterentwicklung der Kindertagespflege in den Blick zu nehmen.

Zeit: 30.03.2017 von 11:00 - 11:45 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ort: Halle 3, Stand B 51

21.03.2017

Fachtagungen für die Fachberatung

Im Rahmen des Projektes „Kinder aus Familien mit Fluchterfahrung in der Kindertagespflege“ veranstaltet der Bundesverband im Jahr 2017 drei regionale Fachtage für Fachberaterinnen und Fachberater zum Thema

Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagespflege
- Potenziale, Möglichkeiten und Grenzen -

Die Fachtage finden statt:

Anmeldungen sind ab sofort möglich, bitte klicken Sie hier.

03.02.2017

Bedarf bei Kindertagesbetreuung steigt weiter

In der Publikation "Kindertagesbetreuung Kompakt" hat das Bundesfamilienministerium erstmals aktuellen Zahlen zu Betreuungsbedarfen von Kindern zwischen drei und elf Jahren zusammengetragen. Erstmals werden damit auch Grundschulkinder bis 11 Jahre einbezogen.

Der Betreuungsbedarf für Kinder unter drei Jahren ist weiter gestiegen, von 43,6 Prozent in 2015 auf 46 Prozent in 2016. Doch nur 32,7 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe – das entspricht einer Zahl von knapp 720.000 Kindern – wurden auch tatsächlich in 2016 betreut.

Nicht nur das Platzangebot, sondern auch die angebotenen Betreuungsumfänge sind für Eltern ein wichtiges Thema. Bei etwa der Hälfte der Eltern von Drei- bis Fünfjährigen unterschreitet die tatsächliche Betreuungszeit der Kinder die von ihren Eltern benötigte Betreuungszeit um mindestens fünf Stunden die Woche.

Mehr Infos hier.

27.01.2017

Kindertagespflege wurde mitgedacht: Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“

Um Kindern und Familien den Zugang zu Angeboten der Kindertagesbetreuung zu erleichtern, startet das Bundesfamilienministerium das neue Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“.  Damit sollen ab Frühjahr 2017 Angebote gefördert werden, die den Einstieg in das System der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung vorbereiten, begleiten und Zugangshürden abbauen.

Auch Angebote im Rahmen der Betreuung von Kindern in Kindertagespflege bzw. Qualifizierung von zumeist Frauen mit Migrations- oder Fluchthintergrund als Kindertagespflegepersonen könnten Förderfähig sein.

Nähere Informationen sind zu finden unter www.fruehe-chancen.de. In den Fördergrundsätzen sind die Details beschrieben.

13.01.2017

Modell zur leistungsgerechten Vergütung online

Der Bundesverband für Kindertagespflege hat mit Unterstützung einer Arbeitsgruppe und in- und externer Beratung ein Modell zur leistungsgerechten Vergütung von Kindertagespflegepersonen entwickelt.

Das Modell wurde auf der Mitgliederversammlung 2016 beschlossen und liegt nun als Datei mit umfassenden Erläuterungen und Berechnungen zum download vor. Zu Beginn des Jahres 2017 wird es an die Träger der öffentlichen Jugendhilfe, Fachberatungen und Verbände verschickt.

„Ziel ist es, eine Diskussion über das aus Sicht des Bundesverbandes nach wie vor unzureichende Finanzierungssystem der Kindertagespflege auszulösen. Kindertagespflegepersonen müssen von ihrer Arbeit leben können“, sagte die Bundesvorsitzende Inge Losch-Engler.

Das Modell des Bundesverbandes basiert auf folgenden Kernelementen:

  1. Kindertagespflegepersonen werden zukünftig nach einer Leistungsstunde bezahlt, die sich an Tätigkeitsmerkmalen orientiert.
  2. Die Leistungsstunde ist unabhängig von der Anzahl der Kinder.
  3. Das Modell orientiert sich bei der Grundvergütung an den Tarifverträgen für den Öffentlichen Dienst (TVöD SuE).
  4. Die mittelbare Arbeit der Kindertagespflegepersonen, z.B. Elterngespräche, Dokumentationen, werden in die Leistungsstunde einbezogen.

Der Bundesverband sieht in dem Modell einen Weg, den unbestimmten Rechtsbegriff „leistungsgerecht“ durch konkrete Tätigkeitsmerkmale auszufüllen und damit auch mehr Rechtssicherheit zu schaffen. Eine größere öffentliche Vorstellung des Modells wird es am 18. Februar auf der didacta Bildungsmesse in Stuttgart geben.

Sie können die Broschüre hier kostenlos downloaden:

› Mehr Info und Download

01.01.2017

Das ändert sich zum Jahresanfang 2017 (auch für Kindertagespflegepersonen)

Jährlich ändern sich einige Bemessungsgrundlagen und Beitragssätze für die Sozialversicherungen und der Steuerfreibetrag. Folgende Beträge gelten ab 01.01.2017:

Grundfreibetrag für die Einkommensteuer: Alleinstehende müssen erst ab 8.820,00 € jährliches steuerpflichtiges Einkommen überhaupt Steuern bezahlen, Verheiratete zusammen ab 17.640,00 €.

Krankenversicherung: Familienversicherung (für Verheiratete) ist bis zu einem steuerpflichtigen Einkommen von 425,00 € ggf. möglich.

Mindestbemessungsgrundlage: Bis zu einem steuerpflichtigen Einkommen von 991,67 € ist es Kindertagespflegepersonen möglich, freiwillig den Mindestbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung zu zahlen. Dieser beträgt 138,83 €. Der ermäßigte Beitragssatz für freiwillig Versicherte nebenberuflich Selbstständige ohne Krankengeldversicherung beträgt nach wie vor 14,0 % (dies trifft auf die meisten Kindertagespflegepersonen zu). Für hauptberuflich selbstständig Tätige beträgt der Beitragssatz unverändert 14,6%. Hier beträgt die Mindestbemessungsgrundlage 2.231,25 €. Jeweils die Hälfte der Krankenversicherungsbeiträge erstattet, wie gehabt, der öffentliche Jugendhilfeträger. Zusätzlich zu den Beiträgen können Krankenkassen einen Zusatzbeitrag erheben.

Pflegeversicherung: Wer eigene Beiträge für die gesetzliche Krankenversicherung zahlt, muss auch für die Pflegeversicherung Beiträge entrichten. Der Beitragssatz beträgt 2,55 % (= 25,29 €), für Kinderlose 2,8 % (= 27,77 €) – außer in Sachsen. Auch hiervon erstattet der öffentliche Jugendhilfeträger die Hälfte.

In der gesetzlichen Rentenversicherung hat sich nichts geändert: Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung ändert sich nicht und bleibt bei 18,7%. Der Mindestbeitrag zur freiwilligen gesetzlichen Rentenversicherung beträgt 84,15 €.

Die Obergrenze von 450,00 € für eine geringfügige Beschäftigung im Angestelltenverhältnis ändert sich ebenfalls nicht.

27.12.2016

Unterstützung für Interessengemeinschaften, Bündnissen und Netzwerken

Qualität vor Ort bewegen

Um den regionalen Austausch über gute Qualität zu befördern, ist das Programm Qualität vor Ort mit sechs regionalen Servicebüros in ganz Deutschland vertreten. Diese Büros unterstützen 150 ausgewählte Netzwerke für frühe Bildung auf kommunaler Ebene fachlich und methodisch. Außerdem begleitet das Programm 20 Modellkommunen auf ihrem Weg, ein ressortübergreifendes Konzept der frühen Kindheit zu erarbeiten und im Ort zu implementieren.

Erfahren Sie hier mehr und wie es geht.

22.12.2016

40.000 Zertifikate „Qualifizierte Kindertagespflegeperson“ vergeben

Kurz vor Weihnachten konnte der Bundesverband für Kindertagespflege wieder ein Jubiläum begehen. Am 15. Dezember wurde Herrn André Rosemann, Tagesvater aus Dresden, das 40.000 Zertifikat „Qualifizierte Kindertagespflegeperson“ überreicht.

Die Übergabe erfolgte durch die Bundesvorsitzende Inge Losch-Engler.

Dr. Frank Pfeil, Staatssekretär im sächsischen Kultusministerium, würdigte die Qualifikation der Absolventinnen und Absolventen in seinem Grußwort und überbrachte die Glückwünsche des Kultusministeriums. Gratulationen erhielten die frisch gebackenen Tagesmütter und Tagesväter auch von Juliane Vogt, Geschäftsführerin von Sachsen Innovativ.

Seit 2004 vergibt der Bundesverband die Zertifikate an Absolventinnen und Absolventen der Qualifizierungskurse zur Kindertagespflegeperson. Dabei kooperiert er mit rund 300 Bildungsträgern. In Dresden war dies die Akademie für zugewandte Pädagogik.

André Rosemann gehört zu denen, die bereits die Qualifizierung nach dem Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch (QHB) erwerben. Sie besteht aus 160 Stunden tätigkeitsvorbereitendem und 140 Stunden tätigkeitsbegleitendem Unterricht.

Inge Losch-Engler erklärte dazu: „Ich gratuliere André Rosemann und den anderen Absolventinnen und Absolventen. Die neue Qualifizierung nach dem QHB trägt dazu bei, die Professionalität der Kindertagespflege zu stärken und sie als echten Beruf zu etablieren“.

Dr. Frank Pfeil, Staatssekretär im sächsischen Kultusministerium (2.v.l.),
Inge Losch-Engler (Mitte)

12.12.2016

Kindertagesbetreuung regional 2016 - Betreuungsstatistik von Bund und Ländern erschienen

Aus der heutigen Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes:

WIESBADEN – Mit 61,8 % hatte der brandenburgische Landkreis Spree-Neiße zum Stichtag 1. März 2016 die bundesweit höchste Betreuungsquote für Kinder unter 3 Jahren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden in 66 der 77 ostdeutschen Landkreise und kreisfreien Städte (einschließlich Berlin) mehr als 50 % aller Kinder unter 3 Jahren in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege betreut. Die geringste Betreuungsquote wies der Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern mit 14,3 % auf.
Bei der Zahl der Kinder in Kindertagesbetreuung handelt es sich um tatsächlich zum Stichtag 1. März 2016 betreute Kinder.
Bei den Kindern im Alter von 2 Jahren hatten 75 von 77 ostdeutschen Kreisen eine Betreuungsquote von mindestens 80 %. Dieser Wert wurde in Westdeutschland nur von 3 der insgesamt 325 Kreise erreicht. Den höchsten Anteil an 2-jährigen Kindern in Kindertagesbetreuung an allen Kindern in diesem Alter gab es im brandenburgischen Kreis Elbe-Elster (99,9 %).
Bei den 1-jährigen Kindern lag in den ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten die Betreuungsquote Anfang März 2016 in fast allen Kreisen (in 76 von 77 Kreisen) bei mindestens 50 %. Dagegen gab es angeführt von Heidelberg (62,7 %) insgesamt nur 5 westdeutsche Kreise und kreisfreie Städte mit einer entsprechend hohen Quote. Die bundesweit höchste Quote bei den 1-jährigen Kindern wies die Stadt Frankfurt (Oder) mit 84,5 % auf.
Eine geringe Rolle spielte die Betreuung von Kindern unter 1 Jahr. Hier lag die Betreuungsquote in Ostdeutschland bei 3,9 % und in Westdeutschland bei 2,2 %.
Diese und weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung gehen aus der gemeinsamen Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder „Kindertagesbetreuung regional 2016“ hervor, die Daten zur Situation der Kindertagesbetreuung in allen 402 Stadt- und Landkreisen in Deutschland zur Verfügung stellt.

Hier geht es zur Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes.

07.12.2016

Kita-Qualität in Deutschland – Was wünschen sich Eltern?

Eltern wünschen sich bundesweit verbindliche Qualitätsstandards für Kindertageseinrichtungen. In einer repräsentativen Studie der Bertelsmann Stiftung spricht sich eine große Mehrheit der Mütter und Väter dafür aus, Personalschlüssel, Verpflegung und Ausbildung der Fachkräfte für ganz Deutschland einheitlich zu regeln. Mehr Qualität ist vielen Eltern etwas wert: Rund die Hälfte der Eltern wäre bereit, für bessere Kitas auch selbst mehr zu zahlen. Infratest dimap hatte für die Studie 4.437 Eltern befragt, deren Kinder derzeit eine Kita besuchen.

86 Prozent der Eltern fordern einheitliche Regelungen, für wie viele Kinder eine Erzieherin zuständig sein darf. Derzeit  gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern. Kindgerechte Personalschlüssel gewährleisten lediglich Baden-Württemberg und Bremen. Nach Empfehlungen der Bertelsmann Stiftung sollte eine Erzieherin höchstens drei Kinder unter drei Jahren bzw. 7,5 Kinder ab drei Jahren betreuen. In den ostdeutschen Bundesländern hingegen ist die Personalausstattung zum Teil nicht einmal halb so gut wie erforderlich. Daher verwundere es nicht, so Stiftungsvorstand Jörg Dräger, dass im Osten die Forderung nach einheitlichen Personalschlüsseln sogar 93 Prozent der Befragten unterstützen: "Eltern möchten für ihre Kinder überall die gleichen guten Bildungschancen, unabhängig vom Wohnort", sagt Dräger.

21.11.2016

Das Bundesfinanzministerium informiert

Das Bundesfinanzministerium hat eine neue Information zur steuerlichen Behandlung der Kindertagespflege herausgegeben. Die bisherigen Regelungen wurden differenziert, eine Regelung zur steuerlichen Behandlung von Zahlungen in Ausfallzeiten mit aufgenommen.

Das Schreiben des BMF vom 11.11.2016 kann hier heruntergeladen werden.

15.11.2016

Zwischenbericht zum Prozess der Qualitätsentwicklung vorgestellt

Auf der heutigen Konferenz „Frühe Bildung – Mehr Qualität für alle Kinder“ wurde der Zwischenbericht 2016 von Bund und Ländern „Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell sichern“ vorgestellt. Er benennt erstmalig gemeinsame Handlungsziele zur Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung.

Auch mit der Kindertagespflege wurde sich im Rahmen dieses Prozesses befasst.  Der Bundesverband für Kindertagespflege war bei den Expertendialogen mit Bund und Ländern vertreten.In Kapitel 8 werden Maßnahmen für die Kindertagespflege ausgeführt.

Umfangreiche Dokumentationen, den Bericht und weitere Materialien sind auf der Internetseite "Frühe Chancen" zu finden.

20.10.2016

Bundesgerichtshof: Kommune haftet, wenn kein Betreuungsplatz vorhanden ist

Der Bundesgerichtshof hat sich heute in mehreren Entscheidungen mit der Frage befasst, ob Eltern im Wege der Amtshaftung (§ 839 Abs. 1 Satz 1 BGB* in Verbindung mit Artikel 34 Satz 1 GG**) den Ersatz ihres Verdienstausfallschadens verlangen können, wenn ihren Kindern entgegen § 24 Abs. 2 SGB VIII*** ab Vollendung des ersten Lebensjahres vom zuständigen Träger der öffentlichen Jugendhilfe kein Betreuungsplatz zur Verfügung gestellt wird und sie deshalb keiner Erwerbstätigkeit nachgehen können.

Ein Verschulden der beklagten Kommune muss aber noch geprüft werden. Näheres ist in der heutigen Pressemitteilung des BGHs zu finden.

28.09.2016

Wieder mehr Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung

Die Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung ist zum 1. März 2016 gegenüber dem Vorjahr um rund 26 200 auf insgesamt knapp 719 600 Kinder gestiegen. In Kindertagespflege waren 5.164 Kinder mehr in Betreuung als im Vorjahr. Dabei ist die Anzahl der Kindertagespflegepersonen erneut um 637 zurückgegangen.

Der Trend scheint ungebrochen: Jährlich werden mehr Kinder in Kita und Kindertagespflege betreut. Die Anzahl der Kindertagespflegepersonen sinkt - nicht stark, aber stetig.

Die Zahlen vom 01. März 2016 sind beim Statistischen Bundesamt unter destatis abrufbar.

26.09.2016

Jugendhilfeträger muss private Zuzahlungen von Eltern an Tagesmutter für Kinderbetreuung erstatten

Eltern können Jugendhilfeträger zur Zuweisung eines zuzahlungsfreien Tagespflegeplatzes auffordern

Das Verwaltungsgericht Darmstadt hat entschieden, dass der Landkreis Darmstadt-Dieburg den Eltern die privat gezahlten Beträge erstatten muss, die diese an die Tagesmutter im Rahmen eines Betreuungsvertrages zu entrichtet hatten.

Im konkreten Fall ging es letztlich um die Zuzahlung von einem Euro für jede Betreuungsstunde, die die Tagesmutter neben den Zahlungen des Jugendhilfeträgers von den Eltern zusätzlich erhielt.

Nicht alle Zusatzbeiträge sind erstattungsfähig

Das Verwaltungsgericht Darmstadt stellt in seiner Entscheidung allerdings klar, dass nicht alle Zusatzbeiträge erstattungsfähig sind. Dies gelte insbesondere für Zusatzleistungen, wie beispielsweise Verpflegungskosten. Außerdem blieben die Eltern nach wie vor verpflichtet, die Beträge, die für die Betreuung der Kinder durch eine Tagesmutter aufgrund einer Satzung festgelegt seien, selbst zu zahlen, sofern sie nicht ausnahmsweise hiervon befreit seien.

Eltern können nur gegen Zusatzbeträge arbeitende Tagesmütter ablehnen

Weiter stellt das Verwaltungsgericht klar, dass die Eltern die Betreuung durch Tagesmütter, die einen Zusatzbetrag verlangen, ablehnen können. Denn der Träger der Jugendhilfe erfülle seinen Anspruch auf Bereitstellung eines Kinderbetreuungsplatzes aus § 24 Abs. 2 SGB VIII nicht, wenn die von ihm nachgewiesene Tagesmutter zur Übernahme der Betreuung nur gegen eine private Zuzahlung seitens der Eltern des zu betreuenden Kindes bereit sei.

Ausbleibende Zuweisung eines zuzahlungsfreien Tagespflegeplatzes kann zu Kostenerstattungsanspruch der Eltern gegenüber Jugendhilfeträger führen

Könne der Jugendhilfeträger keine Tagesmutter zur Verfügung stellen, die ohne Zuzahlung arbeite, so hätten die Eltern gegen den Jugendhilfeträger einen Anspruch auf Übernahme der privaten Zuzahlungen. In der Praxis können daher Eltern, die private Zuzahlungen an Tagesmütter leisten, den Jugendhilfeträger um Zuweisung eines zuzahlungsfreien Tagespflegeplatzes auffordern. Ist dieser hierzu nicht in der Lage oder kommt er der Aufforderung nicht nach, so kann dies zu einem Kostenerstattungsanspruch der Eltern gegenüber dem Jugendhilfeträger führen.

Verwaltungsgericht Darmstadt, Urteil vom 13.09.2016
5 K 404/14.DA -, zitiert aus kostenlose-urteile.de vom 26.09.2016

14.09.2016

Beirat des Bundesverbandes für Kindertagespflege gegründet

Am 9. September trat der neu gegründete Beirat des Bundesverbandes für Kindertagespflege zu seiner konstituierenden Sitzung in Berlin zusammen. Zum Vorsitzenden des Gremiums, das den Bundesverband beraten und zukünftige Entwicklungen der Kindertagespflege diskutieren soll, wurde Prof. Dr. Gabriel Schoyerer gewählt.


Die Bundesvorsitzende Inge Losch-Engler erklärte dazu: „Ich bin sehr froh, dass wir nun einen Beirat aus sehr profilierten Persönlichkeiten verschiedener Berufe haben. Die interdisziplinäre Herangehensweise ermöglicht es, Entwicklungen in der Kindertagespflege von verschiedenen Seiten zu betrachten und Ideen für eine bessere Qualität der frühkindlichen Betreuung zu entwickeln.
Ich danke den Mitgliedern des Beirates für die lebhafte und konstruktive Diskussion, die sich bereits in der ersten Sitzung gezeigt hat“.


Die Mitglieder des Beirates sind:
Dr. Elisabeth Benterbusch, Wiss. Dienst des Deutschen Bundestages
Ingrid Fischbach, Mitglied des Bundestages
Dieter Gerber (Stellv. Vorsitz), Stellv. Bundesvorsitzender
Maria-Theresia Münch, Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge
Dr. Eitel-Siegfried Samland, Staatl. Fachschule für Sozialpädagogik Hamburg
Prof. Dr. Gabriel Schoyerer (Vorsitz), Kath. Stiftungsfachhochschule München
Prof. Dr. Stefan Sell, Hochschule Koblenz, Campus Remagen
Gabriele Stein, Ev.-luth. Kindertagesstättenverband Lüneburg
Mirjam Taprogge-Essaida, Rechtsanwältin und Mediatorin
Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner, Rechtwissenschaftler, Ministerialrat a.D.

11.07.2016

Neues Projekt am Start: Kinder aus Familien mit Fluchterfahrungen in der Kindertagespflege

Die Kindertagespflege wird aufgrund der großen Zahl von Flüchtlingen zukünftig verstärkt Kindern und Familien mit Fluchterfahrungen begegnen. Für das laufende Jahr wird mit einer Größenordnung von bis zu 80.000 Kindern von 0-6 Jahren zu rechnen sein.

Auch Eltern, die gemeinsam mit ihren Kindern aus ihrer Heimat geflüchtet sind oder die während der Flucht bzw. mit einem unsicheren Status als Flüchtling in Deutschland Kinder bekommen, können die Kindertagespflege als eine Form der Kindertagesbetreuung wahrnehmen. Der überschaubare und familiäre Rahmen mit wenigen Kindern bietet für sie vielfältige Entwicklungschancen. Für manche Kinder könnte die Kindertagespflege die geeignetere Form der Betreuung sein.

Für Kindertagespflegeperson bedeutet das u.U. eine besondere Herausforderung. Der Bundesverband für Kindertagespflege befasst sich im Rahmen eines Projekts mit dieser Thematik. Es werden Materialien erarbeitet und Beratung für Kindertagespflegepersonen und die Fachberatung angeboten.

Zudem werden für Eltern und die im Helfersystem der Menschen mit Fluchthintergrund Tätigen (z.B. Sozialbetreuer/-innen) Informationen und Beratung zur Kindertagespflege als Form der Kindertagesbetreuung zur Verfügung gestellt.

Die Projektlaufzeit ist von Juni 2016 bis Dezember 2018. Wir freuen uns sehr über unsere neuen Kolleginnen Ilka Ruhl und Michaela Hennigs, die beim Bundesverband schwerpunktmäßig für dieses Projekt mitarbeiten werden. Weitere Informationen sind auf unserer Homepage zu finden, die fortlaufend aktualisiert wird.

Hier finden Sie mehr zum Thema Kinder mit Fluchthintergrund.

05.07.2016

Neuberechnung der Leistungen für Tagesmütter

Aus einer Pressemitteilung des VG Aachen vom 05.07.2016:

Das VG Aachen hat entschieden, dass die Stadt Aachen die Leistungen für Tagesmütter neu berechnen muss.

Damit hat es der Klage einer Tagesmutter aus Aachen weitgehend entsprochen.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts ist die in den Richtlinien der Stadt Aachen vorgesehene Geldleistung für Tagesmütter nicht leistungsgerecht. Die Bildung gestaffelter Zeitkorridore führe dazu, dass die Vergütung einer Tagesmutter pro Stunde stark divergiere. Es erscheine unter dem Gesichtspunkt der Leistungsgerechtigkeit nicht hinnehmbar, wenn beispielsweise eine Tagesmutter für die Betreuung eines Kindes im Umfang von 110 Stunden im Monat das gleiche Entgelt erhalte wie eine Kollegin, die ein Kind nur 91 Stunden im Monat betreue. Die Betreuung im Umfang von 110 Stunden bedeute eine Mehrarbeit von 19 Stunden im Monat – das seien rund 20% –, ohne dass sie entsprechend bezahlt werde.

Darüber hinaus rügt das Gericht die Höhe der Geldleistung, soweit sie zur Anerkennung der Förderungsleistung gezahlt wird. Zwar habe die Stadt Aachen diesen Anteil der Geldleistung nicht konkret bemessen, was die Kammer allerdings für erforderlich hält. Dieser Anteil lasse sich jedoch durch Abzug der Aufwendungen für Sozialversicherungen und Sachkosten näherungsweise ermitteln. Je nach Betreuungsumfang liege dieser in Aachen in den überwiegenden Fällen bei einem Betrag zwischen 1,81 Euro und 2,55 Euro je Stunde je Kind. Dies sei im Jahr 2014 nicht mehr leistungsgerecht. Dies werde durch einen Vergleich mit dem Tarifeinkommen einer Erzieherin bestätigt, wobei allerdings die höhere Qualifikation einer Erzieherin zu berücksichtigen sei.

Gegen das Urteil kann die Stadt Aachen die Zulassung der Berufung beantragen, über die das OVG Münster entscheidet.

Quelle: juris, Rechtsportal, www.juris.de

01.07.2016

Ländermonitor zeigt deutliche Unterschiede auf

Zum neuen „Ländermonitor frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann-
Stiftung erklärte die Bundesvorsitzendes des Bundesverbandes für
Kindertagespflege, Inge Losch-Engler:
„Der neue Ländermonitor liefert aufschlussreiche Zahlen zur Kinderbetreuung,
beschränkt sich aber nur auf die Analyse der Betreuung in Kitas. Die
Kindertagespflege wird in dem Bericht nicht erwähnt, obwohl in Deutschland rund
150.000 Kinder in Kindertagespflege betreut werden.
Anders als bei den Kitas ist in der Kindertagespflege der Betreuungsschlüssel vom
Gesetzgeber bundesweit auf maximal fünf gleichzeitig anwesende Kinder
festgelegt, die einer bestimmten Kindertagespflegeperson zugeordnet sind. Das
Problem, dass bei Krankheit oder Vertretung die Gruppen stark wachsen, kann es
in der Kindertagespflege deshalb nicht geben. Hier hat die Kindertagespflege ein
Alleinstellungsmerkmal.
Der Bundesverband unterstützt die Forderung der Bertelsmann-Stiftung nach
bundeseinheitlichen Qualitätsstandards für die Bildung, Erziehung und Betreuung,
in Kindertagespflege und in Kitas. Mögliche verfassungskonforme Wege dazu sind
bereits in der Studie von Prof. Joachim Wieland aufgezeigt worden“

30.05.2016

Dokumentation der Fachtagung "Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagespflege"

Unter den Flüchtlingen die in Deutschland seit 2015 ankommen, befinden sich viele Kinder, die mit ihren Familien ihre Heimat verlassen mussten und in Deutschland Zuflucht gesucht haben. Auch für dieses Jahr ist zu erwarten, dass viele Familien zu uns kommen werden. Sie haben in der Regel kurzfristig alles Vertraute hinter sich gelassen und müssen nun ein neues Zuhause finden. Sie haben vielleicht Krieg und Gewalt erfahren oder gesehen. Sie sprechen nicht die deutsche Sprache und unsere Kultur ist ihnen fremd. Mit dieser Verunsicherung und mit ihren Erlebnissen kommen sie in die Schulen, Kindertageseinrichtungen und in die Kindertagespflege. 

Was heißt das für Kindertagespflegepersonen und wie können sie den Kindern und ihren Familien begegnen? Welche Möglichkeiten der Unterstützung kann die Kindertagespflege leisten und wo sind auch die Grenzen ihrer Möglichkeiten?

Der Bundesverband für Kindertagespflege hat am 29.04.2016 eine Fachtagung zum Thema "Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagespflege" veranstaltet. Die Dokumentation der Vorträge und Arbeitsergebnisse kann auf unserer Homepage eingesehen werden.

Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren.

Zu dem Themenkomplex sind weitere Materialien zu finden unter
Relevante Themen in der Kindertagespflege

25.02.2016

Urteil des Verwaltungsgerichtes Dresden zur Angemessenheit der laufenden Geldleistung von Tagespflegepersonen

Das Verwaltungsgericht Dresden hat am 24. Februar 2016 über den Antrag eines Tagesvaters in einem Musterverfahren zur Angemessenheit der städtischen Geldleistung für Tagespflegepersonen entschieden. Gegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens waren Leistungsbescheide seit dem Jahr 2013. Nach der Rechtsauffassung des Gerichtes konnte die Stadt nicht hinreichend plausibel aufzeigen, dass die Höhe der gezahlten monatlichen Geldleistung angemessen ist. Es hat die Bescheide aus diesem Grund aufgehoben. Aktuell liegt der Stadt lediglich der Tenor der richterlichen Entscheidung vor. Danach wird die Stadt verpflichtet, „[…] über die laufende Geldleistung des Klägers unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichtes neu zu entscheiden.“ 

Wie Stadtsprecher Kai Schulz ausführt, wird die Stadt vorbehaltlich der schriftlichen Urteilsbegründung voraussichtlich keine Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen und die laufenden Geldleistungen neu kalkulieren. „Auch wir wollen Rechtssicherheit in dieser sensiblen Frage. Zumal sich das Gericht nicht dazu geäußert hat, ob die gezahlten Geldleistungen zu hoch oder zu niedrig angesetzt sind. Es fehlt allein an der Schlüssigkeit der Begründung“, so Kai Schulz weiter. In den nächsten Tagen wird die Verwaltung deshalb prüfen, ob für eine rechtssichere Neuberechnung der Geldleistungen externer Sachverstand hinzugezogen werden sollte. Dafür sprechen die guten Erfahrungen bei anderen Verfahren. Unter anderem wurde das mittlerweile vom Bundessozialgericht bestätigte schlüssige Konzept für die angemessenen Kosten der Unterkunft in Dresden durch Experten aus der wissenschaftlichen Praxis im Auftrag der Stadt erstellt. 

Die Neuberechnung soll für alle Tagespflegepersonen rückwirkend ab Januar 2016 gelten. 

Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung der Stadt Dresden. 

02.02.2016

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes: Betreuungsquote unter 3-jähriger Kinder in fast allen ostdeutschen Kreisen bei über 50 %

In fast allen ostdeutschen Kreisen wurden zum Stichtag 1. März 2015 mehr als 50 % aller Kinder unter 3 Jahren in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege betreut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war dies in 68 der insgesamt 77 Landkreise und kreisfreien Städte in den neuen Ländern (einschließlich Berlin) der Fall. 

Die bundesweit höchsten Betreuungsquoten für Kinder unter 3 Jahren gab es in Sachsen-Anhalt: An der Spitze lag der Landkreis Börde mit 63,1 %, gefolgt vom Landkreis Jerichower Land (62,9 %). Die bundesweit geringste Betreuungsquote wies der Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern mit 13,0 % auf. 

Bei den Kindern im Alter von 2 Jahren hatten alle 77 ostdeutschen Kreise eine Betreuungsquote von mindestens 77 %. Dieser Wert wurde in Westdeutschland nur von 11 der insgesamt 325 Kreise erreicht. Den höchsten Anteil an 2-jährigen Kindern in Kindertagesbetreuung an allen Kindern in diesem Alter gab es in der Stadt Brandenburg an der Havel (98,8 %). 

Bei den 1-jährigen Kindern lag in den ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten die Betreuungsquote Anfang März 2015 in fast allen Kreisen (in 76 von 77 Kreisen) bei mindestens 50 %, dagegen gab es angeführt von Heidelberg (60,2 %) nur fünf westdeutsche Städte mit einer entsprechend hohen Quote. Die bundesweit höchste Quote bei den 1-jährigen Kindern wies die Stadt Frankfurt (Oder) mit 83,9 % auf. 

Eine geringe Rolle spielte die Betreuung von Kindern unter 1 Jahr. Hier lag die Betreuungsquote in den neuen Ländern bei 4,1 % und im früheren Bundesgebiet bei 2,3 %. 

Gegenüber der Anzahl der betreuten Kinder in Kindertagespflege in 2014 ist ein Anstieg von insgesamt 1299 zu verzeichnen. Gleichzeitig ging die Anzahl der tätigen Kindertagespflegepersonen um 753 zurück. 

Diese und weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung gehen aus der gemeinsamen Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder „Kindertagesbetreuung regional 2015“ hervor, die Daten zur Situation der Kindertagesbetreuung in allen 402 Stadt- und Landkreisen in Deutschland zur Verfügung stellt. Die Publikation steht auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes zum Download bereit. Sie enthält neben den Betreuungsquoten der Kinder unter 3 Jahren Ergebnisse zur Tagesbetreuung der Kinder zwischen 3 bis 5 Jahren. Weiter werden Daten zur Ganztagsbetreuung von Kindern bis 5 Jahren dargestellt. Außerdem gibt es Informationen zu Kindern in Kindertagesbetreuung, die einen Migrationshintergrund haben, bei denen also mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammt. Grundlage für die Quotenberechnungen sind Daten der Bevölkerungsfortschreibung zum 31.12.2014 auf Basis des Zensus 2011.

Hier geht's zu den aktuellen Zahlen:

Kinder und tätige Personen in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege am 01.03.2015

Kindertagesbetreuung regional 2015

26.01.2016

Pressemitteilung: Bundesqualitätsgesetz ist rechtlich möglich

In der Bundespressekonferenz wurde von AWO, GEW und Caritas ein Rechtsgutachten von Prof. Dr. Joachim Wieland vorgestellt, worin er aufzeigt, dass es verschiedene verfassungskonforme Wege gibt, mit denen der Bund Qualitätskriterien für eine hochwertige Kinderbetreuung durchsetzen könnte. Der Bundesverband für Kindertagespflege hat dazu eine Pressemitteilung herausgegeben.

Lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen.

11.11.2015

Statistik kommentiert - Mehr Kinder bei weniger Kindertagespflegepersonen

In Heft 2/15 der Kommentierten Daten (KomDat) der TU Dortmund sind interessante Interpretationen der Daten des Statistischen Bundesamtes zu lesen.

So lässt sich erkennen, dass es zwar 753 Kindertagespflegepersonen in Deutschland weniger gibt als im Vorjahr, diese aber insgesamt 500 Kinder unter drei Jahren mehr betreut haben als 2014.

Dies bedeutet offenbar, dass die Kindertagespflegeverhältnisse mit nur einem oder zwei Kindern rückläufig sind und die Kindertagespflege mit mehreren Kindern stärker zunimmt. Ob das eine größere Professionalität bedeutet, einen Trend zu mehr beruflicher Ausübung dieser Tätigkeit oder Kindertagespflegepersonen zunehmen mehr Kinder betreuen müssen, um die Tätigkeit existenzsichernd zu betreiben, lässt sich daraus allerdings nur schwer ableiten.

Interessant ist auch die Belegungskurve über das Jahr hinweg: Während in den Kindertageseinrichtungen vor allem zum Beginn des neuen Kita-Jahres im August die Plätze belegt werden, ermöglichen Kindertagespflegepersonen einen Aufnahme über alle Monate im Jahr. Das kommt Eltern zugute, stellt aber für die Kindertagespflegepersonen u.U. ein finanzielles Risiko dar.

Lesen Sie mehr in KomDat 2/15.

12.10.2015

Positionen des Bundesverbandes zum Einsatz von online-gestützter Vormerkung und Vermittlung

Eltern, die für ihre Kinder Betreuungsangebote suchen, haben die Möglichkeit, auf online-gestützte Vormerk- und Vermittlungsportale zuzugreifen. Im Internet-Zeitalter entspricht die Suche nach einem geeigneten Betreuungsplatz per Computer der Lebenswirklichkeit der Menschen.

Bei den Portalen sind verschiedene Formen zu unterscheiden:

1. Kostenlose Softwareanwendungen, die vom Bund oder den Ländern angeboten und öffentlich finanziert werden

oder

private Dienstleistungsunternehmen, die in Zusammenarbeit mit Kommunen und/oder Jugendämtern Online-Portale für die Information über und Anmeldung einrichten und betreiben, bei denen die Anschaffung und die Unterhaltung kostenpflichtig für die Kommunen ist.

2. Kommerzielle private Unternehmen, bei denen die Eltern die Vermittlungsdienste gegen eine Mitgliedsgebühr (monatlich oder jährlich) nutzen können ohne Mitwirkung des öffentlichen Jugendhilfeträgers.

Der Bundesverband für Kindertagespflege stellt fest, dass die auf dem Markt befindlichen Systeme erhebliche Unterschiede aufweisen und ein großer Teil nicht empfehlenswert ist.

Lesen Sie hier die Positionen des Bundesverbandes.

Der Bundesverband für Kindertagespflege hat sich an der Erarbeitung der DIN SPEC77003 beteiligt.

Diese DIN SPEC wurde im Zuge des PAS-Verfahrens durch einen Workshop (temporäres Gremium) erstellt. Die Erarbeitung und Verabschiedung des Dokuments erfolgte durch die im Vorwort genannten Verfasser. Die DIN SPEC 77003 nach dem PAS-Verfahren legt Anforderungen für die Information über Beratung zu und Vermittlung von personen- und haushaltsbezogenen Dienstleistungen fest. Sie soll Anbieter/-innen in die Lage versetzen, eine qualitativ hochwertige Informations-, Beratungs- und Vermittlungsleistung personen- und haushaltsbezogener Dienstleistungen zu erbringen. Diese sind: - personenbezogene Dienstleistungen, zum Beispiel Kinderbetreuung, Begleitung/Betreuung und Pflege von Menschen im Alltag sowie - haushaltsbezogene Dienstleistungen, insbesondere hauswirtschaftliche Unterstützung.

Hier erfahren Sie mehr zur DIN SPEC. Sie ist für 49,10 € beim Beuth-Verlag zu beziehen.

25.09.2015

"Weil die Kleinsten große Nähe brauchen" - Bundesprogramm Kindertagespflege gestartet

Unter dem Motto "Weil die Kleinsten große Nähe brauchen" hat am 25. September die Auftaktveranstaltung zum Bundesprogramm Kindertagespflege stattgefunden: Ab Januar 2016 werden circa 30 Modellstandorte über drei Jahre mit insgesamt 21 Millionen Euro gefördert. Im Mittelpunkt dieser Förderung steht das neue Qualifizierungskonzept für die Kindertagespflege. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig gab hierzu den Startschuss für das Interessenbekundungsverfahren.

"Für mich ist Kindertagespflege ein fester Bestandteil von Kinderbetreuung und damit ein fester Bestandteil frühkindlicher Bildung. Kindertagespflege ist wichtig für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. In meiner Qualitätsinitiative für die Kinderbetreuung spielt die Kindertagespflege deswegen eine wichtige Rolle. Kindertagespflege bringt in die Infrastruktur der Kinderbetreuung etwas Besonderes ein: flexible Betreuungszeiten, individuelle Betreuung in kleinen Gruppen und eine familiäre Atmosphäre. Das schätzen die Eltern sehr", betonte Manuela Schwesig.

Vorstand und Mitarbeiter/-innen des Bundesverbandes für Kindertagespflege waren anwesend und haben zum Teil den Kongress mitgestaltet. So haben Astrid Sult und Julia Dahlmann mit den Mitarbeiter/-innen des DJIs in Werkstattgesprächen  zum neuen Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) Rede und Antwort gestanden, am Infostand lagen die neuen Materialien aus und es gab zahlreiche Gespräche am Rande.

Mehr Informationen zum neuen Bundesprogramm und zum Interessenbekundungsverfahren sowie die Fördergrundsätze gibt es auf der Internetseite www.fruehe-chancen.de

   
23.09.2015

Was erwarten Eltern von guter Kinderbetreuung?

Der Bundesverband für Kindertagespflege und die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit laden am 17. Oktober 2015 zu einer gemeinsamen Veranstaltung ins „Pfefferwerk“ nach Berlin ein. Vor dem Hintergrund der Diskussion um eine bessere Qualität der Kinderbetreuung wollen die Organisatoren die Erwartungen der Eltern in den Blick nehmen. Dabei werden die Referentinnen pädagogische, personelle und räumliche Qualitätskriterien darstellen und insbesondere die Perspektiven der Teilnehmer/-innen aufnehmen. In einer Diskussionsrunde geht es dann aber auch darum, wie die Qualitätskriterien in der „realen Welt“ umgesetzt werden können.
Die Veranstaltung ist öffentlich. Wer dabei sein möchte, meldet sich bitte direkt mit dem anliegenden Rückmeldebogen bei der Friedrich-Naumann-Stiftung an. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 5,— Euro. Das Mittagessen ist im Teilnehmerbeitrag enthalten.
10.09.2015

Einsatz für Kinder – Das SGB VIII gestern, heute, morgen

Der 2. Fachpolitische Dialog am 10. September 2015 stand unter dem Motto „25 Jahre SGB VIII aus Sicht der Kindertagespflege – Rückblick, Ausblick, Durchblick“

Staatssekretär Dr. Ralf Kleindiek (BMFSFJ) sparte nicht mit Lob für den Bundesverband für Kindertagespflege bei der Eröffnung in der Saarländischen Landesvertretung. Hedi Wegener, 1. Vorsitzende des Bundesverbandes, bedankte sich im Gegenzug für die Wertschätzung, die die Kindertagespflege im BMFSFJ genießt.

Für den „Rückblick“ sorgten Marlene Rupprecht, langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete und Prof. Dr. Reinhard Wiesner, der 1990 zuständige Ministerialbeamte und „Vater“ des SGB VIII.

Den „Ausblick“ wagten Vertreter der vier Bundestagsfraktionen: Nadine Schön (CDU/CSU), Sönke Rix (SPD), Norbert Müller (Linke) und Dr. Franziska Brantner (Grüne), unterstützt und herausgefordert durch Inputs von Prof. Dr. Jörg Maywald (Deutsche Liga für das Kind), Angelika Sauermann (Tagespflegeperson) und Dr. Eveline Gerszonowicz (Bundesverband für Kindertagespflege). Dabei gab es Konsens, aber auch unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der Rolle und Möglichkeiten des Bundes.

Die Veranstaltung wurde auf Video aufgezeichnet.

Klicken Sie hier, um zu den Filmen zu gelangen.

10.09.2015

Neues Online-Tool für die Kindertagespflege: Sicherheits-Checklisten individuell zusammenstellen

Jetzt gibt es für alle Akteure in der Kindertagespflege die Möglichkeit, sich selbst eine Checkliste mit Sicherheitstipps für die Wohnung zusammenzustellen. Nach den eigenen Bedürfnissen und Schwerpunkten können sich alle, die für mehr Sicherheit in der Kindertagebetreuung verantwortlich sind, eine Checkliste erstellen. In dieser Liste sind dann nur die für den eigenen Zusammenhang wichtigen und relevanten Tipps zu finden - alle anderen Tipps bleiben außen vor. Um sich eine solche Checkliste zusammenzustellen, werden die Nutzerinnen und Nutzer auf der Internetseite www.kindersicherheit.de in nur vier Schritten durch ein Menü geführt. Dabei können sie aus den angebotenen Tipps die wichtigen und relevanten markieren und in einen „Einkaufskorb“ schieben. Bevor aus den Tipps im Einkaufskorb eine fertige Checkliste entsteht, wird die Titelseite der Checkliste noch individuell gestaltet: das eigene Logo und ein Begleittext können eingefügt werden. Erst dann wird die persönliche Checkliste automatisch erstellt, kann heruntergeladen, gespeichert und ausgedruckt werden.

Entwickelt wurde dieses System von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. mit Unterstützung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Es richtet sich an Jugendämter, Fachberatungen, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Begutachtung der Räumlichkeiten in der Kindertagespflege.

Hier geht's direkt zum Start.

26.08.2015

Keinen Kita-Platz bekommen: Eltern haben keinen Anspruch auf Schadenersatz

Wenn berufstätige Eltern keinen Kita-Platz für ihr Kind bekommen, muss die Stadt Ihnen keinen Schadenersatz für Verdienstausfall zahlen. Das hat das Oberlandesgericht Dresden entschieden. Es wies die Klagen von drei Müttern aus Leipzig in zweiter Instanz ab.

Lesen Sie hier mehr.

19.08.2015

35.000 Zertifikat „Qualifizierte Kindertagespflegeperson“

 

Am 30. Juli hat die nordrhein-westfälische Familienministerin Ute Schäfer (SPD) im Berufskolleg Marienschule in Lippstadt das 35.000 Zertifikat des Bundesverbandes für Kindertagespflege überreicht. Kerstin Schnitker aus Wadersloh erhielt das Zertifikat „Qualifizierte Kindertagespflegeperson“ für die absolvierte Qualifizierung am Berufskolleg. Der Bundesverband arbeitet mit rund 330 Bildungsträgern zusammen, die Kindertagespflegepersonen qualifizieren.
Ministerin Schäfer sagte: „Die Kindertagespflege hat sich neben der institutionellen Betreuung in NRW etabliert. Gerade für die Betreuung der ganz Kleinen ist die Kindertagespflege wegen der Familienähnlichkeit, der festen Bezugsperson und der überschaubaren Kinderzahl eine wichtige Alternative“.
Für den Bundesverband für Kindertagespflege gratulierte die 3. Vorsitzende Inge Losch-Engler: „Wir freuen uns, das wir bereits 35.000  Zertifikate für Tagesmütter und Tagesväter ausstellen konnten. Das zeigt, dass die Qualifikation in der Kindertagespflege erfreulich ansteigt. Für eine qualitativ hochwertige Bildung, Erziehung und Betreuung brauchen wir gut qualifizierte Kindertagespflegepersonen“.

Personen von links nach rechts: Inge Losch-Engler (3. Vors. des Bundesverbandes für Kindertagespflege), Johannes Groneick (Stellv. Schulleiter des Berufskollegs Marienschule), Helga de Horn (Stellv. Bürgermeisterin Lippstadt, CDU), Marlies Stotz (Mitglied des Landtages NRW, SPD), Kerstin Schnitker (Tagespflegeperson), Ute Schäfer (Ministerin für Familie, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW), Franz-Ulrich Lücke (Vertreter des Schulträgers der Marienschule)

 

10.07.2015

Neues Bundesprogramm Kindertagespflege am Start

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt die qualitativie Weiterentwicklung der Kindertagespflege durch ein neues Bundesprogramm. Ab 01.01.2016 können Kommunen für unterschiedliche Module für die Qualitätsentwicklung Fördermittel beantragen. Schwerpunkt dabei ist die Umsetzung des neuen Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuchs Kindertagespflege (QHB).

Was ist das QHB? Erste Informationen dazu finden Sie hier.

Der Info-Flyer zum Bundesprogramm kann hier heruntergeladen werden:

30.06.2015

Tagespflegepersonen in tätigkeitsbegleitender Erzieherausbildung - Abschlussbericht erschienen

Im Rahmen des Aktionsprogramms Kindertagespflege war es auch möglich, finanzielle Zuschüsse für den Besuch einer tätigkeitsbegleitenden Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher zu erhalten. Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Aktionsprogramms hat das DJI auch diesen Teil untersucht. Das Ergebnis liegt nun vor.

Unter anderem wurden Aspekte wie die Motivation, eine Erzieher/-innen-Ausbildung zu absolvieren sowie die Erfahrungen damit erforscht.

Der Bericht kann hier heruntergeladen werden.

22.06.2015

Ein Schritt in die richtige Richtung - das Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB)

Das Deutsche Jugendinstitut hat im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein neues Konzept für die Grundqualifizierung in der Kindertagespflege erarbeitet. 

Das Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) setzt in der Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen neue Maßstäbe. Es steht in der Tradition des DJI-Curriculums (2002, 2008), geht jedoch konzeptionell wie auch vom Umfang und Aufbau darüber hinaus. Mit seiner kompetenzorientierten Ausrichtung greift es aktuelle Entwicklungen in der Erwachsenenbildung auf. Die Erweiterung auf 300 Unterrichtseinheiten, die Schwerpunktsetzung auf die pädagogische Arbeit mit Kindern in den ersten drei Lebensjahren sowie der Blick auf die Selbstständigkeit tragen den gestiegenen Anforderungen an Kindertagespflegepersonen Rechnung. Angehende Kindertagespflegepersonen werden damit umfassend auf ihre zukünftige Tätigkeit vorbereitet.

Das Kompetenzorientierte Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB) des Deutschen Jugendinstituts (DJI) stellt eine konsequente Weiterentwicklung der Qualifizierung für Tagesmütter und –väter dar. Es ist ein Meilenstein in der Qualitätsentwicklung zur weiteren Professionalisierung und Stärkung der Kindertagespflege. Der Bundesverband für Kindertagespflege unterstützt diesen Prozess. 

Lesen Sie hier das Positionspapier des Bundesverbandes. 

Der Bundesverband unterstützt die Implementierung des neuen QHBs bis 2017 im Rahmen eines Projekts, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. Projektinhalte und Angebote sind hier zu finden.

Das QHB erscheint Ende Juli. Bereits jetzt kann es zum Subskriptionspreis bestellt werden. Hier geht's zum Bestellflyer

12.06.2015

Verlängerung der Sonderregelung in der Krankenversicherung beschlossen!

Der Deutsche Bundestag hat am 11.06.2015 das Versorgungsstärkungsgesetz verabschiedet. Darin enthalten ist auch die Verlängerung der Sonderregelung des § 10 SGB V zur Einstufung der selbstständig tätigen Kindertagespflegepersonen. Tagesmütter und Tagesväter, die bis zu fünf gleichzeitig anwesende, fremde Kinder  betreuen, sind demnach regelmäßig nicht als hauptberuflich sondern als nebenberuflich Selbstständige einzustufen. Diese Sonderregelung sollte zum Ende diesen Jahres enden. Nun wurde sie bis zum 31. Dezember 2018 verlängert. Letztendlich muss der Bundesrat diesem Gesetz noch zustimmen.

Konkretere Informationen folgen, sobald sie verfügbar sind.

03.06.2015

BFH: Abzug von Kinderbetreuungskosten für geringfügig beschäftigte Betreuungsperson nur bei Zahlung auf Empfängerkonto

Der III. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) hat mit Urteil vom 18. Dezember 2014 III R 63/13 entschieden, dass die Kosten für die Betreuung eines zum Haushalt der Eltern gehörenden Kindes nur dann steuerlich berücksichtigt werden können, wenn die Zahlungen nicht in bar, sondern auf ein Konto der Betreuungsperson erbracht wurden. Dies gilt auch dann, wenn die Betreuungsperson im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses angestellt ist. 

Ab dem Veranlagungszeitraum 2012 richtet sich der Abzug von Kinderbetreuungskosten nach § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG. Dies wurde im Urteil vom 18.12.14 III R 63/13 nochmals bestätigt. 

Die gesamte Pressemitteilung lesen Sie hier. 

(Anm.: Abzugsfähig sind selbstverständlich nur die Ausgaben, die nicht durch den öffentlichen Jugendhilfeträger im Rahmen des SGB VIII übernommen bzw. erstattet werden.)


02.05.2015

Soeben erschienen: „Qualität für alle“ – Wissenschaftlich begründete Standards für die Kindertagesbetreuung

Das BMFSFJ hat fünf Expertisen vergeben, die sich mit unterschiedlichen Qualitätsaspekten der Kindertagesbetreuung befassen. Sie sind nun in einem Sammelband erschienen und werden in der nächsten Zeit wesentlich zur Diskussion von Qualitätsstandards beitragen können.

Alle – bis auf die Expertise zur Leitungsfunktion in Kindertageseinrichtungen – behandeln interessante Aspekte der Kindertagespflege.

  • Fachkraft–Kind-Relationen und Gruppengrößen in Kindertageseinrichtungen. (Susanne Viernickel, Kirsten Fuchs-Rechlin)
  • Leitungsfunktion in Kindertageseinrichtungen (Petra Strehmel)
  • Fachberatung im System der Kindertagesbetreuung (Christa Preissing, Gabriele Berry, Eveline Gerszonowicz)
  • Raum und Ausstattung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege (Joachim Bensel, Gabriele Haug-Schnabel)
  • Identifikation struktureller Qualitätsmerkmale der Kindertagespflege (Susanne Viernickel)

Das Buch ist im Herder Verlag erschienen.

Nähere Informationen und einen Auszug sind auf der Internetseite Frühe Chancen zu finden.

28.04.2015

Gute Qualität in Krippe und Kindertagespflege - Positionspapier der Deutschen Liga ist neu erschienen

Das Positionspapier "Gute Qualität in Krippe und Kindertagespflege" ist erstmalig 2008 erschienen. Nun ist es überarbeitet neu herausgegeben worden. An der Entwicklung des Positionspapiers im Rahmen der Deutschen Liga für das Kind waren Expertinnen
und Experten aus den Bereichen Entwicklungs- und Familienpsychologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Pädagogik, Pädiatrie, Psychoanalyse, Rechtswissenschaft und Soziologie beteiligt.

In einer Pressemitteilung fordert die Deutsche Liga ein bundesweites Qualitätsgesetz. Lesen Sie hier die Pressemitteilung.

Das Positionspapier kann hier heruntergeladen werden.

14.04.2015

Festanstellung von Kindertagespflegepersonen - Dokumentation eines Expertenworkshops erschienen

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend diskutierte am 1. Dezember 2014 mit Experten und Expertinnen aus der Praxis sowie der Fachöffentlichkeit über erste Erfahrungen mit der Festanstellung in Kindertagespflege, die seit dem Juni 2012 im Rahmen des Aktionsprogramm Kindertagespflege gefördert wird. Dabei wurden rechtliche, finanzielle sowie fachliche Aspekte vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Kindertagespflege thematisiert. Die Dokumentation zeigt die Möglichkeiten und Grenzen der Festanstellung im Prozess der Professionalisierung in Kindertagespflege auf.

Die Dokumentation kann hier heruntergeladen oder über die Broschürenstelle des BMFSFJ kostenfrei bestellt werden.


30.03.2015

Pressemitteilung: 96 Prozent der Eltern mit Betreuung in Kindertagespflege zufrieden

Kindertagespflege erfüllt die gestiegenen Ansprüche der Eltern. 96 Prozent der vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) für den 5. Bericht zur Evaluation des Kinderförderungsgesetzes befragten Eltern sind mit der Betreuung durch Tagespflegepersonen „sehr zufrieden“ oder „zufrieden“.

Lesen Sie die Pressemitteilung hier.

04.03.2015

Fünfter Bericht zur Evaluation des Kinderförderungsgesetzes (KiföG-Bericht 2015) erschienen

Das Bundeskabinett hat am 4. März den fünften Bericht zur Evaluation des Kinderförderungsgesetzes (KiföG) beschlossen. Der Bericht bewertet erstmalig nach Inkrafttreten des Rechtsanspruches auf einen Kita-Platz die Betreuungssituation in Deutschland seit 2008.

Die Zahlen sprechen für sich: Am 1. März 2014 wurden in Deutschland 660.750 Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen oder der öffentlich geförderten Kindertagespflege betreut, das sind fast 300.000 Kinder mehr als im Jahr 2008. Zwischen 2008 und 2014 stieg die Betreuungsquote der unter Dreijährigen von 17,6 auf 32,3 Prozent.

In den KiföG-Bericht sind Ergebnisse von Befragungen der Eltern, Jugendämter, Kindertageseinrichtungen und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie von Tagespflegepersonen eingeflossen.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung. Der Bericht kann bestellt oder heruntergeladen werden. 

20.02.2015

Betreuungs­quote unter 3-jähriger Kin­der in West­deutsch­land deut­lich gestiegen

In den westdeutschen Kreisen und kreisfreien Städten wurden zum Stichtag 1. März 2014 deutlich mehr Kinder unter 3 Jahren in einer Tageseinrichtung oder in öffentlich geförderter Tagespflege betreut als vor dem Inkrafttreten des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab 1 Jahr zum 1. August 2013. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die Betreuungsquote in einem Drittel der 325 Kreise und kreisfreien Städte in Westdeutschland bei mindestens 30 %. Gegenüber dem Jahr 2013 hat sich die Zahl dieser Kreise nahezu verdoppelt. Dennoch lag die Betreuungsquote in Westdeutschland mit 27,4 % (2013: 24,2 %) deutlich unter der Betreuungsquote in Ostdeutschland mit 52,0 % (2013: 49,8 %).

Die Publikation steht auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes zum Download bereit.

Die Pressemitteilung ist auf der Seite des Statistischen Bundesamtes einsehbar.

19.02.2015

Die Leuphana Universität Lüneburg, hat als Ergebnis eines Forschungsprojektes "Betriebliche Großtagespflege" eine Broschüre herausgegeben.
Die  Broschüre stellt die Chancen betrieblich unterstützter Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren durch eine Großtagespflegestellen in Niedersachsen vor.
Sie skizziert außerdem die Entwicklung der Kinderbetreuung außerhalb des Elternhauses, erklärt wie Unternehmen eine Bedarfsanalyse für ihre Beschäftigten vornehmen können, erläutert welche Wege der Kindertagespflege es gibt und zeigt 
die wichtigsten Schritte bei der Einrichtung einer betrieblichen Großtagespflegestelle auf.
Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Leuphana Universität zu finden. Die Broschüre kann dort auch heruntergeladen werden.
06.01.2015

Nach dem U3-Ausbau: Qualität in der Kindertagesbetreuung kann nicht warten!“ Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ

Die notwendige Schaffung von Plätzen war für die Akteure vor Ort mit erheblichen Kraftanstrengungen und einem hohen Ressourcenaufwand verbunden. Hierdurch konnte in den vergangenen Jahren beim Ausbau der Betreuungsangebote sehr viel erreicht werden. Hierfür spricht die AGJ dem Bund, den Ländern und vor allem den Kommunen, aber auch den zahlreichen Trägern und dem Fachpersonal ihre Anerkennung aus. Zugleich besteht in pädagogischen wie politischen Diskursen, in der Fachwelt wie in der Öffentlichkeit ein gemeinsames Bewusstsein darüber, dass die Qualität frühkindlicher Erziehung, Bildung und Betreuung mit ebenso hoher Intensität zu sichern und weiterzuentwickeln ist.

05.01.2015

Stadt Stuttgart unterliegt im Rechtsstreit um KITA-Platz hinsichtlich Erstattung geltend gemachter Mehrkosten

Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Stuttgart hat auf die heutige mündliche Verhandlung entschieden, dass der Kläger, ein 2-jähriges Kind, einen Anspruch gegen die Landeshauptstadt Stuttgart hat auf Erstattung der Mehrkosten für einen selbstbeschafften Betreuungsplatz in Höhe der Differenz der Kosten zwischen einem Platz in einer städtischen Kindertageseinrichtung und der Kosten für den Platz in der von ihm besuchten Kinderkrippe (Az.: 7 K 3274/14; vgl. Pressemitteilung vom 21.11.2014). Das Gericht hat die Stadt deshalb verpflichtet, dem Kläger für den Zeitraum August 2013 bis Oktober 2014 Kosten in Höhe von insgesamt 5.620 EUR zuzüglich gestaffelter Zinsen zu erstatten. Zudem hat es festgestellt, dass die Stadt verpflichtet ist, dem Kläger bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres auch die weiteren Kosten für seine Unterbringung in seiner privaten Kinderkrippe in Stuttgart zu erstatten, soweit diese die Kosten überschreiten, die bei einer Unterbringung in einer städtischen Tageseinrichtung entstehen würden, solange dem Kläger kein zumutbarer Platz in einer städtischen Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege durch die Beklagte bereitgestellt wird.

Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung des VG Stuttgart.

10.12.2014

Keine Kostenübernahme für privaten Kinderkrippenplatz

Das VG Neustadt hat entschieden, dass Eltern auch bei berufsbedingt längerer zeitlicher Beanspruchung keinen Anspruch auf Übernahme der Kosten für die Betreuung ihres Kindes in einer privaten Kinderkrippe gegenüber einem öffentlichen Jugendhilfeträger haben, wenn dieser ihnen ein zumutbares Betreuungsangebot macht.

Die Eltern des klagenden Kindes suchten im Herbst 2013 für ihren einjährigen Sohn einen Betreuungsplatz in einer Kinderkrippe, die durch längere Betreuungszeiten ihren Bedürfnissen nach längerer Betreuungszeit entspricht, da sie als Ärzte im Krankenhaus auch im Schichtdienst tätig sind. Fündig wurden sie bei einer in Neustadt betriebenen Einrichtung eines aus einer Elterninitiative hervorgegangenen privaten Vereins. Sie meldeten ihren Sohn dort an und verlangten vom Stadtjugendamt Neustadt einen Kostenzuschuss von 400 Euro monatlich für die Betreuung ihres Sohnes in der privaten Kinderkrippe. Das Jugendamt bot ihnen einen Betreuungsplatz in einer nur 50 m von der ausgewählten privaten Einrichtung entfernt liegenden kommunalen Einrichtung sowie zusätzlich die Vermittlung einer Tagesmutter an und lehnte deswegen die beantragte Kostenübernahme ab.

Zu Recht, wie das VG Neustadt nun festgestellt hat.

Nach Auffassung des Verwaltungsgerichts ist ein öffentlicher Jugendhilfeträger nur verpflichtet, den grundsätzlich bestehenden Anspruch eines ein- bis dreijährigen Kindes auf Betreuung in einer Kindertageseinrichtung oder in der Kindertagespflege im Rahmen der zur Verfügung stehenden Kapazitäten zu erfüllen. Insoweit könne er aber nur auf solche Einrichtungen in kommunaler oder privater Trägerschaft zurückgreifen, denen gegenüber er auch die Aufnahme eines Kindes letztlich durchsetzen könne. Hierzu gehöre die von den Eltern des klagenden Kindes ausgewählte Kinderkrippe nicht, da diese nicht von einem als Träger der freien Jugendhilfe anerkannten Verein sondern von einem privaten Verein betrieben werde.

Eine Ausdehnung des Wunschrechts der Eltern auf nicht im Bedarfsplan des Jugendhilfeträgers aufgenommene Einrichtungen privater Träger würde auch zu einem untragbaren Ergebnis führen. Einerseits sei ein Träger der öffentlichen Jugendhilfe nämlich verpflichtet, die erforderlichen Kapazitäten an Betreuungsplätzen für die frühkindliche Förderung durch den Ausbau eigener Kindertageseinrichtungen und die Vorhaltungen der anerkannten Träger der freien Jugendhilfe bedarfsgerecht zu schaffen. Andererseits müsste er aber im Fall der Ausdehnung des Wunschrechts darüber hinaus gehende Kapazitäten anderer Träger durch einen Kostenzuschuss für eine von Eltern ausgewählte Einrichtung zusätzlich finanzieren, ohne auf das Leistungsangebot und die Preisgestaltung einer solchen Einrichtung Einfluss nehmen zu können. In der Konsequenz lasse dies dann eine Vorhaltung ungenutzter Kapazitäten der im Bedarfsplan ausgewiesenen Einrichtungen befürchten, wenn Eltern uneingeschränkt je nach der persönlichen Einschätzung ihrer vielgestaltig möglichen Bedürfnisse auf die Einrichtungen privater Träger unter entsprechender Freistellung von den Kosten durch den Träger der öffentlichen Jugendhilfe zurückgreifen könnten. Auf Dauer sei dann aber eine bedarfsgerechte Sicherstellung von Kapazitäten an Betreuungsplätzen nicht mehr gewährleistet.

Die angebotene Betreuung in einer städtischen Kindertageseinrichtung mit ergänzender Betreuung durch eine Tagesmutter sei den Eltern und ihrem Sohn auch zuzumuten, da ihr zeitlicher Betreuungsbedarf damit abgedeckt werde und auch bei der gewählten Inanspruchnahme des zeitlich längeren Betreuungsangebots der privaten Kinderkrippe eine zusätzliche Fremdbetreuung erforderlich sei.

Gegen das Urteil kann der Kläger die Zulassung der Berufung durch das OVG Koblenz beantragen. (Quelle: Juris)

 

12.11.2014

Fachpolitischer Dialog des Bundesverbandes zeigt Perspektiven für Professionalisierung auf

„Ich bin froh, dass die Kindertagespflege in Politik und Wissenschaft größere Aufmerksamkeit erfährt“, begrüßte die 1. Vorsitzende Hedi Wegener die Teilnehmer des Fachpolitischen Dialogs des Bundesverbandes am 12. November in Berlin. Dies zeige sich in der eigenständigen Erwähnung der Kindertagespflege in der kürzlich verabschiedeten Bund-Länder-Vereinbarung, aber auch in zunehmender Forschungsaktivität.

Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, dankte dem Bundesverband für seine jahrzehntelange Arbeit und betonte das Ziel ihres Ministeriums, die Kindertagespflege als Berufsbild zu verankern. „Kindertagespflege ist ein gleichwertiges Angebot der Kinderbetreuung. Die Qualifizierung der Kindertagespflegepersonen ist ein wichtiges Anliegen des BMFSFJ“, betonte die SPD-Politikerin.

Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner, Ministerialrat a. D. und neues Ehrenmitglied des Bundesverbandes, plädierte für Änderungen im SGB VIII, um z.B. die Qualifikation von 160 Stunden verbindlich festzuschreiben. Auch müssten der Anspruchsinhalt bei der Fachberatung geklärt und eine Harmonisierung der Elternbeiträge angestrebt werden. Ein Verbot von Zuzahlungen der Eltern könne erst dann gerechtfertigt werden, wenn die leistungsgerechte Vergütung sichergestellt sei.

Vertreter von sechs Bundesländern gaben Überblicke über die Situation in ihrem Land. Dabei wurde die große Spannweite der unterschiedlichen Regelungen deutlich.

„Die Kindertagespflege muss im Angebotskanon der Betreuungs-Settings mitgedacht werden“ beschrieb Prof. Dr. Bernhard Kalicki vom Deutschen Jugendinstitut in München die Herausforderungen der Zukunft. Er lieferte empirische Belege dafür, dass die Tagespflege eine hohe und verlässliche Bindungsbeziehung zwischen Kindern und Tagesmüttern erbringe. 

Inge Losch-Engler, 3. Vorsitzende des Bundesverbandes, stellte Empfehlungen für die weitere Professionalisierung und Qualitätsentwicklung der Kindertagespflege vor. „Erstklassige Bildung und Betreuung hat ihren Preis. Unser Verband wird sich intensiv an der weiteren Entwicklung von Qualität, Professionalisierung und Verberuflichung beteiligen“, sagte Losch-Engler.

Der Fachpolitische Dialog soll 2015 fortgesetzt werden.

Die Fachbeiträge und eine Bildergalerie können Sie hier ansehen.

07.11.2014

Pressemitteilung des Bundesverbands zum Beschluss der Bund-Länder-Kommission

Der Bundesverband für Kindertagespflege sieht in dem Communiqué „Frühe Bildung weiterentwickeln und finanziell sichern“ einen erfreulichen Schritt hin zu einer Verbesserung der Qualität frühkindlicher Bildung und Betreuung.

Die im Communiqué genannten Ziele einer weiteren Professionalisierung der Kindertagespflege unterstützt der Bundesverband als Fachverband seit langem. Wichtig ist aber auch, dass in der Vereinbarung auch die Bedeutung einer guten  Beratungsinfrastruktur, der pädagogischen Begleitung, der fachlich-organisatorischen Einbindung und einer leistungsgerechten Vergütung genannt werden. Diese Stichworte gilt es nun im Rahmen der Arbeitsgruppe mit Leben zu erfüllen.

Lesen Sie unsere Pressemitteilung hier.

06.11.2014

Bund-Länder-Kommission beschließt: Frühkindliche Bildung stark machen

Am 6. November haben sich die zuständigen Ministerinnen und Minister sowie Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen in Berlin getroffen, um sich über gemeinsame Qualitätsstandards in der frühkindlichen Bildung auszutauschen. In einem Communiqué einigten sie sich auf einen Fahrplan für länderübergreifende verbindliche Qualitätsstandards.

Zusammen mit der Vorsitzenden der Jugend- und Familienkonferenz, der rheinland-pfälzischen Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, Irene Alt, hatte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig nach Berlin eingeladen, um einen Prozess zur Entwicklung gemeinsamer Qualitätsziele in der Kindertagesbetreuung anzustoßen.

"Ich freue mich sehr, dass sich Bund und Länder zum ersten Mal an einen Tisch setzen, um über die Qualität in den Betreuungsangeboten zu reden. Wir haben einen neuen Bildungskonsens erreicht: Bildung beginnt in der Kita und stellt die Weichen für die weitere Entwicklung. Deshalb brauchen wir gute Kinderbetreuung, sie ist eine Investition in die Zukunft für mehr Chancengleichheit von Kindern," sagte Manuela Schwesig bei der Konferenz. Sie betonte, dass Erzieherinnen, Erzieher und Tagespflegepersonen sehr viel leisten und deshalb gute Standards notwendig seien. Kinder müssten bundesweit die gleichen Entwicklungs- und Bildungschancen haben.

Bereiche zur Erarbeitung konkreter Qualitätsziele wurden festgelegt

 

Manuela Schwesig und Irene Alt mit den Ministerinnen und Ministern sowie den Vertreterinnen und Vertretern von Bund und Ländern, Bildnachweis: BMFSFJ
  Manuela Schwesig und Irene Alt mit den Ministerinnen und Ministern sowie den Vertreterinnen und Vertretern von Bund und Ländern

Der neue Bildungskonsens macht frühkindliche Bildung stark. Nach dem Kita-Ausbau rückt nun die qualitative Weiterentwicklung der Kinderbetreuung in den Mittelpunkt. Bund, Länder und Kommunen haben bei der Konferenz unter dem Titel "Frühe Bildung weiterentwickeln" im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend deshalb einen gemeinsamen Stufenplan entwickelt und den Startschuss für die Entwicklung länderübergreifender verbindlicher Qualitätsstandards in Deutschland gegeben.

Das unterzeichnete Communiqué benennt wichtige Bereiche, für die konkrete Qualitätsziele verabredet werden sollen. Hierzu zählen u. a. der Personalschlüssel, die mittelbare pädagogische Arbeitszeit und die Leitungszeit, aber auch Fragen der Qualifizierung der Fachkräfte oder die Gesundheitsförderung.

Weitere Treffen sowie eine Arbeitsgruppe geplant

Träger und Verbände, Gewerkschaften und Elternvertretungen sollen eng in den weiteren Qualitätsprozess eingebunden werden. Vereinbart wurde, dass Bund und Länder jährlich auf Ministerebene tagen. Außerdem soll eine Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der Länder und der Kommunalen Spitzenverbände unter Beteiligung  weiterer Verbände und Organisationen gebildet werden. Sie soll noch in diesem Jahr zum ersten Mal tagen und 2016 einen Bericht vorlegen.

Hier können Sie das Communiqué herunterladen:

05.11.2014

Betreuung von Tagespflegekindern in einer Großtagespflegestelle mit Angestellten nicht zulässig

Pressemitteilung vom 05.11.2014:

Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Stuttgart hat unter dem Vorsitz von Dr. Sylvia Thoren-Proske auf die heutige mündliche Verhandlung entschieden, dass es nicht zulässig ist, dass eine Tagesmutter die Betreuung von Kindern in einer Großtagespflegestelle mit von ihr angestellten Tagesmüttern durchführt (Az.: 7 K 459/13;  vgl. auch Pressemitteilung vom 29.10.2014). 

Die Klägerin ist qualifizierte Kindertagespflegeperson und arbeitet in einer Großtagespflegestelle in Stuttgart. Sie ist im Besitz der hierfür notwendigen Kindertagespflegeerlaubnis. In der mündlichen Verhandlung hatte sie beantragt, festzustellen, dass sie im Rahmen der Kindertagespflege nach § 43 Sozialgesetzbuch  VIII berechtigt ist, die Betreuung von Kleinkindern in einer Großtagespflegestelle mit Kindertagespflegepersonen bzw. pädagogischen Fachkräften durchzuführen, die bei ihr dauerhaft als abhängig beschäftigte Arbeitnehmer eingestellt sind. Die beklagte Landeshauptstadt Stuttgart hatte beantragt, die Klage abzuweisen. 

Die Klage der Klägerin hatte keinen Erfolg. Das Gericht hat die beantragte Feststellung nicht getroffen, sondern die Klage abgewiesen. Nach Auffassung des Gerichts ergibt sich aus den gesetzlichen Regelungen (Sozialgesetzbuch VIII und Kindertagesbetreuungsgesetz - KiTaG -), dass eine Tagespflegeperson selbständig tätig ist und das zu betreuende Kind ihr persönlich zugeordnet ist. Eine angestellte Tätigkeit in einer Großtagespflegestelle mit den damit verbundenen Weisungsrechten lässt sich damit nicht vereinbaren. 

Das Gericht hat gegen das Urteil die Berufung zum Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim wegen grundsätzlicher Bedeutung zugelassen. Die Berufung kann von den Beteiligten innerhalb eines Monats nach Zustellung der vollständigen Urteilsgründe (die noch nicht vorliegen)  erhoben werden.

Aufgrund des anhängigen Berufungsverfahrens ist das Urteil noch nicht veröffentlicht.

28.10.2014

Hedi Wegener im Gespräch mit Ministerin Manuela Schwesig

Am 6. November 2014 findet die Konferenz der Fachminister von Bund und Ländern sowie der Kommunalen Spitzenverbände zur Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen und der Kindertagespflege statt. Zur Vorbereitung dieser Konferenz lud die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig (SPD) die Vertreter der freien Wohlfahrtspflege, der Gewerkschaften und den Bundesverband für Kindertagespflege am 28. Oktober zu einem Dialog ins Ministerium ein.

 

Hedi Wegener, 1. Vorsitzende des BVKTP, dankte der Ministerin für die Gelegenheit, gemeinsam Struktur- und Qualitätsfragen der Kinderbetreuung diskutieren zu können. Bei den kommenden Gesprächen mit den Ländern und Kommunen geht es um viel Geld für den Ausbau der Betreuungsinfrastruktur. Das ist eine gute Nachricht, aber das Geld muss auch richtig eingesetzt werden.

 

„Rund ein Sechstel aller Kinder unter drei Jahren werden in der Kindertagespflege betreut. Entsprechend sollten auch rund 16 Prozent der Mittel für den Ausbau der Kindertagespflege verwendet werden“, sagte Hedi Wegener.

 

Hedi Wegener wies darauf hin, dass die Vergütung der Kindertagespflegepersonen hat nach dem Gesetz leistungsgerecht zu erfolgen habe. Sie müsse im Verhältnis zu den fachlichen Anforderungen an Kindertagespflegepersonen stehen (vgl.§ 23 SGB VIII). Dazu ist eine bundes-, bzw. landeseinheitliche, nach Qualifizierung gestaffelte, an validen Bezugsgrößen orientierte Vergütung verbindlich festzuschreiben.

 

Die Qualifizierung nach dem DJI-Curriculum von 160 Unterrichtsstunden für die Tagespflegepersonen als Mindestqualifikation sollte verbindlich gemacht werden. Eine Weiterentwicklung auf 300 Stunden im Rahmen des in der Erarbeitung befindlichen Kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuches (QHB) ist perspektivisch notwendig.

 

„Die anstehende Bund-Länder-Konferenz ist eine große Chance für die Verbesserung der Qualität der Betreuung für unsere Kinder. Alle Beteiligten sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein. Der Bundesverband für Kindertagespflege wird sich weiter aktiv in die Diskussion einschalten“, betonte Hedi Wegener.

06.10.2014

Beschluss des OVG Lüneburg zur Vergabe von Plätzen

Das Wunsch- und Wahlrecht nach § 5 SGB VIII ist auf den in § 24 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII geregelten Anspruch ein- und zweijähriger Kinder auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder in Kindertagespflege uneingeschränkt anwendbar. Deshalb darf ein Kind, das bereits in Kindertagespflege betreut wird, bei der Vergabe freier Plätze in Kindertageseinrichtungen nicht vom Auswahlverfahren ausgeschlossen werden.

Hier geht's zum OVG Lüneburg

12.09.2014

Gerichtsurteil: Zuzahlungen durch Eltern dürfen nicht versagt werden

Das Verwaltungsgericht in Bremen hat entschieden, dass die Forderung von Tagesmüttern und -vätern von privaten Zuzahlungen zu den Betreuungskosten durch die Eltern rechtsmäßig seien.

Begründet wird dies u.a. mit dem Recht der freien Berufsausübung nach Art. 12 GG.

01.09.2014

Expertise erschienen: Rechtsprechung zur Durchsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für unter 3-Jährige

Als im August 2013 der Rechtsanspruch von Eltern auf einen Betreuungsplatz für Kinder bis zu drei Jahren in Kraft trat, rechnete man vor allem in Großstädten mit einer Klagewelle. Die von Prof. Wiesner im Auftrag des Deutschen Jugendinstituts erstellte Expertise gibt einen Überblick über das tatsächliche Klageverhalten der Eltern und die Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte mit besonderem Blick auf deren Auslegung des Rechtsanspruchs hinsichtlich der Entfernung zwischen Wohnort und Kita sowie Formen und Zeiten der Betreuung. DJI Online hat Prof. Wiesner zu möglichen Konsequenzen hinsichtlich Kostenerstattungen und Vergleichbarkeit von Kindertageseinrichtungen und Tagespflege befragt.

23.06.2014

5. Bildungsbericht erschienen

Mit dem gemeinsam von Bund und Ländern in Auftrag gegebenen Bericht „Bildung in Deutschland 2014“ wird nach 2006, 2008, 2010 und 2012 nun zum fünften Mal in Folge eine umfassende empirische Bestandsaufnahme vorgelegt, die das deutsche Bildungswesen als Ganzes abbildet und von der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung bis zu den verschiedenen Formen der Weiterbildung im Erwachsenenalter reicht. Sie schließt auch jene Bildungsprozesse ein, die sich mit non- formaler Bildung und informellem Lernen beschreiben lassen.
Der Bericht wird von einer Autorengruppe vorgelegt, die ihn zusammen mit weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam erarbeitet hat. Die Mitglieder der Autorengruppe gehören an verantwortlicher Stelle den folgenden wissenschaftlichen
Einrichtungen und Statistischen Ämtern an: dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), dem Deutschen Jugendinstitut (DJI), dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), dem Soziologischen Forschungsinstitut an der Universität Göttingen (SOFI) sowie den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder (Destatis und StLÄ).

Der gesamte Bildungsbericht sowie eine Kurzfassung dessen ist auf der Internetseite des Deutsches Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) herunterzuladen oder im Buchhandel erhältlich.

17.06.2014

Urteil: Bezahlung für Tagesmütter im Kreis Euskirchen muss neu berechnet werden

zu VG Aachen, Urteil vom 17.06.2014 - 2 K 2120/13; 2 K 2131/13.

Zur Begründung seiner Entscheidung führte das Verwaltungsgericht aus, dass die Stundenkorridore des Kreises Euskirchen, für die ein bestimmter Fixbetrag gezahlt wird, viel zu breit sein. Derzeit berechnen sich die Beträge wie folgt: 15 - 25 Stunden: 399 Euro, 25 - 35 Stunden: 598 Euro, 35 - 45 Stunden: 798 Euro. Es sei nicht leistungsgerecht, wenn fürLeistungen, die wöchentlich im Umfang von 10 Stunden differierten, derselbe Betrag festgesetzt werde. Diese Verfahrensweise führe insbesondere im oberen Bereich eines Stundenkorridors zu einem Stundensatz, der deutlich unter 4,60 Euro liege. Gerade in dem häufigsten Fall der Betreuung für 25 Wochenstunden werde dieser Stundensatz, der im Kreis Euskirchen für die Betreuung eines Kleinkindes festgelegt ist, nicht erreicht.
12.06.2014

Eine Milliarde Euro– auch für die Kindertagespflege?

Die Bundesfamilienministerin hat bekannt gegeben, dass eine Milliarde Euro für die Kindertagesbetreuung bereit gestellt wird (siehe unten). Wir möchten daran erinnern, dass dieses Geld auch für die Kindertagespflege eingesetzt werden soll. Aus diesem Grund hat der Bundesverband eine Pressemitteilung herausgegeben. 

27.05.2014

Schwerwiegende Verletzung der Aufsichtspflicht rechtfertigt sofortigen Entzug der Betreuungserlaubnis für Tagesmutter

Tagesmutter lässt Kleinkinder für einen Zeitraum von mindestens einer halben Stunde unbeaufsichtigt in der Wohnung zurück

Das Sächsische Ober­verwaltungs­gericht hat entschieden, dass bei einer schwerwiegenden Verletzung der Aufsichtspflicht durch eine Kinder­tages­pflege­person (hier: Tagesmutter) der Entzug der Betreuungserlaubnis mit sofortiger Wirkung gerechtfertigt ist.

Im zugrunde liegenden Rechtstreit hatte eine Tagesmutter die ihr anvertrauten vier Kinder im Alter von 1 bis 2 Jahren für einen Zeitraum von mindestens einer halben Stunde allein in ihrer Wohnung zurückgelassen, um - ihren eigenen Angaben zufolge - in einer nahegelegenen Physiotherapie-Praxis einen Termin zu vereinbaren. Die Stadt Leipzig entzog der Tagesmutter daraufhin mit sofortiger Wirkung die Erlaubnis zur Kindertagespflege.

Von Gleichgültigkeit und fehlender Sorgfalt geprägte Einstellung als Grundhaltung zur Kindertagespflege nicht geeignet

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht bestätigte diese Entscheidung und führte zur Begründung aus, dass es sich um eine gravierende Verletzung der Aufsichtspflicht gehandelt habe, da es zu einer erheblichen Gefährdung der Kinder gekommen sei. Diese wären nicht in der Lage gewesen, sich in einer Notsituation selbst zu helfen oder zumindest Hilfe herbeizuholen. Das Verhalten der Tagesmutter vermittle den Eindruck, dass sie ihre Aufgabe, sich während der Betreuungszeit um die Tagespflegekinder zu kümmern, nicht ernst nehme und eigene Belange und Interessen über das Kindeswohl stelle. Es gehe nicht alleine darum, dass die Tagesmutter die Wohnung verlassen habe, sondern vor allem darum, dass sie dies aus einem geringfügigen Anlass getan habe. Mit dieser Einstellung, die von Gleichgültigkeit und fehlender Sorgfalt geprägt sei, sei sie zur Kindertagespflege nicht geeignet. Da vor diesem Hintergrund auch zukünftig Gefährdungen der ihr anvertrauten Kinder zu befürchten seien, sei der Entzug der Betreuungserlaubnis mit sofortiger Wirkung gerechtfertigt. Die Versicherung der Tagesmutter, die Kinder in der Zukunft nicht mehr während der Betreuungszeit alleine zu lassen, sei nicht ausreichend, um für die Zukunft von einer Eignung ausgehen zu können.

27.05.2014

Gerichtsurteil zur gesetzlichen Unfallversicherung für Kinder

Das SG Düsseldorf hat entschieden, dass betreute Kinder gesetzlich unfallversichert sind, soweit die Tagesmutter eine behördliche Betreuungserlaubnis hat.

Geklagt hatte ein inzwischen vierjähriges Kind, das sich während der Betreuung bei seiner Tagesmutter mit heißem Tee den Arm verbrüht hatte. Mit der Tagesmutter hatte ein privater Vertrag bestanden, die Betreuungskosten hatten die Eltern gezahlt. Der Kläger hatte schwere Verletzungen erlitten, die eine mehrtägige stationäre Behandlung und eine Hauttransplantation erforderten. Die Unfallkasse NRW hatte einen Arbeitsunfall anerkannt mit der Folge, dass sämtliche Behandlungskosten, auch die eventueller Folgeschäden, von der gesetzlichen Unfallversicherung getragen werden müssen. Die Tagesmutter ist aus der Haftung entlassen. Da die Eltern des Klägers jedoch einen Schmerzensgeldanspruch gegen die Tagesmutter durchsetzen wollten, hatten sie gegen die Anerkennung eines Versicherungsfalles geklagt. Sie waren der Ansicht, dass die gesetzliche Unfallversicherung nicht eingreife, sondern der Fall privatrechtlich abzuwickeln sei.  

Das SG Düsseldorf hat die Klage abgewiesen.

Nach dem Wortlaut des Sozialgesetzbuches, das die Kindertagespflege im Jahr 2005 der gesetzlichen Unfallversicherung unterstellt habe, kommt es nach Auffassung des Sozialgerichts nur darauf an, ob die Betreuungsperson eine behördliche Erlaubnis habe. Eine andere Auslegung entspräche nicht dem Sinn und Zweck der Regelung. Es komme nicht – wie in der juristischen Literatur diskutiert – darauf an, ob das Kind durch das Jugendamt vermittelt worden sei und dieses (teilweise) die Betreuungskosten trage. Die Regelung wolle den geänderten gesellschaftlichen Verhältnissen Rechnung tragen und alle Kinder, die tagsüber von geeigneten Personen betreut werden, unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung stellen.

12.05.2014

Expertise zur Festanstellung in der Kindertagespflege erschienen

Tagespflegepersonen in sozialversicherungspflichtigen Angestelltenverhältnissen

Das Deutsche Jugendinstitut hat eine Rechtsexpertise zum Thema: „Tagespflegepersonen in sozialversicherungspflichtigen Angestelltenverhältnissen“ veröffentlicht.

Hier werden neben arbeitsrechtlichen Aspekten Themen wie: Eingruppierung der Tagespflegepersonen und Vertretungs-, Krankheits- oder Urlaubsregelungen untersucht. Erarbeitet wurde die Expertise von den Rechtsanwälten Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner, Melanie Kößler und Ansgar Dittmar. 

Die Expertise ist hier herunterzuladen.

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Deutschen Jugendinstituts (DJI)

22.04.2014

Urteil des VG Düsseldorf zur laufenden Geldleistung veröffentlicht

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat beschieden, dass die Höhe der laufenden Geldleistung überprüft und neu festgesetzt werden muss, da der gezahlte Betrag nicht alle Kosten deckt und als nicht leistungsgerecht festgestellt wurde.

Lesen Sie das Urteil hier.

05.04.2014

Vorstand des Bundesverbandes wiedergewählt

Mit großer Mehrheit wurde der bisherige Vorstand bestehend aus Hedi Wegener, Dieter Gerber, Inge Losch-Engler, Johanna Meißner und Gabriel Schoyerer in Ihrem Amt bestätigt. 

Sie alle nahmen die Wiederwahl gerne an. Im Bundesverband gibt es nach wie vor viel zu tun, um die Entwicklung der Kindertagespflege weiter voran zu bringen. 

Eine Übersicht über die Tätigkeiten und Ereignisse im letzten Jahr können Sie in unserem neuen Geschäftsbericht lesen. 

Impressionen und Bilder der Mitgliederversammlung können Sie hier einsehen.

02.04.2014

Bundesweite Befragung von Tagesmüttern und -vätern

Zur Untersuchung des aktuellen Ausbaustands und der Qualität in der Kindertagesbetreuung läuft erneut eine groß angelegte Befragung unter Tagesmüttern und -vätern im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mit Ihrer Teilnahme können Sie Ihre Sicht aus der Praxis einbringen und wichtige Hinweise für den weiteren Ausbau der Kindertagesbetreuung geben!

Klicken Sie hier, um an der Befragung teilzunehmen. 

Vielen Dank!

27.12.2013

Baden-Württemberg: Empfehlungen für Qualitätssteigerung in der Kindertagespflege verabschiedet

Der „Runde Tisch Kindertagespflege“ unter der Leitung von Staatssekretärin Marion v. Wartenberg hat gemeinsame Empfehlungen zur Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung in der Kindertagespflege verabschiedet.

Ziel des Runden Tisches war, die Kindertagespflege als rechtlich gleichrangiges und qualitativ gleichwertiges Angebot für die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern in der Öffentlichkeit zu verankern. Teilnehmer des Runden Tisches waren: Kultusministerium, Landkreistag, Städtetag, Gemeindetag, Kommunalverband für Jugend und Soziales, Landesverband der Tagesmütter-Vereine BW e.V., Paritätischer, 4-Kirchen-Konferenz, Mütterforum BW e.V., Landfrauenverband Württemberg-Baden e.V.

Die Ergebnisse des Runden Tisches mündeten in gemeinsamen Empfehlungen zur fachlichen Begleitung, Beratung und Vermittlung von Tagesmüttern, Angleichung der Elternbeiträge für die Kindertagespflege an die Kita-Beiträge, Entbürokratisierung der Abrechnungsmodalitäten für laufende Geldleistung an Tagespflegepersonen, zum weiteren Ausbau von Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen mit einem Handlungsleitfaden für die kommunale Praxis und zur Kooperation zwischen Kindertagespflege und Kindertageseinrichtung. Hinweise zu beruflichen Perspektiven von Kindertagespflegepersonen sowie die Qualifizierung und Weiterbildung von Personal runden die Ergebnisse ab. Außerdem empfiehlt der Runde Tisch eine intensivere Kooperation zwischen Kreisen und Kommunen sowie verlässliche Vertretungsregeln.
Mehr Personal für fachliche Begleitung der Tagesmütter

Lesen Sie hier mehr.

Die gesamten Empfehlungen können hier heruntergeladen werden.

06.12.2013

Positionierung des Paritätischen zu Großtagespflegestellen

Mit dem vorliegenden Positionspapier setzt sich der Paritätische mit der Entstehung von Großtagespflegestellen als Angebot der Kindertagespflege kritisch auseinander und beschreibt zentrale fachliche Anforderungen. Unter einer Großtagespflegestelle wird der Zusammenschluss von Tagespflegepersonen verstanden, die mit ihren jeweils bis zu fünf gleichzeitig anwesenden fremden Kindern eine Kindertagespflege in anderen geeigneten Räumen anbieten.

Lesen Sie das gesamte Positionspapier hier.

06.12.2013

Gut Betreut - Arbeitshilfe für Fachberatungen in NRW erschienen

Gut Betreut - Eine Arbeitshilfe zur Unterstützung der pädagogischen Arbeit in der Kindertagespflege wurde vom Landschaftsverband Rheinland erarbeitet und der Fachberatung in NRW zur Verfügung gestellt.

Diese Arbeitshilfe bietet viele Anregungen für Fachberaterinnen und Fachberater, aber auch für Tagesmütter und Tagesväter selbst - nicht nur in NRW.

Sie können die Broschüre hier herunterladen

06.12.2013

Die Finanzierung der Kindertagesbetreuung vom Kopf auf die Füße stellen

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift: Betrifft Kinder ist ein Artikel zum Thema:Das Modell eines „KiTa-Fonds“ zur Verringerung der erheblichen Unter- und
Fehlfinanzierung der Kindertagesbetreuung in Deutschland von Prof. Dr. Stefan Sell erschienen.

Der Artikel kann hier heruntergeladen werden.

19.11.2013

VG Düsseldorf - Urteil zur laufenden Geldleistung

Eine Geldleistung in Höhe von 3,90 € pro Kind und Stunde entspricht nicht der Regelung des § 23 SGB VIII, wenn lediglich tatsächlich erbrachte Betreuungsstunden vergütet werden. Das VG Düsseldorf hat deshalb den Jugendhilfeträger zur Neubescheidung unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts verpflichtet.

In der Begründung setzt sich das VG mit unterschiedlichen Argumenten auseinander; insofern sind aus dem Urteil viele praktische Hinweise zur Ausgestaltung der laufenden Geldleistung zu entnehmen. 

Lesen Sie das gesamte Urteil hier.

18.09.2013

30-Minuten-Fahrt zur Kinder­tages­einrichtung von Wohnung oder Arbeitsplatz für Eltern zumutbar

Das Verwaltungsgericht München hat die Klage eines knapp 13 Monate alten Kindes auf Zuweisung eines Platzes in einer städtischen bzw. freigemeinnützigen Kinder­tages­einrichtung abgewiesen und erläutert, dass ein Platz in einer Kinder­tages­einrichtung, der innerhalb von einer halben Stunde von der Wohnung und dem Arbeitsplatz der Eltern erreicht werden kann, zumutbar ist.

Im zugrunde liegenden Fall hatte die beklagte Landeshauptstadt München für ein knapp 13 Monate altes Kind Betreuungsplätze in freigemeinnützigen Kindertagesstätten angeboten, die dieselben Gebühren wie die städtischen Kindertagesstätten erheben. Diese Einrichtungen sind von der elterlichen Wohnung mit öffentlichen Verkehrsmitteln jeweils in ca. einer halben Stunde erreichbar. Der Weg von diesen Tagesstätten bis zum Arbeitsplatz der Eltern, die beide in Vollzeit arbeiten, beträgt ebenso ca. eine halbe Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Zeitlicher Aufwand kann zwischen den Eltern aufgeteilt werden und ist daher zumutbar

Das Verwaltungsgericht München wies die Klage ab und erachtete diesen zeitlichen Aufwand im konkreten Einzelfall als zumutbar, sodass der Anspruch auf Förderung in einer Kindertageseinrichtung (§ 24 Abs. 2 SGB VIII) durch die angebotenen Plätze hätte erfüllt werden können. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass die Zeit, die die Eltern für das Bringen und Abholen des Kindes zu bzw. von den angebotenen Kindertageseinrichtungen aufbringen müssen, für beide Elternteile gleich ist und sie sich dabei entsprechend ihrer eigenen Planung abwechseln können. Der zeitliche Aufwand der Eltern, der für sie mit der Betreuung des Kindes in einer der angebotenen Kindertageseinrichtungen verbunden ist, wird dadurch auf beide Elternteile verteilt und insofern für den einzelnen Elternteil reduziert.

Verwaltungsgericht München, Urteil vom 18.09.2013
M 18 K 13.2256 -

12.09.2013

Bundesverwaltungsgericht: Aufwendungsersatz bei Nichterfüllung des Rechtsanspruchs

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass ein Kind, dessen Rechtsanspruch auf Verschaffung eines Kindergartenplatzes nicht erfüllt wird, unter bestimmten Voraussetzungen einen Anspruch darauf hat, dass die Aufwendungen der Eltern für seine Unterbringung in einer privaten Kindertagesstätte ersetzt werden.

Im Streitfall ging es um den Ersatz der Aufwendungen, die durch die Unterbringung der damals zweijährigen Tochter in der Kinderkrippe einer privaten Elterninitiative von April bis Oktober 2011 entstanden sind. Die Eltern ließen die Tochter dort betreuen, weil die beklagte Stadt während dieser Zeit keinen Krippenplatz zur Verfügung stellen konnte. Das hier anwendbare Kindertagesstättengesetz Rheinland-Pfalz sieht vor, dass Kinder vom vollendeten zweiten Lebensjahr bis zum Schuleintritt Anspruch auf Erziehung, Bildung und Betreuung im Kindergarten haben. Das Verwaltungsgericht hat die Beklagte verpflichtet, die in dem genannten Zeitraum entstandenen Aufwendungen für die private Kinderkrippe in Höhe von ca. 2 200 € zu erstatten. Dieses Urteil hat das Oberverwaltungsgericht im Ergebnis bestätigt. Die Beklagte habe den nach Landesrecht bestehenden und von der Mutter rechtzeitig geltend gemachten Anspruch auf einen Kindergartenplatz nicht erfüllt. Deshalb müsse sie die Kosten des selbst beschafften Ersatzplatzes in einer privaten Kinderkrippe übernehmen. Die hiergegen eingelegte Revision der Beklagten hat das Bundesverwaltungsgericht zurückgewiesen.

Das Oberverwaltungsgericht hat ohne Verstoß gegen Bundesrecht angenommen, dass im Fall der Nichterfüllung des landesrechtlichen Anspruchs auf Verschaffung eines Kindergartenplatzes unter bestimmten Voraussetzungen ein Anspruch auf Erstattung der Aufwendungen für einen selbstbeschafften Platz besteht. Soweit das Oberverwaltungsgericht davon ausgegangen ist, das Bundesrecht sehe einen entsprechenden Anspruch vor und das Landesrecht folge dem, ist dies nicht zu beanstanden. Der bundesrechtliche Anspruch ergibt sich aus einer entsprechenden Anwendung des § 36a Abs. 3 Achtes Buch Sozialgesetzbuch. Dieser verleiht einen Anspruch auf Aufwendungsersatz, wenn bestimmte Ansprüche auf Jugendhilfeleistungen nicht erfüllt werden. Der Anspruch auf Übernahme der erforderlichen Aufwendungen setzt voraus, dass der Leistungsberechtigte den Träger der öffentlichen Jugendhilfe vor der Selbstbeschaffung über den Bedarf rechtzeitig in Kenntnis gesetzt hat, die Voraussetzungen für die Gewährung der Leistung vorgelegen haben und die Deckung des Bedarfs keinen zeitlichen Aufschub geduldet hat. Ob im vorliegenden Einzelfall die Voraussetzungen des Erstattungsanspruchs vorliegen, entzieht sich der revisionsgerichtlichen Kontrolle, weil es sich insoweit um die Anwendung von Landesrecht handelt.

BVerwG 5 C 35.12 - Urteil vom 12. September 2013

Vorinstanzen:
OVG Koblenz 7 A 10671/12 - Urteil vom 25. Oktober 2012
VG Mainz 1 K 98/11.MZ - Urteil vom 10. Mai 2012

29.08.2013

Eilantrag von Eltern für einen Betreuungsplatz abgelehnt

Der Antrag, mit dem im vorläufigen Rechtsschutz­verfahren die Stadt Frankfurt am Main vorläufig bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache verpflichtet werden sollte, dem Antragsteller in einer wohnortnahen Tageseinrichtung ganztags von 8.30 Uhr bis 17.00 Uhr einen Kitaplatz zu gewähren und falls dies erfolglos sein sollte, hilfsweise die Stadt Frankfurt am Main im Wege des Eilrechtsschutz­verfahrens zu verpflichten, den Antragsteller an der Auswahl und Zuweisung eines Kitaplatzes in einem neuen vom Verwaltungsgericht anzuordnenden Vergabeverfahren zu beteiligen und zuzulassen, ist abzulehnen. Dies geht aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main hervor.

22.08.2013

Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg zur Pflegerlaubnis

Einer Tagesmutter im Landkreis Barnim wurde im Februar 2013 die Pflegeerlaubnis für 5 Kinder entzogen. Sie hatte ursprünglich angegeben, dass die Kinder sich sowohl im Wohn- wie auch im Schlafzimmer und in den Zimmern der eigenen Kinder aufhalten können. Nun haben sie nur noch ein Tagespflegezimmer in der Größe von 11,32 m2 zur Verfügung. Die Pflegeerlaubnis wurde auf 2 Kinder reduziert. Hiergegen wollte die Tagesmutter klagen und hat beim Verwaltungsgericht Rechtsschutz und Prozesskostenhilfe beantragt, die jedoch abgelehnt wurden. Der Beschluss des Verwaltungsgerichts wurde am 25. Juli 2013 durch das Oberverwaltungsgericht bestätigt.

Hierzu heißt es in der Begründung: „Das Verwaltungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass von kindgerechten Räumen unabhängig von den zur Verfügung stehenden Quadratmetern nur dann ausgegangen werden kann, wenn ausreichende Rückzugsmöglichkeiten für die Kinder vorhanden sind, diese also einem eventuellen Bedürfnis nach ungestörtem Spiel oder einer Ruhepause auch außerhalb der allgemeinen Schlafenszeiten nachgehen können. Dass die derzeit von der Antragstellerin für die Tagespflege genutzten Räumlichkeiten bei der gleichzeitigen Betreuung von fünf Tagespflegekindern ausreichende Rückzugsmöglichkeiten in diesem Sinne bieten, ist auch unter Zugrundelegung des Beschwerdevorbringens nicht ersichtlich. Das Tagespflegezimmer weist lediglich eine Größe von 11,32 m² auf (vgl. Grundriss GA Bd. I Bl. 52), ist also, sofern mehrere Kinder darin spielen, erkennbar zu klein für einen Rückzug.“

Bad, Küche, Windfang und Flur seien keine geeigneten Spielflächen und Rückzugsmöglichkeiten und können nicht also solche genutzt werden. Laut Richtlinie des Landkreises Barnim ist als Richtwert eine Mindestspielfläche von 3,5 m² vorgesehen.

Quelle: Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg vom 25. Juli 2013

OVG 6 S 17.13 / OVG 6 M 33.13

VG 6 L 31/13 Frankfurt (Oder)

14.08.2013

Oberverwaltungsgericht NRW hat beschlossen: Eltern können auf eine Tagesmutter / einen Tagesvater verwiesen werden

Der 12. Senat des Oberverwaltungsgerichts hat in einem Eilverfahren entschieden, dass Eltern eines unter drei Jahre alten Kindes auf eine Tagesmutter verwiesen werden können, und damit der Beschwerde der Stadt Köln gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts vom 18. Juli 2013 stattgegeben.

Das Verwaltungsgericht hatte die Stadt Köln verpflichtet, dem unter drei Jahre alten Antragsteller entsprechend dem Wunsch seiner Eltern vorläufig einen Platz in einer der in der Nähe der elterlichen Wohnung gelegenen Kindertagesstätten zuzuweisen. Der ab dem 1. August 2013 bestehende Rechtsanspruch des Antragstellers auf U3-Betreuung sei weder dadurch erfüllt, dass die Stadt Köln ihm einen Platz in einer 5,8 km von seiner Wohnung entfernt gelegenen Kindertagesstätte zugewiesen habe, noch dadurch, dass ihm ein Platz bei einer wohnortnahen Tagesmutter angeboten worden sei. 

Das Oberverwaltungsgericht hat die Entscheidung des Verwaltungsgerichts geändert und zur Begründung ausgeführt: Eltern eines unter drei Jahre alten Kindes könnten zwar grundsätzlich zwischen den gleich geeigneten und gleichwertigen Arten der frühkindlichen Förderung in einer Kindertagesstätte und bei einer Tagesmutter wählen. Dem Wunsch der Eltern müsse allerdings nicht entsprochen werden, wenn in der gewünschten Betreuungsform kein Platz mehr vorhanden sei. Stehe ein freier Platz nur bei einer Tagesmutter und nicht in der von den Eltern gewünschten Kindertagesstätte zur Verfügung, erfülle der Träger der Jugendhilfe den Rechtsanspruch auf U3-Betreuung mit dem Angebot dieses freien Platzes. Ein Anspruch auf Kapazitätserweiterung bestehe nicht.

Der Senat konnte offen lassen, ob die Einschätzung des Verwaltungsgerichts zutrifft, in Ballungsräumen sei eine über fünf Kilometer von der Wohnung des Kindes entfernt gelegene Kindertagesstätte nicht mehr als wohnortnah zu qualifizieren. Er hat allerdings darauf hingewiesen, dass bei der abschließenden Prüfung, ob die U3-Betreuung in zumutbarer Entfernung zur Wohnung des Kindes liegt, eine pauschalierende Regelbeurteilung allein nicht ausreicht, sondern die konkreten Umstände des Einzelfalls in den Blick genommen werden müssen.

Der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts ist unanfechtbar.

Aktenzeichen: 12 B 793/13 

07.08.2013

Eckpunkte für die Perspektive der Kindertagespflege veröffentlicht

Der Bundesverband hat neue Eckpunkte für die Perspektive der Kindertagespflege verabschiedet und veröffentlicht. Die im Bundestag vertretenen Parteien wurden aufgefordert, hierzu Stellung zu nehmen und ihr Parteiprogramm zu dieser Thematik zu veröffentlichen. 

Die Antworten der Parteien können Sie vor der Bundestagswahl im September auf unserer Homepage lesen. 

11.07.2013

Alternative Tagesmutter? Ausführlicher Beitrag auf tagesschau.de

Im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der neuesten Ausbauzahlen durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erschien u.a. ein interessanter Beitrag zur Kindertagespflege auf tagesschau.de

Hier geht's zu tagesschau.de

04.07.2013

Kitas haben oft zu wenig Personal - "Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme" erschienen

Im bundesweiten Durchschnitt beträgt demnach der Personalschlüssel in Krippen 1:4,5. In den ostdeutschen Krippen jedoch betreut eine Vollzeitkraft rechnerisch sechs Ganztagskinder. Nach dem von der Bertelsmann Stiftung empfohlenen Personalschlüssel (1:3) sollte eine Erzieherin nur für halb so viele Kinder verantwortlich sein. Das einzige Land, das diese Empfehlung nahezu erfüllt, ist Bremen, wo eine Vollzeitkraft für 3,1 ganztags betreute Kinder verantwortlich ist. Die schlechteste Betreuungsrelation finden Eltern für ihre unter dreijährigen Kinder in Sachsen-Anhalt (1:6,5). "Der Westen hat nicht genug Krippenplätze, im Osten muss hauptsächlich mehr in Qualität investiert werden", sagte Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

Hier geht's zur Pressemitteilung und zum Länderreport

03.07.2013

Heute im Morgenmagazin

Im Morgenmagazin der ARD kam heute Inge Losch-Engler, Vorstandsmitglied des Bundesverbandes, zu Wort. Der Beitrag ist in der Mediathek anzusehen.Szenen aus dem Film "Mein Kind bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater" liefen im Hintergrund.

Hier geht's zur Mediathek.

14.06.2013

Artikel über Tagesmütter und -väter bei Stiftung Warentest erschienen

Auf test.de/2013 ist ein Artikel über die Kindertagespflege erschienen. Der komplette Artikel ist für 0,75 € dort herunterzuladen.

Hier geht's zu Stiftung Warentest

12.04.2013

Der Bundesverband feiert sein 35jähriges Jubiläum

Der Bundesverband für Kindertagespflege ist 35 Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum wurde in Berlin im stilvollen Palais der historischen Kulturbrauerei im Stadtbezirk Prenzlauer Berg gefeiert.

Hier gibt's mehr vom Jubiläum - viel Spaß beim Ansehen!

04.04.2013

Heute im ZDF-Volle Kanne: Tagesmutter gesucht

In der heutigen Sendung "Volle Kanne" im ZDF war Inge Losch-Engler zum Thema "Tagesmutter gesucht" zu Gast.

Der Beitrag ist zu sehen unter ZDF - Volle Kanne.


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